Hallo,
welchen RAM hast du derzeit? Wenn nichts ersichtlich ist oder du den Rechner nicht öffnen willst, kannst du per
CPUz schauen. Die aktuelle Taktrate und die Timings wären da interessant.
Möglichkeiten:
1. Du verkaufst den alten RAM oder behälst ihn als Reserve und der neue RAM ersetzt dann den alten komplett. Das hat den Vorteil, dass alles garantiert zusammenpasst und du dich nicht an den alten halten musst.
2. Du kaufst einen anderen RAM-Hersteller, aber mit gleicher Taktrate und Timings (kannst du bei Geizhals.de schön sortieren). Der RAM-Takt, der automatisch ohne manuelles Eingreifen gewählt wird, ist der höchste gemeinsame Nenner beider RAM-Typen (meist nur DDR4-2133).
3. a) Neuen RAM herunter takten: Du kaufst dir schnelleren RAM (also entweder schärfere Timings, höherer Takt oder beides), steckst ihn zum bisherigen RAM und taktest ihn auf das Niveau vom alten RAM herunter bei nur 1,20 V und hoffst beim Testen, dass ihm bei niedrigerer Taktrate 1,20 V reichen.
b) Spiel anders herum, alter RAM auf neuem Niveau: Du übertaktest deinen alten RAM bei 1,35 Volt auf das Niveau des neuen und hoffst, dass es geht.
c) Weitere Taktmöglichkeit:
Du übertaktest deinen alten RAM bei moderaten 1,25 Volt und guckst wie hoch der stabil zu betreiben ist. Die Timings und Taktrate werden auch für den neuen RAMs gewählt und die unterschiedlichen Geschwindigkeiten treffen sich in der Mitte.
Tipp:
In der Regel wird die Geschwindigkeit des langsamsten Speichers für alle gewählt. Bei technisch unterschiedlichen Speicherchips auf dem RAM kann es dennoch zu Problemen kommen, muss es aber nicht.
Mein RAM unterstützt z.B. DDR4-3200 bei 16-18-18-36 mit 1,35 V, nach JEDEC-Standard sind aber auch DDR4-2666 18-18-18 bei 1,20 Volt hinterlegt. Das liegt an, wenn ich nicht das schnelle Profil im BIOS lade.
Es sollte also gehen, die unterschiedlichen Speicher sollten sich dann automatisch irgendwo zwischen DDR4-2133 und -2666 treffen.
Ich habe bei mir kein XMP im BIOS geladen und alle einstellbaren Timings manuell ausgelotet. Das kostet aber viele Tage und Anpassungen im BIOS bei Stabilitätsproblemen über Wochen. Sowas muss man wollen.
In der Regel verschenkst du allerdings massiv Leistung, da RAM mit bis zu DDR4-3200 kaum Aufpreis kostet.
Am besten du legst den alten RAM auf Halde, falls du mal kurzfristig Ersatz für einen Defekt suchst und kaufst dir 2x 16 GB DDR4-3200 RAM.
Grüße