Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Doch, deswegen haben die Russen damit gedroht, nachdem die USA angekündigt hatten in Polen und Tschechien Teile des Raketenschilds zu stationieren, Iskander Kurzstreckenraketen (die nukleare Nutzlast tragen können) nach Kaliningrad zu verlegen. Die Drohung wurde mehrfach wiederholt, wäre aber der exakte Konter gegen diese Teile eines Raketenabwehrsystems.

Wenn die Amis und die Russen Atomkrieg machen wollen , dann doch bitte zwischen Alaska und Sibirien.
Das ist viel kürzer und stört niemanden xD .
Sonst kriegt das alles wieder der " dumme " Ossi ab ^^
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Sonst kriegt das alles wieder der " dumme " Ossi ab ^^
Du hast die Folgen nicht bedacht.
Nach einem Atomkrieg sind wir alle im Nirvana.

Die Restkernstrahlung erledigt das zuverlässig und mit den Jetstreams wird das strahlende Zeug schön gleichmäßig um die ganze Welt verteilt.

Der Nukleare Winter killt alle Pflanzen und nach zwei Jahren wird es ganz dünn mit sauberem Essen / Trinken.
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Macht euch nicht zuviele Gedanken. Wenn es passiert dann passiert es. Wir hier können nichts dagegen tun. Genießt euer leben.


Das ist doch mal eine Ansprache lol
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Macht euch nicht zuviele Gedanken. Wenn es passiert dann passiert es. Wir hier können nichts dagegen tun. Genießt euer leben.

Bei "Leben genießen" mache ich mit, aber ansonsten: Nix da.

Kosmische Katastrophen kann man schicksalsergeben hinnehmen, aber bei menschlicher Dummheit ist es ja wohl das Mindeste, dass wir die Vollpfosten, die uns umbringen, wenigstens wissen lassen, dass wir sie für Vollpfosten halten. :D
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Könnte das vielleicht mal jemand ins richtige Unterforum verschieben?
Das hier ist doch keine Newsseite für politische Meldungen.:schief:

Und was zum Teufel ist bitte ein "Rußland"?:what:
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Könnte das vielleicht mal jemand ins richtige Unterforum verschieben?
Das hier ist doch keine Newsseite für politische Meldungen.:schief:

Und was zum Teufel ist bitte ein "Rußland"?:what:

Schon dabei. ;)
Ich werd auch gleich mal ausmisten. Der Thread ist etwas abgedriftet.

Gruß
Pain
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Die allergrößte Gefahr ergibt sich hier für die USA. Deren neue Flugzeugträger kosten bis zu 10 Milliarden Dollar pro Stück und die sind nahezu hilflos gegen Hyperschall-Raketen.

Es gibt noch keine genauen Angaben (oder ich habe sie nicht finden können), aber große Zweifel daran, dass die neuen russischen Raketen zielsuchend sind. Mit Mach 6-10 anfliegen ist eine Sache - bei Mach 6-10 ein Ziel in größerer Entfernung orten und identifizieren können ein ganz anderes. Sollte die Ingenieure hier kein wahres Wunder vollbracht haben, lassen sich die neuen RVs genauso wie die älterer ICBMs nur gegen große, stationäre Ziele einsetzen, bei denen ein paar 100 m Zielgenauigkeit ausreichen und deren Position deutlich vor dem Start mit anderen Systemen festgestellt werden kann.


Beide Systeme haben einen allenfalls spärlichen strategischen oder taktischen Nutzen und dienen nur zur Provokation bzw. Düpierung, so nach dem Motto "Schau mal, was wir gebaut haben; das habt ihr nicht, ällerbätsch!"

Leider haben dabei beide den Effekt einer aktuen Verschärfung des Risikos: Wenn ein vermeintlicher beschränkter Erstschlag erkannt wird und man weiß, dass bis zum Einschlag 10 Minuten vergehen und man selbst mit 1% des eigenen Arsenals sämtliche Zweitschläge des Gegners ausschließen kann, kann man sich eine dreifache Prüfung erlauben und hoffentlich Fehler vermeiden. Wenn die Flugzeit nur noch zwei Minuten beträgt und ein Abwehrsystem mit nicht genau definierter Leistungsfähigkeit übersättigt werden muss, gibt es nur noch den schnellen Schlag auf den einen, ganz großen Knopf...


Wenn wir jetzt mal die beiden Weltkriege heranziehen, haben Kernwaffen den Konflikt gut verhindert.

Wenn wir mal die hundert Jahre vor den Weltkriegen und die gesamte Zeit danach heranziehen, dann sieht man keinerlei Unterschiede in den Kriegesmustern zwischen den heutigen Großmächten. Wer vor der Einführung von Atomwaffen Krieg gegeneinander erklärt hat (Indien, Pakistan; Russland, China), der hat es auch danach. Wer vor den Einführung von Atomwaffen nicht gegenseitig Krieg erklärt hat, hat es auch danach nicht, was also mutmaßlich nicht an den Atomwaffen lag. Nur bei den Kleinkrämern hat sich was geändert: Die Kims haben keine Angst vor niemanden und D vs US Runde 3 steht weiterhin aus.

Was sich aber seit Ende des zweiten Weltkriegs verdammt positiv auf den Weltfrieden ausgewirkt hat, ist das Ende des Kolonialismus...


Keine, wie viele funktionstüchtige gab es denn vor Sommer ´45? Sobald es Kernwaffen gab, hat Japan ziemlich schnell kapituliert, sonst wäre es wohl noch zur Invasion der Hauptinseln gekommen und der Krieg hätte gut und gerne ein halbes-ganzes Jahr länger gedauert, da nach Nagasaki der japanischen Führung recht schnell klar wurde, dass die USA jede Stadt völlig zerstören könnten.

Das dürfte der japanischen Führung auch schon nach Hiroshima klar gewesen sein, genauso wie ihnen in jeder anderen Hinsicht klar war, dass sie verloren hatten. Und den USA war klar, dass Japan keine Gefahr mehr darstellte und über kurz oder lang entweder aus Ressorucenmangel, wegen Dauerbeschuss (1000de Marschflugkörper standen bereit) oder aus Einsicht kapitulieren würde. Aber vorher wollte man noch schnell zwei neue, komplexe Waffensysteme im realen Einsatz testen und vor allem Stalin deren Wirkung demonstrieren. Ein paar 100000 Japaner waren dafür ein kleiner Preis...


Hat eigentlich irgendwo mal irgendwer ausgerechnet, wieviel Arbeitszeit (Mannstunden) bzw. Geld und Ressourcen der dusselige Mensch in sein Militär und seine Kriege investiert hat?

Sowohl Militärausgaben als auch Kriegsschäden sind recht gut erforscht, ja ;)
Aber insgesamt würden sie "nur" reichen, um entweder unsere heutigen Verteilungsprobleme zu lösen ODER der Zukunft ein paar Jahre näher zu sein. Schließlich basiert militärischer und ziviler Fortschritt beiderseits zu nicht geringen Teilen auf Kommunikations-, Verkehrs-, Fertigungs- und Erfassungsmethoden sowie neuen Materialien. Man spart also nicht die gesamten Ausgaben ein, wenn man den militärischen Teil weglässt. Gegenzurechnen wären noch der Wegfall von Kriegopfern, da gibt es afaik keine Zahlen zu. Aber eine Rentnerarme Generation und weniger Ressourcenverbrauch haben auch stimulierende Wirkung auf die Wirtschaftsentwicklung.


Ja. was denkst Du denn, was nach einem Atomkrieg noch funktioniert?
Die Satelliten werden als erstes ausgeschaltet.
Die Kommunikation bricht zusammen.
Die Halbleiterfabriken sind auch ein atomares strategisches Ziel, genau so, wie Strom- und Datenleitungen.

Da kommt ein Mehrfachsprengkopf drauf und es wird ganz schnell dunkel.
Das bleibt dann zwei oder mehr Jahre so.

Wenn wir Pech, haben, trifft so ein Sprengkopf "zufällig" einen oder mehrere Supervulkane.
Dann bleibt es noch ein paar dutzend Jahre mehr dunkel.

Supervulkane liegen unter Gesteinsschichten, gegen die jeder Atombunker ein Stohhaus ist und Chipfabriken sind garantiert keine strategischen Ziele (wenn auch ggf. in der Nähe selbiger gelegen). Für die nicht-Unterhaltungskommunikation haben wir auch einige gesicherte sowie Fallback-Systeme, die könnte nach ein paar Monaten wieder stehen und der Verlust von den 80-90%, die für Katzenvideos, Youporn und DSDS gebraucht werden, könnte die Menschheit vermutlich verkraften. Ich tippe auf einen effektiven Anstieg des intellektuellen Niveaus :ugly:

Was ein viel größeres Problem wäre: Die Versorgung. Bei der kann sich die industriealisierte nämlich keine Unterbrechung von auch nur mehreren Wochen leisten und sie baut ein mittlerweile globales Netz ununterbrochener, sehr empfindlicher Verkehrswege auf. Davon würde es viele zerlegen, außerdem gäbe es große Probleme die Nutzbarkeit diverser Ressourcen sicherzustellen. Vermutlich würden bei einem globalen Atomkrieg mehr Menschen verhungern, in der Nähe der Einschlagsorte auch verdursten, als an den Strahlung sterben.


Lies das. Hypersonic Weapons können nicht mehr oder weniger als aktuelle Raketen. Das Ganze ist ein enormes Hypethema.
Aktuelle Raketenverteidigungen können nichtmal effektiv andauernden Beschuss durch aktuelle Raketenmodelle abfangen, das zeigt Patriot und das zeigt Iron Dome (deswegen tracken die Israelis auch jedes Geschoss und bekämpfen nur einen geringen Anteil, alles was in unbewohntem Land runtergeht lassen die fliegen).

Iron Dome wird mit 100000 $ pro abgefangener Granate veranschlagt. Technisch wäre mit dem System ein 99%iger Schutz machbar, aber niemand hat vor soviele Anlagen zu bezahlen und erst recht nicht, es so intensiv einzusetzen.


