News Ryzen 7 9850X3D: Ausfallbericht nach drei Wochen - wieder ist ein Asus-Board involviert

Das zerstört früher oder später jede CPU.
Das ist 'ne sehr schwammige Aussage, eine Behauptung ohne Beleg oder Hintergrund. Der Betrieb alleine zerstört jede CPU, allerdings nach Jahrzehnten bei Dauerlast, man weiß es nicht. Wie seit dann Spannungserhöhungen der einzelnen Rails sich auswirken, ich kenn die Domänen und Zusammenhänge bei so einem Ryzen nicht.

Der Ausfall an sich ist nur ein einzelner, wenn auch der mutmaßlich erste für die noch neue CPU.

Was ihn aber interessant macht:
Es ist endlich mal ein Bericht mit Vorgeschichte. Quasi alle anderen beschränken sich auf "war plötzlich tot", was keine Rückschlüsse erlaubt. Hier wurden kurz vor dem Ausfall Tests durchgeführt, denen zu Folge der Arbeitsspeicher fehlerfrei funktionierte, aber AVX2 schon nicht mehr stabil war. Sofern das a) stimmt, b) kein Zufall war und c) die Instabilität in Zusammenhang mit dem Ausfall steht, würde das eindeutig auf einen Kern- und nicht Uncore- oder RAM-bezogenen Fehler hinweisen. Also 50-80 Prozent der bisherigen Diskussion, die sich um I/O-Spannungen, EXPO & Co drehen, vom Tisch wischen.

Es würde auch dazu passen, dass ein recht hoher Teil der Berichte einen Ausfall bei eigentlich geringer Last, aber während Medienplayback (und somit potenziell AVX-Nutzung) nennt und es würde erklären, warum die älteren Ryzen 7000 nicht betroffen sind. Die haben schließlich den gleichen IOD und Uncore-Bereich, aber mit Zen 4 eine deutlich andere SIMD-Einheit. Selektive Nutzung von modernen Befehlssätze ist bekanntermaßen hustRPLhust auch ein Weg, unerwartete und in Testprogrammen möglicherweise übersehene Spitzenlasten zu erzeugen und so beispielsweise Turbo-Algorithmen zu ungesunden Betriebsmodi zu drängen.

tl;dr: Dieser Fall ist der erste, aus dem sich ein konkreter Verdacht ergibt, statt willkürlicher Vorwürfe. Ich fürchte nur, AMD wird @PCGH_Dave weder genug CPUs zu einer selektiven Prüfung überlassen, noch interne Ergebnisse diesbezüglich verraten. :-(
Danke. Ich will nicht hören das der nächste böse Board-Hersteller dilettantisch alles kaputt gemacht hat. Das ist doch kompletter Unsinn.

Mehr habe ich nicht gefunden:
1771502072690.png

..gibts da offizielle, wahrscheinlich aber auch keine detaillierteren Infos?
 
Was hier wieder für ein Quatsch steht....
An alle die sich jetzt unnötig Sorgen machen.

@1,35V Spannung VDD / VDDQ ist Standard für Expo und nicht bedenklich! (DDR5, 6000er MT)
@1,4V Spannung ist in der Tat etwas hoch aber weit von gefährlich, weiter MUSS man differenzieren: Um welches Kit handelt es sich? Bei 2x32GB Dual Rank ist eine Spannung unter Last und Expo von 1,4V nötig und ebenfalls unbedenklich. Eben da hier von Natur aus höhere elektrische Last benötigt wird und es ein wenig mehr Power für ein stabileres Signal benötigt.

Das Problem in der Vergangenheit lag (wie Dave schrieb) an der VDDR_SOC das sind komplett unterschiedliche Schienen! Hier hat bspw ASUS anscheinend entgegen dem erlaubten 1,35v durchgereicht. Dumm gelaufen - nur eben auch nicht Fehler des Anwenders.

EXPO ist insofern genauso OC (oder eben nicht OC) wie es bspw. PBO auch ist. Es ist ein vom Hersteller standardisiertes Verfahren zur Leistungsoptimierung und wird in der Regel daher auch immer über die Garantie abgedeckt. Aktuell gibt es sogar ein Urteil dazu, dass ein Verbraucher sogar theoretisch "anrecht" auf 6000 MT hat, insofern er ein solches KIT kauft.

