News Radeon RX 9070 XT und 9070 kommen wohl ohne PCIe 5.0

Kaufentscheidend wird PCIe4 oder PCIe5 bei mir gewiss nicht sein.
Erstens tut es die 6800er noch und zweitens warte ich mal ab was die neuen Karten bringen werden.
Nach aussagekräftigen Tests weiß man dann mehr.
Denkbar, dass dann eine der Karten in Frage kommen könnte oder halt ne XT/XTX, Stand heute.
NV wäre halt nur mit min. 16G UND vollen sechzehn Lanes interessant, also geht da unter der 4070TI Super nix.
Und das sehe ich preislich irgendwie nicht so recht ein.
Dazu: Derzeit habe ich ohnehin nur X370 im Einsatz, da ist bei Version 3 sowieso Ende.
Das X570 ist halt immer noch nicht verbaut =)
In der Praxis erwarte ich jedenfalls keinerlei Einschränkungen.
 
Mehr Lanes kosten halt, was die Endkunden im Falle von HEDT nicht angenommen haben, und in der aktuellen Generation hat sich gerade AMD dazu entschieden, in Oberklasse und High-End effektiv weniger anzubieten. Da wäre es wünschenswert gewesen, die wenigen vorhandenen lieber voll auszureizen. Oder sollen Radeon-Käufer systematisch LGA1851 wählen, weil Intels Z890 so viel mehr bietet?
Mir ist das egal, ob AMD oder Intel, ich will die PCIe Plätze einfach so - wie früher - voll nutzen können, darum gehts. Oder findest Du es nicht absurd, 5-6 PCIe Steckplätze zu haben, und maximal davon 2-3 voll nutzen zu können oder zu dürfen? Früher gabs wenigstens mal noch ein PLX Chip auf dem Mainboard, aber sowas hat man auch schon lange mehr darauf gesehen. Und physikalisch mal etwas großzügiger mit Lanes zu sein sollte doch auch fertigungstechnisch nicht die Herausforderung sein.
 
Naja, hab eh nur ein 4.0 Board und werde nur deshalb nicht upgraden. Ob ich also eine 5000er, 7000er oder 9000er Karte hole, ist Wurst. Wenn man eine PCIe 4.0 Karte in PCIe 3.0 betreibt, gibt es ja auch kaum Leistungsverlust.
Im Mittelklassebereich dürfte das keinen jucken.
 
4K UHD ist noch mit DP 1.4 in 120/144 Hz möglich. Und sonst kenne ich keinen (außer mir) in diversen Foren, die überhaupt einen DP 2.1 Monitor besitzen bzw. sich leisten.
Stimmt schon!

Finde es auch extrem beeindruckend, dass es selbst im professionellen Umfeld so wenig Monitore gibt die wirklich hochauflösend sind. Hat mich gerade extrem überascht, dass es selbst in der EIZO Klasse eigentlich nichts hochauflösendes gibt; der CG2700X scheint da ja "schon" das Ende der Fahnenstange zu sein.
Z.B. um den Lane-Mangel bei X870-Systemen zu umgehen. Wenn die PCI-E-Anbindung doppelt so schnell ist, wie eigentlich benötigt, hat man kein Problem damit, die Hälfte der Datenleitungen an bedürftige SSDs abzugeben.
Welchen Lane Mangel?

Sorry Thorsten, aber ich kann dieses gejammere über zu wenig M² Anschlüsse nicht ab. Niemand, wirklich niemand im Consumerbereich profitiert von PCIe 5.0 SSDs, schon gar nicht von mehreren. Die theoretischen und messbaren Unterschiede sind sicherlich da, aber in der Praxis gibt es nichts, was das ausnützen könnte.
Oder sollen Radeon-Käufer systematisch LGA1851 wählen, weil Intels Z890 so viel mehr bietet?
Es ist aber auch egal wie man es macht nicht richtig. PCIe 5 x8 wäre auch nicht korrekt, PCIe4 x16 auch nicht und 50 EUR mehr für die Karte ist auch falsch? Irgendwo muss man vieleihct auch mal Kompromisse schließen und PCIe4 x16 halte ich für den besseren Kompromiss, als PCIe5x8 oder bspw. 12GB VRAM!

Noch dazu ist es ja gar kein Problem genug M² an ein System anzuschließen; siehe oben. Lanes sind ja genug vorhanden, dann halt irgendwann in PCIe 4 Basis.
5-6 PCIe Steckplätze
Ist aber eben auch maximal selten geworden. Die meisten Boards, dürften zwei oder drei PCIe Steckplätze aufweisen, mehr nicht.
 