Mir ist schon klar dass der Artikel völlig inkorrekt mit großen Zahlen wie 27facher Schallgeschwindigkeit hantiert. Der Vorteil von Hyperschall-Flugkörpern soll daraus resultieren, dass man sie von Flugzeugen abfeuern kann und sie dann unter effektiver Radarhöhe ins Ziel fliegt.

Gibt es dafür in Bezug auf Avangard irgendwelche Hinweise auf Tiefflugfähigkeiten? Das ist ein ICBM-RV, Mach 27 wird nur beim Wiedereintritt erreicht. Neu ist, dass es auch in der anschließenden, deutlich langsameren aber immer noch hypersonischen Phase manövrieren kann. Aber Hyperschall in Bodennähe...
Mehr als Mach 2 gilt da schon als Herausforderung. >Mach 6 unter dem Radar ist absolut abwegig. Das wäre eine Neuauflage von Pluto und der Flug gefährlicher als der Sprengkopf.



Dazu kommen noch Stellvertreterkriege und kleinere Aktivitäten, wo extrem viel altes und konventionelles Kriegsmaterial eingesetzt wird. Amerikanische F-15 (entwickelt in den 70ern) bombardieren Stellungen in Syrien und Irak. Russische Mig 23/25(Material aus den 60ern?) fliegen in Syrien Bodenangriffe. Ich habe das Gefühl, da wird erprobt, ob der alte Kram noch taugt, was im Lager rumsteht und abgeworfen, was sonst teuer entsorgt werden muss, um die Lager mit frischen, wieder 20-30 Jahre haltbaren Bomben aufzufüllen.

?? Die F15E ist ein aktueller Jagdbomber der US-Streitkräfte, das letzte Exemplar wurde keine zwei Jahre vor dem ersten Eurofighter ausgeliefert. Und die Russen fliegen TV-Aufnahmen primär mit Su-27, die 21er und 23 sind die eigenen der Syrer und z.T. tatsächlich sehr alt. MiG-25 habe ich noch keine gesehen und es gibt bei den derzeitigen Kämpfen auch kein Einsatzszenario für einen Langstrecken-/Höhenabfangjährer. Liegt vielleicht eine Verwechslung mit der optisch ähnlichen, aber noch aktuellen MiG 31 vor? (Die 25er wären trotz ihres Alters aber immer noch der schnellste Vogel am syrischen Himmel ;))

Was machen dann wesentlich ärmere Staaten, die mit moderner Munition beregnet werden?

Modernere Munition ist, von Streubomben abgesehen, in dem Fall ein Segen. Im zweiten Weltkrieg wurden absichtlich Verzögerungszünder als defacto Sprengfallen gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt und eine Funktionsrate in den mittleren 90ern galt als ausreichend für die Zünder. Zusammen mit den extrem vielen Flächenbombardements sorgt das für extrem viele Blindgänger in den Böden. Bei modernen Kriegen sind eher Minen ein Problem.

Evtl sollte man das Säbelrasseln einfach mal ignorieren und nicht alles nachplappern, was zur Verbreitung angedacht ist. Ja, die Teile können Kernwaffen tragen, ja, an der Grenze zum Weltraum ist alles sehr schnell unterwegs. Aber nur weil es diese Sachen gibt, heißt das nicht, dass diese überhaupt eine militärische , strategische oder taktische Bedeutung haben werden. Kennt man übrigends auch aus dem Ende des WW2. V1, V2, V3, Me262, Me163, He162, AR234, Panzer Maus, Natter, UBoot Typ 21 nicht zu vergessen.
[/B]

Alles entweder eine Fehlkonstruktion oder ein Fehleinsatz gewesen oder aber an der schlechten Infrastruktur gescheitert, aber nichts davon war schlagbar.
(Außer die V1, die technisch auch als Erfolg gelten kann, bei Kriegsende aber technisch überholt war. Zumindest in Europa, in den USA wurde ein Nachbau für Angriffe auf Japan in Serie gefertigt :ugly:)
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Es gibt noch keine genauen Angaben (oder ich habe sie nicht finden können), aber große Zweifel daran, dass die neuen russischen Raketen zielsuchend sind. Mit Mach 6-10 anfliegen ist eine Sache - bei Mach 6-10 ein Ziel in größerer Entfernung orten und identifizieren können ein ganz anderes. Sollte die Ingenieure hier kein wahres Wunder vollbracht haben, lassen sich die neuen RVs genauso wie die älterer ICBMs nur gegen große, stationäre Ziele einsetzen, bei denen ein paar 100 m Zielgenauigkeit ausreichen und deren Position deutlich vor dem Start mit anderen Systemen festgestellt werden kann.

Wobei bei taktischen Kernsprengköpfen so viel Genauigkeit nicht erforderlich ist.
Russland hat - ebenso wie die USA - bereits seit Ewigkeiten die Option, Seezielflugkörper mit Kernsprengköpfen zu bestücken,um damit ganze Verbände auszuschalten. Diese sind zwar zielsuchend, haben jedoch eine vergleichsweise geringe Reichweite, Geschwindigkeit und Traglast und können durch luftgestützten Begleitschutz auf mittlere und einer starken Point Defense auf kurze Entfernung recht gut abgewehrt werden, wenn der Angriff nicht gerade massiert erfolgt.
Hyperschallraketen sind in der selben Situation praktisch nicht abwehrbar und für die Zielaufklärung und den Angriff müssen die Trägersysteme sich auch nicht in Gegenschlagdistanz begeben. Die Daten von Seeaufklärungssatelliten genügen vollkommen und die Raketen können von sonst wo herkommen.

Nun hat bringt zwar auch der Einsatz taktischer Kernwaffen gewisse politische Implikationen mit sich, aber so lange man damit nicht gerade auf das Heimatland des Gegners zielt, wird da keine strategische Reaktion erfolgen. Erschreckenderweise ist das auch völkerrechtlich kaum zu beanstanden: Trägerverbände mit taktischer nuklearer Option sind auch ein valides Ziel für eine solche - um so mehr, je näher sich der attackierte Verband am Staatsgebiet des Angreifers befindet.

Das dürfte auch die implizite Ansage Russlands an die USA sein: Falls diese einen Trägerverband in der russischen Interessensphäre "falsch parken" sollten, könnte es geschehen, dass dieser das schnelle Knöllchen nicht übersteht.
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Präventivschlag gegen Command & Control Fähigkeiten des Gegners + dessen Land- und Seegestützten Raketen - dezimiert die Schlagkraft des Gegners.
Der Schild soll dann den Rest der noch übrig ist abfangen.

Egal, wie du die Wirkung deines Erstschlags zu maximieren versuchst: Um einen Gegenschlag zu verhindern, müsste sie binnen weniger Minuten eintreten. Ich weiß nicht, wie die aktuellen Alarmstatusse sind, aber bei entsprechender Vorbereitung im Zuge einer zunächst verbalen oder konventionellen Eskalation können Gegenschläge seit Jahrzehnten in weniger als 5 Minuten ausgelöst werden. Heutzutage vermutlich in weniger als einer, wenn es sein muss und man Fehlreaktionen auf Fehlalarme als das kleinere Problem ansieht. Und diese Zeit zählt ab Start, da nützt es also herzlich wenig, dass man die Zeit bis zum Einschlag von >15 auf >10 min reduziert hat. Zumal du ungefähr 70 Jahre zu spät kommst, um als erster auf die strategische Bedeutung von Kontrollzentren hinzuweisen. Dementsprechend sitzen die heute alle in Bunkern, die zumindest eine Seite als unknackbar betrachtet und auch wenn immer neue Waffensysteme vielleicht den Hauch einer Chance auf eine Durchdringung suggerieren:
Der Angreifer verwettet wortwörtlich seine gesamte Nation darauf. Dafür bräuchte es statt einer Chance eine Garantie.

Das ist extrem vereinfacht, aber im Kern der wesentliche Punkt bei dem die Gleichung kippt. Wenn ich der Meinung bin mit einem Erstschlag soviele Raketen zu zerstören dass ich meinem Schild zutraue den Rest abzufangen, dann wird ein Nuklearkrieg gewinnbar weil die eigene Verwundbarkeit wegfällt. Deshalb sind Programme wie SDI oder jegliche Verteidigung gegen ICBMs so gefährlich. Egal wieviele Sprengköpfe man besitzt, solange man verwundbar bleibt ändert sich nichts am eigenen Risiko. Je stärker man die eigene Verwundbarkeit reduziert, desto eher ist man geneigt Risiken einzugehen.

Im Gegensatz zu SDI sind die heutigen Schutzschirme nur gegen beschränkte geographische Räume gerichtet. Russland hat weiterhin nur seine Schutzeinrichtungen rund um Moskau, die USA schützen nur die nördliche Westküste und neuerdings Teile der Anflugslinien über Osteuropa. Die Arktis steht aber weiterhin offen für direkten Beschuss von Land und U-Boote könnten aus jeder beliebigen Richtung angreifen.


Im modernen Krieg rechnet sich Klasse statt Masse! Man brauch net mehr soviele Raketen.

Atomarer Vernichtungskrieg ist nicht modern und benötigt für die totale Vernichtung des Gegners heute genauso viele Sprengköpfe wie früher. Und die für deren Transport nötige Zahl an Raketen steigt im Zuge von Abrüstungsverhandlungen (bis in die 90er) bzw. Bedenken wegen Gegenmanövern (heute) sogar wieder, weil man die Zahl der Köpfe pro Rakete eher reduziert.

Man sollte auch net den Fehler machen 1:1 aufzurechnen. Gerade die Russen fliegen doppelt soviele Kampfeinsätze
wie die Nato-Pendants.

Haupttestgebiet der USA sind nicht NATO-Manöver, sondern die eigenen Kriege im mittleren Osten sowie natürlich Israel. Einziger Erfahrungsvorteil Russlands dürften die Eroberungskriege unter gemäßigten und borealen Bedingungen (insbesondere auch im Winter) sein, während die USA einen sehr großen Anteil an Wüstenkriegen haben.