Das immer wieder Unternehmen in Schutz genommen und lieber die Menschen beschuldigt werden (ist halt OC, PECH! HAHA) erschließt sich mir wirklich überhaupt nicht. Was stimmt denn nicht mit euch, dass euer erster Reflex ist, erst einmal immer die Mitmenschen zu beschuldigen? Anstatt auch nur zwei Sekunden darüber nachzudenken, ob vllt der Hersteller, der mit diesem Feature sogar aktiv Produktwerbung und Profit betreibt, nicht vielleicht doch in der Verantwortung liegt.

Es ist ein himmelweiter Unterschied (technisch wie rechtlich) ob ich ein vom Hersteller spezifiziertes Verfahren aktivere oder aber einfach im BIOS sämtliche Warnhinweise wegklicke und anfange "an den Knöpfen zu drehen", 2V auf den RAM jage und dann nen RMA draus mache.

Wenn das Verfahren das der Hersteller spezifiziert und damit wirbt, so unsicher ist, das es das Produkt beschädigen kann - dann ist die Spezifikation der Hersteller schuld und mit Sicherheit nicht der Anwender.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei meinem Asus Board A7N8X Deluxe ist mein Athlon XP 3200+ abgeraucht einfach so beim Einschalten 😭 hab zwar noch 6 Stück von aber trotzdem. 😬
 

Anhänge

  • IMG_20250122_151349.jpg
    IMG_20250122_151349.jpg
    1,4 MB · Aufrufe: 20
  • IMG_20250122_151132.jpg
    IMG_20250122_151132.jpg
    1.017,1 KB · Aufrufe: 13
  • IMG_20250122_151139.jpg
    IMG_20250122_151139.jpg
    967,4 KB · Aufrufe: 18
  • IMG_20241224_162951.jpg
    IMG_20241224_162951.jpg
    931,6 KB · Aufrufe: 26
Zuletzt bearbeitet:
Mich würde es nicht im geringsten wundern, wenn am ende herauskommt, dass bei manchen Brettern die Einstellungen zu aggressiv vorgenommen wurden, beziehungsweise Begrenzungen großzügig gelockert wurden, sodass mehr Takt und Leistung herauskommt, also das der Werbewert des Bretts in Tests höher ist, man sich somit mehr Gewinn verspricht.
Dann wäre das in entsprechenden Mainboard-Tests zumindest auffällig.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
1771504160572.png


..das ist es nicht. Kannst also gleich wieder einstampfen, die Theorie.
 
während Medienplayback (und somit potenziell AVX-Nutzung) nennt und es würde erklären, warum die älteren Ryzen 7000 nicht betroffen sind. :-(

SoC-Spannung (System-on-Chip Voltage) = Betriebsspannung des I/O-Die.
Die CPU selbst gibt in der Regel über den PMBus (Power Management Bus) vor, welche SoC-Spannung erforderlich ist.
Auf dem I/O-Die befinden sich unter anderem der RAM-Controller und die De-/Encoder für Video-/Audio.
Die AVX-Einheiten befinden sich in den 1-2 CPU-Dies (CCD).
Nur wenn die Video/Audio-Hardwaredekoder etwas nicht verarbeiten können, wird dies per Software auf dem CCD durchgeführt.
"
An important update for Ryzen7000X3D processor owners
...
Ryzen 7000X3D processors do not allow for CPU ratio or CPU core voltage tuning (CPU overclocking) but do allow for performance tuning and DRAM overclocking via PBO2 and EXPO memory. To support EXPO and/or memory overclocking at DDR5-6000 and beyond, SoC voltage has to be sufficiently increased to ensure compatibility and stability. The amount of voltage required varies between CPU samples. Some processors are more sensitive to overvoltage than others, and some are capable at running higher memory frequencies without needing as much voltage.
As confirmed with AMD, any intentional manipulation of these settings can damage the processor, socket, and motherboard. To mitigate this, we have been working with AMD to define new rules for EXPO memory and SoC voltage. To help protect the CPU and motherboard, we are issuing new EFI updates to limit the maximum available SoC voltage to 1.3V.
We recommend updating your motherboard UEFI BIOS to the latest release.
"