Oder findest Du es nicht absurd, 5-6 PCIe Steckplätze zu haben, und maximal davon 2-3 voll nutzen zu können oder zu dürfen?
Aber was schiebt man denn heute noch groß in den Rechner außer der Grafikkarte?
Früher kamen da Soundkarte, Netzwerkkarte usw. drauf aber das ist ja heute alles schon in's Mainboard integriert. Was macht man da heute noch groß rein?
 
Mir ist das egal, ob AMD oder Intel, ich will die PCIe Plätze einfach so - wie früher - voll nutzen können, darum gehts. Oder findest Du es nicht absurd, 5-6 PCIe Steckplätze zu haben, und maximal davon 2-3 voll nutzen zu können oder zu dürfen? Früher gabs wenigstens mal noch ein PLX Chip auf dem Mainboard, aber sowas hat man auch schon lange mehr darauf gesehen. Und physikalisch mal etwas großzügiger mit Lanes zu sein sollte doch auch fertigungstechnisch nicht die Herausforderung sein.

Was ich von Sharing halte, kann man oft genug in meinen Mainboard-Tests nachlesen.
Aber einfach "viel von allem" ist wenn nicht fertigungstechnisch, so doch ökonomisch eine Herausforderung. Auf breiter Front wurden eigentlich nur 2.0-Switches eingesetzt. Die 3.0er-48-Port-PLX, die man noch vereinzelt im High-End-Bereich gesehen hat, sollen bei damaligen Währungskursen schon 50-60 US-Dollar im Einkauf gekostet haben. Bei 4.0, was meinem Wissen gar keiner mehr im Endkundenbereich umgesetzt hat, waren die Preise schon dreistellig. 5.0? Keine Ahnung, aber mit einer Platine drunter, ein paar M.2-Fassungen drum rum und einer Verwaltungs-Software ist man bei 1.500 USD (keine Lieferung nach Deutschland) für einen 89048. So etwas zu integrieren wäre selbst bei Luxus-Platinen der 900-Euro-Klasse eine weitere Preisverdoppelung und das werden wohl viel mehr (Nicht-)Käufer "absurd" finden als die aktuelle Situation.

Wie gesagt: HEDT hat den Kunden die Wahl gegeben und sobald viele CPU-Kerne auch im Mainstream verfügbar waren, hat praktisch niemand mehr die Aufpreise für mehr Lanes und Speicherkanäle gezahlt. 2017 hat man sich auf Ryzen gestürzt, obwohl der X370 in dieser Hinsicht ein massiver Rückschritt gegenüber Z270 und Z170 oder auch nur B250 war, nicht auf Sockel-2066-Systeme.

Welchen Lane Mangel?

Sorry Thorsten, aber ich kann dieses gejammere über zu wenig M² Anschlüsse nicht ab. Niemand, wirklich niemand im Consumerbereich profitiert von PCIe 5.0 SSDs, schon gar nicht von mehreren. Die theoretischen und messbaren Unterschiede sind sicherlich da, aber in der Praxis gibt es nichts, was das ausnützen könnte.

Was haben deine scheinbar voller Entrüstung vorgeworfenen letzten beiden Sätze mit den ersten beiden zu tun? Von 5.0 für SSDs war gar nicht rede, aber X870-Boards haben nach Abzug von 4× SATA, LAN, WLAN und eben Grafikkarte nur noch Ressourcen für zwei ×4-Links überhaupt. Wollte man noch Erweiterungsslots, ist man ganz schnell bei einem sharing-freien M.2-Steckplatz, vollkommen ungeachtet der Geschwindigkeit. In der zugehörigen High-End-Zielgruppe nutzen aber schon heute 2/3 zwei oder mehr derartige SSDs, zum Teil deutlich mehr. Hier acht Lanes von der eigentlich-GPU-Anbindung zu entbehren können, ist praktisch Zwangsvoraussetzung, damit X870-Platinen überhaupt ohne faule Kompromisse bei der X870-Zielgruppe landen können. Blöd also, wenn die AMD-GPU-Abteilung hier nicht die passenden Chips für die AMD-Mainboards baut.

