News Nitrux 3.5: Spieler sollten sich diese Linux-Distribution ansehen

Aber ich brauche dann zum spielen zwingend Steam und muss es auch da kaufen?
Das kann ja dann auch nicht die Lösung sein.
Es muss nicht zwingend da gekauft werden. Aber es muss dort registriert sein.
Nicht ganz korrekt. Nicht "muss" - "kann dort integriert werden" (Stichwort "non-Steam game" in Steam).
Steam mit seinem Proton ist halt eine sehr einfache und bequeme Art. Valve kümmert sich um fast alles.
Kaufen, klicken, los.

Aber Du bist nicht darauf als einziges festgelegt. Du kannst auch andere Plattformen nutzen oder Stand-Alones (wie z.B. Boxed Käufe mit CD/DVD/Blu-Ray).
Gerade Lutris ist da sehr weitreichend, was die möglichen Quellen angeht.
Bei anderen Plattformen wie GOG, Epic Games Store und Amazon's Prime Gaming hat man z.B. die Möglichkeit über HeroicGamesLauncher, oder halt auch Lutris, oder einbinden der Titel über Steam, oder ...
Auch Bottles bietet für viele Stand-Alone-Spiele (gerade oft solche aus dem z.B. Indie-Bereich, Crowdfunding, itch.io oder JRPG's etc.) eine braktische Möglichkeit.
 
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Ich will hier nicht missionieren und es gibt sicher Titel welche unter Linux auch nicht laufen. Aber so pauschal ist es halt nicht.
Ja mit einer VM ausprobieren, eventuell auch mit einem parallel System.
Gerade im Gaming Bereich hat sich da sehr viel getan.
Soll jeder mit dem OS arbeiten welches ihm mehr Vorteile oder halt am wenigsten Nachteile bietet.
Er wird's auf einer VM auch nicht hinbekommen, weil er wahrscheinlich schon am VFIO-Passthrough scheitert oder manche Spiele garnicht so dolle in einer VM laufen.
VM richtig zu nutzen und dann auch noch für Gaming ist nicht so einfach. Das Scheitern ist schon vorprogrammiert. Und dann heisst es am Ende wieder: "Hab's probiert, geht nicht, Linux ist ***".

Nicht mein Problem.
 
6.8 ist ja gerade eben erst EOL-angekündigt worden. Der ist immer noch sehr sehr sehr aktuell. Nur wird er in Zukunft nicht weiter maintained. Ist ja nicht schlimm - dann wird dann auf einen neueren LTS oder sonstige Kernel-Version gewechselt. Macht Euch mal frei von den Gedanken, dass nur weil etwas nicht die aller aller neueste mögliche Versionnummer hat, es darum schlecht ist.
Fehlerkorrekturen und Scherheitspatches werden auch abwärts noch für supportete Kernel eingepflegt.
Naja, EOL heißt ja eigentlich schon, dass er eben nicht mehr supportet wird. Aber dann wird der aktuell verwendete Kernel beim nächsten Sicherheitsupdate, wie du ja schon mindestens mal angedeutet hast, halt nicht durch einen gepatchten Kernel der gleichen Version, sondern durch die nächste Version ersetzt und bei Distros, die mehr Wert auf Stabilität als Aktualität legen, kommen eben LTS-Kernel zum Einsatz.
Nein das Problem sitzt nicht vor dem PC. Ich hatte es doch selber ausprobiert. Auf der steam Seite zu Max Payne 2 ist nur von Windows 2000 und Windows XP die Rede
Gerade bei älteren Spielen stammen die Anforderungen oft aus einer Zeit, in der es Proton noch gar nicht gab und die werden nun mal nur in seltenen Fällen aktualisiert. Viele Spiele bieten keinen offziellen Linux-Support, laufen aber mit der Kompatibilitätsschicht einwandfrei. Es ist aber irgendwie schon ein bisschen unglücklich, dass die standardmäßig deaktiviert ist.
Er wird's auf einer VM auch nicht hinbekommen, weil er wahrscheinlich schon am VFIO-Passthrough scheitert oder manche Spiele garnicht so dolle in einer VM laufen.
Die Befürchtung habe ich leider auch. Aber ich hantiere zu wenig mit grafischen VMs rum, um das genau einschätzen zu können.
 
