Ryzen 7000: Rufe nach Preissenkungen werden laut - wegen Raptor Lake

Krabonq

BIOS-Overclocker(in)
Nach der Logik hätte ich auch seit 2018 keine neue AMD CPU kaufen dürfen weil man ja mit Zen 2 und 3 "keine Verbesserung spürt" gegenüber einem Ryzen 1600 oder 2600.:D

Doch, denn der Unterschied v.a. zu Zen 1 ist gewaltig!
Man findet auch Beiträge von Leuten die von Zen 1 auf Zen 3 mit einem X370 Brett aktualisiert haben:
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Aber wenn wir so weit philosophieren wollen, dann "braucht" auch keiner Raptor Lake oder Zen 4. Dann tuts ein 5800X3D. Wobei auch da gehts billiger und eigentlich reicht auch ein 12100er.

Ein 5800X3D ist auch noch nicht so richtig günstig. Ich habe vor den irgendwann mal zu kaufen, aber erst, wenn er bei <250€ liegt und mein 6-Kerner ächzt.
Ich denke, dass Raptor Lake und Zen 4/AM5 theoretisch v.a. für Aufrüster interessant, die noch mit einer 4+ Jahre alten Intel CPU oder einem frühen, billigen AM4 MoBo (und deshalb AGESA Upgradschwierigkeiten haben) unterwegs sind. Ich sage "theoretisch", weil die Preise nicht wirklich sympathisch sind. Für Leute mit solchen älteren Prozessoren ist es momentan recht ungünstig zu kaufen, aber Anfang 2023 sieht es dann sicher schon ein ganzes Stück besser mit den AM5 Preisen aus. So würde ich es zumindest machen, wenn ich momentan noch eine Uraltgurke im Rechner hätte, die Aufholbedarf hat.

Die 3D-Cache Prozessoren werden sicher noch einen Schub Leistung in gewissen Fällen bringen, aber deren Preis wird sicherlich auch nicht wahnsinnig gut sein.
 

cryon1c

Lötkolbengott/-göttin
Naja, selbst wenn AM5 nur 2 CPU-Generationen auf dem Sockel bekommt und nicht so viele wie AM4, so lohnt sich das aufrüsten. Die Boards unterstützen alle notwendigen Technologien wie PCI-e und USB Standards (USB4 ist mir wie Thunderbolt relativ egal). 2,5Gbit/s LAN haben die fast alle, 10Gbit/s wäre nice2have aber noch zu teuer.
Aktuell würde Ich mir eher so was wie 7700X holen und dann entweder auf ein 3D-Modell gehen oder halt auf was mit mehr Kernen. Wobei Ich selbst die Kerne auf dem HauptPC selten ausfahre. Der alte 3900X tut es noch wenn die Software nach vielen Kernen schreit und die Effizienz ist da nicht so schlecht das man die CPU jetzt unbedingt entsorgen muss. 7950X finde Ich nicht so interessant - die CPU ist natürlich brutal schnell, aber die könnte deutlich effizienter, kühler und mit einem dünneren Heatspreader daherkommen. Eventuell arbeitet AMD schon daran.
DDR5 muss man irgendwann kaufen. Klar, als Early Adopter zahlt man kräftig druff. Habe Ich damals bei X99 auch gemacht, DDR4 war da schweineteuer und langsam, damals für 2666 32GB Kit richtig viel Asche hingelegt. Aber gut, damals war das noch zu verkraften und die Grafikkarte hat keine 2500€ gekostet :ugly:
 

Quake2008

BIOS-Overclocker(in)
QuadChannel im Mainstream???

Bei aktuellen Boardpreisen von 250-300 EUR möchte ich nicht wirklich noch eine Abgrenzung nach oben sehen! Da würde ich lieber ein Comeback der HEDT Plattform von Intel sehen, wobei das ja wahrscheinlich erst mit der "Chiplet" Technik wieder Sinn ergeben wird, aktuell wäre es für Intel einfach viel zu teuer mehr als die 24 Kerne zu bringen (im Consumermarkt)
Ich glaube eher das es am Verbrauch liegen würde. 24Pcore will gar nicht wissen was das ziehen würde. Bestimmt wäre es die erste Cpu die 1kw/std durch bricht. Bzw 170 Watt im Intel Durchschnitt^^
 

PCGH_Torsten

Redaktion
Teammitglied
weltweit nur vierstellige Verkaufszahlenist schon krass aber wenn es anscheind ein Markt für extrem teure HW gibt sollte sich das doch auch lohnen...?

Derartige Halo-Boards produzieren die Hersteller primär für den Werbeeffekt. Eine ubergeilmega Platine am oberen Ende des Sortiments soll auf das restliche Portfolio abstrahlen, muss sich selbst aber gar nicht rechnen. Wobei sie das aufgrund der extremen Preise vermutlich trotzdem machen, trotz niedriger Produktionszahlen (Asrock Aqua z.B. auf 999 Verkaufsexemplare + Reviewersamples limitiert; Gigabytes Extrem-OC-Modelle zumindest vor Tachyon nur in Stückzahlen von wenigen 100 hergestellt). Denn diese Boards haben vergleichsweise niedrige Entwicklungskosten, basieren sie doch auf einer bekannten Plattform, für die man ohnehin diverse Features konzipieren und ausprobieren muss.

Am Ende werden copy & paste noch ein paar Phasen mehr zum High-End-Modell gepackt und ein paar weitere Controller aufgelötet; das aufwendigere Routing einfach durch ein übergroßes PCB entschärft. Die Stückkosten steigen durch so eine Implementation zwar deutlich, aber das kann man ja 1:1 an den Kunden durchreichen. Ganz anders sähen das aus, wenn man sich in eine komplette zusätzliche Plattform einarbeiten müsste, die unter anderem ein in Serie zu vertretbaren Preisen verkaufbares Quad-Channel-Layout erfordert.
 

Zer0Strat

Freizeitschrauber(in)
Wobei momentan nur der 5800X3D wie warme Semmeln weggeht und das auch erst seit der Preissenkung.
Ist doch egal, was AMD letztlich verkauft. Laut MF Verkaufszahlen putzt der X3D alles weg. Raptor Lake ist extrem stark vom P/L-Verhältnis her, dennoch sind die Verkaufszahlen in DE kümmerlich, vergleichbar schlecht wie Zen 4.

Die Leute sind bekloppt. Der 13600K ist in allem besser als der 5800X3D außer bei der Effizienz, der Preis ist fast identisch, dennoch greifen die Leute zu AMD.

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PCGH_Dave

Redaktion
Teammitglied
Ja, wenn man sich so ein Kartoffelbrett holt...
Für den 5800X3D brauchts weder ein Brett mit VRMs für 1000 Watt+, noch teuren B-Die Speicher, um sehr gute Leistung und Effizienz zu erhalten. Ich hab die CPU sogar mal auf einem A320 für 19 Euro getestet, Fazit: 95,8 Prozent der Spielleistung eines 5800X3D, wenn man diesen auf einem ausgewachsenem Board betreibt. Der L3-Cache gleicht einfach extreme viele Nachteile aus, die man sonst hätte. Das ist inzwischen auch bei den nicht so gut informierten Käufern angekommen.
 
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