Im gerade laufenden X870-Vergleichstest habe ich genau zwei X870-Platinen, die mehr als einen sharing-freien M.2 anbieten und die müssen beide Zusatzcontroller für SATA verlöten, um Ressourcen frei zu machen. So steht man wieder mit drei Onboard-Chips für die Basis-Funktionen da – über 30 Jahre, nachdem Dual-Chip-Chipsätze als kostensparender und leistungsbringender Fortschritt gefeiert wurden, über 20 Jahre nachdem Single-Chip-I/O-Hubs im High-End ankamen.

Es ist aber auch egal wie man es macht nicht richtig. PCIe 5 x8 wäre auch nicht korrekt, PCIe4 x16 auch nicht und 50 EUR mehr für die Karte ist auch falsch?

Die geforderte Lösung lautet 5.0 ×16; solche Karten laufen sowohl auf älteren Plattformen mit vielen Lanes auch als auf den neue Sparausgaben mit 5.0-Fähigkeit sauber.
 
Aber was schiebt man denn heute noch groß in den Rechner außer der Grafikkarte?
Früher kamen da Soundkarte, Netzwerkkarte usw. drauf aber das ist ja heute alles schon in's Mainboard integriert. Was macht man da heute noch groß rein?
Es spielt ja nicht jeder nur mit dem Computer, gelle? ;-) Es gibt viele, die damit auch arbeiten und anderes.
  • 10Gbit Netzwerkkarten, weil man bis heute sie nicht durchgängig findet (nur 2,5-5GBbit), und wenn, dann sind die Boards a...teuer.
  • Raid-Controller
  • SATA-Controller, da die Onboard-Anschlüsse auch immer weniger werden
  • Soundkarte, da stehen noch viele darauf, warum auch immer
  • USB-Karten, weil manche Boards damit doch sehr mager sind
  • PCIe-NVMe-Erweiterungskarten, wenn man doch mehr NVMes verbauen möchte, und auf Bifurcation
  • Für seltene Geräte wie Videokonverter SVHS braucht man beispielsweise noch Firewirekarten
HEDT ist ja leider auf Intel tot, nimm nur mal eine Home Workstation, die für Videoschnitt und großen Daten gedacht ist:
  • Eine GPU + Raid-Controller -> PCIe Lanes ausgereizt
  • Eine GPU + 10Gbit LAN + Firewire ->-> PCIe Lanes ausgereizt
  • Eine GPU + 2x10Gbit LAN x8 ->-> PCIe Lanes ausgereizt
  • :
Sobald man eine GPU verbaut, hat man schon 16 Lanes verbraten, und für anderes gibts kaum Platz.

Im Gegensatz zur PCGH_Torsten Meinung wäre PCIe Lane Sharing mittels PLX wenigstens ein Kompromis. Das die Dinger so teuer geworden sind, ist für mich auch eine neue Info. Seit PLX Technology von Avago (jetzt Broadcom) geschluckt worden ist, hört man gar nichts mehr von dem Hersteller und bekommt eigentlich nicht mehr mit, wo die Dinger überhaupt noch eingesetzt werden.

Wie gesagt: HEDT hat den Kunden die Wahl gegeben und sobald viele CPU-Kerne auch im Mainstream verfügbar waren, hat praktisch niemand mehr die Aufpreise für mehr Lanes und Speicherkanäle gezahlt.
HEDT hatte wäre wohl passender, HEDT gibts von Intel bezahlbar nicht mehr, und AMD kostet auch eine Ecke. Und wenn Du mal in die Foren reingeschaut hast, gabs sehr wohl einige, die sich damals die X99, X299 Boards + entsprechende CPUs wie ein Intel i7-5820K usw. leisteten, sogar zum Spielen.

Wie gesagt, es gibt Menschen, die kaufen sich einen PC nicht zum Spielen....

Bei Preisen jenseits von 1500 € für Intel Xeon W-3400 & Intel Xeon W-2400 winke ich als Hobbyuser und selbst als Enthusiast auch ab. Zudem man sich bei W-2400 wieder auf die Hälfte vom RAM und Lanes beschränken muß.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du brauchst nur mal so feine Sachen mit SDI von Blackmagic nehmen:

Du bist jetzt der Producer, der Videoschnitt macht, und zu Hause damit arbeiten will. Zum Rendern brauchst Du eine GPU und sowas -> wieder zuwenig PCIe Lanes. Und arbeiten mit 8k wird tatsächlich auch mehr.
 
