Referendum in Luxemburg: 3 mal NEIN mit 70-80% Mehrheit

Diese "erfolgreichen" Personen müsste man einzeln behandeln, zumal viele dieser Personen meist auch ein Studium abgeschlossen haben. Und darauf kommt es eher an als auf die Schule vorher.

Selbst diese nähere Betrachtung ändert nichts daran das keine bewusste Verdummung der Masse in Form von Bildung stattfindet. Das einzige was man vorwerfen kann ist das eine Verdummung der Masse bzgl. gesellschaftlich relevanter Themen, Politik und Meinungsentwicklung betrieben wird, das hat aber nichts mit der grundlegenden Bildung zu tun. ;)
 
Stimmt. Aber im Prinzip geht es dem Staat darum, Arbeiter zu "erziehen", überspitzt ausgedrückt. Sie sollen genug können um später den Beruf ausüben zu können, über Politik oder eben Meinungsentwicklung sollten sie bestenfall nicht bescheid wissen^^
Ich finde den Ansatz dass das Volk "verdummt" wird weil Deutschland ja ein "Satellitenstaat" sei völlig absurd. Als nächsten diskutieren wir dann darüber das Deutschland ja kein souveräner Staat sei und setzen und den Aluhut auf^^
 
Sorry, um an Deutschlands Souveränität zu zweifeln gibt es genügend Gründe, auch wenn das hier nicht Thema ist.
Da vermute ich bei der gegensätzlichen Position viel eher einen Aluhut.
Schaut man sich bestimmte Entwicklungen in Deutschalnd an, könnte man relativ leicht feststellen, dass sich hier die Lebensstandards innerhalb der letzten 25 Jahre nicht verbessert haben.
 
Ich sagte ja, wenn er einen guten job macht, kann man ihn wieder wählen.
Macht er einen miesen Job, wird er sowieso abgewählt.

Wenns denn so einfach wäre...
Leider werden Leute, die einen miesen Job machen, mit schöner Regelmäßigkeit nicht abgewählt und umgekehrt werden Leute abgewählt, die eigentlich einen guten Job machen. Große Teile der politischen Entscheidungen wirken sich eben erst nach Jahren aus und es kommt vor, dass guten Politikern Entscheidungen auf den Fuß fallen, die der (Vor-)Vorgänger vermasselt hat und dass sie von ihren eigenen Entscheidungen nicht profitieren. Viel häufiger ist aber das genaue Gegenteil: Da ein Politiker immer damit rechnen muss, nicht von Entscheidungen zu profitieren, die erst in fünf Jahren positive Wirkung entfalten, sondern im Gegenteil unter allen damit heute einhergehenden Abstrichen zu leiden hat, wird er derartige Entscheidungen nicht treffen. Das die populistisch wirksamen Entscheidungen, die er stattdessen fällt, Jahre später für Probleme sorgen, ist ihm dagegen vollkommen egal.
Anders sieht die Sache aus, wenn ein Politiker so oder so nicht wiedergewählt wird. Dann kann er entweder gehen und bis dahin Schrott machen oder er kann gehen und bis dahin was sinnvolles machen. Was er macht hängt natürlich weiterhin von Fähigkeiten und Moral ab (...), aber immerhin wirkt das System nicht mehr gegen das eigentlich sinnvolle. Mandatslimitierungen haben also durchaus auch positive Seiten. Von der Anti-Filz-Wirkung ganz zu schweigen.

(Zumindest bei deutschen Ministern muss man aber eh sagen: Hochgradig austauschbar und von einzelnen Parteipersönlichkeiten gesteuert. Somit egal und letztere wird man nicht los.)


Schüler strafen doch keine Parteien ab nur weil sie Gelder für die Bildung kürzen. Dem Schüler ist sowas herzlich egal.

