Wenn wirklich mal wer den Kühler runter baut, den Haufen WLP vom Chip entfernt und das ganze dann mal vernünftig macht dürfte das mit dem Verbrauch ganz anders aussehen.
Die bislang von diversen Testern ermittelten Temperaturen sind durchgängig niedrig. Für spürbare Verbrauchsreduzierungen muss man die GPU-Temperatur um einige Dutzend Kelvin senken. Das ist ausgehend von den Fiji-Temperaturen allenfalls mit einer Kompressorkühlung möglich – und die verbraucht deutlich mehr Strom.
Dann hatte ich es falsch verstanden.

Nach nunmehr über 30 Stunden ohne Schlaf warte ich nur drauf, dass endlich der letzte Espresso aufhört zu wirken. Dann gibt es Augen zu und Ruhe.
Wünsche gut geruht zu haben

Als Fachredakteur für Kühlung war ich sehr froh darüber, Fiji nur über die Schulter der Kollegen zu betrachten, während die einen Benchmarkmarathon nach dem anderen absolvierten.
Rund 1 Kelvin Differenz sind fast immer als Schwund dabei , auch wenn ich manchmal das Gefühl habe, dass die GPU-Diode auch nicht die ganze Wahrheit ist. Allerdings hängen am Heatsink der Fury ja auch noch die VRM, so dass das Wasser durchaus wärmer sein kann als das, was am an der GPU auslesen kann. Was mich persönlich stört, ist jedoch die viel zu hohe Platinentemperatur. Die Wärme wandert mit der Zeit quer über die Platine und erreicht damit irgendwann auch Bauelemente, die diese Bedingungen auf Dauer nicht abkönnen.
Wasserkühlungen haben nur sehr geringe Temperaturunterschiede innerhalb des Kreislaufes und deinen IR-Aufnahmen des Radiators (genauer: Ein- und Auslassbereich) nach ist das auch bei Fury nicht anders. Die Pumpe ist jedenfalls stark beziehungsweise laut genug, um dem Wasser keine Zeit für lange Aufheizvorgänge zu lassen. Maximal 5 Kelvin, eher aber unter 1 Kelvin Kühlwasser-Temperaturunterschied würde ich zwischen GPU und Spannungswandler erwarten.
Das die Diode in der GPU mal wieder nach dem Mond geht, das würde mich nicht im geringsten Wundern. Bei AMD-CPUs sind Temperatur-Anzeigewerte 10 K unter der Temperatur der Kühlerunterseite keine Seltenheit und eigentlich sollte es im Chip 10 bis 20 K wärmer sein. Die Sensoren sind halt nur dafür konstruiert, bei 92 bis 100 °C rechtzeitig throtteling einzuleiten, im 50-°C-Bereich werden sie sehr ungenau.
mal schnell von Computerbase geklaut
Schaut man sich die Speicherbelegung in verschiedenen Spielen an, fällt schnell auf, dass sich die Radeon R9 Fury X tatsächlich anders als zum Beispiel die Radeon R9 390X und die Radeon R9 290X verhält. Während sich die GDDR5-Grafikkarten zum Beispiel in Assassin's Creed Unity sieben Gigabyte Speicher genehmigen, kommt die Radeon R9 Fury X in demselben Spiel mit rund 3.950 MB nur knapp an die Vier-Gigabyte-Grenze, ohne dass sich auf den ersten Blick Unterschiede in der Leistungsfähigkeit ergeben.
Noch deutlicher wird der andere Umgang mit dem Speicher in Call of Duty: Advanced Warfare sowie Mittelerde: Mordors Schatten. Im First-Person-Shooter belegt die HBM-Grafikkarte nur 3,1 Gigabyte, andere Vier-Gigabyte-Karten dagegen den vollen Speicher. Und auch in Mittelerde, das eigentlich als VRAM-Fresser verschrien ist, bleibt die Belegung mit 3.771 Megabyte ein Stück darunter. Die Radeon R9 390X adressiert in dem Spiel fast den doppelten Speicher. Dabei fällt auf: Die Optimierungen scheinen erst dann zu greifen, wenn der Speicher knapp zu werden droht. So gibt es Spiele, in denen bei höheren Auflösungen weniger Speicher adressiert wird als in niedrigeren.
Spiele und Treiber versuchen heutzutage so lange wie möglich alle Daten im Speicher zu halten. Das ist schon bei unseren GTX-970-Messungen deutlich geworden: 3 GiB wurden sehr schnell gefüllt, 3,5 GiB relativ schnell. Aber 4 GiB erst, wenn es unumgehbar ist. Auf 6- und 8-GiB-Karten wird also nicht so restriktiv mit Speicher umgegangen, wie bei Fury, dazu kommen die Treiberoptimierungen.
Interessant wird in Zukunft, wie weit das Potential dieser Optimierungen reicht. Ähnlich wie ein Spiel mit mehr als 3 GiB Speicherbedarf nicht zwingend 4 GiB braucht, sondern auch auf einer GTX 970 reibungslos laufen kann, könnten in Zukunft auch Titel knapp über 4 GiB erscheinen.
Ich finde die Karte wirklich gelungen - Hut ab!
Ich habe zwar schon eine 980Ti, aber ich wüsste garnicht, wie ich die Fury X bei mir - so ohne weiteres - einbauen sollte (Lian Li Gehäuse mit der "verdrehten" Mainboardposition) .
Rückseitige Lüfterposition ginge nicht, da zu nah am CPU Kühler, Lüfterposition vorne oben würde nur gehen, wenn der Platz von drei 5 1/4 Schächten reichen würde, Lüfterposition am Seitenteil ginge auch nicht, da zu nah an der Karte. Außen montieren ginge wohl nur eingeschränkt, denn wie soll ich die Schläuche durch eine Öffnung nach draußen befördern, wenn nicht demontierbar?
Bei "normalen" Designs war das immer alte Karte raus, neue rein. Selbst SLI würde noch gehen, wäre halt insgesamt lauter. SLI mit der Fury undenkbar.
Das würde dann bei mir auf ein neues Gehäuse hinauslaufen oder ziemliches Gebastel.
Ist das bei Euch kein Problem, bzw. schränkt das den Käuferkreis nicht etwas ein?
Grüße
Marcus
Ein 120-mm-Radiator ist schmaler, als drei 5,25"-Schächte, aber in der Länge wird mehr Platz benötigt. Wenn die Schächte ganz entfernt werden können, müsste der Fiji-Radiator an gleicher Stelle quer passen. Vertikal ausgerichtet wird es eng.
Die Marktchancen hat AMD vorab mit der R9 295 ausgelotet und war offensichtlich zufrieden. Spätestens bei Crossfire-Installationen wird es mit Luftkühlern sonst auch sehr eng oder/und laut.