Du brauchst nur mal so feine Sachen mit SDI von Blackmagic nehmen:

Du bist jetzt der Producer, der Videoschnitt macht, und zu Hause damit arbeiten will. Zum Rendern brauchst Du eine GPU und sowas -> wieder zuwenig PCIe Lanes. Und arbeiten mit 8k wird tatsächlich auch mehr.
Aber mal ehrlich: Wer Videoschnitt und andere Späße macht (am besten noch beruflich), der kauft sich doch auch keine 600-700€ GPU. Der drückt vermutlich jetzt schon F5, um eine 5090 zu bekommen.
 
Würde für den üblichen Schnitt reichen. Problem ist aber nur eben, eine Plattform zu bekommen, wo man mehr reinstopfen kann. Und ja, mit 4:2:2 Hardware-Decoding in Blackwell werden die GPUs auch hier sehr beehrt werden:
Endlich in Hardware - Nvidia RTX 50 Serie schließt Lücke zu Apple: 10-Bit 4:2:2 Hardware-Decoding für Windows

Nvidia spricht übrigens in diesem Zusammenhang vom „4:2:2-Profi-Farbformat“ (Pro-Grade 4:2:2 Color). Bereits eine Hardware-Decoding-Einheit der neuesten, sechsten Generation soll nun bis zu acht 4K-Streams mit 60 fps decodieren können. Zudem sollen die RTX 5090 und die RTX 5080 gleich mit zwei Decodern ausgestattet sein. Die RTX 5070 (und auch das TI-Modell) werden dagegen nur mit einer Decoding-Einheit ausgeliefert.

Und auch die Encoder-Einheiten wurden weiter aufgebohrt. Die RTX 5090 erhält nun sogar drei an der Zahl, die RTX 5080 sowie die RTX 5070 Ti noch zwei und nur die bislang günstigste RTX 5070 (ohne Ti) wird über einen einzigen Encoder verfügen.

Und dann träumt man ja noch von so einer Karten, um endlich seine HDDs zu entsorgen:
 
Im Gegensatz zur PCGH_Torsten Meinung wäre PCIe Lane Sharing mittels PLX wenigstens ein Kompromis. Das die Dinger so teuer geworden sind, ist für mich auch eine neue Info. Seit PLX Technology von Avago (jetzt Broadcom) geschluckt worden ist, hört man gar nichts mehr von dem Hersteller und bekommt eigentlich nicht mehr mit, wo die Dinger überhaupt noch eingesetzt werden.

Abgesehen von den bereits verlinkten Multi-SSD-Karten:
Server
Du willst 16 ×16-Karten in ein Single-CPU-System bauen und brauchst zusätzlich noch 24 Lanes für kleinere Erweiterungen? No Problem.

Aber frag mich nicht, was sowas kostet. Maximal mit GPGPUs, CPUs und RAM bestückt dürfte so ein Rack an der Millionengrenze kratzen (was locker Faktor 10 gegenüber der Zeit von Sockel 2011v3 & Co wäre) und für diese Zielgruppe macht Broadcom Preise. (Den technischen Aufwand für so leistungsfähige Chips sollte man aber, wie gesagt, auch nicht unterschätzen. Billig waren nur die PCI-E-2.0-Teile.)

HEDT hatte wäre wohl passender, HEDT gibts von Intel bezahlbar nicht mehr, und AMD kostet auch eine Ecke. Und wenn Du mal in die Foren reingeschaut hast, gabs sehr wohl einige, die sich damals die X99, X299 Boards + entsprechende CPUs wie ein Intel i7-5820K usw. leisteten, sogar zum Spielen.

5820K war lange vor der Verfügbarkeit von Achtkernern im Mainstream und wurde oft mit dem Wunsch nach "mehr als Quadcore" gekauft. Dieser Marktaufteilung mit einer eigenen HEDT-/Workstation-Plattform unter Servern und über einem Mainstream-Sockel, der gute Preise für Einsteiger- und Office-Systeme ermöglicht, aber keine Systeme jenseits der Oberklasse, war aber in dem Moment angezählt, als AMD AM4-Achtkerner veröffentlicht hat. Die 16-Kerner haben sie dann endgültig getötet. X58, X79 und X99 kamen mal auf 12 Prozent Anteil bei uns in der Community aber 2020, als Threadripper mit TRX4 seinen Attraktivitäts-Höhepunkt erreichte und X299 noch technisch auf Höhe der konkurrierenden Mainstream-Plattformen stand, war dieser Wert schon auf 7 Prozent gefallen – und nur 3,5 Prozent nutzten tatsächlich die aktuellen HEDT-Plattformen, der Rest war Altbestand. Neuverkäufe gab es danach nicht mehr, der Anteil an X299-Nutzern hat seinen (niedrigen) Höhepunkt bereits Anfang 2020 erreicht und nach dem Ryzen-9-Erscheinen ging es mit HEDT nur noch bergab.