Was soll mit den U-booten sein?
Russische strategische Boote sind gegenüber den US Jagdubooten deutlich im Nachteil, zudem gibts sehr viel weniger von den Teilen als bisher.

Borei gilt als deutlich leiser im Vergleich zur Viriginia-Klasse. Die weiterhin geringe Zahl der ICBM-Träger würde ich auch nicht zu weit oben an den Nagel hängen, denn Russland hat auch nukleare Marschflugkörper und mittlerweile sogar langstrecken Unterwasserwaffen, die von sämtlichen Booten der Flotte aus eingesetzt werden können, einschließlich Sprengköpfen die offiziell für die langfristige Vereuchung ganzer Regionen gedacht sind.

Die USA müssten jederzeit die gesamte sowjetische Flotte sowohl im Atlanik wie auch Pazifik beschatten (und zwar wohlgemerkt jeweils die GESAMTE, denn Russland braucht nur wenige Tage von einer Seite zur anderen, während die US-Navy gerade in Krisenzeiten den Panamakanal nicht nutzen möchte und ohne längerfristige Anmeldung allgemein nicht nutzen kann), um vor einem Gegenschlag sicher zu sein. Das können die nicht, auch wenn sie mit 19+1 aktuellen Booten (um die LAs dürfte sich Russland wohl kaum noch sorgen machen) einen leichten Zahlenvorteil haben.


Und alle U-Boote werden gleichzeitig vernichtet? Amerikanische Jagd Uboote im Schwarzen Meer?

Weder gibt es strategische Uboote im schwarzen Meer (k.A., ob es da überhaupt nukleare gibt), noch wären die ein Thema. Wer vom schwarzen Meer aus die USA angreifen will, muss die gleichen Flugbahnen über Osteuropa nutzen wie landgestützte Einheiten im Kaukasus. Das heißt quer durch einen gute ausgebauten Abfangschirm und mit Flugzeiten von einer halben Stunden und mehr. Gefährlich sind Boote vor der Karibik, östlich von Hawaii, etc. (jedenfalls für den Westen. US-Waffenträger im schwarzen Meer wären dagegen eine extreme Bedrohung für Russland, aber die potentiellen Zugangswege sind ja leicht im Auge zu behalten)


Wie kürzlich schon erwähnt, hat das nicht damit zu tun, ob es jemandem genehm ist oder nicht: Schornsteine sind per Definition Anlagen zur Abführung von Rauch, oder korrekter, von Rauchgas. Edelgase und staubgebundene radioaktive Stoffe sind bekanntlich kein Rauchgas.

Die Dinger am Kernkraftwerk wären also, deiner und Rotkaeppchens Erklärung folgend, eher eine Art senkrecht ausgeführte Ventilationsschächte. Und dank dir haben wir nun auch den korrekten Begriff dafür, also keinen Grund zum Streit. :)

Also wenn ihr schon besserwissen wollt, dann bitte richtig: Rauch ist eine Suspension von Feststoffen in einem Gas. Also mach "Rauchgas" schonmal rein gar keinen Sinn und wenn man von C14, Jod und möglicherweise weiteren, in den meisten Verbindungen nicht gasförmigen Stoffen spricht bzw. sogar explizit von Staub und anhafteten Substanzen, dann ist es wohl eine Form von "Rauch", die durch die Schlote abziehen soll :P


Wobei bei taktischen Kernsprengköpfen so viel Genauigkeit nicht erforderlich ist.
Russland hat - ebenso wie die USA - bereits seit Ewigkeiten die Option, Seezielflugkörper mit Kernsprengköpfen zu bestücken,um damit ganze Verbände auszuschalten. Diese sind zwar zielsuchend, haben jedoch eine vergleichsweise geringe Reichweite, Geschwindigkeit und Traglast und können durch luftgestützten Begleitschutz auf mittlere und einer starken Point Defense auf kurze Entfernung recht gut abgewehrt werden, wenn der Angriff nicht gerade massiert erfolgt.
Hyperschallraketen sind in der selben Situation praktisch nicht abwehrbar und für die Zielaufklärung und den Angriff müssen die Trägersysteme sich auch nicht in Gegenschlagdistanz begeben. Die Daten von Seeaufklärungssatelliten genügen vollkommen und die Raketen können von sonst wo herkommen.

Naja, Trägersysteme wie "eurasische Platte" versenken auch US-Flugzeugträger nicht so schnell ;)
Aber im Kriegmodus behalten Trägerkampfverbände ihren Kurs meines Wissens nach nicht über längere Zeit bei und erst recht, nicht, wenn gerade der erkannte Start eines Erstschlags gemeldet wurde. Auch mit Hyperschall bleiben danach noch 5 bis 10 Minuten, um rechtwinklig zum bisherigen Kurs das weite zu suchen. Das sind dann zwar nur 5-10 km, aber auf die Entfernung würde ich trotzdem nicht darauf wetten, dass das gesamte Flugdeck abgeräumt oder gar der Träger versenkt wird. (Crossroads hat vergleichbare Schiffe nur auf ein paar 100 m versenkt und auch wenn heutige Sprengköpfe größer sind, reden wir hier von keinen Castle-Instelbustern) Ganz zu schweigen davon, dass in einer sich anbahnenden Krisensituation vermutlich 2-4 Maschinen für Notstarts bereit gehalten werden würden, die noch vor der Explosion abheben.

Nun hat bringt zwar auch der Einsatz taktischer Kernwaffen gewisse politische Implikationen mit sich, aber so lange man damit nicht gerade auf das Heimatland des Gegners zielt, wird da keine strategische Reaktion erfolgen. Erschreckenderweise ist das auch völkerrechtlich kaum zu beanstanden: Trägerverbände mit taktischer nuklearer Option sind auch ein valides Ziel für eine solche - um so mehr, je näher sich der attackierte Verband am Staatsgebiet des Angreifers befindet.

Das dürfte auch die implizite Ansage Russlands an die USA sein: Falls diese einen Trägerverband in der russischen Interessensphäre "falsch parken" sollten, könnte es geschehen, dass dieser das schnelle Knöllchen nicht übersteht.

Solange noch kein heißer Krieg am laufen ist, dürfte es wegen der zu erwartenden internationalen Reaktion auf einen Kernwaffeneinsatz attraktiver sein, mit konventionellen Waffen nur einen kleinen Schaden zu verursachen, um seinen Unmut kundzutun. Selbst wenn man Putin heißt.
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Wer vom schwarzen Meer aus die USA angreifen will, muss die gleichen Flugbahnen über Osteuropa nutzen wie landgestützte Einheiten im Kaukasus.
Es geht doch nur darum, unbekannte Raketenbasen zu haben. Was auf dem Land steht, ist bekannt und wird im Erstschlag vernichtet. Einzig U-Boote sind nicht so einfach auszuschalten. Die Flugbahn geht natürlich nach norden. Sphärische Geometrie wird an Schulen heute leider nicht mehr unterrichtet. Es geht darum, dass U-Boote im Schwarzenmeer ziemlich sicher vor amerikansichen U-Booten sind.

Aber wie gesagt, den Hinwies von Hoffmann, dass gar keine U-Boote mit Interkontinantalraketen im Schwarzen Meer sind, nehme ich zur Kenntnis, suche aber noch nach Belegen. Ich habe noch den Artikel im Kopf, dass russische Kriegschiffe die Dardanellen passierten, darunter auch U-Boote. Mit der Grund, warum die Türkei in der Nato bleiben "muss", um den Russen im Falöl des Falles den Zugang zum Mittelmeer zu blockieren

Raketenbahn.JPG
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Egal, wie du die Wirkung deines Erstschlags zu maximieren versuchst: Um einen Gegenschlag zu verhindern, müsste sie binnen weniger Minuten eintreten. Ich weiß nicht, wie die aktuellen Alarmstatusse sind, aber bei entsprechender Vorbereitung im Zuge einer zunächst verbalen oder konventionellen Eskalation können Gegenschläge seit Jahrzehnten in weniger als 5 Minuten ausgelöst werden.

Die Reaktionszeit ist zudem für Vergeltung ziemlich unerheblich. Die Supermächte haben seit den späten 70ern genug Kapazität für einen Gegenschlag extrem eingebunkert, exterritorial und mobil angelegt. Sprich, selbst wenn das angegriffene Staatsgebiet in Rekordzeit nur noch eine glühende Wüste wäre (Was auch mit flächendeckender Umrüstung der Trägersysteme auf Hyperschall extrem unwahrscheinlich ist ...), können noch genug Raketen starten, um den jeweiligen Angreifer das Leben gründlich zu vermiesen. Es ist schlicht unmöglich, alle Abschusspositionen mit dem Erstschlag auszuschalten.

Also wenn ihr schon besserwissen wollt, dann bitte richtig: Rauch ist eine Suspension von Feststoffen in einem Gas. Also mach "Rauchgas" schonmal rein gar keinen Sinn und wenn man von C14, Jod und möglicherweise weiteren, in den meisten Verbindungen nicht gasförmigen Stoffen spricht bzw. sogar explizit von Staub und anhafteten Substanzen, dann ist es wohl eine Form von "Rauch", die durch die Schlote abziehen soll :P

Rauchgas ist ein offizieller Terminus und bezeichnet im Regelfall bei *Verbrennung* entstehende Aerosole.
Die Ventilation im KKW funktioniert etwas anders; ich konnte mich inzwischen näher dazu informieren: Zwecks Erzeugung von Unterdruck wird Atmosphäre (also durchaus ein Gasgemisch) aus dem Sicherheitsbehälter abgepumpt und da der Behälter niemals komplett dicht ist, strömt immer auch etwas nach. Aus dem "Schornstein" kommt also im sicheren Normalbetrieb ziemlich normale Luft. Die Länge des Ventilationsschachts hat einzig und allein den Zweck, Raum für Sensoren und mehrstufige Filter zu schaffen. Und weil es immer noch platzsparender ist, so einen langen Schacht senkrecht zu bauen, sieht er aus wie ein Schornstein. Es ist und bleibt aber ein Ventilationsschacht und wenn da tatsächlich einmal Rauch rauskommen sollte, dann deshalb, weil im Sicherheitsbehälter bereits die Hölle los und ein schlauer Kerntechniker erkannt hat, dass das abgepumpte Gelumpe zwar höchst ungesund, aber für die Umgebung immer noch besser ist als ein geplatzter Sicherheitsbehälter. :D

Naja, Trägersysteme wie "eurasische Platte" versenken auch US-Flugzeugträger nicht so schnell ;)

Mein Reden.

