Interessant ist der Aspekt, dass sich viele derjenigen, die hier am lautesten schreien, besonders darüber aufregen, dass der Psychologenverband Gruppen verallgemeinern und in eine Schublade stecken würde. Von eben diesen Personen kommen dann aber Aussagen, dass der Großteil der Psychologen selbst einen brauche bzw. nur Psychologie studiert habe, um sich selbst "behandeln" zu können.
Ich zitiere einfach mal aus der Pressemitteilung:
"Amoktaten und ähnliche Formen extremer Gewalt sind sehr selten und
nur durch das Zusammenwirken mehrerer Faktoren erklärbar. „Die Erfahrung von Gewalt in der virtuellen Realität, sei es durch Killerspiele oder durch Horrorvideos,
können dazu ebenfalls einen Erklärungsbeitrag leisten, wie wissenschaftlich belegt ist“, [...]"
Ich hab die wichtigen Stellen noch einmal herausgehoben: MEHRERE Faktoren, KÖNNEN Erklärungsbeitrag leisten. Will das echt jemand abstreiten? Und wie kann man da ein "Vor allem die Killerspiele sind schuld" herauslesen?
Es sind extrem viele Faktoren, die dazu beitragen, dass bei einem Menschen so das Hirn aussetzt, dass er Amok läuft. Und sicherlich zählen Computerspiele (Ich hasse das Wort Killerspiele) NICHT zu den Hauptfaktoren. Da würde ich soziale Ausgrenzung bis hin zum Mobbing oder psychische Probleme (die ebenfalls vielfältige Gründe haben können. Sei es schon der hoffnungslose Blick in die Zukunft) weitaus einflussreicher einschätzen. Aber dass Computerspiele bei Menschen, auf die o. g. Faktoren zutreffen, vielleicht die letzte Hürde überwinden können. Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. ALLES in unserem Leben hat Einfluss auf unsere Psyche, ob wir wollen oder nicht. Vieles davon minimal, vieles positiv, aber eben auch manches negativ. Und was positiv, negativ oder neutral ist, ist wiederum von Person zu Person unterschiedlich. Dennoch kann (und sollte!) man so etwas erforschen.
Wir möchten immer, dass die computerspielende Zunft akzeptiert und ernst genommen wird. Dann sollten wir uns aber auch entsprechend erwachsen benehmen. Wenn hier auf 5 Seiten 1/3 der Kommentare direkt in das in der Pressemitteilung angesprochene "Ablehnungsmuster" verfällt und jeglichen Einfluss von Computerspielen auf die Psyche leugnet... Tja, das grenzt ja nicht mal mehr an Ironie, das schreit sie schon deutlichst heraus. Und der teilweise stark aggressive (Unter-)Ton trägt nicht dazu bei, dass dieses Klischee abgebaut wird. Würde mich nicht wundern, wenn die gute Barbara Krahé schon die ersten Hassmails im Postfach hat, so traurig das auch wäre.
Und auch das direkte Bashing der Politik geht mir auch gewaltig auf die Nerven. Ja, in diesem Land läuft einiges verkehrt. Aber vielleicht sollten wir mal sehen, dass das Jammern auf ALLERHÖCHSTEM Niveau ist. Warum wohl wollen so viele Menschen nach Deutschland kommen? Weil bei uns alles so ******* ist? Wohl kaum. Politiker ist einer der undankbarsten Jobs, denn wie man es macht, man macht es falsch. Angela Merkel hat im Schnitt einen 16 Stunden-Tag, manchmal auch 20 Stunden. Im Urlaub liest sie Dokumente, d. h. es ist kein richtiger Urlaub. Dafür bekommt sie ein Nettogehalt von knapp 10.000 € (sofern die Angabe stimmt:
Gehaltervergleich - Das verdient die Bundeskanzlerin - Karriere - Suddeutsche.de). Und außerdem bekommt sie von allen Seiten auf die Fresse. Auch fast alle anderen Politiker, denn die sind ja alle korrupt und unfähig. Komischerweise kann keiner der Meckerer wirkliche DURCHSETZBARE Alternativen anbieten. Da ist es ja nur gut, dass wir mit der AFD und der Linken nun endlich Alternativen von links UND rechts haben. Super. Aber ich schweife ab

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Diese unselige "Killerspiel-Debatte" ist doch in den letzten Jahren deutlich offener geworden. Durch so ein Verhalten torpediert man das ganze aber wieder. Ich würde mir einfach wünschen, dass beide Seite ihre Absolutismen mal ablegen und wirklich schauen: Was kann Einfluss haben? Wie kann man so etwas diagnostizieren? Und wo kann man ansetzen, um Lösungen zu finden? Dazu gehören aber, wie schon gesagt, beide Seiten...