Beide Hersteller haben somit vollkommen zurecht die Notbremse gezogen und Enthusiast eingestellt (auch wenn es AMD das leugnet). Große Teile des alten Marktes bedienen heute Ryzen 9 und Core i/Ultra 9. Die wenigen User, die jenseits dessen übrig bleiben, sind einfach zu wenige, um die Entwicklungskosten einer eigenen Plattform zu rechtfertigen. Respektive wenn man diese auf so geringe Stückzahlen umlegt, dann landet man eben bei den Preisen von TR5, 4677 und Broadcom-Switches. Diese Situation ist auch nicht neu, sondern war bis Ende der 0er Jahre normal: High-End wurde von den teuersten Standard-Pentiums/-Athlons respektive FX und EE bedient; noch mehr gab es nur bei viel teurer (Dual-CPU-)Workstation-Technik. Schon eine getrennte Vermarktung derselben für Endkunden im Rahmen von Quadfather und Skulltrail scheiterte an den Endkunden-untauglichen Nischenpreisen.


Wie gesagt, es gibt Menschen, die kaufen sich einen PC nicht zum Spielen....

Bei Preisen jenseits von 1500 € für Intel Xeon W-3400 & Intel Xeon W-2400 winke ich als Hobbyuser und selbst als Enthusiast auch ab. Zudem man sich bei W-2400 wieder auf die Hälfte vom RAM und Lanes beschränken muß.

Die Möglichkeiten von W-2400 sind, relativ zum Mainstream, in ähnlichem Maße erweitert, wie es seinerzeit bei 2011-v3 zu 1150 war. Nur lag die Grenze damals halt zwischen Oberklasse und High-End, die große Plattform kostete das Doppelte von 500-Euro-Setups (CPU + Mainboard). Jetzt hat man die Grenze zwischen Enthusiast und Workstation verschoben, wo weitere Steigerungen eher mit einer Verfünffachung einhergehen und der Ausgangspunkt sind Highes-End-Konfigurationen für 1.500 Euro. Das ist natürlich blöd für alldiejenigen, die jetzt auf dem besonders unattraktiven Preispunkt knapp über der Grenze landen. Aber das hat man bei der Grenzziehung; früher traf es halt Leute die einen Sechskerner und genug Lanes für eine Grafikkarte und 1-2 Erweiterungen wollten.

Würde für den üblichen Schnitt reichen. Problem ist aber nur eben, eine Plattform zu bekommen, wo man mehr reinstopfen kann. Und ja, mit 4:2:2 Hardware-Decoding in Blackwell werden die GPUs auch hier sehr beehrt werden:
Endlich in Hardware - Nvidia RTX 50 Serie schließt Lücke zu Apple: 10-Bit 4:2:2 Hardware-Decoding für Windows


Und dann träumt man ja noch von so einer Karten, um endlich seine HDDs zu entsorgen:

Ich habe dir oben eine deutlich kleinere Ausführung so einer Karte verlinkt und sie kostet bereits weitaus mehr, als du bereit auszugeben bist. Ohne SSDs. Mit bist du im deutlich fünf- bei Apex sicherlich sechs-stelligen Bereich. Muss man da wirklich erklären, warum Technik für PCs mit niedrig-vierstelligem Gesamtpreis keine besondere Rücksicht auf solche Produkte nehmen?

Solche Wünsche sind vergleichbar mit: "Ich will acht Xeons in mein Sockel-754-Mainboard einsetzen, wieso geht das nicht???" Technisch hat man bei PCI-Express zumindest den Vorteil, dass die meiste Extrem-Hardware trotzdem gemäß Standard in einem einfacheren Slot läuft, man also in der Regel auch solche Luxus-Speicherlösungen in einem stinknormalen ×4 verwenden kann. (Dann halt ohne Leistungsschub) Wer dagegen eine PCI-X-Karte in ein Sockel-AM3-System bauen wollte, der hatte ein meinem Wissen nach unlösbares Problem.
 