Aber im Kriegmodus behalten Trägerkampfverbände ihren Kurs meines Wissens nach nicht über längere Zeit bei und erst recht, nicht, wenn gerade der erkannte Start eines Erstschlags gemeldet wurde. Auch mit Hyperschall bleiben danach noch 5 bis 10 Minuten, um rechtwinklig zum bisherigen Kurs das weite zu suchen.

Die effektive operative Fahrt eines Verbandes wird durch das langsamste Schiff bestimmt, aber selbst die schnellsten sind mit unter 40 Knoten unterwegs. Luftverbänden, Seezielflugkörpern und erst recht Hyperschallraketen kann man nicht davonfahren.
Bei letzteren skaliert Zeit zum Ausweichen mit der Entfernung zwischen Abschussposition und Zielgebiet und beginnt nicht mit dem Abschuss, sondern mit der Erkenntnis, was das Ziel ist.
Es sagt auch niemand, dass die Raketen ihre maximale Reichweite ausnutzen müssen - bei einer Entfernung von 1000 Kilometern verringert sich die Zeit zum Ausweichen auf unter vier Minuten (wenn der Gegner eine Kristallkugel hat, die ihm das Ziel des Abschusses verrät) und man ist immer noch bequem außerhalb der Schlagweite des Ziels.

Das sind dann zwar nur 5-10 km, aber auf die Entfernung würde ich trotzdem nicht darauf wetten, dass das gesamte Flugdeck abgeräumt oder gar der Träger versenkt wird. (Crossroads hat vergleichbare Schiffe nur auf ein paar 100 m versenkt und auch wenn heutige Sprengköpfe größer sind, reden wir hier von keinen Castle-Instelbustern)

Das ist auch gar nicht erforderlich. Selbst bei Operation Crossroads wurden die meisten Zielschiffe so stark kontaminiert, dass ein weiterer Betrieb nicht möglich gewesen wäre, obendrein funktionierte dort kein einziges ausreichend abgeschirmtes elektrisches/elektronisches Gerät mehr. Sprich, der betroffene Verband wäre vielleicht nicht komplett zerstört, ist aber definitiv kampfunfähig.

Und selbst wenn wir annehmen, dass der Verband rechtzeitig Lunte riecht - nur die schnellen Schiffe können auf tatsächlich sicheren Abstand gehen. Sprich, der Verband wird zerstreut, kann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen und ohne ausreichend Bedeckung ist auch ein moderner Flugzeugträger eine vergleichsweise leichte Beute für nachsetzende Angriffe.

Ganz zu schweigen davon, dass in einer sich anbahnenden Krisensituation vermutlich 2-4 Maschinen für Notstarts bereit gehalten werden würden, die noch vor der Explosion abheben.

Jeder Kommandant, der im Kriegszustand nicht *ständig* ein paar Maschinen in der Luft hat, dürfte nicht einmal eine gelbe Quietsche-Ente in der Badewanne befehligen. :D
Diese können aber weder eine Hyperschallrakete abschießen noch einen ernstzunehmenden Gegenschlag ausführen. Wenn sie Glück haben, bleiben sie trotz zu erwartender Turbulenzen und EMP flugfähig und könnten, wenn sie suizidal veranlagt sind, vielleicht noch aufs Geratewohl losfliegen und Schäden verursachen - bei eher lebensbejahender Einstellung werden sie wohl eher mit ihrem Treibstoff haushalten und versuchen, zum nächstmöglichen Landeplatz zu kommen.

Solange noch kein heißer Krieg am laufen ist, dürfte es wegen der zu erwartenden internationalen Reaktion auf einen Kernwaffeneinsatz attraktiver sein, mit konventionellen Waffen nur einen kleinen Schaden zu verursachen, um seinen Unmut kundzutun. Selbst wenn man Putin heißt.

Gerade *wenn* man Putin heißt (also kein impulsives oranges Riesenbaby ist), beschränkt man sich darauf, lediglich anzudeuten, was man tun könnte.
Aber jeder würde taktische Kernwaffen gegen Truppenansammlungen zur Land und zur See freigeben, wenn er in der spezifischen Situation unterlegen ist und auf konventionelle Schläge nicht konventionell reagieren kann. Niemand lässt sich zermürben, wenn ein Konter möglich ist.
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Es geht doch nur darum, unbekannte Raketenbasen zu haben. Was auf dem Land steht, ist bekannt und wird im Erstschlag vernichtet. Einzig U-Boote sind nicht so einfach auszuschalten. Die Flugbahn geht natürlich nach norden. Sphärische Geometrie wird an Schulen heute leider nicht mehr unterrichtet. Es geht darum, dass U-Boote im Schwarzenmeer ziemlich sicher vor amerikansichen U-Booten sind.

Aber wie gesagt, den Hinwies von Hoffmann, dass gar keine U-Boote mit Interkontinantalraketen im Schwarzen Meer sind, nehme ich zur Kenntnis, suche aber noch nach Belegen. Ich habe noch den Artikel im Kopf, dass russische Kriegschiffe die Dardanellen passierten, darunter auch U-Boote. Mit der Grund, warum die Türkei in der Nato bleiben "muss", um den Russen im Falöl des Falles den Zugang zum Mittelmeer zu blockieren

Es gab zumindest mal U-Boote im schwarzen Meer (es gab da sogar schonmal Deutsche. Die nicht durch die Dardanellen kamen :ugly:), aber soweit ich weiß nie nukleare und erst recht keine strategischen, sondern nur für die lokale Beherrschung des Meeres selbst. Du hast zwar recht, dass ein stationäre Basis leichter zu treffen ist, aber auch ein U-Boot kann man tracken und das Schwarze Meer ist sehr übersichtlich und müsste flächendeckend in Reichweite von Langstrecken Oberflächen-See-Waffen sein, erst recht von Flugzeugen. Denkbar schlechtes Operationsgebiet für U-Boote. Wenn dann würde man als Russe seine tauchbare Abschussbasis also ins kaspische Meer stellen. Das ist 100% NATO-Navy-sicher ;)
Noch einfacher ist es aber, einfach ein paar Topol-M durchs Land fahren zu lassen. Die lassen sich in jedem Tunnel, jeder großen Halle und auch in entsprechenden Zügen vor Satelliten vertecken, sie können ihre Positionen schneller ändern, als ICBMs überhaupt nachgeführt werden können und sie soviel billiger, dass man die Aufklärung des Gegners einfach durch Stückzahlen aus dem Tritt bringt.
U-Boote nimmt man nur noch, um die Vorwarnzeit zu verkürzen und die Anflugrichtung komplett offen zu lassen.


Die Reaktionszeit ist zudem für Vergeltung ziemlich unerheblich. Die Supermächte haben seit den späten 70ern genug Kapazität für einen Gegenschlag extrem eingebunkert, exterritorial und mobil angelegt.

Steht doch so im zweiten Teil des von dir teilweise zitierten Absatzes ;)

Die effektive operative Fahrt eines Verbandes wird durch das langsamste Schiff bestimmt, aber selbst die schnellsten sind mit unter 40 Knoten unterwegs. Luftverbänden, Seezielflugkörpern und erst recht Hyperschallraketen kann man nicht davonfahren.
Bei letzteren skaliert Zeit zum Ausweichen mit der Entfernung zwischen Abschussposition und Zielgebiet und beginnt nicht mit dem Abschuss, sondern mit der Erkenntnis, was das Ziel ist.
Es sagt auch niemand, dass die Raketen ihre maximale Reichweite ausnutzen müssen - bei einer Entfernung von 1000 Kilometern verringert sich die Zeit zum Ausweichen auf unter vier Minuten (wenn der Gegner eine Kristallkugel hat, die ihm das Ziel des Abschusses verrät) und man ist immer noch bequem außerhalb der Schlagweite des Ziels.

Ich habe mit 30 Knoten Marschgeschwindigkeit gerechnet, weil ich das Beschleunigungsvermögen nicht kenne. Im Falle eines erwarteten nuklearen Angriffs dürfte aber jede Einheit das Ausweichmanöver mit maximaler Leistung fahren und da die Versorger meist das langsamste sind, wären 40 kn und damit eine noch ungünstigere Geschwindigkeit für die Primärziele wohl der bessere Wert gewesen.

Ihre Reichweite müssen Raketen zwar nicht ausnutzen, Feststoffraketen müssen aber ihre Leistung ausreizen und bei ICBMs (von denen hier immer noch die Rede ist), die keine Marschphase mit verringerter Geschwindigkeit kennen, beinhaltet das auch die maximale Energie. Eine deutlich kürzere Zielreichweite geht also nur durch eine deutlich steilere, im Endeffekt aber ähnlich lange und ähnlich lange dauernde Flugbahn. Wie lange die gegnerischen Satelliten brauchen, um das Zielgebiet einzugrenzen, wäre aber in der Tat eine Frage - den Abschussblitz einer ICBM zu erkennen ist einfach, sie selbst zu tracken könnte Radar erfordern und die geordnete Vorwarnzeit deutlich reduzieren. Allerdings würde ich bei Einheiten, deren Verteidigung einzig aus Beweglichkeit besteht und keinerlei Tarnung beinhaltet, immer ein Ausweichmanöver fahren, sobald sie auch nur im richtigen Quadranten liegen. Ein Flugzeugträger unter Kriegsbedingungen schlägt eh regelmäßig Haken, einen davon vorzuverlegen hat in den meisten Fällen keinen Nachteil und wäre in so einem Fall eine naheliegende Sicherheitsmaßnahme.

