Rundfunkgebühr: Geplante Senkung ab 2017 könnte zum Boomerang werden

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Das Gesamtbudget der öffentlich-rechtlichen Anstalten beträgt etwa 9,1 Milliarden Euro, davon 6,3 Milliarden Euro für die ARD-Anstalten.

Laut Wiki also gute 9,1 Milliarden da ist das bisschen für Tatort ein Witz eher müsste man mal schauen wo das ganze restliche Geld verbrannt wird :schief:
 
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Die Rundfunkanstalten zahlen teilweise fürstliche Summen. Die Lottofee bekommt eine gute halbe Million als Jahresgehalt, Gottschalk "sollte" bei der ARD 6 Millionen im Jahr verdienen und die Wahnwitzigen Gehälter gehen weiter - inklusive "perverser Pensionen". Ich wohne in einem Studentenwohnheim und muss zum Glück nur ~ 1/9 Rundfunkbeitrag zahlen und sobald ich meinen Master anfange nichts mehr für die nächsten zwei Jahre...

Aber es ist einfach eine Perversität was die Rundfunk-Heinis für Gelder heraushauen.

Würde man die Gehälter deckeln, und nicht jeden in führender Position oder mit guter Sendezeit in wenigen Jahren zum Multimillionär machen, nicht für dutzende Millionen exklusive Sportrechte kaufen und sich auf den Informationsauftrag konzentrieren würde ich problemlos einen Satz von 3 Euro pro Monat als Rundfunkgebühr als "okay" ansehen...

Ich hoffe inständig das irgendwann dieses pervertierte Arschloch-System Rundfunkbeitrag abgeschafft oder entschärft wird. Wofür brauchen die Sender so viele Milliarden?
 
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Andererseits ist der Tatort fast schon Kulturgut. Hab keine Statistiken, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass er sehr beliebt ist. Ob er gut ist oder nicht, darüber kann man sich streiten, aber gut gedreht ist er allemal. An anderen Sendungen kann man aber bestimmt einsparen. Brisant und Leute heute zum Beispiel. Und wenn so eine Art der Sendung unbedingt sein muss, sollen sich ZDF und ARD dann halt abwechseln wie beim Mittagsmagazin. Ich glaube kaum, dass die Sendung eine große Nachfrage hat.

Das kommt drauf an. Spontan fällt mir nur der Münster und Dortmunder Tatort ein. Der Rest ist meist für die Tonne.

Viel schlimmer finde ich den Schwachsinn, der zur Mittagszeit läuft. Aber das Problem steckt weniger in den Sendeformaten, sondern in den sündhaft teuren Personen, die dort eingestellt sind.
 
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Blöder Beitrag!

Was hat Tatort mit Grundversorgung von Informationen zutun? Sicher noch weniger als Fußball, von mir aus kann man den auch einsparen - das ist nämlich mein größter Kritikpunkt.

Und mal als Vergleich - "So schlägt allein eine Minute "Tatort" [..] mit 15.500 Euro zu Buche." macht mal eben 1-1,5 Millionen pro Tatort und das 35 mal im Jahr :wall:
Wir sprechen hier also nur von einer Produktion, da kommen ja noch jede Menge Eventfilme dazu. Diese ganzen deutschen Produktionen könnte man sich von mir aus auch sparen, sind eh meist Mist :ugly:

Tatort-Folge kostet knapp 1,4 Millionen Euro: ARD lasst "Hosen runter"

Ich hoffe du weisst worauf ich hinaus will ;)

Fußball etc. waren ja nur Beispiele. Dass Tatort nicht zur Grundversorgung gehört, versteht sich von selbst. Weißt jetzt, worauf ich hinaus wollte? ;)

Willste wissen? Wie wäre es mal mit google, ich schätze das ist kein Geheimnis. Auch wenn ich eher von dritt- und noch niedrigeren liga-übertragungen auf den 3. Programmen und im Radio ausgegangen bin. Ansonsten:
Du lebst nicht allein hier in der Bundesrepublik Deutschland! In diesem Sinne, frag doch mal Pro7 oder RTL II nach Programm für die älteren bis alten Jahrgänge.

edit:
weil's irgendie (auch in diese diskussion hier) reinpasst:
phoenix - Wie solidarisch ist Deutschland?