Ich habe dir oben eine deutlich kleinere Ausführung so einer Karte verlinkt und sie kostet bereits weitaus mehr, als du bereit auszugeben bist. Ohne SSDs. Mit bist du im deutlich fünf- bei Apex sicherlich sechs-stelligen Bereich. Muss man da wirklich erklären, warum Technik für PCs mit niedrig-vierstelligem Gesamtpreis keine besondere Rücksicht auf solche Produkte nehmen?

Solche Wünsche sind vergleichbar mit: "Ich will acht Xeons in mein Sockel-754-Mainboard einsetzen, wieso geht das nicht???" Technisch hat man bei PCI-Express zumindest den Vorteil, dass die meiste Extrem-Hardware trotzdem gemäß Standard in einem einfacheren Slot läuft, man also in der Regel auch solche Luxus-Speicherlösungen in einem stinknormalen ×4 verwenden kann. (Dann halt ohne Leistungsschub) Wer dagegen eine PCI-X-Karte in ein Sockel-AM3-System bauen wollte, der hatte ein meinem Wissen nach unlösbares Problem.
Du brauchst doch gar nichts so weit gehen und übertreiben. Und nein, sowas meine ich natürlich nicht. Du willst einfach sowas hier verwenden:
Kosten ca. 100 €, und damit könnte man günstig mit 4x 2/4 TB NVMe SSDs, ohne das es absolut den Preisrahmen sprengen würde, aufrüsten. Wir haben ja leider die Tragik, daß es im SSD-NVMe bzgl. der Größe kaum weitergeht, es verharrt auf 4TB, und 8TB wird vergleichsweise exorbitant teuer.
Gerechnet als Beispiel mit einer WD_BLACK SN850X (Amazon)
4TB für ca. 277 €
8TB für ca. 675 € (und das ist schon günstig, wenn man die Preise von 850 € und mehr von vorher kennt).
4x4TB wären günstiger als 2x8TB, wenn man mehr Platz wollte und bräuchte.
Von einer überteuren Sabrent (4TB 570 € zu 8TB 1499 €) fange ich erst mal gar nicht an.

Hier hast Du, wenn Du noch eine GPU verwenden willst, heute schlichtweg verloren. Du bekommst keine 2 Karten mit x16 gleichzeitig unter. Sorry, daß ist doch, aufrüstungstechnisch betrachtet, armseelig, und geht an Deinen aufgeworfenen Punkten vollkommen vorbei.
Aktuell bekommst Du höchsten x16 - x8 oder x16 x4 x4 hin, mehr ist technisch nicht drin, wenn die Mainboards selbst schon alle Lanes intern für USB und Co verbraten haben, und die Standard-CPU nur 24 Lanes liefert. Und das finde ich ich zuwenig.
Die 16-Kerner haben sie dann endgültig getötet. X58, X79 und X99 kamen mal auf 12 Prozent Anteil bei uns in der Community aber 2020, als Threadripper mit TRX4 seinen Attraktivitäts-Höhepunkt erreichte und X299 noch technisch auf Höhe der konkurrierenden Mainstream-Plattformen stand, war dieser Wert schon auf 7 Prozent gefallen – und nur 3,5 Prozent nutzten tatsächlich die aktuellen HEDT-Plattformen, der Rest war Altbestand. Neuverkäufe gab es danach nicht mehr, der Anteil an X299-Nutzern hat seinen (niedrigen) Höhepunkt bereits Anfang 2020 erreicht und nach dem Ryzen-9-Erscheinen ging es mit HEDT nur noch bergab.
Eben, und was hat mal dann, als normaler Konsument, noch eine Chance, irgendwie mit einer lummeligen x16 PCIe Karte noch zusätzlich zu einer GPU aufzurüsten? Nur wenn man der CPU x8 oder mehr abzweigt!

Du hast genau das Argument geliefert, warum Hersteller hier sehr wohl mehr Lanes pro CPU liefern müßten, weil es eben per HEDT keine Alternative für den Heimbereich mehr gibt.

Daher, aufrüsten heute im Vergleich zu den 2000ern ist nicht mehr drin, es ist an sich ein Armutszeugnis geworden.

