AW: Offizielles zur Radeon RX 480: Ende Juni für 199 US-Dollar - Spezifikationen
Bei AC kann Graphics und Compute GLEICHZEITIG ausgeführt werden, es hat nicht nur etwas mit der reinen Auslastung zutun...
Doch - und nur damit. Gäbe es keine freien ALU-Takte, würde AC aufgrund des Verwaltungsoverheads sogar (mehr oder weniger viel) Leistung kosten. Sind dagegen viele Recheneinheiten unterbeschäftigt, bringt es was, dort gleichzeitig nebenläufige Compute-Tasks reinzustopfen. Das muss natürlich „jemand“ machen: Die Anwendung muss entsprechend programmiert sein, die API muss es unterstützen und der Treiber ebenfalls. Wieviel es bringt hängt dann ganz von der Hardware ab. Mit vielen Leerlauftakten (die jeder GPU-Architektur, Software-Entwickler und Treiberprogrammierer natürlich zu vermeiden versucht) bringt es viel, mit wenigen wenig. Eigentlich ganz einfach.
Schlimm wird es nur, wenn man berücksichtigt, dass verschiedene Evolutionsstufen ein und derselben Architektur unterschiedliche Optimierungsziele für optimale Nutzung von AC bieten. Was in synthetischen Tests noch gut funktioniert, erfordert in Spielen quasi für jede GPU einen eigenen Pfad - oder man optimiert halt nicht so stark, dann bringt's entsprechend weniger, verkehrt sich aber eben auch nicht so schnell ins Gegenteil, dass AC sogar auf Architekturen, die es eigentlich gut unterstützen, Performance kostet.
Ich habe da mal ein paar Tests mit einem von AMD optimierten n-Body-Collider gemacht (PCGH 04/2016, S. 40), bei dem AC isoliert von Gaming-Szenarien gemessen werden kann: Selbst dort, in einem von AMD optimierten Sample-Programm brechen auch die Radeon-Karten bei ungeeigneter Last-Kombination in der Performance mit AC ein, zeigen bei optimaler Kombination derselben Parameter (in dem Fall die Anzahl der simulierten Körper) bis zu ~19 Prozent Leistungszuwachs im Falle der R9 280X. Die mitgetestete Titan X zeigte sich im positiven wie negativen Sinne ziemlich unbeeindruckt von AC on/off.
For your convenience und mit nötigen Fußnoten (entschuldigt das english, hatte das gerade noch so vorliegen:
Notes:
*Measurements are approximations, do not nail them to the last percent.
*Fermi (with 358.70 drivers) behaves similar to Kepler/Maxwell, i.e. non-profit.
*With little (1.0) or no blending radius (0.0), obviously compute throughput limitations shrink as do gains from async compute
*With more blending (tried up to 100 radius), I could see more pronounced gains for Radeos in some cases (more stalling the compute pipe). Maximum was ~28% for R9 380X OC with 15,360 and 16,384 bodies
*HD Graphics 530 did not profit, as was expected, given what's known about the arch.
*Proof that depending on the arch, at some point you run into negative gains, depending on the compute load.
[edit]IMPORTANT: All values at normalized engine clock o 1,050 MHz![/edit]