Nein, weil zu den Schulden inzwischen oft kein realer Gegenwert mehr vorhanden ist. Schulden an und für sich sind kein Problem, solange diese auch durch einen wirklich vorhandenen Gegenwert gedeckt sind (Gold, ect.,)
Wenn die Amis ihr Fort Knox ausleeren, dann ist auch Gold irgendwann nichts mehr wert. Zumindest als Anleger müsste man sich da Gedanken machen.
Die sahen strenger aus als sie am Ende wirklich gewesen sind. Nicht umsonst wurden sie von allen Seiten als nicht weitreichend genug kritisiert, sie boten zuviele Schlupflöcher.
Naja, hätte man das Regelwerk komplett so umgesetzt, hätte dies das Geschäftsmodell von Banken wie JP Morgan komplett zerstört.

Eigentlich war dieses Reglement ziemlich eindeutig; keine normale Bank sollte einen Hedge-Fond betreiben dürfen, während sie Kredite für Spareinlagen vergibt (also das Tagesgeschäft einer normalen Bank). Da hätte sich Obama direkt mit der Wall Street angelegt, die früher mit jenen fragwürdigen Methoden, wie derartigem Eigenhandel, ordentlich Kohle gescheffelt hatte.
Damals gingen Obamas Wahlgegner noch davon aus, dass eine wie Clinton nicht vor denen gekuscht hätte, aber die ist ja, wie sich später herausstellte, die Busenfreundin der US-Banken.

Nun, der fette Bronzestier im Financial District in New York steht nicht wohl nicht umsonst da rum.
Jobs retten ist aber nicht das gleiche wie neue Jobs schaffen. Sicher hat Obama Jobs in der Autoindustrie gerettet, aber davon ab hat er (die Demokraten) auch so einige Jobs unersetzt "vernichtet". Vor allem im Bereich des Kohlebergbaus. (ca. 5.000 Stellen) und halt keine neuen Arbeitsplätze geschaffen.
Die Arbeitslosenquote nahm unter Obama sehr stark ab, von irgendwas um die 15% auf unter 5% zum Ende seiner Amtszeit hin. Das widerspricht einfach dem Argument, dass ein Demokrat nicht für Arbeitsplätze sorgen würde, Bush hatte als Rep für ein fast historisches Hoch gesorgt. Wäre Obama nicht für die Automobilindustrie eingesprungen, wäre die Quote noch viel höher geworden. Wenn ich also weißer ohne Hochschulabschluss in den USA wäre, hätte ich vom Arbeitsmarkt aus gesehen eigentlich keinen Grund einen Rep einem Demokraten vorzuziehen, wenn man von Obama ausgeht.^^
Sicher ist die AfD im Kern nichts anderes als der rechte Flügel von Union und die liberale Spitze der FDP, aber es ist halt nicht SPD, CDU/CSU und Grüne. Das reicht verschiedenen Wählern schon, egal ob da nur stumpfer Populismus betrieben wird.
Und es reicht vor allem schon um die "etablierten" Parteien zur Verzweiflung zu treiben. Merkt man ja, bis auf Angiftungen gegen den Populismus der AfD bekommen SPD und CDU nicht viel auf die Reihe.
Statt jetzt endlich mal durch bürgernahe Politik zu punkten (bezahlbare Wohnungen, Berufsperspektiven, Breitbandausbau für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, mehr soziale Gerechtigkeit, usw.) beißt und kläft man lieber wie ein die Enge getriebenes Tier und hält stur am eingeschlagenen Kurs fest.
Ich würde sagen, es ist ein gesellschaftlicher Wandel, der mitverantwortlich für die heutige Bürgerstimmung ist. Mein Vater sagt immer wieder, der heutigen Gesellschaft geht es einfach zu gut, zu viel wird als selbsverständlich erachtet. Ich persönlich bin der Meinung, dass in einem Land wie Deutschland, wo es Hartz IV, Sozialhilfe, postschulische Bildungsmöglichkeiten sowie fast kostenlose Studiengänge gibt, jeder es zu was bringen kann, wenn er nur an sich selber arbeitet. Natürlich schafft es nicht jeder zum Youtoube-Millionär, das ist klar.
Aber vielen denen es nicht wirklich gut geht, schieben es häufig auf die erfolgreichere Gesellschaftsschicht und brauchen in schlechten Zeiten einen Sündenbock, auf den sie ihre gesammelte Wut abladen können. Ob das jetzt die Politik oder Flüchtlinge sind, spielt oft gar keine Rolle mehr. Jeder denkt nur noch an sich selbst, will sich mit politischen Dingen erst gar nicht beschäftigen (aber dann für Missstände sofort selbige verantwortlich machen) und wenn doch muss die Info möglichst schnell, einfach und am besten noch unterhaltsam verpackt sein, siehe Boulevard-Medien.

Und dort ist dann meist wichtiger, welches Promi-Pärchen sich schon wieder getrennt hat, als so Sachen wie TTIP oder die PKW-Maut. Irgendwie kommt es mir so vor, als zähle heute nur noch Bequemlichkeit, Impulsbefriedigung und schnelle Unterhaltung.


Das Problem mit den etablierten Parteien wiederum ist, dass sie einfach so wirtschaftsgesteuert und vom Volk abgekoppelt sind.
Anstelle mal den schon seit langem und seit der Flüchtlingskrise erst recht benötigten Wohnraum zu bauen und damit Wohnpreise zu senken, werden lieber milliarden Steuergelder für einen Flughafen, ein Hauptbahnhof oder ein Konzerthaus verschwendet. Und das nicht mal in Metropolen, nein auch andere (Groß)Städte scheinen kein Interesse mehr am Gemeinwohl zu haben. Augsburg z.B. schmeißt seit bald über 5 Jahren Geld für sinnlose Um- und Neubauarbeiten raus, die wegen Planungsfehlern erst mit Jahren Verspätung fertig werden - und das obwohl man schon Jahre im Voraus wusste, dass z.B. der stadtweit größte Schulkomplex nicht nur dringend renovierungsbedürftig ist, sondern sogar noch der Brandschutz nicht funktioniert.
Das ist eben bezeichnend für die Politik heute, jeder wirtschaftet nur noch in die eigene Tasche und kümmert sich nur um seine Wählerschaft, wenn Wahlen anstehen. Danach macht jeder das, was er und/oder die Wirtschaft will.
Eigentlich sollten Politiker ja sowas vie Volksvertreter sein. Heute sind sie allesamt Wirtschaftsvertreter. Sieht man gut an Merkel und Gabriel.

Und dann fängt man an - unüberlegt und impulsgesteuert - Parteien wie die AfD, Front National oder Donald Trump zu wählen.