Dem Lehrer aber nicht. Und Lehrer haben viel Einfluss auf die Sichtweisen von Schülern, wenn sie das wollen (und ihren Job beherschen). Größere Bedenken hätte ich aber auch eher wegen anderer Medien. Fakt ist einfach, dass die meisten 16 Jährigen null Ahnung von Politik haben und selbst die sehr, sehr wenigen, die sich interessieren, machen das nicht länger als eine Wahlperiode. Das reicht nicht, um Politiker und Parteien gut einzuschätzen und meist reicht auch die restliche Bildung nicht, um die Mehrheit der wichtigen Themen einzuschätzen.

(Gilt, bis auf "interessieren" aber auch für 90% der älteren Wahlberechtigten... :( )


Und lieber führt man so einen Schwachsinn wie Ethikunterricht als Pflichtfach ein als ein Fach über Informationstechnologie und Umgang mit dem Computer.

Ich glaube mangelnde Computerkentnnisse sind so ziemlich das allerletzte Problem bei der Entscheidungsfindung angehender Wähler :klatsch:
Wenn es da überhaupt einen entfernten Bezug gibt, dann wäre das Quellenkritik und Online-Recherche / Umgang mit Informationsmedien. Und genau das fällt im derzeitigen Fächerkanon noch am ehesten in den Bereich Ethik... (wobei gute Lehrer für das Fach echt rar sind, eben gerade weil die Themen so unscharf sind)

Außerdem ist man wohl weiterhin der Meinung, in Deutschland, das es günstiger ist Fachkräfte aus dem Ausland zu beziehen und Flüchtlinge in 1 Jahreskursen mit IHK und HWK Abschluss auszubilden als in das Bildungssystem der hier geborenen Menschen zu investieren... :ugly:

Ist es für die Unternehmen auch. Deutlich billiger sogar (nicht zuletzt weil man die Fortbildung ja noch vom Staat mitfinanzieren lässt). Und solange Unternehmen in Deutschland deutlich mehr Interesse an Politik haben, als die sogenannten mündigen Bürger...


Frage: Waren diese erfolgreichen Leute in öffentlichen Schulen?
Kann es sein dass sie allesamt auf Privatschulen waren?

Unwahrscheinlich, so verbreitet sind Privatschulen in Deutschland nicht. Vermutlich hatten sie etwas besseren Nachhilfeunterricht bzw. schlichtweg jemandem im Haushalt, den sie fragen konnten. Mit der richtigen Infrastruktur im Rücken kann man auch mit dem deutschen Schulwesen etwas lernen - das Problem ist halt nur, dass größere Teile davon nicht an/durch die Schule geleistet werden...

(Was aber auch nicht viel helfen würde. Denn beim Karriereeinstieg dürfte das Elternhaus vieler führender Unternehmenspersönlichkeiten aus Deutschland noch einmal genauso wichtig gewesen sein, wie die erlangte Bildung)
 
Ich glaube mangelnde Computerkentnnisse sind so ziemlich das allerletzte Problem bei der Entscheidungsfindung angehender Wähler :klatsch:

Du hast aber mitbekommen das der Kontext sich auf die Qualität der Bildung bezog und nicht auf die Entscheidungsfindung bei Wahlen? :klatsch: Den Unterricht wo man sowas wie Entscheidungsfindung bei Wahlen und aktuelle Politik behandeln kann gibt es in der Regel schon, nennt sich meistens Gemeinschaftskunde, oder Sozialkunde & politische Bildung. Das dort nur meist völlig andere Themen im Fordergrund stehen ist noch eine ganz andere Geschichte.
Was eine Vermittlung von Computerkentnissen noch betrifft, was denkst du was man da so alles erlebt? Da gäbe es mehr als genug Nachholbedarf und ich rede da nicht nur von dem grundlegenden Umgang mit dem PC, sondern auch was Datenschutz / Datensicherheit angeht, das Verhalten beim nutzen des Internet, Verschlüsslung, Passwortsicherheit, ect. ect.

Ist es für die Unternehmen auch. Deutlich billiger sogar (nicht zuletzt weil man die Fortbildung ja noch vom Staat mitfinanzieren lässt). Und solange Unternehmen in Deutschland deutlich mehr Interesse an Politik haben, als die sogenannten mündigen Bürger...

