Organspende - Neuer Gesetzentwurf von Jens Spahn und Prof. Karl Lauterbach

Ja, beispielsweise langsam und qualvoll verrecken während man auf ein Spenderorgan wartet. :stick:

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Ich lasse mich doch nicht unter Druck setzen. Es ist mein Körper (auch wenn er dann tot ist) und meine Entscheidung.

Wenn du tot bist, lastet kein Druck mehr auf dich.
Wichtig ist, dass es fair bleibt. Jeder hat die Chance auf ein Spenderorgan. Die schwersten Fälle sollten immer zuerst kommen.
 
Wenn ich tot bin nicht, aber jetzt.:D

Ja, aber wenn du lebst, interessiert sich niemand für deine Organe oder denkst du echt, dass man dich sterben lässt, damit man dich ausnehmen kann?
Das wird nicht passieren. Auch der Motorradfahrer, der gerade eingeliefert wird, hat die besten Chancen am Leben zu bleiben.
Vielleicht kommen die Organe irgendwann aus dem 3D Drucker, aber das dauert vermutlich noch eine Weile.
 
Ja, aber wenn du lebst, interessiert sich niemand für deine Organe oder denkst du echt, dass man dich sterben lässt, damit man dich ausnehmen kann?
Ich meine bei meiner Entscheidung. Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, kommt man nicht unbedingt so schnell zu einer Entscheidung.
Andere vielleicht - ich nicht.;)
 
Ich lasse mich doch nicht unter Druck setzen. Es ist mein Körper (auch wenn er dann tot ist) und meine Entscheidung.
Wer setzt dich denn unter Druck? Ich sicherlich nicht. Sonst hätte ich gesagt dass du dich entschieden sollst und nicht gefragt was einen denn so lange beschäftigt.
Diese Frage hast du übrigens noch nicht beantwortet. Ich bin aber wirklich daran interessiert zu erfahren was einem da so alles durch den Kopf geht, allein schon weil es doch sein könnte dass ich doch was für mich selbst übersehen habe.

Edit
Sorry für den Doppelpost, hab nicht aufgepasst.

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Wer setzt dich denn unter Druck? Ich sicherlich nicht. Sonst hätte ich gesagt dass du dich entschieden sollst und nicht gefragt was einen denn so lange beschäftigt.
Diese Frage hast du übrigens noch nicht beantwortet. Ich bin aber wirklich daran interessiert zu erfahren was einem da so alles durch den Kopf geht, allein schon weil es doch sein könnte dass ich doch was für mich selbst übersehen habe.
Wie gesagt stehe ich irgendwo zwischen Wissenschaft und Glauben und kann das nicht so einfach beantworten.
 
Gerade das mit dem Glauben finde ich als Atheist ja so interessant.
Soweit ich das überblicken kann sagen die meisten Glaubensweisen dass man sich nicht wichtiger nehmen soll als seine Mitmenschen und diese nicht betrügen soll. Würdest du jetzt nicht spenden, aber Organe im Falle eines Unfalls (Gott bewahre) nehmen, hättest du genau das getan. Also für mich sagt der glauben eher aus dass man anderen helfen soll und nicht egoistisch zu sein hat. Ich bin aber wie erwähnt ein Laie.

Wie siehst du die Glaubensituation bei dir? Eher pro, oder kontra und inwiefern?

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Wenn ich selber welche erhalten will, dann ist es natürlich "gerechter" auch zu spenden.
Aber ich habe mir noch nicht mal darüber richtig Gedanken gemacht.
Bzw möchte mir das gar nicht ausmalen falls es mal soweit kommt.
Ist ja irgendwie ne Horrorvorstellung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Entscheidung bleibt ja frei. Mit dem Opt-Out Prinzip will man nur provozieren dass die Leute aktiv darüber nachdenken. Ich finde das vollkommen legitim.
Ich sehe die Problematik eher darin dass , sollte ich verunglücken, ich vermutlich im (EU-)Ausland zum Spender würde (Ski-Fahren und Tauchen). Da hilft dann ein rein deutsches Register wenig.

Wenn der Fall eintritt , bleibt maximal glaub 6 Stunden Zeit .Je nach Organ glaub Herz nur 2-3.

Ich kann echt nicht verstehen warum so viele eine Abneigung gegen eine kleine finanzielle Entschädigung haben !?
Wo ist euer Problem ? Wovor habt ihr Angst ?
Damit würde es vielmehr Spender geben , und das Thema wäre vom Tisch .
Und selbst falls du selbst mal ein Organ brauchst , müsstest du bestimmt nicht sterben oder 5-10 jahre warten . Oder ist dir dein Leben keine 5000€ wert plus ( der Tod eines anderen der sich für dich "geopfert" hat ) ?
In dem Sinne das er nach dem Tod ausgenommen wird , und nicht komplett beerdigt wird !?
Wie gesagt : wenn finaziell möglich ! Wenn nicht dann halt nicht .