Mein Fazit bleibt: Avangard ist keine wirkungsvollere Waffe gegen Trägerverbände als bisherige ICBMs. Die Erfolgsquote eines einzelnen Flugkörpers läge weit unter 100% und der Einsatz einer ganzen Gruppe dieser extrem teuren und international extrem verrufenen Waffensysteme kommt gar nicht erst in Frage. Konventionelle Mittelstreckensysteme (durchaus auch mit Hyperschall) wären viel effektiver, viel günstiger und mit viel weniger Nebenwirkungen verbunden. Wenn man unbedingt Nuklear gehen will, sind Torpedos das etabliertere und wahrscheinlich nur wenig schlechtere Mittel.

Das ist auch gar nicht erforderlich. Selbst bei Operation Crossroads wurden die meisten Zielschiffe so stark kontaminiert, dass ein weiterer Betrieb nicht möglich gewesen wäre, obendrein funktionierte dort kein einziges ausreichend abgeschirmtes elektrisches/elektronisches Gerät mehr. Sprich, der betroffene Verband wäre vielleicht nicht komplett zerstört, ist aber definitiv kampfunfähig.

Und selbst wenn wir annehmen, dass der Verband rechtzeitig Lunte riecht - nur die schnellen Schiffe können auf tatsächlich sicheren Abstand gehen. Sprich, der Verband wird zerstreut, kann seine Aufgabe nicht mehr erfüllen und ohne ausreichend Bedeckung ist auch ein moderner Flugzeugträger eine vergleichsweise leichte Beute für nachsetzende Angriffe.

Und was trägt das hyperschall RV zu all diesen durchaus nicht falschen Punkten bei?
Die ursprüngiche These von Bojack lautete "Die allergrößte Gefahr ergibt sich hier für die USA. Deren neue Flugzeugträger kosten bis zu 10 Milliarden Dollar pro Stück und die sind nahezu hilflos gegen Hyperschall-Raketen."
Ich sehe nicht, wo Avangard hier einen Vorteil gegenüber anderen Waffen hat, im Gegenteil. Wer bereit ist, Nuklearwaffen einzusetzen, nur um die Operationsfähigkeits eines Trägers zeitweilig einzuschränken, muss überhaupt nicht in die engeren Verteidigungssysteme eindringen. Fallout und auch Strahlung können auch von außerhalb Schäden anrichten - nah ran muss man nur, wenn man ihm sämtliche Gegenschlagsfähigkeiten rauben will. Und das sollte jemand, der Nuklearwaffen gegen dann vermutlich ein halbes Dutzend Trägerverbände, vermutlich sogar vor fremden Küsten, einsetzt, definitiv zum Ziel haben. Denn das macht man erst 5 Minuten vor Weltuntergang.

Jeder Kommandant, der im Kriegszustand nicht *ständig* ein paar Maschinen in der Luft hat, dürfte nicht einmal eine gelbe Quietsche-Ente in der Badewanne befehligen. :D
Diese können aber weder eine Hyperschallrakete abschießen noch einen ernstzunehmenden Gegenschlag ausführen. Wenn sie Glück haben, bleiben sie trotz zu erwartender Turbulenzen und EMP flugfähig und könnten, wenn sie suizidal veranlagt sind, vielleicht noch aufs Geratewohl losfliegen und Schäden verursachen - bei eher lebensbejahender Einstellung werden sie wohl eher mit ihrem Treibstoff haushalten und versuchen, zum nächstmöglichen Landeplatz zu kommen.

Ich meinte Maschinen mit 1-2 Nuklearwaffen, vielleicht 2 AAMs zur Selbstverteidigung und ansonsten nur Zusatztanks, die wenige Minuten vorher noch Rand voll waren. Jeden Kommandanten, der so etwas *ständig* in der Luft hat, würde ich allenfalls noch den Quietscheentchenbefehehl in der Badewanne überlassen ;)
Aber wer wirklich US-Kampfverbände nuklear angreifen möchte, der wird sich in einer Situation befinden, in der 1-2 derartige Maschinen wartebereit neben dem Lift oder, bei gutem Wetter, schon an Deck warten und dann binnen 2-3 Minuten in der Luft sind, sobald ein Nuklearangriff gemeldet wurde. Und in 6 Minuten verbleibende Zeit bis zum Einschlag sind bei 1500 km/h schon ein ganz schönes Stück. Die Druckwelle holt so eine Maschine nicht mehr zuverlässig vom Himmel, gegen EMP sind sie vermutlich auch hinreichend geschützt. (Bleibt noch die Frage nach dem allgemeinen Gefahrenpotential -zumindest offiziell scheint die Navy keine nuklearen Marschflugkörper zu haben, sondern nur reichlich fragwürdige Freifallbomben-, aber wird reden hier immer noch von Dingen, vor denen jemand Angst haben könnte, der mit ICBMs auf Flugzeugträger schießt. Da ist alles denk-/fürchtbar :ugly:)

Gerade *wenn* man Putin heißt (also kein impulsives oranges Riesenbaby ist), beschränkt man sich darauf, lediglich anzudeuten, was man tun könnte.
Aber jeder würde taktische Kernwaffen gegen Truppenansammlungen zur Land und zur See freigeben, wenn er in der spezifischen Situation unterlegen ist und auf konventionelle Schläge nicht konventionell reagieren kann. Niemand lässt sich zermürben, wenn ein Konter möglich ist.

Putin ist afaik der einzige Herrscher überhaupt, der seit Ende des Jugoslawienkriegs international Territorium erobert hat. (Zumindest solange man Israel in Palästina nicht als internationale Angelegenheit zählt.) Wenn einer zu heißen Kriegen an Stellen von Andeutungen tendiert, dann wohl der. Aber eben nicht nuklear, denn was du verharmlosend als "Konter" bezeichnest ist und bleibt eine schwere Eskalation. Und wer auf konventionelle Schläge nicht konventionell antworten kann, ist selten jemand, der bei einem nuklearen Schlagabtausch als Sieger vom Platz geht. Und ein unzureichender Konter ist auch erstmal nicht "zermürben", sondern "sich Zeit verschaffen".
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Die Menschheit wird es irgendwann schaffen, sich selbst auszulöschen. Die bisher erbärmlichste Spezies der Evolution.
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Ich habe mit 30 Knoten Marschgeschwindigkeit gerechnet, weil ich das Beschleunigungsvermögen nicht kenne. Im Falle eines erwarteten nuklearen Angriffs dürfte aber jede Einheit das Ausweichmanöver mit maximaler Leistung fahren und da die Versorger meist das langsamste sind, wären 40 kn und damit eine noch ungünstigere Geschwindigkeit für die Primärziele wohl der bessere Wert gewesen.

40 Knoten schaffen die meisten Schiffe gar nicht und die Beschleunigung ist um so schlechter, je größer das Schiff ist. Wendige Zerstörer und U-Boot-Jäger sind dafür ausgelegt, schnell die Position zu wechseln (um sich in günstige Abschussposition für eigene Waffen zu bringen bzw. die Zielplanung vergleichsweise langsamer Waffen wie Torpedos zu verwirren), aber selbst diese brauchen eine Weile, um auf Maximalgeschwindigkeit zu kommen.

Es werden auch - zumindest laut keiner mir bekannten Doktrin - grundsätzlich Schlangenlinien gefahren. Die Abweichung vom Kurs ist viel zu gering, um wirklich etwas zu bringen und man verschwendet nur Treibstoff und vor allem wertvolle Zeit auf dem Weg ins eigene Zielgebiet. Was man machen kann: Die Route von vornherein so wählen, dass man außer Reichweite des Gegners bleibt oder doch zumindest so, dass dieser mehr Treibstoff benötigt, wodurch die Waffentraglast verringert wird.

Davonfahren und/oder Verstecken ist auf See nicht möglich. Verbände sind bestrebt, mit ihren Fliegern und Anti-Sub-Einheiten einem möglichst weiten und dichten Sicherheitsbereich um sich zu schaffen, aus dem kein Abwurf möglich ist, ohne sofort selbst zum Ziel zu werden. Wer zuerst sichtet, schießt zuerst und wer zuerst schießt, hat die deutlich besseren Karten.
Wenn Bomber Seezielflugkörper abschießen, sind sie sich absolut im Klaren darüber, in welchem Gebiet sich der feindliche Verband befindet. Da sie allerdings bestimmte Objekte treffen wollen, ist die aktuelle Formation und Ausrichtung des Zielverbandes interessant - dafür braucht man aktuelle Zielaufklärung und Zielaufklärer leben gefährlich. Aber so gewonnene Daten verringern die Flugzeit der Rakete und damit das Zeitfenster, in der sie angefangen werden kann. Sie muss auch viel weniger peilen, um ihr Ziel zu finden.

Ihre Reichweite müssen Raketen zwar nicht ausnutzen, Feststoffraketen müssen aber ihre Leistung ausreizen und bei ICBMs (von denen hier immer noch die Rede ist),

Ist es das? Wir reden von Awangard, dessen maximale Reichweite mit 4000 Kilometern angegeben ist. Als ICBM gelten Waffen mit Reichweiten über 5500 Kilometern.
Dass das Trägersystem mit dem russischer Interkontinalraketen identisch ist, also durchaus weiter kommen dürfte, steht außer Frage. Da muss man zwischen den Zeilen lesen: Warum wird die Reichweite niedriger angegeben, wenn man damit nicht - sagen wir mal - andeuten wollte, wie gut das Ganze über unterschiedliche Reichweiten skaliert? Das Ganze steht uns fällt doch mit der Wahl der Trägerrakete, das grundlegende Prinzip dahinter bleibt dasselbe.

die keine Marschphase mit verringerter Geschwindigkeit kennen, beinhaltet das auch die maximale Energie. Eine deutlich kürzere Zielreichweite geht also nur durch eine deutlich steilere, im Endeffekt aber ähnlich lange und ähnlich lange dauernde Flugbahn.