Ja so meine ich das. Wobei der Weg zum künftigen Kauf bei Steam vorgezeichnet ist. War zumindest bei mir so. Ist halt auch bequem.
Ich kaufe trotzdem alles bei GOG, was auch nur irgendwie dort verfügbar ist/wird.
Wegen DRM-frei und "Besitzen"/offline.

Sogar viele Spiele, die ich zuerst bei Steam hatte und dann bei GOG kamen - kaufe ich dann grad nochmal.
Klar ist Steam ganz bequem am Anfang. Bei mir überwiegen jedoch andere Ansprüche ;)

Egal wie, Du bist jedenfalls nicht beschränkt auf eins.
 
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Naja, EOL heißt ja eigentlich schon, dass er eben nicht mehr supportet wird. Aber dann wird der aktuell verwendete Kernel beim nächsten Sicherheitsupdate, wie du ja schon mindestens mal angedeutet hast, halt nicht durch einen gepatchten Kernel der gleichen Version, sondern durch die nächste Version ersetzt und bei Distros, die mehr Wert auf Stabilität als Aktualität legen, kommen eben LTS-Kernel zum Einsatz.
Ach menno @empy, jetzt mach's mir doch nicht so schwer ;)

Ich habe auch nicht gesagt, dass er weiter supported wird. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass "6.8 stable" gerade eben erst am .. ja, genau am 30.05.2024 mit 6.8.12 sein letztes update erhalten hat und EOL deklariert wurde. Damit ist er nun nicht besonders veraltet. Das ist noch ganz tau-frisch und kein Grund zur Panik.

Die ganzen LTS wurden durch die Bank eben erst am 25.05.2024 geupdated und währen damit sogar noch "älter" :ugly:
 
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Ich veräppel dich nicht. Ich habe das Silent Hill 2 Remake schon seit 2022 auf meiner Steam Wunschliste. Und unter dem Systemvoraussetzungen von dem Game auf der Steam Seite, ist nur von Windows als Systemanforderung die Rede. Da wird Linux nicht einmal erwähnt.
Das liegt daran, dass die Spiele (nicht nur Silent Hill) keine offizielle Linuxunterstützung und Build haben. Über die Kompatibilität mit Linux via Wine/Proton oder im Fall von nicht portierten Konsolenspielen über Emulatoren, sagt das aber nichts aus.
Okay, ich werde es testen. Unter einer virtuellen Maschine. Falls es nicht klappt. Funktioniert es nicht.
Da musst du aber auch dran denken, dass es sich um eine VM handelt. Solltest du kein CPU- und GPU-pass through eingerichtet haben, läuft jedes Spiel, falls überhaupt, ziemlich scheiße. Das gilt für alle Betriebsysteme, inklusive Windows.
Falls du Linux mit nativer Performance ausprobieren willst, würde ich dir vorschlagen ne eigene Partition anzulegen (z.b. 40GiB Linux + xxx GiB Spiel/e die du ausprobieren willt) und Dualboot zu benutzen
 
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Geht, einfach in Steam den Pfad zur entsprechenden Bibliothek angeben. Sollten die Spiele ursprünglich unter Linux installiert worden sein, muss man allerdings darauf achten, dass die Partition in einer für Windows lesbaren Formatierung angelegt wird, da sonst von Windows ein Zugriff natürlich nicht möglich ist.

Danke.
Ich würde meine aktuelle Ordnerstruktur so lassen und nur ein Linux auf einer eigenen Partition dazu packen, falls ich es mir mal anschauen werde.
 
Das einzige das mich derzeit abhält mal permanent auf ein Linux zu wechseln ist, dass ich immer mal wieder Hardware habe, für die es einfach keine Linux Treiber gibt (weder offiziell noch custom made).

