Ich stimme Illithide da zu, es ist schon ungewöhnlich das der Marktführer derart hart die Möglichkeiten ausnutzt und die Karten mit der Wattage derart auf Kante näht. Das hätte man nicht gemacht wenn man kein Konkurrenzfähiges Produkt von AMD erwartet.
Ich denke nicht das AMD was schnelleres liefern wird als die 3090, aber das müssen Sie auch nicht. Eine gute Karte mit 16GB Ram wird Ihre Käufer finden zu nem fairen Preis.
Vermutete 500Watt bei einigen Customs grenz doch schon an Wahnsinn. Das kann doch keiner mehr kühlen.
Da ist nichts in irgendeiner Art "kurfrisitg übers Knie gebrochen" worden, weil das bei so etwas gar nicht geht. Hier musste man von langer Hand mit Micron absprechen und vertraglich festlegen, dass der schnelle Speicher zur Verüfung stehen würde, man hat die Boardpartner schon Anfang diesen Jahres Trockenübungen bzgl. des Backdrill-Verfahrens durchführen lassen und am Ende ist an dem SI-Setup auch nichts überraschendes, weil es, wenn man auf HBM verzichten wollte, mehr oder weniger nur diese beiden Varianten gegeben hat.
Entweder 512 Bit mit Standardbausteinen oder 384 Bit mit schnellen OC-Bausteinen.
Darüber hinaus sind die 512 Bit bei AMD auch keinesfalls überraschend, wenn sie auf HBM verzichten wollten. Viel oder gar mehr Speicher zu bieten, ist für AMD ein marktstrategisches Element, dass man von ihnen als Underdog erwartet, denn einfach nur mit exakt vergleichbaren Karten aufzuwarten, würde sie zwingen deutliche Preisnachlässe zu geben und sie würden dennoch kein Wachstum verzeichnen. AMD muss hier mehr bieten und von daher konnte man sich leicht ausrechen, dass 12 GiB (384 Bit) voraussichtlich zu knapp und eher unwahrscheinlich bei ihnen werden. Mit GDDR wäre dann die nächste Ausbaustufe zwangsweise 24 GiB gewesen, was aber zu einem Bandbreitenproblem führt, also entschied sich AMD für 512 Bit (auch nichts Neues) und verwendet günstige Standardbausteine (vermutlich 16 Gbps im HighEnd).
nVidia hat sich überlegt wie ein aus ihrer Sicht sinnvoller Portfolioaufbau aussehen könnte und entschieden, dass sie nicht mit der einfachen Variante 512 Bit kontern und quasi das gleiche bieten wollen, sondern dass sie mehr Flexibilität bzgl. des Speicheraufbaus haben wollen und das ging in diesem Falle nur sinnvoll durch eine Verringerung der Bit-Breite des SIs, was es aber gleichzeitig erforderlich machte, schnellere Bausteie zu verwenden, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die Speicherbandbreitenanforderungen dieser Generation stärker steigen werden aufgrund der nochmals signifikant steigenden Raytracing-Leistung. Das war schlicht einfaches Kalkül.
So wie das Portfolio aktuell aufgebaut ist, scheint nVidia zu erwarten AMDs HighEnd-Karte bereits mit der 3080 "einfangen" zu können *) und kann diese voraussichtlich zwischen einer 10 GiB- und 20 GiB-Variante einkeilen.
Ebenso absehbar wird es von AMD eine abgespeckte, kleinere 12 GiB-Variante geben und die hängt dann zwischen der 3070 und 3080. Vermutlich wird diese leistungstechnisch etwas über der 3070 rangieren. Von unten kommt dann die 3070 mit 8 GiB, da drüber wird die 3080 mit 10 GiB rangieren und die voraussichtlich auch erscheinende 3070 mit 16 GiB wird eine Zwischenposition einnehmen und die Kunden bedienen, die nicht so viel ausgeben wollen, aber einem üppigen Speicherausbau einen hohen Stellenwert einräumen.
*)
Wobei das "Einfangen" bei dieser Generation wohl ein differenzierter zu betrachtender Sachverhalt sein wird, denn im Gegensatz zu früher gibt es hier nun die Komponenten Rasterizer-Leistung und Raytracing-Leistrung und bei letzterer bleibt zu Vermuten, dass hier nVidia mit Ampere einen größeren Sprung machen wird. Wie bewertet man nun zwei Karten, von denen die eine etwas weniger Rasterizer-Leistung hat, dafür aber ggf. mit deutlich mehr Raytracing-Leistung aufwarten kann?
Ich gebe offen zu, daß ich nicht 100% auf dem Laufenden bin. Inwiefern sind Tensor-Kerne ein "grafisches Highlight"?
Wer hat so etwas behauptet? Abseits dessen: Tensor Cores werden u. a. für die schnellere Berechnung von DLSS (KI-basiertes Upscaling) verwendet. Die einen sehen das so, die anderen so. Mit dem Feature kann man zumindest tendenziell eher höhere Auflösungen auf kleineren Karten spielen. Beispielsweise Death Stranding kann man tatsächlich gar mit einer RTX 2060 in 4K mit DLSS spielen. Ohne rutscht man dagegen in den 30er FPS-Bereich. Was es für Consumer zukünftig noch bringen wird (DLSS 3.0?) wird man abwarten müssen. Daneben gibt es noch mit RTX Voice eine Rausch- und Nebengeräuscheunterdrückung für den Sprachchat, die ebenfalls passabele Resultate liefert.