Das ist so nicht korrekt. Der höchste erforderliche Punkt der Flugbahn wird ebenfalls durch die Entfernung zum Ziel definiert. Wenn man keine Ozeane oder Kontinente überwinden will, kann man die Parabel flacher halten. Zwar verliert man dadurch einen guten Teil der unterstützenden Fallbeschleunigung, aber man spart die Zeit für den Aufstieg. Und wie du selbst schreibst: Feststoff-Booster haben keine Anlaufphase. Das Teil brät schnell hoch, muss nicht sehr hoch und kommt immer noch verdammt schnell wieder runter.

Wie lange die gegnerischen Satelliten brauchen, um das Zielgebiet einzugrenzen, wäre aber in der Tat eine Frage - den Abschussblitz einer ICBM zu erkennen ist einfach, sie selbst zu tracken könnte Radar erfordern und die geordnete Vorwarnzeit deutlich reduzieren. Allerdings würde ich bei Einheiten, deren Verteidigung einzig aus Beweglichkeit besteht und keinerlei Tarnung beinhaltet, immer ein Ausweichmanöver fahren, sobald sie auch nur im richtigen Quadranten liegen. Ein Flugzeugträger unter Kriegsbedingungen schlägt eh regelmäßig Haken, einen davon vorzuverlegen hat in den meisten Fällen keinen Nachteil und wäre in so einem Fall eine naheliegende Sicherheitsmaßnahme.

Wie schon geschrieben, du gehst von falschen Voraussetzungen aus. Niemand schlägt Haken, weil das nur Zeit kostet und im dümmsten Fall die eigene Zielerfassung zur Abwehr stark erschwert, während es der gegnerischen Zielerfassung herzlich schnurz ist, ob ein Schiff ein wenig vom berechneten Kurs abweicht. Ganz zu schweigen davon, dass insbesondere weitläufige Manöver auch abgestimmt sein müssen, damit der Verband sie synchron vollzieht (was übrigens wieder schnellere Schiffe ausbremst), da er sonst auseinander gerissen wird und die Raketenbegleitschutz es noch schwerer hat, den Verband zu schützen. Herde, Schäfer und Hund müssen zusammenbleiben, sonst haben es die Wölfe leicht.

Grundsätzlich sollten wir aber vielleicht die Szenarien abklären, von denen wir hier jeweils überhaupt sprechen - ich habe nämlich das Gefühl, in unseren Köpfen laufen unterschiedliche Filme ab. :D

Es ist klar sinnlos, mit taktisch bestückten Hyperschallwaffen einen feindlichen Verband oder Stützpunkt irgendwo auf dem Globus anzugreifen, nur weil er dort zufällig in Reichweite wäre.
Alle Szenarien, die ich für Verbände zur See kenne - und das sind nicht wenige, obwohl ich gar nicht bei den Marinierten war - gehen von einem offensiv gehandhabten Verteidigungsfall aus. Sprich, man lässt feindliche Verbände so dicht herankommen, wie es gerade noch geht, bevor sie mit ihrer ganzen Offensivleistung auf einen einschlagen können und nutzt dann den Umstand, dass man zuhause in aller Regel deutlich mehr Material zur Verfügung hat.
Aber warum sollte man nicht, statt Bomber zu riskieren (die man im Kriegsfall lieber offensiv einsetzen und nicht zuhause für die Verteidigung parken möchte) und Unmengen an Raketen zu verpulvern nicht zwei, drei taktische Kernsprengköpfe zum Einsatz bringen? Zur direkten Verteidigung gegen Feinde vor den Toren entfällt das Geschmäckle, dass nuklearen Waffen anhaftet - insbesondere dann, wenn der Verband selbst nuklear bewaffnet ist und schlecht behaupten kann, die wären nur zufällig an Bord. Und am insbesondersten dann, wenn der Feind zufällig die erste und einzige Nation ist, die bereits Kernwaffen gegen zivile Ziele eingesetzt hat.

Ich meinte Maschinen mit 1-2 Nuklearwaffen, vielleicht 2 AAMs zur Selbstverteidigung und ansonsten nur Zusatztanks, die wenige Minuten vorher noch Rand voll waren. Jeden Kommandanten, der so etwas *ständig* in der Luft hat, würde ich allenfalls noch den Quietscheentchenbefehehl in der Badewanne überlassen

Genau wie dem Kommandanten, der solcherart bestückte Maschinen ungeschützt an Deck bereithält, damit gegen ein Dutzend Sicherheitsvorschriften verstößt und Start- und Landekapazität Platz für sinnvoll einsetzbare Maschinen blockiert. :D
Erschwerend kommt hinzu, dass die Flieger mit relevanter nuklearer Waffenlast ohnehin keinen echten Alarmstart hinbekommen.
Und einmal ganz davon abgesehen, dass jemand, der gerade einen feindlichen Verband nuklear bombardiert hat, garantiert selbst etliche Abfangjäger in der Luft hat - wie hoch schätzt du die Chance ein, dass zwei einsame Rächer mit hoher Traglast und reduzierter konventioneller Bewaffnung, die am Ziel ihres Vergeltungsfluges zu trockene Tanks für aufwändige Umgehungs- und Ausweichmanöver haben, auch nur eine ungefähre Zielpeilung von irgend etwas bekommen, was das Kamikaze-Kommando lohnt?

Nein, ich bleibe dabei: Lenkbare Raketen mit skalierbarer Reichweite, hoher Geschwindigkeit und Traglast sind enorm gefährlich für stationäre oder mäßig mobile Verbände zu Land und zu Wasser. Und klar, dass müssen nicht zwingend Hyperschallwaffen sein. Könnten aber, wenn die Verhältnisse günstig sind.

Darüber, dass das trotzdem alles Irrsinn ist und besser nie erfunden worden wäre, muss man sich nicht streiten - zumindest mit mir nicht und trotz meines Backgrounds. Wenn's nach mir ginge, wären Armeen von überschaubarer Größe und Bewaffnung, würden sich die meiste Zeit langweilen, ab und an mal Sandsäcke bei Überschwemmungen stapeln und im schlimmsten Fall mit robustem Mandat den einen oder anderen Massen- oder Völkermord verhindern.

Für die geistige Verfassung und/oder Zurechnungsfähigkeit der Führer unserer Welt machen wir besser einen separaten Thread auf ...
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

freu mich schon auf 2058 ;)

Meine Enkel werden zwar abkotzen ..... aber die können dann beten gehn :(

Leider wird niemand von oben kommen der helfen wird !
 
AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Die Menschheit wird es irgendwann schaffen, sich selbst auszulöschen. Die bisher erbärmlichste Spezies der Evolution.

die vermehren sich aber auch mitlerweile wie die Ratten , und das Schlimme ist die alle haben ein brain und Waffen und wollen überleben auch wenn es zu kosten des Planeten / der Natur geht . Und ihnen somit ihrer eigenen Gundlage beraubt ....

Pro Jahr ca 80mio mehr.

Naächstes Jahr haben wir wieder 80mio Freßsäcke mehr xD
 
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AW: Rußlands Atombomben kommen mit 27-facher Schallgeschwindigkeit

Es werden auch - zumindest laut keiner mir bekannten Doktrin - grundsätzlich Schlangenlinien gefahren. Die Abweichung vom Kurs ist viel zu gering, um wirklich etwas zu bringen und man verschwendet nur Treibstoff und vor allem wertvolle Zeit auf dem Weg ins eigene Zielgebiet. Was man machen kann: Die Route von vornherein so wählen, dass man außer Reichweite des Gegners bleibt oder doch zumindest so, dass dieser mehr Treibstoff benötigt, wodurch die Waffentraglast verringert wird.

Was auf dem Marsch ins Zielgebiet gilt, weiß ich nicht. Aber im Zielgebiet behalten US-Träger meinem Wissen nach eine hohe Geschwindigkeit bei und da sie damit nur ±einige 100 Meilen auf Position bleiben müssen, können sie den lokalen Kurs legen, wie sie lustig sind (d.h. bei Start und Landung kann man natürlich in den Wind drehen). Und am meisten Lust haben sie auf Kurse, die etwaigen mit Torpedos bewaffneten Angreifern das Leben schwer machen. Ob alle Schiffe des Verbandes daran teilnehmen, weiß ich nicht, aber zumindest bei den nuklear getriebenen ist "Treibstoffverbrauch" einfach kein Thema.

Ist es das? Wir reden von Awangard, dessen maximale Reichweite mit 4000 Kilometern angegeben ist. Als ICBM gelten Waffen mit Reichweiten über 5500 Kilometern.
Dass das Trägersystem mit dem russischer Interkontinalraketen identisch ist, also durchaus weiter kommen dürfte, steht außer Frage. Da muss man zwischen den Zeilen lesen: Warum wird die Reichweite niedriger angegeben, wenn man damit nicht - sagen wir mal - andeuten wollte, wie gut das Ganze über unterschiedliche Reichweiten skaliert? Das Ganze steht uns fällt doch mit der Wahl der Trägerrakete, das grundlegende Prinzip dahinter bleibt dasselbe.

Also von 4000 km Systemreichweite habe ich bislang noch nichts gehört, sondern bin von 10+ ausgegangen. Wenn das stimmt, dass die Waffe für taktische Einsätze konzipiert wurde, dann passen meine Aussagen natürlich hinten und vorne nicht. Hast du weitere Daten?
Ich stelle ohnehin gerade fest, dass die russischen silogestützten ICBMs, die als Trägersysteme genannt werden, ohnehin alle noch Flüssigtreibstoffe verwenden. Eigentlich dachte ich, dass seit den 60ern nur noch Feststoffbooster verwendet werden würden (ist bei allen mobilen und den stationären USlern auch so), aber scheinbar hat Avangard damit doch ein Launchvehikel, dass deutlich verkürzte Flugbahnen beherschen müsste.