Beispiel: Habe für VR Sim Racing einen Motion Seat und für den gibt's halt leider keine Linux Treiber. Klar, die Software dafür könnt ich mit Wine starten, bringt mir aber halt nix wenn das Ding nicht mit dem Seat kommunizieren kann. :/
 
Weißt du, ob man dann mit Windows und Linux auf die gleichen Steam Spiele Installationen zugreifen kann? Oder muss man für Linux die Spiele neu installieren?
Das weiß ich leider nicht, aber andere sind da mehr drin im Thema.
Ich hab Spiele unter Linux extra installiert, diese dann unter Win bewusst ausgelassen. (außer csgo, das hatte ich oft parallel unter beiden Systemen installiert)
 
"Kleine Dinge"?
Du berichtest hier von einem sehr sehr speziellen Bastler-Extremfall, in einem ausgesprochenem Tinker-Hobbisten-Kreis und versuchst einen Windows-Lösungsansatz 1:1 zu übertragen.
Mit „kleinen Dingen“ meinte ich, dass das immer so Sachen sind, die oberflächlich nur wenige betreffen und daher von den meisten, gerade unter den alteingesessenen Linuxern, für verzichtbar erachtet würden, wenn man sie als Gründe anführte, bei Windows zu bleiben.

Der Controller verhält sich bis auf den Touch-Slider wie ein ganz normaler DualShock 4 (verfügt auch zusätzlich über die zwei Analogsticks) und lässt sich auch entsprechend einsetzen, auch wenn ich mir die Bedienung anderer Titel eher sperrig vorstelle. Er lässt sich sogar per Schalter auf einen entsprechenden Modus umschalten. Und das Spiel hat die Unterstützung für den Controller und die spezielle Arcade-Bedienung auch selbst eingebaut. Ich habe leider keinen DualShock 4 zur Hand, um zu überprüfen, ob der unter Linux dieselben Probleme hat, aber es muss eigentlich daran liegen, dass entweder Linux Mint mit PS4-Controllern nichts anfangen kann (was ich mir nicht so recht vorstellen kann), dass die Emulationsschicht dazwischenfunkt. Ganz am Anfang hat Steam auch aufgrund eines Metadatenfehlers automatisch die Steam-Controlleremulation eingeschaltet, wenn der Controller angeschlossen war und das Spiel gestartet wurde, was die Erkennung des Touch-Sliders zerschossen hat. Die Lösung war dann, erst das Spiel zu starten und dann den Controller anzuschließen, da das Spiel hotplugfähig ist, seitdem ist unter Windows Ruhe. Auf Linux geht der Spuk jetzt von vorn los.

In meinem Fall mag das jetzt ein eher spezielles Beispiel sein, aber es steht halt sinnbildlich dafür, wie einem das Leben unter Linux schwer gemacht wird, sobald man irgendeine Hard- oder Software einsetzen will, die vom „Standard“ abweicht. Bei mir ist das jetzt der Controller, bei vielen anderen dafür die Webcam. Und anders als ich haben diese Leute weder Zeit, noch Nerven, sich mit der Suche nach Lösungen dafür rumzuschlagen. Die sind dank Windows gewohnt, dass sie ihr Gerät anschließen und es funktioniert, haben eine entsprechende Anspruchshaltung, merken, dass das bei Linux nicht so läuft, und fragen sich dann (durchaus zu recht), warum sie sich damit rumschlagen sollten, wenn es da schon mal ein System gab, wo der Kram einfach funktioniert, ohne ihnen jedes Mal auf die Nerven zu gehen. Man sollte dabei nicht vergessen, dass so unkompliziertes Plug-and-Play bei Hardware unter Windows auch lange keine Selbstverständlichkeit war. Dass Windows so ziemlich alle gängigen Treiber mit an Bord hat, ist erst seit Windows 10 wirklich der Fall, aber das sind halt auch schon immerhin fast 10 Jahre.
 