Ja, hätte ich gern gewusst. War aber zu faul zum googlen. Hättest mich gern erleuchten dürfen.
Mir ist schon klar, dass ich hier nicht allein lebe. Aber wenn es um eine Grundversorgung mit Informationen geht, müssten, wenn es mal ganz nüchtern betrachtet, den ganzen Tag Nachrichten laufen. Nonstop. Und keine Unterhaltungsprogramme.
Der Vergleich mit Privatsender hinkt. Für die bezahl ich keine Rundfunkgebühren.
Und zum Thema "Wie solidarisch ist Deutschland": Wenn ich von den Angeboten der Öffentlich-rechtlichen nichts nutze, aber trotzdem dafür bezahle, dann könnte man doch genauso gut von Leuten ohne eigenes Auto eine pauschale Abgabe zur Straßennutzung verlangen. Immerhin könnten sie ja den Führerschein machen und/oder ein Auto kaufen. Oder man könnte jeden Bürger für das Festnetz der Telekom zur Kasse bitten, egal ob er einen Anschluss hat oder nicht.
 
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Und zum Thema "Wie solidarisch ist Deutschland": Wenn ich von den Angeboten der Öffentlich-rechtlichen nichts nutze, aber trotzdem dafür bezahle, dann könnte man doch genauso gut von Leuten ohne eigenes Auto eine pauschale Abgabe zur Straßennutzung verlangen. Immerhin könnten sie ja den Führerschein machen und/oder ein Auto kaufen. Oder man könnte jeden Bürger für das Festnetz der Telekom zur Kasse bitten, egal ob er einen Anschluss hat oder nicht.

Hör bloß auf. Sonst kommt noch jemand auf dumme Gedanken...
 
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Letztendlich zahlst du mit deinen Steuern auch den Erhalt der Autobahn, egal ob du darauf fährst oder nicht.

Unterhaltung in den ÖR finde ich auch ein Stück weit sinnvoll, wie etwa den Tatort oder die WM, aber sicher ist einiges "zu viel des guten".
 
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Mal ganz vom persönlichen Geschmack abgesehen:

Fakt 1) Die ÖR übererfüllen ihren Auftrag. -> Einsparungspotential durchaus vorhanden.

Fakt 2) Die für quasi fast alle Bürger/ Haushalte gleiche Beitragshöhe ist unfair. 17,50€ sind für den einen "nichts", für andere "sehr viel". Eine Regelung mit x% vom Einkommen (evtl. mit Deckelung) wäre da gerechter.

Fakt 3) Die Politik wird sich hüten da irgendwas zusammenzustreichen, selbst wenn der ein oder andere Politiker das eigentlich insgeheim gerne würde. Denn diese "Einsparung" wäre gleichzusetzen mit zig-tausend neuen Arbeitslosen, die anschließend den Sozialhaushalt massiv belasten würden. Und nein, die können sich nicht alle einen neuen Job suchen. Der Medienmarkt ist da aktuell völlig übersättigt und andere Wirtschaftsbereiche stellen selten Quereinsteiger ein.

Die Entscheider stecken da einfach in einem Dilemma und bei der demografischen Bevölkerungsverteilung in Deutschland ist die aktuelle Situation mit einigen (vor allem jüngeren) "Nörglern" das kleinere Übel für sie.
 
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Unterhaltung in den ÖR finde ich auch ein Stück weit sinnvoll, wie etwa den Tatort oder die WM, aber sicher ist einiges "zu viel des guten".
Das Problem ist: Der Tatort ist in der Produktion zu teuer. Der "Kino-Tatort" hat 8 Millionen Euro gekostet, die ersten beiden Staffeln (26 Folgen )von House of Cards schlagen mit ~ 100 Millionen USD zur Buche. Im Schnitt also unter 4 Millionen USD pro Folge. Die zweite Staffel von The Walking Dead hat 2,8 Millionen USD pro Folge gekostet.

