An sich eine schöne Ausgabe, aber:
"Der günstigste Spiele-PC der Welt"
Am Kiosk würde ich einem Magazin mit solchem Cover schnell keine Aufmerksamkeit mehr spendieren. Superlative wirken ganz schnell reißerisch und unseriös. Zumal ich z.B. in diesem Zusammenhang ganz schnell eine Kleinigkeit ändern kann (z.B. CPU mit 100 MHz weniger) und schon günstiger bin. Und der Begriff "Spiele-PC" ohenhin dehnbar ist (Radeon 5750 reicht auch zum Spielen; nee, 1920x1200 muss schon sein usw.).
Ironischerweise sitzen drei der Redakteure in den Retro-Videos (die mir übrigens sehr gut gefallen, ich mag so Rückblicke immer

) zusammen und schütteln wegen der damaligen, vollmundigen Versprechungen den Kopf (wenn auch nicht buchstäblich), gleichzeitig sind diese auf den heutigen Covern aber ebenso präsent, in letzter Zeit vom Gefühl her sogar zunehmend. Ok, so ist Stoff für die zukünftigen Retro-Videos sicher, dennoch mein Ratschlag: Haltet euch bei den Superlativen und Versprechungen etwas zurück und tretet so seriös auf, wie ihr es doch eigentlich seid.
Ansonsten begrüße ich die Trennung von Einzel- und Mehrchiplösungen im Leistungsindex der Grafikkarten und war erfreut über den Gehäusetest. Auch wenn ich aktuell keinen Kauf in diese Richtung plane, betrachte ich die Entwicklung da ganz gerne für die Zukunft.
Anmerkung zu den Bildschirmtechniken auf Seite 105: Meint ihr mit dem "LED" Bildschirme, die tatsächlich das Bild per LEDs darstellen, oder sind die handelsüblichen LCDs mit LED-Hintergrundbeleuchtung gemeint? Sowas wird (zumindest im Marketingbereich) ja nicht immer ganz klar.
Mein "LoL-Moment" beim Lesen: Seite 9 im Artikel "Energiespar-Special", als ich die Beschreibung der PCs im Diagramm unten rechts las:
"
WoW-PC: Leerlauf/2D: 100 Watt, 3D 170 Watt;
Nutzung 18h täglich, davon 1 im Leerlauf-Modus"
Na das bedient aber extrem das typische Klischee vom WoW-Süchti.
Schönen Gruß,
der schwarze Quader