Das ist so nicht korrekt. Der höchste erforderliche Punkt der Flugbahn wird ebenfalls durch die Entfernung zum Ziel definiert. Wenn man keine Ozeane oder Kontinente überwinden will, kann man die Parabel flacher halten. Zwar verliert man dadurch einen guten Teil der unterstützenden Fallbeschleunigung, aber man spart die Zeit für den Aufstieg. Und wie du selbst schreibst: Feststoff-Booster haben keine Anlaufphase. Das Teil brät schnell hoch, muss nicht sehr hoch und kommt immer noch verdammt schnell wieder runter.

Das gilt aber nur in begrenztem Maße. Natürlich gibt es eine optimale Parabel für die größte Reichweite und jede Abweichung nach oben oder nach unten führt zu einer Verkürzung. Wenn du einen Booster mit einer fixen Brennzeit ausreichend für bis zu 10000 km hast, ist der Spielraum aber nach unten begrenzt. Nur die Wiedereintrittskörper sind (siehe Namen) dafür gebaut, die Maximalgeschwindigkeit auch in dichterer Athmosphäre auszuhalten. Der gesamte Rest der Rakete !muss! in einer recht kurzen Zeit in die obersten Schichten/den Weltraum aufsteigen und auch die gesamte Ausrichtung auf das Zielgebiet (bei Avangard etwas gröber) und die Abtrennung muss dort erfolgen. Ein Raumfahrzeug (und das ist eine ICBM letztlich) ist typischerweise gar nicht in der Lage, einen Haken zu schlagen und selbst wenn man es hinbekommt, könnte man mit noch laufenden Triebwerk nichts nach vorne ausstoßen, weil RVs und Separationsmechanismus nicht annähernd die für so etwas nötigen Beschleunigungsleistungen erbringen. Die sind dafür gebaut, sich von einer antrieblos dahingleitenden, leeren Stufe abzusprengen. Das heißt auch, dass sie sich nicht erst in der Athmosphäre abtrennen können, wenn aerodynamische Kräfte alles ganz vorne an den Rest der Rakete weiter hinten drücken.

Wo die Grenzen liegen, kann ich nur raten, weil Daten von ICBMs rar sind. Aber die von einem der Vor-Vorgänger des kommenden Avangard-Trägers abgeleitete Tsyklon-3 für zivile Zwecke hat eine Gesamtbrennzeit von 405 Sekunden. Nimm noch ein paar weitere Sekunden zwischen den Brennzeiten und für die Separation am Ende hinzu und du bist bei einer Mindestflugzeit von 8 Minuten, bevor die Sprengköpfe für den Wiedereintritt bereit allein unterwegs sind. Die für die kurzen Nordpolarflugrouten angegeben 10 Minuten Start-zu-Einschlagzeit dürfte also schon der kürzmöglichsten geradlinigen Flugbahn entsprechen. (Tatsächlich wäre es sinnvoll, eine ICBM so zu konstruieren, das sie möglichst lange brennt. Denn erst nach der aktiven Boostphase kann der Gegner präzise Abfangpunkte berechnen.) Alles was näher liegt, könnte man dann nur mit einer überhöhten Flugbahn angreifen.

Ganz zu schweigen davon, dass insbesondere weitläufige Manöver auch abgestimmt sein müssen, damit der Verband sie synchron vollzieht (was übrigens wieder schnellere Schiffe ausbremst), da er sonst auseinander gerissen wird und die Raketenbegleitschutz es noch schwerer hat, den Verband zu schützen. Herde, Schäfer und Hund müssen zusammenbleiben, sonst haben es die Wölfe leicht.

Wir reden von Flugzeugträger eines Landes, das sich gerade einem nuklearen Erstschlag ausgesetzt wird, nicht von einem Übungsmanöver der Bundeswehr. Das einzige, was in so einer Situation noch Bedeutung hat, ist mit vorhersehbarer Zuverlässigkeit einen Gegenschlag ans laufen zu bringen, denn darauf basiert nunmal die Abschreckungswirkung die genau diese Situation verhindern soll.

Wenn eine Herde Brontosaurier über Schafe, Schafstall, Schäferwagen und Schäfer zu gallopieren droht, dann interessiert es niemanden mehr, wie lange deine auf Chihuahuas abgerichteten Pudel brauchen, um ihre Rangordnung auszudiskutieren. T-Rexe rauslassen, versuchen sich hinterm nächsten Stein zu verstecken und wer noch übrig ist, wenn sich der Staub gelegt hat, wird man sowieso sehen müssen. Niemand schießt eine 6 MT ICBM (drei Avangards pro RS-28) ab, um die Verteidigung eines Kampfverbandes zu schwächen. Wenn wirklich jemand das Ding gegen Seeziele abschießen würde, dann mit dem Ziel, den Träger selbst mit 100%iger Sicherheit Gegenschlagsunfähig zu machen. Alles andere ist egal, hätte man andere Einheiten in der Nähe könnten diese den Job wesentlich zuverlässiger und günstiger erledigen. Wie du selbst schon sagst: Gegen Flugzeug gestartete Anti-Schiffs-Hypersonic-Flugkörper gibt es kaum eine Verteidigungs- oder Reaktionsmaßnahme. Und die hat Russland schon weitaus länger im Einsatz.

Grundsätzlich sollten wir aber vielleicht die Szenarien abklären, von denen wir hier jeweils überhaupt sprechen - ich habe nämlich das Gefühl, in unseren Köpfen laufen unterschiedliche Filme ab. :D

Glaube ich. Mein Widerspruch richtete sich gegen Bojacks

"Die allergrößte Gefahr ergibt sich hier für die USA. Deren neue Flugzeugträger kosten bis zu 10 Milliarden Dollar pro Stück und die sind nahezu hilflos gegen Hyperschall-Raketen. Für den militärisch-industriellen Komplex ist das ein gefundenes Fressen. Der orange Trottel hat schon die Space Force gegründet („To Insanity and Beyond“), die Schergen im Verteidigungsministerium werden sicher demnächst die alten Pläne zu SDI raus kramen, um auf die Bedrohung zu reagieren... und wieder mal zig Milliarden Dollar einsacken."

Also den Angriff auf G.R.Fords mit Strategischen Avangardträgern.

Alle Szenarien, die ich für Verbände zur See kenne - und das sind nicht wenige, obwohl ich gar nicht bei den Marinierten war - gehen von einem offensiv gehandhabten Verteidigungsfall aus. Sprich, man lässt feindliche Verbände so dicht herankommen, wie es gerade noch geht, bevor sie mit ihrer ganzen Offensivleistung auf einen einschlagen können und nutzt dann den Umstand, dass man zuhause in aller Regel deutlich mehr Material zur Verfügung hat.
Aber warum sollte man nicht, statt Bomber zu riskieren (die man im Kriegsfall lieber offensiv einsetzen und nicht zuhause für die Verteidigung parken möchte) und Unmengen an Raketen zu verpulvern nicht zwei, drei taktische Kernsprengköpfe zum Einsatz bringen? Zur direkten Verteidigung gegen Feinde vor den Toren entfällt das Geschmäckle, dass nuklearen Waffen anhaftet - insbesondere dann, wenn der Verband selbst nuklear bewaffnet ist und schlecht behaupten kann, die wären nur zufällig an Bord. Und am insbesondersten dann, wenn der Feind zufällig die erste und einzige Nation ist, die bereits Kernwaffen gegen zivile Ziele eingesetzt hat.

Gibt es wirklich noch relevante Szenarien, die sowohl den Einsatz von Bombern als auch von Nuklearwaffen vorsehen? Ich habe das für eine Allerletze Option gehalten, die eigentlich nur noch deswegen besteht, weil die Bomben eh da sind und es wenig Aufwand macht, 2-3-4 auf jeder Basis, einschließlich der schwimmenden, vorrätig zu halten. Als nuklearen Angreifer wird die internationale Gemeinschaft einen Träger jedenfalls nicht akzeptieren und dementsprechend auch keine nukleare Verteidigung dagegen akzeptieren. Und wenn, um Beispiel Russland vs. USA zu bleiben, das ganze auf taktische Entfernungen geschehen soll, dann sind automatisch Skandinavien/Island/Grönland oder Japan die Hauptbetroffenen, denn der Träger wird nicht in der Arktis, dem schwarzen oder dem kaspischen Meer stationiert sein.

Genau wie dem Kommandanten, der solcherart bestückte Maschinen ungeschützt an Deck bereithält, damit gegen ein Dutzend Sicherheitsvorschriften verstößt und Start- und Landekapazität Platz für sinnvoll einsetzbare Maschinen blockiert. :D
Erschwerend kommt hinzu, dass die Flieger mit relevanter nuklearer Waffenlast ohnehin keinen echten Alarmstart hinbekommen.

Der aktuelle Träger ist die F-18, spezielle Bomber gibt es bei der Navy schon lange nicht mehr. Und Parkflächen für zahlreiche starbereite Maschinen sind extra eingeplant. Natürlich primär um konventionelle Angriffe mit einer großen Zahl an Fliegen gleichzeitig zu ermöglichen, ohne dass die Hälfte nach erfolgter Sammlung schon wieder nachtanken muss. Aber solange man auf Stand-By steht und nur das kleinere Kontingent zum Selbstschutz in der Luft hat, können diese für Reserven genutzt werden (je nach Wetterlage halt nur unter Deck) und für welche Bedrohung diese vorbereitet werden, hängt von Gegner und Einsatzlage ab. Mitten im Mittelmeer oder vor der arabischen Küste, wo unbemerkte direkte konventionelle Schläge unwahrscheinlich sind und feindliche Lufstreitkräfte von diversen landgestützten Verbündeten erfasst werden würden, braucht man keine starken Anti-Luft-Einheiten in 3-Minuten-Bereitschaft. Wenn die politische Lage kurz vor nuklearer Vernichtung steht, wäre die Mobilisierung von Gegenschlagsmaßnahmen dagegen naheliegend.

