Jäger sind sehr wohl sinnig, jeder der z.B. Forstwirtschaft studiert hat, ist einer.
Jäger sind die, welche i.d.R. den Fangschuss anbringen, wenn ein Reh angefahren wurde.
Und es sind die, welche den Wildbestand im Zaum halten, das ist eben vor allem aus land- und forstwirtschaftlicher Sicht notwendig, auch wenn das den meisten Tierschützern nicht in den Hut passt.^^
Geht ein wenig ist off-topic, aber dennoch...
Ach, weißt du, ich bin mit einem leidenschaftlichen Jäger als Papa groß geworden und lebe derzeit im schönen Tirol, das voll von Jägern (meist Deutsche mit zu viel Kohle) und Förstern (das sind dann die Einheimischen) ist.
Die Tiere im Schwarzwald (Papa) wie auch in Tirol werden nachweislich und zu rein kommerziellen Zwecken an den Fütterungsstellen angefüttert, damit das Geschäft blüht und unsereins Wild essen kann.
So ist unsere Welt und es ist legitim und ich werde es akzeptieren müssen, auch wenn es mir persönlich nicht passt.
Dann sollen aber die Herren Jäger auch zu dem stehen, was sie betreiben, ein für Sie nettes Hobby, mit dem sich hervorragend Geld verdienen lässt.
Aber hinter fadenscheinigen Gründen eine Legitimität ableiten, zuerst anfüttern und dann die Bauern beschützen zu müssen, weil ja sonst die Ernte bedroht ist, ist genau so feige, wie die Jäger ihre Jagd betreiben.
Schön mit Wärmekissen und einem Schnapps auf dem Hochstand, ja nicht bewegen und schießen, wenn die Tiere gerade glauben, sie könnten in Ruhe äsen.
Und weisst du, wie viele Fangschüsse es Deutschlandweit nach Wildunfällen in 2017 gegeben hat? Genau 67 Stück bei über 11.000 Wildunfällen bei > 10.500 Geschwindigkeits-Mißachtungen der Verkehrsschilder wg. Wildwechsel...
Ich bin bestimmt kein radikaler Tierschützer im Sinne von PETA & Co., aber was daran Spaß machen sollte, ein Tier zu erschießen, verstehe ich einfach nicht.
Und als Sportschütze auf Pappscheiben zu ballern oder gar als Sammler sich an Waffen zu ergötzen ist nun mal für mich auch nicht nachvollziehbar.
Auch hier muss ich es akzeptieren, weil offensichtlich die Welt nach Waffen und deren Besitz dürstet.
Ich kenne jedoch kein einziges Argument, das mir hier den Reiz oder Sinnigkeit nahe bringen könnte.
Und jetzt wieder zum topic.
Wie können wir die Amis für ihre Freizügigkeit in Bezug aufs Waffenrecht verurteilen, wenn ganz offensichtlich in unserer Gesellschaft immer noch Verständnis oder sogar die Gier nach dem Besitz einer Waffe vorhanden ist?
Wenn in ganz Deutschland nur noch staatliche Organe (z. B. Polizei/BW) und evtl. bei Förstern (gaaanz kleine Sinnigkeit auch bei mir erkennbar) Waffen hätten und keine einzige Waffe in Privatbesitz wäre,
dann steht uns das moralische Recht der Kritik zu.