Um mal mit dem Anspruchsdenken aufzuräumen: Ich studiere Gymnasiallehramt mit drei Fächern, was ca. 11 Semester beanspruchen wird. In dieser Zeit verdiene ich keinen Cent, sondern habe nur Kosten (die 500€-Studiengebühren/Semester wurden uns ja dank der Güte der bayr. Staatspartei zum WS13/14 erlassen, damit nur 3000€-Studiengebühren bei mir

) und darf neben der wissenschaftlichen Arbeit in meiner "Freizeit" noch diverse Praktika ableisten (unter anderem ein achtwöchiges (!) Betriebspraktikum in Vollzeit, wofür ich immer noch keinen Betrieb gefunden habe). Nach diesen ~6 Jahren folgt ein zweijähriges Referandariat, in welchem man genau 1050€ im Monat bekommt, wobei der Großteil der Kohle für ein Zimmer und die Fahrtkosten zwischen der Schule und dem jeweiligen Seminarort draufgehen wird. Erst acht Jahre nach Beginn meines Studiums werde ich wohl angemessen bezahlt werden, sofern ich nicht das Pech haben sollte, nicht mehr verbeamtet zu werden.
Daher kann ich über das Gejammere hinsichtlich der achso schlechten Bezahlung in diesem Volontariat, die wohl nicht massiv unter dem Gehalt liegen wird, was ich nach immerhin sechs Jahren Studium für zwei Jahre zu erwarten habe, nur lachen. Wäre ich nicht so "erfolgreich" in meinem Studium und hätte ich nicht wenigstens annähernd ähnlich viel Herzblut dahinter, wie es bei Hardware und Journalistik (was ich lange Zeit studieren/erlernen wollte) der Fall ist, wäre ich längst mit wehenden Fahnen nach Fürth zur PCGH übergelaufen.

Habe sogar schon ein paar Mal davon geträumt, leider bin ich am Morgen aber wieder aufgewacht.