Dass das nicht aus gutem Willen oder aus Vorsorge passiert ist doch klar, aber gerade die Windkraft und Biogas sowieso sind doch schon dabei preislich konkurrenzfähig zu werden. Natürlich werden für erstere noch größere Investitionen in die Netze bzw. Speichertechnologien nötig, aber da wird es voran gehen.
Schön, dass sich "schon dabei" sind oder "es werden". Blöd nur, dass das der Stand ist, der vor 30 Jahren hätte herrschen sollen, wenn man einen fließenden Übergang hätte haben wollen.
Außerdem werden wir Kohle und Erdgas auch noch eine ganze Weile haben.
Werden wir?
Braunkohle: Okay, wenn wir noch ein mehr Land verbrauchen.
Erdgas beziehen wir aus Russland...
Die ökologischen Folgekosten sollte man auch nicht ganz unterschätzen.
Und sicher mag die Wirtschaft quängeln, wenn der Ölpreis steigt, aber riegndwann wird er das einfach. und für die Konkurrenz geht er dann ja ebenfalls hoch.
Das wird den Verbraucher wenig trösten.
Gegen in kurzer Zeit extrem ansteigende Preise (Ölkrise oder Spekulationen in 07/08) kann man natürlich wenig machen und die tun immer weh, aber sowas ist doch nicht der Normalzustand und hat auch mit der Endlichkeit des Öls wenig zu tun.
Etwas, das mit so schöner Regelmäßigkeit eintrifft, kann imho durchaus als "Normalzustand" bezeichnet werden.
Mir wären 70 Millionen Deutsche aber auch genug.

Nur so zur Orientierung: 30-40 Millionen ist afaik das, was DeutschLAND dauerhaft verkraften könnte. (weniger, wenn man noch Natur neben dem Menschen zulassen möchte)
Trotzdem werden die meisten Leute bis auf weiteres dann nur in irgendwlechen Slum-Vorstädten leben, wie es sie z.B. in Indien gibt. Vielleicht hängt das dann also an einer großen Stadt dran, mehr aber auch nicht. Andererseits hat es sicherlich auch Vorteile wenn die Leute alle in die Stadt ziehen, denn teilweise versprechen sich Forscher davon zumindest eine Stabilisierung der Bevölkerungszahl.
Slums entstehen nicht durch Verarmung, im Gegenteil. Slums entstehen durch den Zuzug von Landbevölkerung, der es auf dem Land noch schlechter ging.
Wenn Lebensstandards flächendeckend sinken und Versorgungsmängel eintreten, dann hat das andere Folgen. (100%ig passende Beispiele wollen mir nicht einfallen, da es sowas bislang nur durch Kriege gab. Der Ostblock bietet ein paar Hinweise, Nordkorea vielleicht auch.)
Natürlich und wenn man sich dann auch noch die prognostizierten Auswirkungen des klimawandels anguckt, trifft es vor allem Afrika, wo Landwirtschaft noch problematischer wird als es bisher schon der Fall ist.
Abwarten. Der Klimawandel ist da sicherlich problematischer, aber dafür kann einem ein steigender Ölpreis ziemlich egal sein, wenn man Ochsen vor den Pflug spannt und von Kunstdünger nur träumen kann. Auch die Wirtschaft dieser Länder könnte massiv aufholen. Wer bislang nur Rohstoffe fördert, kann in Zukunft deutlich mehr Gewinne machen - und hat auch keine weiter verarbeitende Industrie, die Pleite gehen könnte.
Die Frage ist nur, ob ob Not und damit natürlich auch Gewalt bei steigenden Bevölkerungszahlen und womöglich immer weniger Nahrungsangebot überhaupt noch vermeidbar sind, bzw. wie wir das dann managen können. Ziemlich sicher darf Frau Merkel, sofern sie dann immernoch Bundeskanzler sein sollte, wieder über die "Flüchtlingsbekämpfung" nachdenken. Es ist sicherlich nicht wünschenswert, aber ich halte die "Festung Europa" für ein mögliches Szenario.
Die "Festung Europa" beinhaltet die künftigen Wüstengebiete Spanien, Italien und Griechenland. Die "Festung Europa" importiert große Mengen Lebensmittel. Die "Festung Europa" lebt davon, dass sie hochpreisige Endprodukte in alle Welt verkaufen kann.
Oder anders: Die "Festung Europa" kann verdammt tief fallen.