Sicher tragen die Bürger eine Mitschuld am Zustand, das entbindet die Politik aber auch nicht von der Verantwortung für ihre Handlungen im Zusammenhang mit dem Thema, da fördert man diese, teils absurden, Auswüchse ja noch gradezu.
 
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Du hast aber mitbekommen das der Kontext sich auf die Qualität der Bildung bezog und nicht auf die Entscheidungsfindung bei Wahlen? :klatsch: Den Unterricht wo man sowas wie Entscheidungsfindung bei Wahlen und aktuelle Politik behandeln kann gibt es in der Regel schon, nennt sich meistens Gemeinschaftskunde, oder Sozialkunde & politische Bildung. Das dort nur meist völlig andere Themen im Fordergrund stehen ist noch eine ganz andere Geschichte.

Und die dir wichtigste Forderung war jetzt, dass man jetzt noch zusätzlich komplett andere Themen im beschränkten zeitlichen und finanziellen Budget unterbringt, was zwangsläufig zu lasten der bestehenden Fächer geht und bedeutet, dass Schüler noch weniger politische Bildung erhalten...
Und wie man die richtige Entscheidung bei einer Wahl trifft und was aktuelle für Entscheidungen in der Politik getroffen wurden, dass stand zumindest in meiner Schulzeit in keinem einzigen Gemeinschafts-/Sozial-/Politikkunde-Lehrplan, im Gegenteil. Themen dieser Fächer sind gesellschaftliche und politische Strukturen, aber nicht die Sachthemen, die gerade zu behandeln werden (ausgenommen z.T. Gesellschaftspolitik in Sozialkunde). Klimawandel? Erdkunde. Chemieverordnungen? Chemie. Atomenergie? Physik. Gentechnik? Biologie. Und mit guten Lehreren da durchaus auch gegeben. Auf Basis der Fakten sich Gedanken über Richtung und Falsch, Gerechtigkeit, Verantwortung,... zu machen? Kurz: Die Kriterien zu betrachten, nach denen zu beurteilen wäre, ob Politiker die richtigen Entscheidungen treffen oder nicht? Ethik!
Genau das Fach, dass du ausdrücklich zugunsten so wertvollen Wissens wie "warum man nicht seine Nacktfotos bei myspace hochladen sollte" streichen wolltest. (Für alldiejenigen, die myspace nicht kennen: Eine der Vorläufer von Facebook. Und vermutlich trotzdem noch zu jung, als dass es im Informatikunterricht landen würde, wenn man sich anguckt, dass Lehrpläne eben nicht mit der Geschwindigkeit des Internets, sondern über jahrzehntelange Prozesse erstellt werden. Was die Behandlung aktuellster IT-Themen unmöglich macht. Und die theoretischen technischen Grundlagen, die lange Bestand haben, sind nicht ohne Grund was fürs Mathematik-Hauptstudium...)

Sicher tragen die Bürger eine Mitschuld am Zustand, das entbindet die Politik aber auch nicht von der Verantwortung für ihre Handlungen im Zusammenhang mit dem Thema, da fördert man diese, teils absurden, Auswüchse ja noch gradezu.

Doch. Prinzipbedingt und sogar formell enbindet genau das die Politiker. Die sind per se Interessensvertreter und im Rahmen von Wahlen werden sie entbunden bzw. neu mandatiert von denjenigen, die die Richtung vorgeben. Und wenn das nicht die Interessen der Bürger sind, weil die Bürger zu blöd und unmündig sind, ihre Interessen zu durchdenken, dann kommt genau das raus, was wir jetzt haben.
 
Was muss man großartig Passwortsicherheit im Unterricht behandeln? Da braucht man keinen Vortrag, sondern eine Kopie mit ein paar wichtigen Dingen, fertig.
Datenschutz, wird sowieso meist thematisiert weil es meist einen Vorfall diesbezüglich in der Klasse gegeben hat.
Und die dir wichtigste Forderung war jetzt, dass man jetzt noch zusätzlich komplett andere Themen im beschränkten zeitlichen und finanziellen Budget unterbringt, was zwangsläufig zu lasten der bestehenden Fächer geht und bedeutet, dass Schüler noch weniger politische Bildung erhalten...
Sehe ich genauso. Für sowas ist der Informatikunterricht da, und der soll bitte nicht zum leid von Geschichte erweitert werden.