Das weiß ich leider nicht, aber andere sind da mehr drin im Thema.
Ich hab Spiele unter Linux extra installiert, diese dann unter Win bewusst ausgelassen. (außer csgo, das hatte ich oft parallel unter beiden Systemen installiert)
So hab ich das normalerweise auch. Vor ein paar Tagen hab ich hier gelesen das es nicht notwendig ist. Musste ich natürlich ausprobieren. Also mit Division 2 und Dead Space erstmal getestet und klappt ohne Probleme. Bei Steam genauso.
 
Also ich habe die Erfahrung gemacht dss ganz alte games auf Linux besser laufen als auf Windows.
Z.b shogo ist mir auf Windows 11 immer wieder random abgestürzt egal was ich auch gemacht habe ,auch dgvoodoo hat keine Abhilfe geschaffen.
Auf Linux läuft es einfach. Und bei star wars podracer bin ich bei Windows 11 oft beim ladebildschirm hängen geblieben. Auf Linux kein Problem.
Also bei Windows ändert Microsoft anscheinend immer mal wieder Dinge am os die dann auch direkten Einfluss auf games haben und wenn das dann nur ältere Games betrifft interessiert es Microsoft einfach kein bisschen.
Bei Linux habe ich das Gefühl wenn es läuft dann läuft es und wird nicht durch Updates vom os irgendwann wieder kaputt gemacht,liege ich da richtig?
Außerdem muss man sagen das valve auch noch fixes für 20 Jahre alte games released und diese durch proton dann für alle Linux Desktops verfügbar sind, Microsoft macht sowas nicht.
 
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Ich habe auch nicht gesagt, dass er weiter supported wird. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass "6.8 stable" gerade eben erst am - genau am 30.05.2024 mit 6.8.12 sein letztes update erhalten hat und EOL deklariert wurde. Damit ist er nun nicht besonders veraltet. Das ist noch ganz tau frisch und kein Grund zur Panik.
Das habe ich ja auch nicht gesagt. Ich wollte nur noch mal den Grund dafür, dass es kein Grund zur Panik ist, noch mal etwas genauer ausführen, weil ich den Eindruck hatte, dass es als ein generelles Problem wahrgenommen wurde, wenn eine Distroversion eine bestimmte Kernelversion nutzt, die nicht mehr unterstützt wird. Was mich aber jetzt ehrlich wundert: Ubuntu 24.04 ist eine LTS-Version, nutzt aber Kernel 6.8 statt 6.6. Den kann man natürlich auch später noch mal ersetzen, aber so ist das bei LTS-Versionen von Distros ja eigentlich nicht gedacht.
Die sind dank Windows gewohnt, dass sie ihr Gerät anschließen und es funktioniert, haben eine entsprechende Anspruchshaltung, merken, dass das bei Linux nicht so läuft, und fragen sich dann (durchaus zu recht), warum sie sich damit rumschlagen sollten, wenn es da schon mal ein System gab, wo der Kram einfach funktioniert, ohne ihnen jedes Mal auf die Nerven zu gehen.
Für mich ist da einfach ganz klar, dass es am Hardwarehersteller hängt, wenn was nicht funktioniert. Der spart sich schließlich den Support und deswegen werde ich ihm das auch ankreiden. Ich sehe aber auch, dass das nicht viel hilft, wenn man extrem nischige Hardware nutzt, wo man nicht einfach einen anderen Anbieter nutzen kann, der seinen Job besser macht. Aber ich würde mich in dem Fall trotzdem mal beim Anbieter beschweren, damit er weiß, dass Bedarf besteht.
Bei Linux habe ich das Gefühl wenn es läuft dann läuft es und wird nicht durch Updates vom os irgendwann wieder kaputt gemacht,liege ich da richtig?
Ich glaube, dass das Problem eher ist, dass es auch viele Spiele gibt, die sich nicht an die Vorgaben halten, die die Schnittstelle zum Betriebssystem vorgibt. Wenn sich dann was am Betriebssystem ändert, kann es halt sein, dass Dinge, die außerhalb der Vorgaben liegen, aber trotzdem funktioniert haben, nicht mehr funktionieren und dann kracht es halt und wenn das Spiele sind die zu verschiedenen Zeitpunkten erschienen sind, brauchen die vielleicht ein bestimmtes Verhalten außerhalb der Schnittstellenspezifikation, das sich gegenseitig ausschließt. Deshalb bezweifle ich, dass man das Problem grundsätzlich beseitigen kann, wenn man das Betriebssystem durch eine Schnittstelle ersetzt, die das Betriebssystem vorgaukelt. Aber vielleicht lässt die sich besser kompatibel konfigurieren. Meine Paradebeispiele für Spiele, die in meiner Erfahrung extrem wählerisch sind, worauf sie laufen, sind Cossacks 2 und Industriegigant 2.
 