Es ist eine gewisse Tragik und "Fehler", je nach Sichtweise, daß Redakteure wie Du das nur aus Gaming-Sicht sehen wollen (gut, ist auch dem Magazin PCGH natürlich geschuldet, und ist jetzt auch nicht böse gemeint ;-) ). Fakt ist doch, daß ein PC - wie es gedacht war, eine universelle Maschine für alle Art von Anwendungen ist, und das Gaming an sich eine Nische ist. Jetzt stellst Du aber HEDT und indirekt damit Anwendung als Nische dar, was ich so für einen Fehler halte. Gerade Du als Redakteur nutzt doch bestimmt den PC für viel mehr als nur Spielen, Videos erstellen, Layouts, Planungen. Sprich, die Welt der Anwendungen ist doch viel viel größer da draußen als das PC-Gaming, oder? Und genau diese Welt mit all den Anwendung ist heute auf den PC so schmerzlich eingeschnitten und beschränkt worden, so daß es schon wehtut. Oder man bezahlt, wie Du es korrekt bemerktest, einen so viel höheren Preis, wo Du eigentlich schon im (kommerziellen) Workstationbereich bist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die von dir verlinkte Karten enthält keinen PCI-E-Switch. Das ist einfach ein Adapter von 1× ×16 auf 4× ×4 und braucht deswegen, wie du selbst feststellst, einen ×16-Link von der Plattform. Wenn die CPU-Hersteller das nicht anbieten, und das machen sie halt nicht, ist die Karte wertlos und die Mainboard-Hersteller sind machtlos – es sei denn, sie greifen deinen "PLX"-Wunsch auf. Damit ist man dann aber eben bei einem gut 3-/knapp 4-stelligen Preisaufschlag, nur für dieses eine Feature, wie von mir dargelegt

Ob diese Situation seitens der CPU-Hersteller "armselig" ist, hängt von der Perspektive ab. 99 Prozent der Endkunden reicht es, eine ×16-Grafikkarte und 5-6 ×4-Geräte verbauen zu können. Also beispielsweise 10G-LAN, vier High-End-SSDs und eine Capture- oder spezielle Schnittstellenkarte. Dafür braucht man nicht HEDT, das schaffen die meisten Z690 aus der Grabbelkiste. Nicht-Spieler können zudem einfach die Grafikkarte weglassen und z.B. durch das von dir verlinkte Zubehör ersetzen, dann reicht sogar ein Mittelklasse-AM5-System locker aus – wenn man die überhaupt braucht. Hier in der Redaktion ist das Maximum eine SSD für die Software und eine für das zu bearbeitende Projekt. Alles, was abgearbeitet ist, landet im Netzwerk. Gut: Wer einen 10G-NAS oder -Server zur Verfügung hat, braucht ggf. noch eine entsprechende Karte extra. Und wer ganz darauf verzichtet ggf. einen ×4-Laufwerks-Controller im System. Aber auch das sind in der Summe nur drei ×4-Links und nichts, was HEDT erzwingt. Viele Leute arbeiten sogar ausschließlich am Notebook, einige schneiden unterwegs sogar auf dem iPad Pro, da ist der PC (sofern vorhanden) dann ein reines Gaming-Gerät mit GPU und 1-2 SSDs.

Beschwerden höre ich daher eher bezüglich der Plattformkosten. Wer sich zusätzlich zu besagten zwei SSDs noch eine Aufrüstoption für "in fünf Jahren" freihalten will, hat bei X870 oft schon Probleme und selbst X870E-Platinen bieten unter bestimmten Gesichtspunkten nicht mehr als B660-Systeme, kosten aber ein Vielfaches. Dieses Preisproblem könnte man lösen, in dem 9070er-Karten mittels 5.0 Unterstützung zwei CPU-×4-Links für anderes freistellen. Dieses Problem kann man ganz bestimmt nicht lösen, in dem man einen zusätzlichen ×16-Link mit entsprechenden Kosten (50 Euro? 100 Euro?) in den CPU-Sockel packt. Tatsächlich ist der dortige Ausbau mitverantwortlich für die Kostensteigerung: Ein Z890 hat genauso 20 PCI-E-Lanes, wie ein Z270. Aber die CPU zu ersterem hat halt 12 Schnittstellen mit 40 bis 80 GBit/s zusätzlich. Und so toll die für Enthusiast-Käufer sind: Bezahlt werden müssen sie immer, auch wenn der Prozessor im popeligen Office-System landet. Wenn sich PCI-E 5.0 vorerst nicht durchsetzt, wäre ich nicht überrascht, wenn der B840 = B550 zum beliebtesten AM5-I/O-Hub aufsteigt, noch vor dem B850 = B650.
 
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