AW: Neuer Mac Pro mit Ivy Bridge EP und "thermal core"
Das ist halt die Frage. Ich bezweifle stark, dass die Switches einbauen. Ich seh da nicht wirklich die Möglichkeit, das wirklich unter zu bringen.
Platz ist definitiv nicht das Problem. Auf normalen Mainboards nehmen Erweiterungsschnittstellen massig Platz ein, die entfallen hier komplett. Und man hat offensichtlich alle drei PCBs zur Verfügung. Routing ist für Apple auch kein Thema - die würden eher zwei Layer draufklatschen (und die Kosten 1:1 weitergeben), als sich von sowas stoppen zu lassen.
Wenn keine zusätzlichen Chips verwendet werden, dann aus Prinzip. Wie gesagt: Ich bin schon überrascht, dass ein USB3 Controller verbaut ist. Aber wenn man die minimal Konfiguration durchrechnet, ist das gezeigte eben auch ohne Switch möglich und "minimal Konfiguration" passt typischerweise auf Apple-Designs.
Definitiv, aber das kann doch wohl nicht Sinn der Sache sein, dass man sein komplettes Equipment auf den Müll schmeisen kann...
Musst du ja "nur", wenn eine große Anzahl an Monitoren UND an Thunderboltgeräten zeitgleich nutzen willst. Glaube schon, dass die Verwantwortlichen das als "Sinn der Sache" in Betracht ziehen könnten
Klar, aber hier ist es einfach zu extrem, und das ohne Not. Das gesamte System wird einfach extrem teuer, und das ohne jedwede Not... Vor allem, die ganzen TB Controller verschlingen Strom, verschlechtern die Latenzen und bedeuten auch noch zusätzliche Ausfallmöglichkeiten -.-
Die exzellenzen Latenzen sind afaik DIE Paradedisziplin von TB. Extreme Designs zu absurden Preisen sind Apples Paradedisziplin.
Kritikwürdig? Ja. Undenkbar? Nein. Unverkäuflich? I.d.R. auch Nein.
Gut kannte ich nicht. Ist aber auch ganz schön teuer, und schafft auch wieder nur 8GBit/s, also wieder ein ganz schöner Leistungsverlust. Scheinen auch LC oder SC STecker zu sein. Davon geht man eigentlich weg.
Bekommst von der gleichen Firma auch 10 GBit/s in verschiedenen Formaten, aber du hattest nach FC gefragt

Fehlen tut somit (vorerst?) nur die Option auf 40 GBit/s. Das ist aber an Arbeitsplätzen nun wirklich alles andere als Standard und auch nur selten nötig. 1,2 GB/s Massenspeicherzugriff sind schon ein ziemlich guter Wert, anderswo arbeitet man innerhalb einer Workstation mit nem 4x 150-200 MB/s RAID.
Ja, und wenn man den "gesamten Rechner" mitnehmen will, muss man 5 mal laufen, und 50 Kabel umstecken, bis man das ganze System gewechselt hat

Also wirklich vorteilhaft ist es nur, wenn man das Ding ohne Erweiterungen nutzt.
Das Ding hat nur Anschlüsse für maximal 14 Kabel

Und in einer idealtypischen Nutzerumgebung würde ich auf maximal 4-5 Stück tippen. Ein Thunderboltdisplay, an dem auch Eingabgeräte, der zweite Monitor und eine TB-Storage-Lösung hängen, einmal Netzwerk, einmal Strom und noch im Schnitt eine Erweiterung, die Leistung braucht. Das ist wirklich nicht viel und im Vergleich zu einem Tower mit internen Festplatten, bei dem man erst einmal die lokalen Daten transferieren muss, und mit interner Spezialhardware, die man auch in Reserve haben muss, vereinfacht es die Sache.
Und wie bekommst du da den Anschluss für den Framelock hin? Ach ja richtig gar nicht, es sei denn du baust auch nochmal ne extra GPU in die externe Box, womit dann aber das Netzteil womöglich nicht mehr ausreicht...
Und ja, mir ist klar, das Framelock nicht sooo viele brauchen, aber gerade auf den Markt, den Apple im Visier hat, tummeln sich eigentlich alle von denen die es überhaupt brauchen
Bislang ist noch unklar, was die internen GPUs können - aber Framelock auf FirePro wäre kein Novum
An sich finde ich das Konzept mit den Custom-Boards nicht schlecht. Man hat es nur zu weit getrieben. Hätten Sie noch 2-3 PCI-E Slots übriggelassen, wovon mindestens 2 zumindest offene 8x sind, damit man auch zur not 16x Karten einstecken könnte, dann würde wohl nieman meckern, und es währe nicht unmöglich gewesen das zu machen.
Das Problem ist halt, dass du für zwei x16 Karten auch einiges an Volumen einplanen musst, du brauchst überhaupt erst einmal die zusätzlichen Lanes und du brauchst auch entsprechende Reserven beim Netzteil. Damit wäre das gesamte Kühl- und Raumkonzept, dass den neuen MacPro ja nunmal definiert, über den Haufen geworfen worden. Vom externen Design ganz zu schweigen, denn irgendwie müssen auch etwaige Anschlüsse der Erweiterung zugänglich sein.
Es sind einfach die Kleinigkeiten, die einen an allen Ecken und Enden einschränken. Weniger ist manchmal echt mehr.
Umgekehrt: Weniger ist hier manchmal zu wenig