Und noch ne Frage :

Rutschen Organspender im Ernstfall wenn sie selber eins brauchen auf der Warteliste nach oben ?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich selber welche erhalten will, dann ist es natürlich "gerechter" auch zu spenden.
Aber ich habe mir noch nicht mal darüber richtig Gedanken gemacht.
Bzw möchte mir das gar nicht ausmalen falls es mal soweit kommt.
Ist ja irgendwie ne Horrorvorstellung.
Wäre es dann nicht viel einfacher (weil dich der Gedanke daran so fertig macht), wenn du einfach nein sagst und eine Patientenverfügung ausfüllst mit der Order keine Organe bekommen zu wollen? Dann hättest du ohne dich viel damit beschäftigen zu müssen das Thema wenigstens abgearbeitet und wärst deinem Glauben dennoch gerecht geworden.


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Wäre es dann nicht viel einfacher (weil dich der Gedanke daran so fertig macht), wenn du einfach nein sagst und eine Patientenverfügung ausfüllst mit der Order keine Organe bekommen zu wollen? Dann hättest du ohne dich viel damit beschäftigen zu müssen das Thema wenigstens abgearbeitet und wärst deinem Glauben dennoch gerecht geworden.
Ich habe tatsächlich auch schon mal über eine Patientenverfügung nachgedacht. Das wenn ich z.B. X Tage in Koma liege die Maschinen abgestellt werden.
Oder Wachkoma, das dann auch Ende ist.
Aber eine Organverweigerung, das weiß ich nicht ob das überhaupt geht. Wenn man sonst noch halbwegs fit ist.
 
Ich kann echt nicht verstehen warum so viele eine Abneigung gegen eine kleine finanzielle Entschädigung haben !?
Wo ist euer Problem ? Wovor habt ihr Angst ?
Damit würde es vielmehr Spender geben , und das Thema wäre vom Tisch .
Und selbst falls du selbst mal ein Organ brauchst , müsstest du bestimmt nicht sterben oder 5-10 jahre warten . Oder ist dir dein Leben keine 5000€ wert plus ( der Tod eines anderen der sich für dich "geopfert" hat ) ?

Nur wenn der Spender tot ist, nützen ihm 5000€ auch nichts.

Dazu hat die Rangliste ausschließlich nach Schwere und nicht nach Geld zu gehen. Alles andere würde gegen Art. 1 GG verstoßen.
 
Meiner Meinung nach gehört dieser Entwurf schon lange durchgesetzt im Jahr sterben viele Menschen, auch junge, die man durch eine Transplantation hätte retten können, nur informieren sich zu viele nicht oder haben keine Lust sich mit dem Thema abzugeben. Wenn ich die Möglichkeit hätte meine Organe zu spenden, wenn ich sowieso sterben würde, und damit ein Leben verlängern / retten könnte würde ich darüber nicht lange nachdenken, im Übrigen habe ich sowieso einen Spenderausweis seit Jahren. Wer eben mal wieder Extrawurst spielen will, Thema Religion, Kultur, "meine Organe sind mein Eigentum", der kann sich dann bitte freischreiben lassen. Mit Geld würde ich hier überhaupt nicht anfangen, in anderen Ländern oder dem Schwarzmarkt wird mit Organen zu sehr gehandelt und Geld verdient. Würde ich im sterben liegen wäre im übrigen das Letzte woran ich denken würde Geld dafür zu verlangen hier geht es um Ethik.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe tatsächlich auch schon mal über eine Patientenverfügung nachgedacht. Das wenn ich z.B. X Tage in Koma liege die Maschinen abgestellt werden.
Oder Wachkoma, das dann auch Ende ist.
Aber eine Organverweigerung, das weiß ich nicht ob das überhaupt geht. Wenn man sonst noch halbwegs fit ist.
Okay, jetzt denke ich dass bei dir der Glaube keine Rolle spielen kann. Denn das klingt hart nach verweigern. Also dass du so lange den unentschlossenen mimst bis du selbst mal eins brauchst und dann sagst: "Immer man her damit!" Sollte das der Plan / die Taktik sein, würde das aber vorm jüngsten Gericht / deinem Schöpfer bedeuten dass dir Egoismus, Bereicherung an anderen, ein Leben lang dich und andere belügen und das in Kauf nehmen dass andere sterben dir angelastet werden. Bei den Christen würde das Fegefeuer bedeuten, bei anderen Religionen weiß ich es nicht.

Jetzt steh ich wieder am Anfang. Bis eben dachte ich du hast auch Lust ehrlich über das Thema zu sprechen. Schade. Warum sagst du nicht einfach (falls dem so ist) dass du nicht spenden magst, deshalb aber nicht verzichten möchtest. Ist doch kein Beinbruch, aber wenigstens eine Meinung. Bei meinen Kollegen war auch gut ein Drittel so eingestellt.

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Ich sag immer wieder man ist zu vielem nicht bereit bis man das eigene Kind mal leiden sieht, spätestens dann ist man zu allem bereit... einfach mal Gedanken darüber machen was wäre wenn das eigene Kind durch eine Spende leben könnte, aber keine bekommt weil der Hirntote neben an keine Lust hatte mit dem Thema auseinander zu setzen!
 
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