Audio:
Experience the pinnacle of audio production with Avid Pro Tools HDX. Achieve studio-quality sound and unparalleled performance in your projects.
www.avid.com
Mag heute nicht mehr so nötig sein wie früher, da sowohl die CPUs als auch die Audio-Interfaces mittlerweile extrem leistungsfähig sind, aber alle großen Studios, ob für Musikproduktion oder Film und Broadcast, arbeiten, oft seit Jahrzehnten, mit Pro-Tools-Systemen, und in Sachen Latenzen/Echtzeittauglichkeit (essenziell für’s Monitoring bei Musikaufnahmen) und Geschwindigkeit sind die Interfaces nach wie vor unangefochten, weil Pro Tools am Betriebssystem vorbei (d. h. ohne Protokolle wie ASIO oder Core Audio) auf die DSP-Karten zugreifen kann. Da kann man dem Musiker auch mal auf Wunsch einen kleinen Hall auf sein Monitoring legen, ohne dass es zu einer spürbaren Verzögerung kommt, und spart sich in der Postproduktion CPU-Ressourcen für speziellere Effekte, für die es keine DSP-Plugins gibt.
Video:
DeckLinks sind hochperformante Capture-Karten mit Unterstützung für 12G-SDI und 8K für Mac, Windows und Linux.
www.blackmagicdesign.com
Im professionellen Bereich sind solche Karten die einzige Möglichkeit, unkomprimierte Videosignale sinnvoll in einen PC rein- und wieder rauszubekommen, wenn das Video nicht nur auf einem Bildschirm direkt am Schreibtisch zu sehen sein soll, sondern auch in eine Regie geschickt wird. Zwar wird dieser Bereich gerade weltweit zunehmend auf Netzwerk umgestellt, aber auch dafür braucht es spezialisierte Netzwerkhardware (
https://www.blackmagicdesign.com/de/products/decklinkip), die neben der erforderlichen Bandbreite die entsprechenden Protokolle (PTP, SMPTE ST 2110, NMOS) unterstützt und idealerweise in Hardware implementiert hat. Ebenso gibt es Hardware-Encoder, um große Mengen Videos in kurzer Zeit in die gewünschten Codecs zu komprimieren (vgl. mit denen auf einer Grafikkarte, aber umfangreicher und ausschließlich dafür gebaut).
Aus Apples Sicht mag der Mac Pro sich insoweit erledigt haben, als dass es für derlei Anwendungen mittlerweile Gehäuse gibt, die per Thunderbolt angeschlossen werden und Platz für die Steckkarten bieten (auch zur Rack-Montage). Für die Kunden, die bisher die Hauptzielgruppe und -nutzer des Mac Pro waren, wird es trotzdem kein Spaß, ihre Infrastruktur dafür umbauen zu müssen. Das sind seit Jahren eingespielte Systeme, in denen man nicht mal eben Platz für ein paar neue Cases schafft und ein paar zusätzliche Kabel verlegt, die sowohl eine neue Schwachstelle sind als auch im Normalfall nicht mehr als zwei Meter lang sein dürfen. Außerdem belegen sie natürlich dann am Mac Studio Thunderbolt-Ports, die man vielleicht anders nutzen will und wo man beim Mac Pro dank intern direkt angeschlossener PCIe-Karten bisher keine Engpässe hatte.