Das zeigt lediglich, wie abgehoben man von der breiten Spielermasse sein kann. Wir können das alles zusammen einmal durchgehen. Ich werde zumindest versuchen aufzuzeigen wo euer Denkfehler besteht.
Wenn jemand zu mir käme, um sich für für seinen Midrange Rechner eine GPU empfehlen zu lassen, dann würde ich ihm zu einer mit 8GB VRAM raten, wohingegen ich von einer Grafikkarte mit 6GB VRAM mittlerweile eher abraten würde. Denn mit 8GB ist man mEn nicht nur jetzt sondern auch für die nächsten 2-4 Jahre gut aufgestellt, wohingegen 6GB im Zuge der kommenden Next Gen Games rasch knapp werden könnten.
Und damit qualifizierst du dich als Berater bereits!
Hast nicht mal gefragt welche Auflösung oder welches Budget der Käufer hat. Welche Hardware ist bereits vorhanden um die Grafikkarte daran anzupassen. Eine 8GB Super / XT nutzt dir nichts, wenn die CPU gnadenlos limitiert.
Außerdem ist das pure Herumreiten auf dem vRAM hirnrissig. Würdest du ernsthaft uralte Polariskarten mit 8GB einer kommenden 6Gb RX6800 XT (?) vorziehen? Letzte hat laut schneller Hochrechnung fast die dreifache Leistung. Das wäre näher an den Konsolen. Ich will außerdem sehen wenn ein Konsolenspiel nicht auf solchen Karten laufen würde. Wie gesagt, ich habe bereits Systemanfoderungen erwähnt und halte die meisten der vRAM Fetischisten für zu blöde ihre Einstellungen richtig anzupassen.
Von dem Szenario "knapp werden könnten" halte ich nicht viel. Das Argument kommt höchsten in den Klassen von 400€+ auf. Dort sprechen wir allerdings nicht merh von "Midrange", sondern bereits dem Anfang der unteren Oberklasse. Erst ab 800€+ kommt dann die Enthusiastenklasse mit "alles geht".
Nur zu schade wie wenig die Pseudo-elitären Möchtegernspieler das inzwischen vergessen haben. Die breite Masse denkt anders!
Geht man in Richtung Oberklasse und High-End, so würde ich aktuell davon abraten 700-900€ in eine Grafikkarte mit nur 10GB VRAM zu investieren, einfach weil diese Menge an Speicher bei einer Karte dieser Leistungskategorie nicht mehr zeitgemäß ist.
Da haben wir denselben Blödsinn wieder. Kann sein, muss aber nicht. Ich sage an dieser Stelle auch Blödsinn, da das bisher in noch keinem Test als Fakt herauskam. Ob 10,11, oder 12 macht da wenig Unterschied. Es kommt eher auf die unterliegende Architektur an und wie schnell die Hersteller den Speicher leeren (Sprichwort Culling) und neu befüllen.
Mitunter existieren auch neuartige Techniken / Features wie Mesh Shaders und Meshlets. Informiert euch lieber in eine solche Richtung. Das wird immer wichtiger. Jedenfalls mehr als pure vRAM Idiotie.
Wer nicht zwingend aufrüsten muss, sollte lieber noch etwas abwarten was AMD bringt und ob es nicht auch eine 3080 mit mehr VRAM geben wird. Auch das sowohl bezogen auf das Hier und Jetzt (schon die 1080Ti von März 2017 bot 11GB VRAM zum ähnlichen Preis) als auch im Hinblick auf die nächsten 2-4 Jahre.
Da seid ihr aber im Irrtum!
Was wollt ihr denn mit uraltem 10-11 Gbps GDDR5? Moderne Karten haben inzwischen 14-16 Gbps. Die Geschichte mit GDDR6
X lasse ich sogar weg, weil es aktuell noch experimentell für die reichen Early-Adopter ist.
Jedoch dürfte die Speichergewindigkeit genau so viel Wert haben wie die Kapazität selbst. Dabei müssen viele Überlegungen getroffen werden, nicht blinde Prinzipienreiterei.
