Aber Stanford hat nun mal auf dieses inflationäre Punktesystem gesetzt. Da kann ich weder was dafür, noch kann man es rückgängig machen.
Aber einfach ohne Grund nur noch 10% der Punkte zu verteilen ist eine Frechheit. Forschung hin oder her. Wenn ich schon Aufwand und Kosten habe, will ich auch wenigstens "moralisch/ideell" bezahlt werden. Wofür gibt´s denn ein Ranking?
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Bin für Vorschläge offen.
Der PG vorzuwerfen, sie würde "einfach ohne Grund" Punkte nicht vergeben, ist meiner Meinung der falsche Ansatz.
Punkte basieren auf einem Benchmarksystem, das transparent ist, dafür gibt es sogar Punkteberechnungssoftware. Ja, die Workunits laufen auf der gegebenen Hardware unterschiedlich. Ja, bei Engpässen bei der Verfügbarkeit von bestimmten, für dich oder andere optimalen Workunits gibt es keine Fortsetzung von maximalen PPD, wie man es gewohnt ist oder wofür man die Hardware angeschafft.
Das hat die PG nie in Aussicht gestellt, im Gegenteil wurde immer wieder betont, dass es keine Kontinuiät in dieser oder jenen Richtung geben wird, weil sie flexibel auf die Erfordernisse der Wissenschaft reagieren wollen.
Folding@home ist kein Punkteproduktionsbetrieb für Donors. Das scheinen hier wie in anderen Teams einige zu vergessen. Wer Gegenleistung in Form von Punkten einfordert, kann dies auf der Basis des Benchmarksystems tun. Das passiert regelmäßig, die Diskussionen im folding Forum sind nachzulesen, aktuell wieder
hier, im dem es einige interessante Aussagen von offizieller Stelle gibt, wo Schwachstellen im Punktewertungssystem erkannt werden. Und auch wie es dazu gekommen ist, weil sie kurz gesagt versuchen über die Attraktivität der Punkte zu steuern.
Hier habe ich den Eindruck, wenn ich von "Frechheit" lese, dass die Egozentrik gewonnen hat. Verständlich in heutiger Zeit, die Ellenbogengesellschaft muss ich Träger dieser Einstellung haben, das ist kein virtuelles Konstrukt, ich leiste also will ich Gegenleistung. Und ja nicht vera..lbert werden, sonst zieht man eben Konsequenzen.
Punkte sind keine moralischen oder ideelen Münzen. Von denen lässt sich nichts kaufen, weder bekommt man ein Preisgeld für Rangplätze noch Anerkennung für gemeinnützige Leistung durch Mithilfe an gesellschaftlichen Problemlösungen wie der Krankheitserforschung. Ja, sie spiegeln für einen selbst wieder, ob und wieviel man bereit war, Rechenzeit zu spenden. Daher der Begriff Donor. Die Spendenquittung gibt es in Form eines Zertifikats. Das kann man sich gerne an die Wand hängen, finde ich gut.
Von mir angesprochen waren BOINC Projekte, die ähnliche Forschungsaufgaben haben, das sind u.a. POEM, Docking, GPUgrid. Soll hier kein Thema werden weil erstens off topic und zweitens ich folding weiterhin als am besten aufgestelltes Projekt halte, um Forschungsergebnisse zu realisieren. Wie man sieht haben sie in kurzer Zeit, das Core17 Problem gelöst, seit gestern wurden bereits wieder Workunits verteilt.
Also nichts weiter als ein kurzer Aufreger über ein paar Stunden verlorenes Rangplätzegerangel. Wofür es ein Ranking gibt ? Für Menschen, die sich gerne ranken lassen. Als Leistungstest für Maschinenarbeit. Aber kaum um sich mit einem Rangplatz als Mensch zu identifizieren und dann körperlich zu leiden, weil man etwas "verloren" hat, einem Punkte "genommen" wurden. Wer sich selbst auf einen Rangplatz reduziert, wird damit leben müssen, als solcher Höhen und Tiefen zu erleben.
Mir ist durchaus wichtig, dass meine für DC eingesetzte Hardware vernünftig läuft, v.a. in der effizienten Auslastung, der Fehlerfreiheit d.h. Gültigkeit der Ergebnisse, des Bedienungskomfort, den Nebeneffekten an Wartung, Betriebssicherheit und zuletzt auch in Hinsicht bezahlbares Hobby. Trotzdem unterstütze ich gerne kleine (Beta) Projekte, um deren Anwendungsentwicklung zu beschleunigen. Darin sehe ich den Gedanken des verteilten Rechnens noch erfüllt, um finanzschwachen Projekten auf diesem Weg Rechenarbeit abzunehmen.
Die PG wird evtl. irgendwann vom verteilten Rechnen abkommen, siehe die Kommentare im o.g. Thread, sobald Alternativen interessanter sind und deren Bedürfnisse besser decken. Externe Berechnungen haben Vor- und Nachteile. Die Tatsache, dass bei folding die Donors eben nicht die dominante Rolle spielen, wie manche gerne hätten, wird zu einer ständigen Fluktuation führen. Solange jedoch der Grundstock an den zentralen Rechenaufgaben gedeckt ist, dürfte es kaum zu weiteren Zugeständnissen an die Donors kommen. Das ist in anderen Projekten ähnlich. Der Markt für DC ist groß und aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit an privat gestellter Hardware sowie der Punkte und Badges Anreize umkämpft. Worüber man m.M. froh sein kann, weil dies eine gewisse Auswahl erlaubt, wo man sich beteiligen möchte.