Einfach mal entspannt zurück lehnen, und abwarten. Wer nicht gerade einen neuen PC braucht, weil er aktuell gar keinen hat, der kann ja locker 6-12 Monate nach Release abwarten, bevor er sich überlegt was Neues zu kaufen.
Die Preise der CPUs gehen mMn, so kurz nach Release, ja noch in Ordnung. Problem ist das fehlen "günstiger" Bretter, und der aktuell immer noch deutlich teurere DDR5-RAM. Naja, und die mMn grundsätzlich überzogenen Preise der Mobos ab der "Mittelklasse".
Kein Wunder dass die HEDT-Plattformen ausgestorben sind. High-End-Mainstream-Desktop ist das neue HEDT. Zumindest was die Preise und Verbräuche angeht. Nur leider immer noch ohne Quad-Channel. Und ohne die zahlreichen Lanes der HEDT-Plattformen.
Was früher ja mal das Argument für die "teuren" HEDT-Mobos war. Aber aktuelle Performance-Bretter haben weder eine aufwendigere Quad-Channel noch eine 40 PCIe-Lanes "Verdrahtung", und kosten trotzdem (tlw. sogar deutlich) mehr.
Nur mal so als Beispiel, wie ein Mainboard für mehr als 500€ eigentlich aussieht bzw. aussehen sollte:
Anhang anzeigen 1405768
Das Ding hat zum Release Anfang letztes Jahr unter 600€ gekostet. Der Sockel hat 4094 Pins, die dort einzusetzende CPU hat eine TDP bis zu 280 Watt (übrigens bei 64 Kernen und 128 Threads), ein Octa!!!-Channel RAM-Interface, was mit DDR4 3200 auf über 200GB/s kommt (das sind immer noch ca. 50GB/s mehr als DDR5 11600 im Dual-Channel hätte), und lächerliche 128 PCIe 4.0 Lanes.
Und jetzt soll das Platinen-Layout für die paar (~1700) AM5-Pins mit bissl DDR5 Dual-Channel und 24 PCIe 5.0 Lanes so aufwendig und teuer sein?
Das günstigste AM4-Mobo (B550) mit PCIe 4.0 für die Graka kostet unter 80€, für AM5 (B650) sind es fast 220€. 140€ Aufpreis für nen M.2 PCIe 5.0 Steckplatz und DDR5? Will man jetzt auch noch PCIe 5.0 für die Graka, muß man mindestens ~300€ auf den Tisch legen.
Von wegen "aufwendigere" Platinen...