Wenn man bedenkt das damals den Phenom Prozessor Jim Keller designt hat und AMD besser war als Intel, seit Jim keinen Prozi für AMD gemacht hat, war AMD irgendwie im Keller xD
Der erste Phenom war doch ziemlich fürs Klo weil geringe Taktraten, schlecht übertaktbar und hoher Stromverbrauch?
Und der zweite Phenom lag ja auch "nur" zwischen den Core 2 Quad- und Lynnfield-CPUs.
AMD hat Intel nur zu Zeiten der Athlon und Athlon XP richtige Probleme gemacht und mit dem Athlon 64 zumindest in der Spieleleistung dann überholt. Intel hatte zu der Zeit ja dann aber wieder den Vorteil von Hyperthreading.
AMD hat meines Wissens nach ja auch die ersten echten Dual-Cores gebracht? Nur kam dann irgendwann der Core 2 Duo und AMD hat seitdem nur über den Preis punkten können.
Natürlich wünsche ich mir, wie jeder neutrale Käufer, dass AMD mit den Zen-CPUs endlich wieder einen Anschluss findet. Wenn AMD sparsame IPC-starke Multicore-CPUs zu annehmbareren Preisen wie Intel auf den Markt wirft, wird Intel unter Zugzwang geraten. Bisher war der Bedarf zur Nutzung von mehr wie vier Threads in Programmen und Spielen ja nicht wirklich vorhanden - AMD war kaum verbreitet, da die CPUs nur in Multithread-Szenarien an Intel einen Anschluss gefunden haben, in den üblichen Anwendungen deutlich langsamer waren und dabei viel Strom verbraucht haben.
Intel hat in der Zeit im normalen Endkundenmarkt zu 90% CPUs mit vier Threads oder weniger (= alles außer i7-Quad Cores, also bis auf wenige Spielerechner bei denen Budget übrig war und produktiv genutzte Systeme) und dafür hoher Pro-Kern-Leistung und einer höheren Effizienz verbreitet und damit quasi die im gesamten Endkundenmarkt besseren CPUs gestellt (man war gerade mal bei einer flächendeckenden Optimierung für zwei Threads angekommen...). AMD hat quasi nur mit den APUs einen Erfolg gehabt.
Vergleichsweise wenige Anwender haben Core i7-Quad Cores oder gar die Intel-Sechskerner im PC. Und noch viel weniger Anwender einen Phenom II X6 oder einen FX-Prozessor (wo liegt der aktuelle Marktanteil von AMD im CPU/APU-Geschäft? 20%?).
In den allermeisten aktuellen PCs dürften daher aktuell CPUs mit vier Threads stecken (= Core i3, Core i5, die AMD-APUs und jeweils deren mobile Ableger), in vielen einfacheren Systemen sogar nur CPUs mit zwei Threads (Celeron, Pentium, Low End-APUs - beachtet hier vorallem die alten Core 2 Duo-Rechner, welche noch zahlreich bei Firmen und oft sogar nch bei Endkunden im Einsatz sind...).
Das sich multithreadfähige Software im Endkunden- und Client-Unternehmensbereich kaum verbreitet hat ist deshalb kein Wunder. Wo viele Threads gebraucht werden, gibt es ja entsprechende Produkte bereits... Im Endkundenbereich ist dies aktuell schlicht nicht nötig, da nur ein geringer Prozentsatz (ich wage zu behaupten, nur ein einstelliger Wert) einen Vorteil daraus ziehen würde. CPUs mit mehr wie vier Threads sind aktuell einfach zu teuer um sich im Endkundenbereich schnell zu verbreiten. Daher wäre es in unser aller Interesse, wenn AMD mit günstigeren CPUs und mehr wie vier Threads etwas Schwung in den Markt bringt.
Zen fällt für mich vermutlich aber erstmal flach, schließlich habe ich mir gerade erst einen 3930K gekauft. Mit der CPU und entsprechenden Takraten liege ich dann etwa auf dem Level von etwas geringer getakteten Haswell-E-CPUs und damit locker noch leicht über fiktiven Zen-Sechskernern (welche es ja voraussichtlich erstmal nicht geben wird...).