Und einmal ganz davon abgesehen, dass jemand, der gerade einen feindlichen Verband nuklear bombardiert hat, garantiert selbst etliche Abfangjäger in der Luft hat - wie hoch schätzt du die Chance ein, dass zwei einsame Rächer mit hoher Traglast und reduzierter konventioneller Bewaffnung, die am Ziel ihres Vergeltungsfluges zu trockene Tanks für aufwändige Umgehungs- und Ausweichmanöver haben, auch nur eine ungefähre Zielpeilung von irgend etwas bekommen, was das Kamikaze-Kommando lohnt?

Ich sag nicht, dass ich solche Pläne sinnvoll finde, aber ich finde mehr als ein Dutzend Nuklearwaffen allgemein nicht sinnvoll (und ein Dutzend wenig sinnvoll) ;)
Aber Fakt ist, dass US-Träger für so etwas ausgestattet sind und im Ernstfall irgendwie einzusetzen versuchen würden während umgekehrt die Avangardträger eine absolute Ernstfallwaffe sind, die bei kleinskaligeren Austauschen nicht eingesetzt werden würde.

Für die geistige Verfassung und/oder Zurechnungsfähigkeit der Führer unserer Welt machen wir besser einen separaten Thread auf ...

Ich würde dafür lieber eine Grube aufmachen...
 
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Iron Dome wird mit 100000 $ pro abgefangener Granate veranschlagt. Technisch wäre mit dem System ein 99%iger Schutz machbar, aber niemand hat vor soviele Anlagen zu bezahlen und erst recht nicht, es so intensiv einzusetzen.

Iron Dome konnte z.b. nicht verhindern, dass eine Rakete aus Gaza in Mishmeret eingeschlagen ist - und das war für die dortigen Geschosse eine sehr lange Flugzeit.

Aber wie gesagt, den Hinwies von Hoffmann, dass gar keine U-Boote mit Interkontinantalraketen im Schwarzen Meer sind, nehme ich zur Kenntnis, suche aber noch nach Belegen. Ich habe noch den Artikel im Kopf, dass russische Kriegschiffe die Dardanellen passierten, darunter auch U-Boote.

Nicht jedes U Boot ist mit ballistischen Raketen bewaffnet.
Ja, es gibt U Boote im Schwarzen Meer, aber keine strategischen Raketenboote. Das ist ein Unterschied.


Egal, wie du die Wirkung deines Erstschlags zu maximieren versuchst: Um einen Gegenschlag zu verhindern, müsste sie binnen weniger Minuten eintreten. Ich weiß nicht, wie die aktuellen Alarmstatusse sind, aber bei entsprechender Vorbereitung im Zuge einer zunächst verbalen oder konventionellen Eskalation können Gegenschläge seit Jahrzehnten in weniger als 5 Minuten ausgelöst werden. Heutzutage vermutlich in weniger als einer, wenn es sein muss und man Fehlreaktionen auf Fehlalarme als das kleinere Problem ansieht. Und diese Zeit zählt ab Start, da nützt es also herzlich wenig, dass man die Zeit bis zum Einschlag von >15 auf >10 min reduziert hat. Zumal du ungefähr 70 Jahre zu spät kommst, um als erster auf die strategische Bedeutung von Kontrollzentren hinzuweisen. Dementsprechend sitzen die heute alle in Bunkern, die zumindest eine Seite als unknackbar betrachtet und auch wenn immer neue Waffensysteme vielleicht den Hauch einer Chance auf eine Durchdringung suggerieren:
Der Angreifer verwettet wortwörtlich seine gesamte Nation darauf. Dafür bräuchte es statt einer Chance eine Garantie.

Deine Einschätzung entspricht nicht dem aktuellen Stand der Dinge / der Forschung. Nach wie vor ist eine der größten Schwachstellen, sowohl im russischen, als auch im US System die Abhängigkeit von einem Entscheider (in den USA ist das Trump). Fällt Trump aus verzögert sich ein Gegenschlag massiv (wobei nicht gesagt ist, dass ein lebender Präsident das beschleunigt). Ich empfehle hierzu die Lektüre des Buches "Dead Hand" (The Dead Hand - Wikipedia )und entsprechende Fachartikel mit Tenor "Die USA brauchen ebenfalls ein Dead Hand System (z.b. America Needs a “Dead Hand” - War on the Rocks ) Diese Forderung kommt von Personen, welche das derzeitige C&C System für zu anfällig und langsam halten. (Selbstverständlich gibt es Gegensprecher, jedoch aus anderen Gründen: Whither Skynet? An American “Dead Hand” Should Remain a Dead Issue - War on the Rocks)

Zudem: Es gibt keine Atomwaffensicheren Bunker mehr. NORAD hat man in einen Berg gebaut, zu einem Zeitpunkt als Atomwaffen sehr unpräzise waren. Mittlerweile kann man die mehr oder weniger durch ein Küchenfenster platzieren, d.h. auch Norad übersteht keinen Volltreffer, vor allem nicht, wenn gleich mehrere Sprengköpfe auf dieses Ziel angesetzt werden. Und es braucht keine Garantie, es braucht nur einen Anführer, der vom Gelingen überzeugt ist. Und das ist gefährlich, weil Perzeption und Fakt oftmals unterschiedliche Dinge sind.

Im Gegensatz zu SDI sind die heutigen Schutzschirme nur gegen beschränkte geographische Räume gerichtet. Russland hat weiterhin nur seine Schutzeinrichtungen rund um Moskau, die USA schützen nur die nördliche Westküste und neuerdings Teile der Anflugslinien über Osteuropa. Die Arktis steht aber weiterhin offen für direkten Beschuss von Land und U-Boote könnten aus jeder beliebigen Richtung angreifen.

Das stimmt. AKTUELL ist das korrekt. Die Russen haben aber für sich erkannt, dass aus "Aktuell" in Zukunft ein System wie ich es beschrieben habe, entwickeln kann. Deswegen stören die Russen dort auch massiv, weil sie diesen Entwicklungsschritt nicht wollen, deswegen haben wir z.b. keinen INF Vertrag mehr (komplexer, aber im Kern, ja.)

Borei gilt als deutlich leiser im Vergleich zur Viriginia-Klasse. Die weiterhin geringe Zahl der ICBM-Träger würde ich auch nicht zu weit oben an den Nagel hängen, denn Russland hat auch nukleare Marschflugkörper und mittlerweile sogar langstrecken Unterwasserwaffen, die von sämtlichen Booten der Flotte aus eingesetzt werden können, einschließlich Sprengköpfen die offiziell für die langfristige Vereuchung ganzer Regionen gedacht sind.
Die USA müssten jederzeit die gesamte sowjetische Flotte sowohl im Atlanik wie auch Pazifik beschatten (und zwar wohlgemerkt jeweils die GESAMTE, denn Russland braucht nur wenige Tage von einer Seite zur anderen, während die US-Navy gerade in Krisenzeiten den Panamakanal nicht nutzen möchte und ohne längerfristige Anmeldung allgemein nicht nutzen kann), um vor einem Gegenschlag sicher zu sein. Das können die nicht, auch wenn sie mit 19+1 aktuellen Booten (um die LAs dürfte sich Russland wohl kaum noch sorgen machen) einen leichten Zahlenvorteil haben.

Das ist es ja. Die Russen haben massiv aufgerüstet um den von DIR beschriebenen Zustand zu erreichen und das von MIR beschriebene Szenario abzuwenden.
Die Raketenschilddebatte in Europa ist von 2008, in den letzten 11 Jahren konnten wir die bisherige russische Reaktion (vorhersagen) beobachten und diese findet exakt nach Drehbuch statt. Die Russen setzen derzeit alles daran, einen Erstschlag gegen Russland so schwierig wie möglich zu machen um die von mir aufgestellte Gleichung in einen negativen Outcome zu kippen.

Wie vorhergesagt, Raketenabwehr seitens der USA wird zu Aufrüstung deren Gegner führen um den USA keinen Vorteil zu gewähren.
Das vermeintliche Schutzsystem der Amerikaner hat im internationalen System INSGESAMT mehr Unsicherheit erzeugt als Sicherheit.
 
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Nicht jedes U Boot ist mit ballistischen Raketen bewaffnet.
Ja, es gibt U Boote im Schwarzen Meer, aber keine strategischen Raketenboote. Das ist ein Unterschied.
Das hat ja auch Sinn. Ich hatte mich nie weiter mit dem Thema beschäftigt. Ich dachte immer "Interkontinentalraketen" kommen bis zu 20.000km weit, damit sie jeden Punkt der Erde erreichen können. Ist ja gar nicht so, darum muss man für eine Rakete mit erträglichem Kosten, Reichweite und Nutzlastverhältnis merklich näher an das Ziel heran. Und ja, ich las häufiger von "Atom U-Booten" im Schwarzen Meer, aber damit war der Antrieb gemeint, nicht die Raketen. Ich dusselige Kuh.

Nichts desto trotz ist mir jedes russsische Atom U-Boot sehr lieb, solange amerikanische Politik wie in den letzten 50 Jahren betrieben wird. Gäbe es das russsische Gegengewicht nicht, würden sich die Amerikaner meiner Meinung nach noch unverfrohrener an den Ressourcen der Welt bedienen. Angst habe ich vor allem vor amerikanischen ABC-Waffen, denn die setzen sie auch ein. Idealerweise würden alle ABC-Waffen geächtet und vernichtet. Ob es dann friedlicher wird, weiß ich nicht. Der Mensch ist leider so selbstsüchtig, dass er Rechte anderer nicht wirklich anerkennt. So eine "Ich kann Dich jederzeit und immer auslöschen" Waffe mag in der Tat zu Frieden führen, auch wenn das Risiko für Fehler, sie jetzt z.B. im konventionellen Bereich den Iran, zu hoch ist.

Leider ist der Mensch zutiefst aggressiv und kriegerisch, und darum sind leider Waffen zur Verteidigung zwingend notwendig.
 
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