Und wie man die richtige Entscheidung bei einer Wahl trifft und was aktuelle für Entscheidungen in der Politik getroffen wurden, dass stand zumindest in meiner Schulzeit in keinem einzigen Gemeinschafts-/Sozial-/Politikkunde-Lehrplan, im Gegenteil. Themen dieser Fächer sind gesellschaftliche und politische Strukturen, aber nicht die Sachthemen, die gerade zu behandeln werden (ausgenommen z.T. Gesellschaftspolitik in Sozialkunde). Klimawandel? Erdkunde. Chemieverordnungen? Chemie. Atomenergie? Physik. Gentechnik? Biologie. Und mit guten Lehreren da durchaus auch gegeben. Auf Basis der Fakten sich Gedanken über Richtung und Falsch, Gerechtigkeit, Verantwortung,... zu machen? Kurz: Die Kriterien zu betrachten, nach denen zu beurteilen wäre, ob Politiker die richtigen Entscheidungen treffen oder nicht? Ethik!
Teilweise richtig. Geschichtsbewusstsein fördert oder erleichtert die Entscheidungsfindung sehr wohl.
Man kann sich kritisch mit Wahlplakaten auseinandersetzen, man kann mit den Schülern zu Politikern gehen und diese dann mit ihnen sprechen lassen, man kann Schüler die Parteiprogramme analysieren lassen und dann müssen sie Pro/Contra-Argumente finden, dabei soll und muss man natürlich unterstützen.
Also das alles auf Ethik abzuwälzen, nein, das kann ich so nicht stehen lassen^^ Das hat genauso im Geschichteunterricht seinen Platz und ist für die Schüler weitaus interessanter als stumpf irgendwelche dämlichen Jahreszahlen zu lernen (was leider viel zu oft Praxis ist und ich mit Erschrecken bei Studienkollegen wahrnehme, die genau dieselbe Grütze mit den "Fakten" und "wichtigsten Daten/Ereignissen" machen).

Doch. Prinzipbedingt und sogar formell enbindet genau das die Politiker. Die sind per se Interessensvertreter und im Rahmen von Wahlen werden sie entbunden bzw. neu mandatiert von denjenigen, die die Richtung vorgeben. Und wenn das nicht die Interessen der Bürger sind, weil die Bürger zu blöd und unmündig sind, ihre Interessen zu durchdenken, dann kommt genau das raus, was wir jetzt haben.
Nur weil man gewählt wird legitimiert das nicht alle möglichen Handlungen, trotzdem hast du im Grunde recht.
Wählt man irgendeine neoliberale Partei, die alles privatisiert und das den Menschen dann irgendwann auf den Kopf fällt (ganz einfach ausgedrückt und nur als Beispiel gedacht), dann sind sie selbst schuld, weil man sich davor eben nicht genug gebildet und informiert hat. Und da hat der Bürger eigentlich die verdammte Pflicht sich zu informieren und zu hinterfragen, leider tun das viel zu wenige.
Sowas kann man aber mit politischer Bildung (ob in Kombination mit Geschichte oder Ethik oder als eigenes Fach) quasi fördern. Leider hocken da viel zu viele Idioten in den Klassen, welche die Schüler mit irgendwelchen Namen und Jahreszahlen quälen oder irgendwelche Bundespräsidenten auswendig lernen lassen. Zum Glück war mein Geschichtelehrer anders.
 
Wieso hast du für die Limitierung der Minister gestimmt?
Wenn jemand seinen Job gut macht, kann man ihn doch problemlos immer wieder wählen.
Ich frage mich gerade wie der Vaterlandsverräter Helmut Kohl 16 Jahre regieren konnte und wieso die Merkel immer noch regiert. Irgendwas haben die Menschen in diesem Land an der Sache mit dem abwählen wohl nicht verstanden.