Wer Nvidia Karten nutzt alle Nvidia Features nutzen will, immer Day-One dabei sein will, HDR VRR problemlos nutzen will und auch noch UNDERVOLTING ala MSI Afterburner voraussetzt, ist schlicht bei Linux falsch. Solange Nvidia und Spiele Devs keine nativen Spiele/Programme erstellt, bleibt Linux wie bisher mit knapp 4% eine Gaming Nische. Tolle Leistung bisher mit Proton etc. aber man muss immer dran bleiben. Proton Updates oder doch Proton-GE, vielleicht doch über Wine? Alles Mist. Finger weg, es dauert noch Zeit. Denke 3-5 Jahre. Ich bin laufend dabei Teste nahezu wöchentlich Distros.
 
Wer Nvidia Karten nutzt alle Nvidia Features nutzen will, immer Day-One dabei sein will, HDR VRR problemlos nutzen will und auch noch UNDERVOLTING ala MSI Afterburner voraussetzt, ist schlicht bei Linux falsch.
Das stimmt wohl oder übel zumindestens größtenteils.
Tolle Leistung bisher mit Proton etc. aber man muss immer dran bleiben. Proton Updates oder doch Proton-GE, vielleicht doch über Wine? Alles Mist. Finger weg, es dauert noch Zeit.
Das wiederum halte ich für maßlos übertrieben. Sehr viel läuft einfach.
 
In meinem Fall mag das jetzt ein eher spezielles Beispiel sein, aber es steht halt sinnbildlich dafür, wie einem das Leben unter Linux schwer gemacht wird, sobald man irgendeine Hard- oder Software einsetzen will, die vom „Standard“ abweicht.
"Sinnbildlich" ist schwierig. Das ist ein sehr spezieller Fall wie gesagt.
(Guck mal, ich hab das auf die schnelle gefunden:
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, viellecht ist da schon was rumgekommen?)

Wenn Du genau von so einem Betroffen bist und keine Alternativen findest, musst Du wohl oder übel das System verwenden, dass Dir dies ermöglicht - welches auch immer das sein möge.
"Das Leben unter Linux schwer gemacht" ist mir zu pauschal. Genauso gibt es andere Sachen, die Dir unter Windows schwer gemacht werden und die unter Linux super funktionieren.
Zieh z.B. mal Deinen ganzen User-Account mit allen Daten und Programmen auf eine andere Festplatte, anderen Rechner um, oder trage sie auf USB-mit Dir (legal!) - bzw. stecke deien SSD einfach in den anderen Rechner und starten diesen damit (OHNE Neuinstallation!). Mach das mal auf Windows, unter Linux geht das.
oder Live-boote mal Windows (hängt ein bisschen mit dem obigen Punkt "SSD umstecken" zusammen, aber auch Performance), oder habe verschiedene Desktop-Umgebungen installiert, oder passe Dein System modular auf Deine Bedürfnisse an (Tausche einzelne Komponenten des OS gegen andere aus: einen anderen Filemanager, anderer Windowmanager, oder habe Unterstützung für ältere Hardware und verschiedenste Architekturen (64bit, 32bit, sogar 16bit ...,, x86, AMD64, ARM, Sparc, PowerPC, IBM Mainframes, etc.), sei nicht Vendor-gebunden und umgehe Vendor-lock-in, usw.

