AW: Pono Player: Kickstarter-Kampagne zum "besten Digitalmusik-Player" startet überragend
Das ist eigentlich genau das, weshalb ich nicht darüber reden wollte...
Xiph.Org Video Presentations: Digital Show & Tell
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Thx für die Links und um es so auszudrücken: Sie sind gut und informativ genug, um der erste >5 Minuten Videolink dieses Forums sein, der es mir in den letzten Jahren (!) wert war, ihn vollständig anzugucken.
Nur als Antwort auf meine Aussagen passen sie leider nicht

(Wobei ich zugegenermaßen in diesen eine wichtige Einschränkung vergessen habe: Die Grenzfrequenz des Ausgangssignals darf bei der Rekonstruktion nicht bekannt sein. Genau das ist bei einem Signal, dass einfach gesampled und nicht auf gezielt auf hochfrequente Bestandteile untersucht wurde, auch der Fall. Einen 23 kHz Sinuston könnte ich natürlich perfekt wiedergeben - sobald ich weiß, dass nicht z.B. ein 46 kHz Sinuston nicht in Frage kommt.)
An einem einzigen Punkt geht das Video darauf ein, dass alternative analoge Lösungen für eine gegebenes, digitales Signal möglich sein könnten - und schließt diese in 0,5 Sekunden aus, weil derartige Lösungen ein Signal mit höherfrequenten Anteilen bedeuten würde, als Nyquist.
Nur: Genau das ist doch der Fall. Wir haben ein hochkomplexes Wellenfeld aus einer Vielzahl sich überlagernder Quellen mit z.T. sehr weit nach oben reichenden Harmonien. Wenn wir das jetzt mit einer Frequenz samplen, die dieser Komplexität nicht gerecht wird, dann ist eine exakte Reproduktion eben keine nach Nyquist zulässige Lösung des digitalen Signales, weil das ursprüngliche Sampling nach Nyquist überhaupt nicht zureichend war. (wie ja dann auch später bei den Rechteckprofilen deutlich wird, wo er aber merkwürdigerweise nicht mehr darauf eingeht, sondern nur noch auf die nicht-Akkumulation von Verarbeitungsfehlern

)
Man kann sich jetzt sicherlich darüber streiten, wo die sinnvolle Grenze dessen liegt, was für eine ausreichend genaue Wiedergabe nötig ist. Und jeder HiFi-Enthusiast, der LPs als Referenz sieht, sollte sich die eigenen Ohren langziehen, ehe er höchste Samplingraten fordert. Aber im Gegensatz zu dem absolut unangemessenen Augen-Vergleich im zweiten Link (d.h. mit einem System dessen Empfindlichkeit von einem bestimmten, klar definierten Molekül abhängt) gibt es einige Argumente dafür, deutlich über die normalen Hörschwellen hinauszugehen - wenn man auf der Suche nach dem ultimativen Sound ist. Denn spätestens durch den inidividuellen Aufbau eines jeden Ohres entstehen Harmonien bei verschiedenen Frequenzen, die auch durch Töne in eigentlich unhörbarer Höhe angeregt werden können. Fehlen diese Töne im reproduzierten Signal, dann fehlt auch ein Teil dessen, was bei Live-Konsum wahrgenommen worden wäre.
Für die Wiedergabe unterwegs gibt es ja In-Ears, ich würde mal behaupten, die bieten eine ausreichende Soundqualität...
Für die Bedürfnisse normaler Menschen sind die Sicherlich ausreichend, aber imho nicht für die Versprechungen, die die Entwickler dieses Players hier abgeben. Und fest steht, ungeachtet der im letzten Absatz angesprochenen Strittigkeit: Es macht keinen Sinn, in höchster Qualität zu samplen, zu speichern und mit viel, viel Aufwand wieder in elektrische Signale umzuwandeln, wenn dann die Schallwandlung nicht ausreicht. Und da wäre, ausgehend von aktuellen Player/Höhrer-Kombinationen sicherlich wesentlich mehr rauszuholen, als bei den vorangehenden Schritten.