Liegt aber vielleicht auch daran dass die sogenannten etablierten Parteien alles dafür tun damit andere Parteien erst gar keine Chance haben. Sieht man ja schön an den Piraten und der AfD. Nun gut, die Piraten waren vielleicht auch ein bischen selbst dran schuld aber die AfD wurde gleich durch eine massive Medienkampagne in die rechte Ecke gedrängt. Da habe ich mich schon gewundert wieso man sie nicht gleich NSDAP genannt hat. Und wer die Medien in diesem Land steuert sollte allgemein bekannt sein.

Man sieht das jetzt auch schön hier in NRW wo darüber nachgedacht wird wieder eine 3% Hürde bei den Kommunalwahlen einzuführen weil ja jetzt in vielen Städten auch kleinere Parteien oder Wählergemeinschaften in den Räten vertreten sind. Diese würden angeblich die Effizienz der Räte stören. Wers glaubt...
 
AfD in Deutschland an der Macht? Da ist mir Merkel noch lieber als diese rechtspopulistische Partei.

Genau das meine ich. Rechtspopulistisch? Was ist das? Alles was nicht dem vorherrschenden Zeitgeist entspricht? Das wird doch immer absurder hier! Man darf hier ja schon gar nichts mehr sagen ohne dass einem irgendeine Phobie angedichtet oder gleich die Nazi-Keule geschwungen wird. Und das nennen die dann auch noch absurderweise Demokratie! Wenn es nicht so traurig wäre könnte man fast drüber lachen...
 
Die AfD mag momentan ein kleines Profilproblem haben, aber sie als rechtspopulistisch zu bezeichnen, ist schon ziemlicher Quark. Vor allem wenn man deren Kompetenzen mit denen von anderen Parteien vergleicht, merkt man, dass sie qualitativ gut besetzt ist. Denkt man da an die Anfangszeiten der Grünen, Linken oder NPD. (Ok, deren Qualitäten sind selbst bis heute abgesehen von Rhetorik kaum greifbar. Bei der NPD fehlt selbst das)
Kennst als Österreicher sicher die FPÖ. Das ist, was man eine rechtspopulistische Partei nennt. Komischerweise schaffts sowas bei euch sogar auf ü20%.
 
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Genau das meine ich. Rechtspopulistisch? Was ist das? Alles was nicht dem vorherrschenden Zeitgeist entspricht? Das wird doch immer absurder hier! Man darf hier ja schon gar nichts mehr sagen ohne dass einem irgendeine Phobie angedichtet oder gleich die Nazi-Keule geschwungen wird. Und das nennen die dann auch noch absurderweise Demokratie! Wenn es nicht so traurig wäre könnte man fast drüber lachen...
Inwiefern wurde denn die Nazikeule geschwungen? Das ist ziemlich absurd^^
 
Ich habe auch 3x das Nein angekreuzt. Wenn jemand meine Gründe dazu hören möchte, kann er diese gerne hier nachfragen.

Was ich aber hier beitragen will, ist ein ganz schlimmes festgestelltes Phänomen.

Durch dieses Referendum wurde die Bevölkerung hier in Luxemburg quasi dividiert. Es wird sogar von Rassismus gesprochen. Wir hätten keinen Respekt vor Ausländern, wir würden diese nicht genug integrieren, etc.
Ich finde das sehr schade, denn ich sehe mich selbst nicht als ausländerfeindlich. Ich arbeite selbst als Beamter in einer Gemeinde wo ich jeden Tag mit Ausländer zu tun habe, welche ich auch gerne betreue und weiterhelfe.
Es gibt aber halt böse Zungen momentan im Land, die behaupten, dass wir Luxemburger durch dieses einseitige Referendum unsere "wahre" Seite gezeigt haben.
Aber durch diese eine Frage war es von vorne herein klar, dass es eine gewaltige Diskussion geben würde. Ich bin froh dass ich in der Woche des Referendums im Ausland war und auch an dem Sonntag per Briefwahl abgestimmt habe, denn die sozialen Netzwerke und (ganz schlimm) die Zeitungen haben ihre Kampagnen zu "Jo" und "Nee" preisgegeben und mächtig Feuer entfacht.
 