Ein "durchschnittlicher Tatort" kommt laut ARD angaben auf 1,4 Millionen Euro.

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Das Angebot der Öffis ist schlicht zu teuer. Ein Tatort kann man auch für weniger Produzieren - oder man soll gefälligst Kevin Spacey verpflichten. ;)
 
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Die haben doch Fürstliche Gehälter, oder möchtest Du das bestreiten ?

Selten so einen Unfug gelesen.

Wer hat fürstliche Gehälter? Du meinst wohl die Intendaten, etc. Da geb ich dir recht. Das sind aber nicht die Entscheider über den Rundfunkstaatsvertrag. Das sind die Politiker und die stecken da in der Zwickmühle. Viele Sender streichen spart zwar auf der einen Seite, bedeutet aber zwangsweise auch viele neue Arbeitslose. Das ist kein Unfug, sondern reine Logik.

//Edit: Und falls du meinst ich finde die aktuelle Situation gut haste mich irgendwie falsch verstanden. Ich finde es beschissen, aber mit einfachen Phrasen ala "Alles abschaffen." zeigt man nur, dass man an der Realität vorbei denkt. Die Entscheidung fällen die Politiker und wie gesagt, momentan überwiegen für die in der Gesamtbetrachtung eben die Gründe für eine Beibehaltung des Status Quo.
 
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Letztendlich zahlst du mit deinen Steuern auch den Erhalt der Autobahn, egal ob du darauf fährst oder nicht.

Unterhaltung in den ÖR finde ich auch ein Stück weit sinnvoll, wie etwa den Tatort oder die WM, aber sicher ist einiges "zu viel des guten".
Die Autobahn ist ein ziemlich schwachsinniger Vergleich. Sämtliche Güter werden noch über LKW transportiert (Post gehört auch dazu), um nur mal ein Beispiel zu nennen. Die ÖR hingegen können schon durch ein einfaches Buch und eine Zeitung ersetzt werden. Beides kann mich je nach Qualität mit Bildung und Nachrichten versorgen.

Die Autobahn ersetzt dir aber keiner so schnell und die Qualität der Öffentlich Rechtlichen lässt zuweilen zu Wünschen übrig.
 
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Viele Sender streichen spart zwar auf der einen Seite, bedeutet aber zwangsweise auch viele neue Arbeitslose. Das ist kein Unfug, sondern reine Logik.

Es würde reichen die Gehälter in den meisten Posten um 85% zu kürzen.:daumen:
 
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Wenn man sich so umhört könnte man meinen mindestens 50%, eher mehr, sind gegen diese Gebühren...

Und wer von euch zahlt auch konsequent nich?
Vermutlich leider die wenigsten...
Ist mir vollkommen unverständlich wie die ÖR mit so etwas durch kommen...

Wie willste denn konsequent nicht zahlen? Früher oder später pfänden sie dir halt das Konto, bekommst eine negative Schufa, etc pp
 
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I

Freie Medien deren erstes Bestreben nicht darin bestehen muss sich zu finanzieren sind unbezahlbar.

Freie Sender, so so, wie war das nochmal mit Werbung auf ARD und ZDF? War da nicht mal was? Achso ja, bis 20 Euro ununterbrochen Werbung. Also zeigen was die Leute sehen WOLLEN. Das ist natürlich sehr frei und unabhängig
 
