Organspende - Neuer Gesetzentwurf von Jens Spahn und Prof. Karl Lauterbach

Wie wäre es einfach mal ein paar Beispiele zu liefern, statt Feuer im Tischkasten zu machen?

Falls es dich wirklich interessiert, diesen Suchbegriff „hirntod wieder aufgewacht“ bei Bing (oder Google) einsetzen, man muss nur Verschwörungstheorien und ähnlichen Blödsinn von dem Korrekten trennen.
 
Um den Planeten zu retten,

brauchen wir keine Organspenden. ;)

Je eher wir wegtreten, umso besser.

Die montentan junge Generation hat doch jetzt schon die Faxen dicke,
vom "Nixunternehmen". :ugly:
 
Falls es dich wirklich interessiert, diesen Suchbegriff „hirntod wieder aufgewacht“ bei Bing (oder Google) einsetzen, man muss nur Verschwörungstheorien und ähnlichen Blödsinn von dem Korrekten trennen.

Kann man machen. Dann erfährt man, dass sich die Ärzte in der Diagnose geirrt haben. Daher ist es zwingend, dass ein unabhängiger Arzt das noch mal prüft. Daher gibt es solche Fälle in Deutschland nicht.
 
Kann man machen. Dann erfährt man, dass sich die Ärzte in der Diagnose geirrt haben. Daher ist es zwingend, dass ein unabhängiger Arzt das noch mal prüft. Daher gibt es solche Fälle in Deutschland nicht.

Stimmt, das haben sie und auch wenn es in Deutschland sehr unwahrscheinlich ist, ist es nicht auszuschließen.
100% kann man den Tod nur feststellen, wenn die Verwesung beginnt.
 
Es reicht aber aus, wenn der Hirntod festgestellt ist. Wenn der unabhängig diagnostiziert wurde ist die Wahrscheinlichkeit wieder aufzuwachen fast Null und wenn doch bleibt man ein Pflegefall, hat da also auch nichts von.

Das erste Sichere Todesanzeigen ist nach 20 min. die Totenstarre am Kiefer.
 
Es reicht aber aus, wenn der Hirntod festgestellt ist. Wenn der unabhängig diagnostiziert wurde ist die Wahrscheinlichkeit wieder aufzuwachen fast Null und wenn doch bleibt man ein Pflegefall, hat da also auch nichts von.

Also würdest du am liebsten alle Pflegefälle töten, wenn sie doch sowieso nichts davon haben?
 
Vielleicht möchte er auch einfach nur selbst keiner sein? Und selbst bei deinem wirklich weit hergeholten Bedenkenpunkt dass der Hirntot nicht korrekt erkannt wird stelle ich mir die Frage warum das Promill was so denkt nicht einfach vom Opt-Out gebrauch machen soll sondern daraus eine Opt-In Regelung folgen soll.
 
Das Problem ist wohl, dass es keinen genau definierten Tod in Gesetzesform gibt. Daher hat sich das Transplantationsgesetz da durchgesetzt.
 
Es verbreiten sich im Internet auch immer wieder die Gerüchte das Hirntote eine Narkose bzw Vollnarkose bekommen. Das ist aber Quatsch.
Hier mal was dazu:

Vor einer Organentnahme wurde zweifelsfrei der Tod durch den unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen (Hirntod) festgestellt. Dies bedeutet, dass Rezeptoren im Gehirn funktionslos sind und eine Schmerzwahrnehmung nicht mehr stattfinden kann. Muskelrelaxantien werden dagegen verabreicht, um sogenannte spinale Reflexe zu verhindern. Spinale Reflexe sind Reflexe, die von den Nerven im Rückenmark ausgehen. Diese können Spontanbewegungen und den Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz während der Organentnahme auslösen und die Organentnahme erschweren.
Quelle: Hirntod - Fakten zum unumkehrbaren Ausfall der gesamten Hirnfunktionen | www.organspende-info.de

Also nur muskelentspannende Medikamente.
 
Vielleicht möchte er auch einfach nur selbst keiner sein? Und selbst bei deinem wirklich weit hergeholten Bedenkenpunkt dass der Hirntot nicht korrekt erkannt wird stelle ich mir die Frage warum das Promill was so denkt nicht einfach vom Opt-Out gebrauch machen soll sondern daraus eine Opt-In Regelung folgen soll.

Das Beispiel ist jetzt zwar sehr radikal, aber wie würdest du es finden, wenn man Gewaltanwendung erst Mal im Voraus per Formular verweigern muss, weil einem sonst jeder straflos auf die Fresse hauen darf? Oder, wenn man dir jeden Tag 0,5 Liter Blut im Schlaf abzapfen würde, weil du es ja nicht im Vornherein verweigert hast?
Es ist schlicht und ergreifend Unsinn, das Einzig richtige Prinzip ist das, dass die Person zustimmen muss damit es gemacht wird, damit es auch nur bei den Personen gemacht wird, die es wollen, dann können diese sich auch ruhig arbeit machen.
 
Warum soll es denn mehr Arbeit sein zu helfen als nicht zu helfen? Macht das nicht anders herum mehr Sinn?
Beide deine Beispiele sind Körperverletzung zu Lebzeiten, wir diskutieren hier Körperverwendung nach dem Tod.
 