@ JKOX, es ist einfach nur lächerlich ein Land mit 45% Ausländern als ausländerfeindlich zu bezeichnen. Das ist so bescheuert das kann ich gar nicht umschreiben :ugly: :ugly:
Ja, die Kampagne des JA war unglaublich agressiv, hetzerisch, beleidigend, respektlos, intolerant etc. Eigentlich alles was sie den Nein sagern vorwerfen - Realsatire!
Immer wenn sich Regierung, Zivilgesellschaft und sämtliche Medien gleichschalten ist höchste Aufmerksamkeit nötig denn dabei kommt meistens nichts gutes raus ;)

Hier ein Beitrag von mir in einer FB Gruppe, bin jetzt zu faul den auf Deutsch zu übersetzen sorry an die anderen Mitleser :S

Ech hätt hei nach eng Bemierkung, ee Gedanken deen ech sou bal net fonnt hunn an der ganzer Diskussioun.Also Gambia wollt den Auslänner e fakultativ Wahlrecht ouni Bindung un d Nationalitéit ginn. Wat oft net am Fokus wor, si hätten nëmmen dat passiivt Wahlrecht also kenne sech net selwer opstellen.
2 Konklusiounen.
D Auslännerwahlrecht nom Credo Gambia behandelt Auslänner genau sou wi lëtzebuergesch 16 Järeger an hirem Konstrukt a schwätzen domatten den Auslänner eng voll Mündegkeet oof , degradéiert op den Niveau vun engem 16 Järegen.
Di 2t Conclusioun ass awer nach méi schlëmm.
Gambia huet verkackt, well sech nächst Wahlen duerch Auslänner Stemmen di si als Merci fir d Wahlrecht erwaarden, un der Muecht halen.
GLÄICHZÄITEG wëlle se awer keng Konkurrenz kréien doofier passiivt amplaz aktiivt Wahlrecht.
Do gesäit een erëm datt et hinnen nimools em Demokratie oder Auslänner gaang ass mee en den eegene Muechterhalt em all Präis.

Dofir an nëmmen dofir hu si di ganz Konflikter di et elo ginn a Kaf geholl.
Dat doten ass einfach traureg a menger Meenung no skandaléis.
Dozou kennt dass si io keng Wahlflicht hunn.
Domattem huet Gambia verhënnert déi ginnt sech opzebréngen di keen Intresse um Wahlrecht hunn an et als Zaitverschwendung ugesinn.
Dofir kengem Deel op de Schlips ze trieden hu se dann di Diskriminéierung am verglach zu de Wahl Pflichtegen a Kaaf geholl.
Weiderhin schwätze se ëmmer vun Demokratie.
Ass kengem d Fro komm firwat mer eigentlech genau déi froe gestallt kréien?
Well d Verfassungsännerung ass mäi wi just di 3 bzw 4 Froen.
Opléisung: Si hu just déi froe gestallt di CSV+ADR blockéiert hunn.
Also nëmmen déi Froen bei deenen si hiren eegene Kapp net duerchsetze kenne.
Mat dem Referendum wollte se Drock op d Oppositioun mäen fir hire Kapp duerchzesetzen.
Dat huet mat Demokratie näischt ze dinn.
Hei gouf de Wieler mëssbraucht.

Wa se wierklech mei Matbestëmmung gewollt hätte wieren all Ännerungen zum Debat gestallt ginn.

Ein weiterer Beitrag meinerseits
Et war kloer dass et 3* NEE get. Alles eng ooflenkung fier de Lenke widerstand oofzelenken su dass die neoliberal regierung hier sauerein a rou maache kann. Klappt ganz gudd...
 
