Zeitlich fand ich den SSD-Test optimal: Endlich einigermaßen erwschwingliche Preise für vernünftige Größen.
Zum Test selbst hab ich allerdings einige Anmerkungen:
Bitte viel mehr praxisrelevante Tests. Klar ist es nett die maximale Übertragungsraten und die Zugriffszeiten zu wissen, aber mehr als feststellen brauch man die nicht, denn mal ehrlich: Für wieviele Prozent der Anwender sind 270 MiB/s ein entscheidendes Kriterium gegenüber 255 MiB/s Leserate? Und erst recht bei der Schreibrate?
Die Zugriffszeit ist da wenigstens noch etwas bedeutender, allerding bei den guten Modellen auch kaum voneinander Unterschiedlich - außer, dass die Intels durchweg die Nase vorne ham.
Damit zum nächsten Punkt: Warum kommt die Intel so schlecht weg? Ich hab mir kürzlich mehrere Reviews im Netz zur X25-M 120GB durchgelesen, da ich sie für eine der ausgereiftesten SSDs (gemessen am aktuellen Stand) halte. Und sie kommt i.d.R. gut bis sehr gut weg. Sie holt keine Rekorde in Übertragungsraten, aber dank niedrigster Zugriffszeiten durchweg und ordentlicher sonstiger Performance wird sie im allgemeinen als Allrounder-Platte ohne gravierende Schwächen empfohlen. Was anderes werdet ihr von ihr wohl auch nicht denken, doch im Artikel klingt es für mich, als ob ihr durchfallen lasst, dass sie die besten Zugriffszeiten hat und ne ebenbürtige Leserate zu SF-SSDs, jedoch die schlechte Schreibrate überbewertet. Seid ihr nicht selbst der Meinung, dass die Schreibrate die geringste Bedeutung für eine SSD hat? (abhängig von ihrem Einsatzzweck. Ich gehe vom Heimanwender mit zock&surf-PC aus)
An dieser Stelle möchte ich eine Frage zu den PCGH-Kopiertests stellen: Werden die Daten auf ein und derselben SSD kopiert oder von einer anderen SSD auf die zu testende?
Um damit nochmal zurück zu euren Testmethoden zu kommen: Ihr habt ja bereits angekündigt diese zu überarbeiten. Ich würde mir abgesehen von mehr Praxistests (eine Umfrage läuft oder lief ja bereits) Spieletests verschiedener Arten wünschen. Ladezeiten testet ihr bereits.
Ich fände es speziell bei open-world Spielen wie WoW, GTA, Gothic und wie sie alle heißen, wo massiv Streaming genutzt wird, interessant wie sich eine SSD auf die FPS, aber auch das Spielgefühl was Nachladen von Texturen und Content angeht auswirkt. Evtl. lässt sich das mit Frameverläufen darstellen.
Ebenfalls interessant wäre ob sich durch SSDs störende Nachladeruckler auch in Shootern vermeiden ließen. Die sind zwar oft weniger anfällig dafür, aber es stört umso mehr in einem Shooter den evtl. entscheidenden Schuss wegen eines Rucklers zu versemmeln. Stichwort minimum-FPS und Frameverlauf.
Anderes Thema: Dem Wunsch nach
Langzeittests von Netzteilen schließe ich mich an!
Ließe sich das nicht sogar anhand des Einsatzes in Redaktions-PCs testen? Die laufen auf jedenfall viel und lange und werden mit Sicherheit auch des öfteren durch Zocken gefordert. Gutes Belastungsprofil also.
Ich war z.B. auch schon mehrfach überglücklich mit BeQuiet Testsiegern die ich eingebaut hab, doch umso miesmutiger als sich nach 3 Jahren eins verabschiedet hat und meins nach ~2,5 komische Surr-Geräusche macht...