Majima
Komplett-PC-Aufrüster(in)
Ich hatte diese Woche erst wieder das Vergnügen, selbst zu sehen, an welchen kleinen Dingen ein kompletter Linux-Umstieg am Ende scheitert:
Ich wollte Project DIVA, das ich mit dem originalen PS4-Arcade-Controller von HORI zocke, für den es ausgelegt ist, unter Proton zum Laufen bringen. Erste Hürde: Die Mods, darunter essenzielle wie ein alternativer Frameraten-Limiter zur Aufhebung des 60-fps-Caps, wurden nicht geladen. Kurz gegoogelt, Problem mit Startkommandos behoben. Controller eingestöpselt, und das Ding ist auf Linux praktisch unbenutzbar. Der Kreis-Button wird gar nicht erst registriert, wenn man ihn drückt, und die restlichen sind komplett falsch zugewiesen (wobei Kreuz und Quadrat beim Einstöpseln im Wechsel mal als A und B, mal als B und A erkannt werden). Auch das Spiel scheint überhaupt nicht zu erkennen, dass es gerade mit einem PS4-Controller spricht, wie die Icons im Menü zeigen. Dabei habe ich das Feature, dass Steam den Controller in einen emulierten Steam-Controller übersetzt, extra abgeschaltet, weil es bei dem Spiel unnötig ist und sonst nur Probleme mit dem Touch-Slider bringt, der unter Linux im speziell dafür gedachten „Arcade“-Modus auch nicht funktioniert wie er soll. Ihr werdet es schon ahnen: Unter Windows starte ich das Spiel, stöpsle das Ding ein und es funktioniert alles tadellos. Ein Systemtool, mit dem ich mir überhaupt mal den Controller anzeigen lassen und ihn ggf. kalibrieren könnte, habe ich auch nicht gefunden. Nach zwei Stunden ohne Lösung habe ich dann unverrichteter Dinge aufgegeben und jetzt liegt die Sache erst mal auf Eis.
Und das ist es, was mich immer wieder abnervt und weshalb Linux auch niemanden aus der Windows-Bubble hinter dem Ofen hervorlockt, bei dem Freiheit und Datensicherheit nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen: Jedes Mal, wenn man als Endanwender mit seinem Rechner etwas machen will, was über Office, E-Mail, Surfen und Katzenbilder angucken hinausgeht, wird man unter Linux erst mal mit Problemen konfrontiert, die für den Laien unter Windows schon gelöst waren. Aus dessen Sicht ist dann auch egal, ob daran Linux oder die Software-/Hardwarehersteller schuld sind – er ist am Ende derjenige, der den Mehraufwand hat.
Ich wollte Project DIVA, das ich mit dem originalen PS4-Arcade-Controller von HORI zocke, für den es ausgelegt ist, unter Proton zum Laufen bringen. Erste Hürde: Die Mods, darunter essenzielle wie ein alternativer Frameraten-Limiter zur Aufhebung des 60-fps-Caps, wurden nicht geladen. Kurz gegoogelt, Problem mit Startkommandos behoben. Controller eingestöpselt, und das Ding ist auf Linux praktisch unbenutzbar. Der Kreis-Button wird gar nicht erst registriert, wenn man ihn drückt, und die restlichen sind komplett falsch zugewiesen (wobei Kreuz und Quadrat beim Einstöpseln im Wechsel mal als A und B, mal als B und A erkannt werden). Auch das Spiel scheint überhaupt nicht zu erkennen, dass es gerade mit einem PS4-Controller spricht, wie die Icons im Menü zeigen. Dabei habe ich das Feature, dass Steam den Controller in einen emulierten Steam-Controller übersetzt, extra abgeschaltet, weil es bei dem Spiel unnötig ist und sonst nur Probleme mit dem Touch-Slider bringt, der unter Linux im speziell dafür gedachten „Arcade“-Modus auch nicht funktioniert wie er soll. Ihr werdet es schon ahnen: Unter Windows starte ich das Spiel, stöpsle das Ding ein und es funktioniert alles tadellos. Ein Systemtool, mit dem ich mir überhaupt mal den Controller anzeigen lassen und ihn ggf. kalibrieren könnte, habe ich auch nicht gefunden. Nach zwei Stunden ohne Lösung habe ich dann unverrichteter Dinge aufgegeben und jetzt liegt die Sache erst mal auf Eis.
Und das ist es, was mich immer wieder abnervt und weshalb Linux auch niemanden aus der Windows-Bubble hinter dem Ofen hervorlockt, bei dem Freiheit und Datensicherheit nicht ganz oben auf der Prioritätenliste stehen: Jedes Mal, wenn man als Endanwender mit seinem Rechner etwas machen will, was über Office, E-Mail, Surfen und Katzenbilder angucken hinausgeht, wird man unter Linux erst mal mit Problemen konfrontiert, die für den Laien unter Windows schon gelöst waren. Aus dessen Sicht ist dann auch egal, ob daran Linux oder die Software-/Hardwarehersteller schuld sind – er ist am Ende derjenige, der den Mehraufwand hat.
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