Letztlich wird man halt sehen müssen, welche Qualität die Basishardware liefert und wie vielen sie reicht. Mac Mini und erst recht der iMac wurden Anfangs auch wegen ihrer null-Flexibilität verteufelt, trafen aber als Gesamtpaket das Interesse von sehr vielen Käufern. Mehr, als der Mac Pro mit seinem normal erweiterbaren Konzept, dem man versucht hat, ein tolles Design und ne brauchbare Kühlung überzustülpen.
Ggf. muss man das ganze somit auch als Flucht in die Nische zu betrachten: Eine Workstation mit allen typischen Apple-Eigenschaften (Design, Kühlung, umfassende Grundfunktionalität, DAU-Kompatibilität,...) zu bauen, die auch noch den klassischen Produkten in Sachen Erweitbarkeit mithalten kann, ist nahezu Unmöglich. Statt einem Kompromiss hat man sich nun zu einem radikalen Gegenentwurf entschieden, der zwar einiges schlechter, dafür aber auch einiges anderes klar besser macht.
Und im Zweifelsfall wird dann eh für alle gekauft, was der Big Boss gerne unter (oder eher auf) seinem Schreibtisch zur Schau stellen will, auch wenn das bedeutet, für jeden MitARBEITER noch 3 TB-Break-Out-Boxen dazuzukaufen
Dennoch ist TB2 dafür immer noch viel zu lahm! Mit seinen theoretisch knapp über 1GB/s pro Kanal ist Thunderbold 2 des Mac Pro zu langsam für externe Grafik.
Um nur etwas auf dem Bildschirm anzuzeigen würde es reichen. Doch dafür benötigt man dann keine externe Lösung.
Hängt von der Zahl der Bildschirme ab. Und wie gesagt kann man damit auch noch eine ganze Menge mehr machen, solange das Verhältnis aus zu übertragender Datenmenge und Bearbeitungsaufwand stimmt.
Die verbauten Grafikkarten sind meiner Meinung nach beschnittene FirePro-Onboard-Lösungen. Wieviel Leisung diese tatsächlich bringen müssen erst noch die ersten Reviews zeigen!
FirePro-onboard?

Abgesehen davon, dass es überhaupt nicht gibt (nur APU - bei einer Intel-CPU eher ohne AMD-Grafik

), stehen da 2x 6 GB RAM und 7 Teraflop/s. Das heißt Tahiti mit Taktraten irgendwo zwischen Pro XT, eine entsprechende Stromversorgung ist auch klar auf den PCBs zu erkennen. Wenn du eine Grafiklösung etwas oberhalb des Niveaus einer HD7990 als "beschnittene Onboard-Lösung" betrachtest...
Zurzeit streiten wir uns intern, für welche Zielgruppe der neue Mac Pro überhaupt gedacht ist. Mit nur einem 12-Kern mit jeweils unter 2 GHz reißt man nicht die Welt ein.
Unter 2 GHz?
Afaik ist da bislang gar keiner Angekündigt, wohl aber welche mit 2,7 GHz (und Decacores mit 3 GHz).
Sehr merkwürdige und auch fragwürdige Interpretation...
Wenn man es - aus welchen Gründen auch immer - schlechtreden will ...
Ich würde es so interpretieren:
Bei nicht-Benutzung einer Komponente erhöht sich die Kühlerfläche für die anderen. Das ermöglicht die Drosselung oder sogar Abschaltung des Lüfters.
Ich kann mich jedenfalls an kein Rechnermodell von Apple erinnern, bei dem die Kühlung nicht locker für die maximale Leistung ausgereicht hätte. Und es gibt nur sehr wenige Apple Rechnermodelle, die ich nicht in den Fingern hatte (Apple I, Apple II, Lisa, Mac Classic und noch 2 oder 3 andere).
Lisa war afaik dafür bekannt, zu überhitzen

Aber ich denke auch nicht, dass das hier ein Problem wird. Ggf. wird das Ding unter voller Auslastung aller drei Chips schlichtweg etwas lauter - aber mehr ist da nicht zu befürchten. Die Kühlfläche ist definitiv groß genug, um mit einem mittelstarken Lüfter die Abwärme zu bewältigen. Spannender ist die Frage, ob das effiziente Design es eben auch mit einem schwachen/leisen Lüfter in allen Lebenslagen schafft. Ich persönlich würde jedenfalls nicht davon ausgehen, dass bei normalem Betrieb ein hohes Geräuschniveau zu erwarten ist, denn es wäre ein leichtes, den Kühlkörper einfach nochmal 20% zu verlängern.
Ich möcht das nicht schlechtreden, ich seh das nur realistisch.
Welcher Mac Pro hatte denn eine (fast) passive Kühlung?
Keiner. Es gab auch keinen, der einen 20 cm langen Kühlkörper mit 12-15 cm Kantenlänge in für Konvektion optimaler Ausrichtung für eine einzelne Komponten nutzen konnte. Stattdessen hatten sie alle (gute, aber) stink normale Luftkühlung (oder AiO) wie man sie in stink normalen Towern findet.
Das ist schlichtweg nicht möglich.
Im normalen Desktop schaff ich es mit einer semipassiven Kühlung und einem Macho auch nur grenzwertig eine 65W CPU zu kühlen.
Ein Macho ist deutlich kleiner.