Ich bin sicher, es gibt genügend Bastler-Fan-Projecte auf Linux, wo Du andersrum nichts brauchbares unter Windows findest - wie etwa das ASUS Tinker Board mit Ubuntu oder der recht universelle Maus-Konfigurator "Piper".


Bei mir ist das jetzt der Controller, bei vielen anderen dafür die Webcam. Und anders als ich haben diese Leute weder Zeit, noch Nerven, sich mit der Suche nach Lösungen dafür rumzuschlagen. Die sind dank Windows gewohnt, dass sie ihr Gerät anschließen und es funktioniert, haben eine entsprechende Anspruchshaltung, merken, dass das bei Linux nicht so läuft, und fragen sich dann (durchaus zu recht), warum sie sich damit rumschlagen sollten, wenn es da schon mal ein System gab, wo der Kram einfach funktioniert, ohne ihnen jedes Mal auf die Nerven zu gehen.
Ja, wenn man sich in die Abhängigkeit und auf diese Strasse begab, dann bist Du erst mal da.
Je mehr solcher Abhängigkeiten, desto gebundener bist Du. Dann muss man schon Energie und Zeit investieren.
Wenn man de nicht aufbringen will, bleibt einem nur die vorgefertigte Mainstream-Kröte zu schlucken, die Dir aber bald ältere Zöpfe abschneidet und diktiert was Du machen darfst/kannst und was nicht.

Ohne Bastlerbemühungen und Leute, die sich mit dem HORI PS4-Kontroller und Project DIVA beschäftigen, hätten solche Leute auch keinen Nutzen unter Windows. PS4 ist ja nu nicht gerade Windows, da haben andere viel Zeit reingesteckt, getüftelt und ausprobiert, um das überhaupt zu ermöglichen. Das kommt bestimmt nicht von Sony, Microsoft oder einer anderen Firma.

Man sollte dabei nicht vergessen, dass so unkompliziertes Plug-and-Play bei Hardware unter Windows auch lange keine Selbstverständlichkeit war. Dass Windows so ziemlich alle gängigen Treiber mit an Bord hat, ist erst seit Windows 10 wirklich der Fall, aber das sind halt auch schon immerhin fast 10 Jahre.
Bitte was? Windows hat alle gängigen WAS mit an Bord?
Sobald es speziell wird hat Windows eben nichts mehr mit an Bord. Dass da überhaupt was existiert ist dann dem Verkäufer der Hardware geschuldet.
 
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Was mich aber jetzt ehrlich wundert: Ubuntu 24.04 ist eine LTS-Version, nutzt aber Kernel 6.8 statt 6.6. Den kann man natürlich auch später noch mal ersetzen, aber so ist das bei LTS-Versionen von Distros ja eigentlich nicht gedacht.
Wieso? Ein LTS-Linux muss doch nicht zwangsläufig auf einen LTS-Kernel setzen?
6.8 ist ein stabiler, gut getesteter Übergangs-Kernel. Vermute, der wird bald durch 6.9 oder 6.10 ersetzt.

Schau Dir mal vergangene Ubuntu-LTS-Releases an.
22.04 LTS kam mit 5.15 Kernel (was ein LTS ist), ist aber spätestens mit 22.04.02 LTS auf den nicht-LTS 5.19 und dann 6.2. und 6.5 bei Release gegangen - alle nicht LTS.

Als 6.5er Kernel EOL wurde, stand der 6.6er LTS als upgrad zur Verfügung. Später wurde dann weiter der 6.7er unterstützt. Nehme mal an, dass dann 6.8 kam, als der EOL wurde und der 6.9er schon in den Startlöchern steht.
Ganz im Sinne von HWE.

Bei 20.04 gleiches Spiel. Nicht alle Point-releas-Kernel waren LTS-Kernel zum Zeitpunkt des releases.