 
Zuletzt bearbeitet:
ASUS und AsRock gehören zur gleichen Firma, also wen wunderts?
Na immerhin können die gemeinsam an ihren Hardwareproblemen oder den Softwarelösungen schrauben...lol
Nach 3 Wochen raucht die CPU ab. Was soll man auch erwarten, wenn der langsame Vorgänger nach einem Jahr abraucht.
Viel zu viel Watt hat die CPU.
Die CPU hat nicht zu viel Watt, das ist dummes Gerede.
Ein 14900KS hat schon 450 Watt gezogen, ohne auf dem Testgestell zu implodieren.
Server Prozessoren ziehen noch viel mehr.
Gerade, weil es von den Berichten her immer um AsRock und nun ASUS geht, liegt das Problem nicht am Prozessor, sondern an dem Brett, wo es reingesteckt wird.
Und dann muss man auch noch sehen, dass Anwender etwas falsch machen können.
Wie der Typ, der damals seinen 7800X3D(?) im Sockel total verzogen hat und meinte, das würde keiner merken.
Damit fing ja quasi alles an, wo Leute dann meinten, die X3D rauchen ab.
Solange die Meldungen nicht von allen Boardherstellern und vor allem mehr Menschen kommen, ist mit dem Prozessortyp alles in Ordnung.
 
Zuletzt bearbeitet:
ASUS und AsRock gehören zur gleichen Firma, also wen wunderts?
Na immerhin können die gemeinsam an ihren Hardwareproblemen oder den Softwarelösungen schrauben...lol

Nein, ASRock gehört nicht direkt zu Asus, aber es hat eine enge historische Verbindung: Asus gründete ASRock 2002 als Budget-Marke, und 2008 wurde ASRock an die Pegatron Corporation (ein Unternehmen, das ursprünglich von Asus abgespalten wurde) angegliedert, wodurch sie heute Teil einer größeren Gruppe sind, aber unabhängig voneinander operieren. ASRock ist somit ein eigenständiger Hersteller, der aus dem Asus-Umfeld entstanden ist und heute mit Pegatron verbunden ist.
 
Dann wäre das in entsprechenden Mainboard-Tests zumindest auffällig.

Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.
Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Anhang anzeigen 1517219

..das ist es nicht. Kannst also gleich wieder einstampfen, die Theorie.
Da magst du Recht haben, aber so ein Balken sagt am Ende gar nix aus. 0.0 Wert. Allerhöchstens ganz grobe Richtung.
Das gleiche Spiel gab es bei früheren Brettern auch. Von daher hat ER mit seiner Behauptung nicht komplett unrecht. 😎✌️
 
Intel gibt keine Zahlen raus, AMD gibt keine Zahlen raus. und @danyundsahne schätzt das ganz sicher am Stammtisch auf PCGH :lol:
Schön, wie du dich über mich lustig machst, aber ich habe auf die Zahlen vom verlinkten Artikel auf WCCFTech reagiert. Nichts weiter.
Das sind die Zahlen von den Verkauften CPUs von denen ich spreche. Und da schätze ich nicht, das ist für Mindfactory wohl Fakt, da öffentlich einsehbar.

Und jetzt mach dich über dich selbst lustig, Danke.
 
Was hier wieder für ein Quatsch steht....
An alle die sich jetzt unnötig Sorgen machen.

@1,35V Spannung VDD / VDDQ ist Standard für Expo und nicht bedenklich! (DDR5, 6000er MT)
@1,4V Spannung ist in der Tat etwas hoch aber weit von gefährlich, weiter MUSS man differenzieren: Um welches Kit handelt es sich? Bei 2x32GB Dual Rank ist eine Spannung unter Last und Expo von 1,4V nötig und ebenfalls unbedenklich. Eben da hier von Natur aus höhere elektrische Last benötigt wird und es ein wenig mehr Power für ein stabileres Signal benötigt.

Das Problem in der Vergangenheit lag (wie Dave schrieb) an der VDDR_SOC das sind komplett unterschiedliche Schienen! Hier hat bspw ASUS anscheinend entgegen dem erlaubten 1,35v durchgereicht. Dumm gelaufen - nur eben auch nicht Fehler des Anwenders.

EXPO ist insofern genauso OC (oder eben nicht OC) wie es bspw. PBO auch ist. Es ist ein vom Hersteller standardisiertes Verfahren zur Leistungsoptimierung und wird in der Regel daher auch immer über die Garantie abgedeckt. Aktuell gibt es sogar ein Urteil dazu, dass ein Verbraucher sogar theoretisch "anrecht" auf 6000 MT hat, insofern er ein solches KIT kauft.

Das immer wieder Unternehmen in Schutz genommen und lieber die Menschen beschuldigt werden (ist halt OC, PECH! HAHA) erschließt sich mir wirklich überhaupt nicht. Was stimmt denn nicht mit euch, dass euer erster Reflex ist, erst einmal immer die Mitmenschen zu beschuldigen? Anstatt auch nur zwei Sekunden darüber nachzudenken, ob vllt der Hersteller, der mit diesem Feature sogar aktiv Produktwerbung und Profit betreibt, nicht vielleicht doch in der Verantwortung liegt.