Mir persönlich ist es schwer begreiflich, wie User wie du dieses durchaus wichtige Thema so lapidar, von oben herab teils in unangemessenem Tonfall und mit den üblichen Floskeln ("reicht für alles", "braucht kein Mensch", "Panikmache" etc.) herunterspielen, obwohl die nähere Vergangenheit immer und immer wieder gezeigt hat, dass zu knapp bemessener VRAM sehr schnell zum Flaschenhals werden kann.
Nochmal zum Mitschreiben:
-Rohleistung > VRAM
Das ist WICHTIG! Deswegen fahre ich den VRAM-Fanatikern inzwischen regelrecht übers Mundwerk. Bei dem zu knap bemessenem Speicher fällt mir nur die R9 Fury X mit Fiji Chip ein. Die hat weder Rohleistung noch genügend verbauten Speicher. Da war nichts von wegen Zukunftssicherheit.
Denn eines ist doch vollkommen klar: Mehr VRAM schadet nie. Es ist in meinen Augen IMMER ratsam im Zweifelsfall zu mehr VRAM zu greifen. So ist man auch längerfristig gerüstet und das Ausnutzen des VRAMs kann zusätzliche Optik bringen (z.B. durch Textur Mods) ohne Rechenleistung zu kosten.
Bevor der VRAM zum Flaschenhals wird, kommen eine ganze Menge anderer Komponenten in diese Bedrängnis. Rohleistung der GPU selbst, Features wie Vulkan & Raytracing und das neuartige Texturenstreaming über SSD und wie gut z.B. die Karte mit neuen DirectX Funktionen umgehen kann.
Sind eine ganze Menge Faktoren. Ich sage nicht VRAM wäre prinzipiell unwichtig, obwohl er eine eher untergeordnete Prioritätenrolle spielt.
Das Paradoxe an deiner gesamten Argumentation ist, dass du zwar sagst "Trotzdem ist die Auswal der Karte immer abhängig vom Budget und dem eigenen Nutzerprofil.", du andererseits aber immer wieder verallgemeinert festlegen möchtest was man braucht und was man nicht braucht, und du zudem dazu zu neigen scheinst, tendenziell eher weniger als mehr VRAM zu empfehlen, was ich persönlich für äußerst fahrlässig halte.
Budget ist aber exakt der richtige Begriff. Wenn einem Käufer die Karte reicht, warum sollte er dann wegen ein paar Forumhelden plötzlich 50-100€ mehr ausgeben. Soviel kosten die besseren Modelle mit "besserer VRAM-Aussattung" in der Regel.
Das
brauchen diese Spieler nicht. PUNKT!
Wer das dennoch unbedingt möchte, soll wie ich mehrmals erwähnt habe halt das größere Modell wählen. Stattdessen meckert ihr aber ohne Ende. Ist ja kaum noch auszuhaltne. So eine Unsinnsdiskussion findet nur in Foren statt.
Heißt viele User kaufen eine Grafikkarte und lassen sie für die nächsten 2-4 Jahre in ihrem Rechner. Dahingehend ist es mMn definitiv ratsam auf eine großzügigere VRAM Bestückung wert zu legen. Zwar gibt es nie absolute Zukunftssicherheit, aber dennoch kann man gewissen Problemen vorbeugen wenn man nicht am falschen Ende spart. Ausgerechnet bei einer so wichtigen Ausstattung wie dem VRAM zu knausern, ist für mich jedenfalls definitiv ein Punkt, wo man dann "am Falschen Ende spart".
Zukunftssicherheit gibt es bei IT-Hardware nicht. Darauf fallen wir jede Generation neu herein. Wenn die Hardware am Markt ankommt, ist sie bereits veraltet. Mehr VRAM ist da eher ein Pflaster als echte Abhilfe. Manche kaufen lieber 2x für um die 200€ über mehrere Jahre als einmal für 400€.
Frag die Aufrüster lieber wie viel Mehrleistung sie vom Upgrade haben als wie großer ihr vRAM Epeen sein muss.
(War ein verdammt langer Text. Ich wollte trotz der Unstimmigkeiten in allen Punkten ausführlich antworten. Es soll ja keine Missverständnisse geben!)