@Poulton und ich hatten da bei Fedora 40 schonmal drüber sinniert mit HWE- und GA-Kernel in Ubuntu.

Nun ist bei Ubuntu 24.04 LTS der 6.8er auch der GA-Kernel. Ich denke mal, dass Ubuntu hier ausnahmsweise irgendwann von ihrer Regel des GA-Kernels abweichen wird, die besagt, dass dieser über den gesamten Lebenszyklus zur Verfügung steht.
Wobei der Deutsche Wiki zu Ubuntu unter der Versiontabelle extra vermerkt:
"Die in der Tabelle mit GA – für General Availability (generelle Verfügbarkeit) – gekennzeichneten Kernelversionen werden von Ubuntu bzw. Canonical für die gesamte Laufzeit einer LTS-Ausgabe (englisch Release) unterstützt, auch wenn es sich hierbei nicht zwangsläufig um LTS-Kernel handelt."
Laut Release-Notes ist der GA-Kernel bei 24.04 dann der 6.8.0-31. Wer weiss, vielleicht halten sie ja tatsächlich an diesem dauerhaft fest.
Jedenfalls hat Ubuntu Server auch den 6.8er.


Die HWE-Kernel sind ja davon unberührt.
Für den 6.8 hat man sich bei Release trotzdem entschieden, weil er wohl ordentliche Vorteile bei der Reduzierung von Latenzen und einen guten Performanceboost brachte.


Für mich ist da einfach ganz klar, dass es am Hardwarehersteller hängt, wenn was nicht funktioniert. Der spart sich schließlich den Support und deswegen werde ich ihm das auch ankreiden.
:daumen:

Ich sehe aber auch, dass das nicht viel hilft, wenn man extrem nischige Hardware nutzt, wo man nicht einfach einen anderen Anbieter nutzen kann, der seinen Job besser macht. Aber ich würde mich in dem Fall trotzdem mal beim Anbieter beschweren, damit er weiß, dass Bedarf besteht.
Wie gesagt: wenn man sich in so Nieschen reinmanövriert...


Wer Nvidia Karten nutzt alle Nvidia Features nutzen will, immer Day-One dabei sein will, HDR VRR problemlos nutzen will und auch noch UNDERVOLTING ala MSI Afterburner voraussetzt, ist schlicht bei Linux falsch. Solange Nvidia und Spiele Devs keine nativen Spiele/Programme erstellt, bleibt Linux wie bisher mit knapp 4% eine Gaming Nische. Tolle Leistung bisher mit Proton etc. aber man muss immer dran bleiben. Proton Updates oder doch Proton-GE, vielleicht doch über Wine? Alles Mist. Finger weg, es dauert noch Zeit. Denke 3-5 Jahre. Ich bin laufend dabei Teste nahezu wöchentlich Distros.
Oder anders ausgedrückt: wer ganz spezielle Windows-Features nutzt und auf den Support auf Windows angewiesen ist, der sollte vielleicht bei Windows bleiben, wenn er keine Alternativen hat?

Undervolting ala MSI Afterburner kriegst Du auf Linux auch hin, nur halt nicht mit MSI Afterburner.
Stichwort: Alternativen.
Hatten wir jetzt hier schon öfter mal genannt.

Das mit den nicht-nativen Spielen/Programmen ist eben nicht mehr zwingend ein Argument gegen Linux - vorallem bei Spielen nicht.
Würde mal denken, dass es auch nicht bei den 4% stehen bleibt. Zumal diese 4% ja auch schon ein ordentlicher Zuwachs in kürzester Zeit von den bisherigen 1 bis 2% darstellt (wir reden hier immer nur Desktop-PC wohl gemerkt).

"Alles Mist. Finger weg" ist es eben genau nicht. Das kann und sollte man so pauschal nicht sagen. Es kommt immer auf das Nutzerverhalten und die Anforderungen an. Für viele stellt wahrscheinlich Linux eine brauchbare Alternative dar, ohne es zu wissen. Muss man sich immer im Einzelfall anschauen.
 
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