Die AfD mag momentan ein kleines Profilproblem haben, aber sie als rechtspopulistisch zu bezeichnen, ist schon ziemlicher Quark. Vor allem wenn man deren Kompetenzen mit denen von anderen Parteien vergleicht, merkt man, dass sie qualitativ gut besetzt ist. Denkt man da an die Anfangszeiten der Grünen, Linken oder NPD. (Ok, deren Qualitäten sind selbst bis heute abgesehen von Rhetorik kaum greifbar. Bei der NPD fehlt selbst das)
Kennst als Österreicher sicher die FPÖ. Das ist, was man eine rechtspopulistische Partei nennt. Komischerweise schaffts sowas bei euch sogar auf ü20%.

Die AfD ist schon eine rechte Partei, allerdings nicht im Sinne von nationalsozialisitisch rechts, oder rechtsradikal, sondern von konservativ rechts. Etwas das die CDU auch mal gewesen ist, vor vielen vielen Jahren und woran sich viele wohl schon garnicht mehr erinnern, jetzt wo die CDU so liberal "links" ist das es einen die Galle hochtreiben könnte.
Leider gibt es inzwischen in Deutschland auch eine zimliche Verklärung was das rechte Spektrum betrifft, dort wird alles was eine nationale Ausrichtung betreibt, ob man das nun mag, oder nicht, als rechtsextremisitsch hingestellt. Das aber eigentlich auch kein Wunder, schaut man sich schon alleine die Entwicklung der letzten 15 Jahre an sieht man das in der Parteienlandschaft Deutschlands ein Linksruck stattgefunden hat, welcher dazu geführt hat das wir faktisch die letzten 12 Jahre keine wirklichen konservativen Partein mehr hatten.

Um es mal etwas zu veranschaulichen, im Grunde kann man Partein in 5 Spektren einteilen:
extrem links / kommunistisch (MLPD), links / sozial (SPD, Linke, CDU, Grüne), Mitte / liberal (FDP), rechts / konservativ (AfD, und früher auch mal die CDU), extrem rechts / nationalsozialistisch (NPD)

Wobei man auch sagen muss das bei der einen oder anderen Partei die Übergänge zu einem anderen Spektrum leicht fließend sein können.
 
@ Nightslaver

Danke für den netten Versuch der Aufklärung. Der Inhalt ist mir allerdings bekannt.
Ich habe nirgendwo behauptet, die AfD sei nicht rechts oder konservativ.
Mir ging es hauptsächlich um das Wort Populismus.
Was genau hat dich jetzt zu dem Beitrag veranlasst, sofern er sich an mich richtet, wovon ich ausgehe, da du mich ja zitiert hast?

Übrigens muss ich widersprechen. Nationalsozialistisch ist nicht wirklich das rechte Ende des Spektrums, weil es in vielen Dingen linker ist als die CDU oder SPD. ;)
 
Gewisse populistische Elemente sind schon vorhanden, aber ich habe etwas übertrieben. In martkwirtschaftlichen Bereichen sind sie (neo)liberal und teilweise wieder konservativ.
Hätte ich mich genauer ausdrücken müssen.

Über unsere FPÖ möchte ich gar nicht anfangen zu schreiben, dann reg ich mich wieder auf^^
fpö wäre in Deutschland ziemlich genau Pegida und mit Abstrichen NPD, gewiise Wahlplakate wurden 1 zu 1 aus Deutschland übernommen. Leider ist der Rechtspopulismus in Österreich wirklich salonfähig geworden...
 
Und wieder haust du daneben. Pegida mit der FPÖ vergleichen...Genau das meinte ich mit meinem Ausgangsbeitrag. Wenn man hier in Deutschland nur ein bischen nationalistisch eingestellt ist, kommt die Keule von allen Seiten. Ich vergleiche das immer schön mit dem Ami und seinem Fahnenmast.

Wenn der Amerikaner jeden Morgen die amerikanische Fahne an seinem Mast hoch zieht ist er ein Patriot. Wenn ich das hier in Deutschland mache bin ich Nazi.
 
Tut mir schrecklich leid, aber warum war Pegida in Österreich ein Schuss in den Ofen? Weil die FPÖ das Spektrum abdeckt. Irgendwo muss sich da etwas ähnlich sein, ist aber bestimmt die Nazikeule oder?
 
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