Zum Thema Freesync versus G-Sync.
Bei den drei getesteten Monitoren von Acer, Benq und LG ist es in der Tat richtig, dass diese Freesync nur im Frequenzbereich ab 40 Hz (Acer, Benq) beziehungsweise 48 Hz nutzen. Warum sich die halbe Welt darüber empört, ist mir persönlich allerdings nicht ganz klar geworden, denn:
- Die Freesync-Spezifikation von AMD beginnt bereits ab 9 Hertz und geht bis rauf zu 240 Hz.
- Die Sub-40-Hz-Problematik ist also eher ein Kritikpunkt an den Monitoren an sich, denn an Freesync im Generellen.
- Potenzielle Firmware-/Treiber-Updates können durchaus dafür sorgen, dass die drei fraglichen Geräte Freesync zukünftig in einem breiteren Frequenzband unterstützen.
- Bei vielen kommenden Freesync-Zertifizierten-Monitoren ist noch nicht bekannt, welches Frequenzband letztlich genutzt wird.
- Es will mir nicht klar werden, warum viele so kurz nach Release, Freesync eine potenzielle Minderwertigkeit unterstellen möchten.
Technisch ist Freesync in meinen Augen auch im Sub-40-Hz-Spektrum durchaus mit G-Sync auf Augenhöhe. Was fehlt ist nicht die Technologie, sondern nur die passenden Displays. Denn angesichts der drei bislang getesteten Monitore hat Nvidia in der Praxis hier (noch) die Nase vorn.
Hinzu kommt, dass weder Freesync noch G-Sync (in meinen Augen) dazu dienen sollen "Low-Fps-Gaming" möglich zu machen, sondern vor allem als Puffer für kurze Framedrops dienen. Auch an einem G-Sync-Display bin ich immer noch auf Fps-Raten jenseits der 60 aus, allerdings fallen mir Drops dank Adaptive-Sync weniger auf.
Übrigens: In der kommenden PCGH 06/2015 beschäftige ich mich auf vier Seiten ausgiebig mit dem Thema: Was passiert eigentlich bei Freesync und G-Sync am unteren und oberen Frequenzende. Sprich: Dort findet auch die vielgewünschte "40-Hz-Diskussion" einiges an Betrachtung
tl;dr;
Praxis: Freesync-Sub-40-Hz-Stand-April-2015-schlechter
Theorie: G-Sync und Freesync technisch ebenbürtig
End vom Lied: Zeigt sich erst mit kommenden Displays und Treibern
Zwischenfazit und 40-Hz-Diskussion: Lesen in PCGH 06/2015 auf vier Seiten
Grüße,
Tom