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Und zum Thema "Wie solidarisch ist Deutschland": Wenn ich von den Angeboten der Öffentlich-rechtlichen nichts nutze, aber trotzdem dafür bezahle, dann könnte man doch genauso gut von Leuten ohne eigenes Auto eine pauschale Abgabe zur Straßennutzung verlangen. Immerhin könnten sie ja den Führerschein machen und/oder ein Auto kaufen. Oder man könnte jeden Bürger für das Festnetz der Telekom zur Kasse bitten, egal ob er einen Anschluss hat oder nicht.
Das die arbeitende Mehrheit in Deutschland sowas wie Steuern zahlt ist dir aber bekannt oder? Daraus wird dann auch der Straßenbau finanziert oder auch der "Breitbandausbau". Ob du nicht Auto fährst oder leider auf dem Land wohnst wo es kein Glasfaser gibt ist dem Staat dabei völlig egal. Und die LKWs die dir deine Luxusgüter rankarren müssen auch irgendwo fahren...

Viele Sender streichen spart zwar auf der einen Seite, bedeutet aber zwangsweise auch viele neue Arbeitslose. Das ist kein Unfug, sondern reine Logik.
Ja hey...das Arbeitslosengeld ist aber sicher billiger als so ein Pool von 500.000€-Moderatoren und wird genauso von der Allgemeinheit getragen...
 
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Es würde reichen die Gehälter in den meisten Posten um 85% zu kürzen.:daumen:

Ich seh schon, du kennst dich da aus. Die meisten Posten um 85% gekürzt liegen auf Hartz4-Niveau.
Ja es gibt zu hohe Pensionen. Ja es gibt viel zu hohe Bezüge für Intendanten, bekannte Moderatoren / Entertainer, usw. Das ist ja auch gar keine Frage und betrifft neben den ÖR auch viele andere (Wirtschafts-) Bereiche.
Aber der normale Angestellte verdient sich auch bei den ÖR keine goldene Nase. Im Gegenteil werden die immer öfter in irgendwelche Produktionsfirmen ausgelagert und bekommen da dann deutlich weniger. Von den Arbeitszeiten (12h am Tag sind völlig normal als Film-/Fernsehschaffender, obwohl nicht erlaubt) mal ganz abgesehen...

Wie gesagt, mit schwarz-weiß Ansichten und Stammtisch-Sprüchen kommt man bei der Diskussion einfach nicht weiter.
 
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@Metallica:
Da bin ich ja auch bei dir. Aber wie gesagt, das geht an der Realität vorbei. Wir HABEN nun mal bisher dieses System zugelassen und damit einen IST-Zustand hergestellt, der sich nicht mehr so einfach durch Streichung aller völlig überflüssigen Sender, etc. beheben lässt.
Das klingt zwar im ersten Moment gut und richtig, schafft aber neue Probleme (s. neue Arbeitslose,usw.). Und alles was ich sagte ist, dass die Entscheider (=Politiker) nicht nach dem "Richtigen" oder "Logischen" gehen, sondern nach dem für sie persönlich am wenigsten "Schädlichen". Und das ist für die momentan eben der Status Quo. Was meinst was es für einen Shitstorm gibt, wenn 60% der Bevölkerung keine für sie mehr gewohnte Unterhaltung bekommen, zehntausende derbe Einschnitte bei den Pensionen hinnehmen müssen und dazu noch einige tausend Arbeitslose zusätzlich beim Amt klingeln? So etwas nennt man politischen Selbstmord und den begeht kein Politiker freiwillig.

Die Lösung kann also nicht sein einfach alles bis auf die Nachrichten & evtl. Dokus zu streichen (auch wenn mir persönlich das am Liebsten wäre). Es muss ein neues, gerechteres System gefunden werden. Es müssen überflüssige Posten in Zukunft nicht neu besetzt werden, es braucht gescheite Gehälter-Obergrenzen, usw. Ein sofortiger Kahlschlag ist in der Realität einfach nicht umsetzbar, da wie gesagt alleine schon der politische Wille dazu fehlt. Das System muss nach und nach reformiert werden, damit man überhaupt die Chance hat den in der Vergangenheit erschaffenen Bockmist wieder auszugleichen. Und das sage ich, obwohl ich mir damit meinen eigenen potentiellen Arbeitsmarkt abschaffen oder zumindest stark verkleinern würde.
 
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