Es ist ein himmelweiter Unterschied (technisch wie rechtlich) ob ich ein vom Hersteller spezifiziertes Verfahren aktivere oder aber einfach im BIOS sämtliche Warnhinweise wegklicke und anfange "an den Knöpfen zu drehen", 2V auf den RAM jage und dann nen RMA draus mache.

Wenn das Verfahren das der Hersteller spezifiziert und damit wirbt, so unsicher ist, das es das Produkt beschädigen kann - dann ist die Spezifikation der Hersteller schuld und mit Sicherheit nicht der Anwender.
Danke. Sehe ich ebenso und die erfolgten RMAs seitens AMD, bestätigen dass.
 
Da magst du Recht haben, aber so ein Balken sagt am Ende gar nix aus. 0.0 Wert. Allerhöchstens ganz grobe Richtung.
Das gleiche Spiel gab es bei früheren Brettern auch. Von daher hat ER mit seiner Behauptung nicht komplett unrecht. 😎✌️
Wenn so ein Balken doch aber nichts aussagt, wo bleibt dann die angesprochene Wirkung auf den Käufer?
Ich darf erinnern:
der Werbewert des Bretts in Tests höher ist
Wenn die Werbung allerdings zwischen den Zeilen passiert, die Balken also nichts aussagen..?!?
 
Auffällig ist, dass die meisten gemeldeten Ausfälle bisher auf Asus‑ und ASRock‑Mainboards auftreten.
Das sieht für mich nach SoC‑Voltage‑Spikes aus – nicht nach einem CPU‑Fehler.
Zum Glück gibt es genug Alternativen, die bisher unauffällig laufen. :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Auffällig ist, dass die meisten gemeldeten Ausfälle bisher auf Asus‑ und ASRock‑Mainboards auftreten. Zum Glück gibt es genug Alternativen, die bisher unauffällig laufen. :)
Das liegt vielleicht auch daran, daß dies die meistverkaufen Bretter im Retailmarkt sind. Ich hatte bisher in meinen 34 Jahren PC-Bastelei genau ein einziges MSI-Board, was damals den Phenom II X4 965 wegen zu schlapper Stromversorgung nicht stabil wuppen konnte, aber mit einem Athlon II X2 250 nur mäßig belastet aber unauffällig seinen Dienst als Büro-PC meiner Mutter verrichtete. Und zwar genau bis zu dem Tag, an dem ich ihr einen HP Laserjet per USB einrichten wollte, der aber immer und immer wieder spontan die Verbindung verlor mit entsprechend zerschossenen Druckaufträgen. Bis ich ihr dann meinen ausrangierten i7-4790K auf ASUS-Board hinstellte. Seitdem läuft die Combo stress- und fehlerfrei und ich meide MSI-Bretter. Bei Grafikkarten war es jahrelang ungekehrt. Da waren die von MSI bis zur 2080Ti spitze und die von ASUS eher naja geht so. ^^
 
Auffällig ist, dass die meisten gemeldeten Ausfälle bisher auf Asus‑ und ASRock‑Mainboards auftreten.
Das sieht für mich nach SoC‑Voltage‑Spikes aus – nicht nach einem CPU‑Fehler.
Zum Glück gibt es genug Alternativen, die bisher unauffällig laufen. :)
MSI und Gigabyte fahren traditionell konservativere SoC‑Spannungen und scheinen auch diesmal die ruhigeren Plattformen zu sein. Gerade MSI ist seit AM5‑X3D fast schon der „No‑Drama‑Pick“.:daumen:
 

Nach dem 9800X3D traf es den 9850X3D - ist Asus der Übeltäter​

dass das Problem mit dem Mainboard von Asus zusammenhängt, dessen BIOS die falschen Spannungseinstellungen vorgenommen haben könnte.
War ja mir auch schon von lange klar, das AMD nicht der Bösewicht ist, sondern am Boardhersteller liegt.
Wenn bestimmte Sicherungen nicht ordnungsgemäß funktionieren, wie z. B. der Gate-Widerstand beim Mosfet, dann nützen Bios Updates und VCore Spannungswerte recht wenig oder haben gar keinen positiven Effekt.
Eine CPU reagiert auf bestimmte V und A Peaks sehr empfindlich und schlimmer noch auf unsaubere Stromwerte, wie bei Chokes sowie der VRM. OC hat damit nichts zu tun, sofern es sich im Rahmen bewegt.
 
Zurück