Warum soll es denn mehr Arbeit sein zu helfen als nicht zu helfen? Macht das nicht anders herum mehr Sinn?
Beide deine Beispiele sind Körperverletzung zu Lebzeiten, wir diskutieren hier Körperverwendung nach dem Tod.

Sind keine Körperverletzungen mehr nach dem man sie legalisiert hat, genauso wie man hier die bisher verbotene Organentnahme ohne Zustimmung legalisieren will, ich sehe keinen Unterschied, beides Male geht es um Straftaten die legalisiert werden könnten.
 
Man verbrennt dich lebend oder verbrennt deine Leiche. Das eine ist ein Mord(versuch) das Andere eine übliche Bestattungsvariante.
Oder etwa doch kein Unterschied? Oder macht lebend oder Tot vielleicht doch was aus? Und
Wenn du willst dass man dich erst bestattet wenn die Verwesung bereits einsetzt musst du dafür übrigens ebenfalls eine Sonderregelung treffen, das ist auch nicht die Norm.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man verbrennt dich lebend oder verbrennt deine Leiche. Das eine ist ein Mord(versuch) das Andere eine übliche Bestattungsvariante.
Oder etwa doch kein Unterschied? Oder macht lebend oder Tot vielleicht doch was aus? Und
Wenn du willst dass man dich erst bestattet wenn die Verwesung bereits einsetzt musst du dafür übrigens ebenfalls eine Sonderregelung treffen, das ist auch nicht die Norm.

Die Würde eines Menschen endet nicht mit dem Tod.
 
Nein, aber der Tod macht einen Unterschied. Hast du verfügt wie du bestattet werden willst? Im Grunde ist mit oder ohne alle Organe nur eine der dafür zu treffenden Entscheidungen. Und die anderen werden dir auch abgenommen wenn du keine eigenen triffst. (Und ehrlich gesagt bin ich mir noch nicht einmal sicher ob es einen "Standard" für den Rest gibt)
 
Es gab bereits Leute die man als Hirntod bezeichnet hat die danach wiederaufgewacht sind und demnach NICHT tot waren.

Willst du damit andeuten, es bestünde das Risiko, das Fehlerhaft der Hirntod festgestellt und dann Organe entnommen werden? Du willst das verhindern?
Gut, schreib eine Patientenverfügung und eine Betreuungsverfügung, trag dieser immer bei Dir, schon kann Dir das nicht passieren.


Ihr diskutiert glaube ich an den Anderen Vorbei: Dass Organspende eine gute Sache ist empfinden hier alle so. "Nur" die Form der Entscheidung wird in Frage gestellt. Wobei mir auch dort noch das schlüssige Argument fehlt warum es kein Opt-Out sein darf.
Wenn es jemandem "egal" ist werden seine Organe halt genommen, wer ist denn in dem Fall geschädigt worden?
Eben.

Nur mal so, wir haben Parteien in Deutschland die den Volksentscheid fordern, also die Bevölkerung über extrem wichtige Themen abstimmen lassen wollen - dieselben Parteien lehnen Opt-Out ab weil man damit die Menschen überfordere bzw. nicht belasten sollte.
Opt-Out ist die einzige Methode die nachhaltig Menschen dazu zwingt sich damit zu beschäftigen. Lehnt man eben ab, fertig. Muss man halt mal Netflix einen Abend ausgeschaltet lassen und den Mist schreiben. Nervt, keine Frage, aber macht allen das Leben leichter. Einem selbst, den Angehörigen & Freunden, den behandelnden Ärzten, einfach allen.
Wenn das einzige Argument dagegen "mimimi ich will nicht über sowas nachdenken" ist, dann ist Opt Out genau richtig.

Anmerkung: Am aktuellen Gesetzentwurf lehne ich ab, dass Angehörige bislang nicht wirklich Entscheidungsgewalt haben. Feintunig ist noch notwendig, grundsätzlich bin ich jedoch für ein solches Gesetz.
 
Willst du damit andeuten, es bestünde das Risiko, das Fehlerhaft der Hirntod festgestellt und dann Organe entnommen werden? Du willst das verhindern?
Gut, schreib eine Patientenverfügung und eine Betreuungsverfügung, trag dieser immer bei Dir, schon kann Dir das nicht passieren.

Ja das Risiko besteht.
Das ist einfach nur extrem unrealistisch und noch unrealistischer ist es dass sie gefunden werden würde bevor der Hirntod bzw. der scheinbare Tod eintritt.
 
Ja das Risiko besteht.
Das ist einfach nur extrem unrealistisch und noch unrealistischer ist es dass sie gefunden werden würde bevor der Hirntod bzw. der scheinbare Tod eintritt.

Deswegen dabei tragen. Bevor etwas gemacht wird, wird eh erst mal nach der Versicherungskarte gefragt/gesucht.

Vielleicht möchte er auch einfach nur selbst keiner sein?

Wobei da der BGH erst in die falsche Richtung entschieden hat. BGH-Entscheid zu kuenstlicher Ernaehrung: Harter Fall, schlechtes Urteil - SPIEGEL ONLINE
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück