News Ende nach 20 Jahren: Apple stellt Mac Pro offiziell ein

PCGH_Jacky

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Apple bestätigt das Ende des Mac Pro. Nach Jahren ohne Updates wird die Workstation möglicherweise eingestellt. Neue Modelle sollen nicht mehr geplant sein.

Was sagt die PCGH-X-Community zu Ende nach 20 Jahren: Apple stellt Mac Pro offiziell ein

Bitte beachten: Thema dieses Kommentar-Threads ist der Inhalt der Meldung. Kritik und allgemeine Fragen zu Online-Artikeln von PC Games Hardware werden hier gemäß der Forenregeln ohne Nachfrage entfernt, sie sind im Feedback-Thread besser aufgehoben.
 
Kann mir einer sagen welche Workstation Programme es auf MacOS gibt? Alle Bild oder Videoschnittprogramme bedarf doch keine Workstation Hardware. Die meisten CAD Programme mit FEM oder CFD sind sowieso nur für Windows verfügbar.
Alles Marketing.
Ein MacBook Pro mit M5 Max reicht für alles aus in der MacOS Welt.
 
Das wird wohl daran liegen, dass sie gern ihre eigenen Chips im Verkauf steigern und supporten möchten. Da ist ein System mit zugekaufter Technik nicht gut.
 
Das wird wohl daran liegen, dass sie gern ihre eigenen Chips im Verkauf steigern und supporten möchten. Da ist ein System mit zugekaufter Technik nicht gut.
Nein, steht doch auch im Artikel. Der letzte Mac Pro war ein Apple Silicon Rechner. Nur blöd, dass er viel zu teuer im Vergleich zum Mac Studio war, ich hätte sonst gerne einen gekauft.
 
Nein, steht doch auch im Artikel. Der letzte Mac Pro war ein Apple Silicon Rechner. Nur blöd, dass er viel zu teuer im Vergleich zum Mac Studio war, ich hätte sonst gerne einen gekauft.
Für das was Apple bietet, lohnt sich kein Tower PC mehr. Ich sehe sogar zum Mac Studio keinen Mehrwert. Bachmarktests zeigen, dass ein Max Prozessor keine nennenswerte Vorteile bringen ggü. den Pro Prozessoren.
 
Für das was Apple bietet, lohnt sich kein Tower PC mehr. Ich sehe sogar zum Mac Studio keinen Mehrwert. Bachmarktests zeigen, dass ein Max Prozessor keine nennenswerte Vorteile bringen ggü. den Pro Prozessoren.
Warum so viel Unwissen und warum so selbstbewusst kommuniziert?

Apple bietet derzeit den tatsächlichen Preis-Leistungskönig für lokale KI mit ihren SoCs. Der M3 Ultra 512GiB war bei etwa €11k ein derartiges Schnäppchen, dass Apple diesen aus dem Lineup genomen hat - Straßenpreis gebraucht liegt bei etwa €25k derzeit.

Der M5 Max bietet eine doppelt so hohe GPU-Kernanzahl und die deutlich höhere Speicherbandbreite vergluchen mit dem M5 Pro. Damit ist er in Ki-Anwendungen in einer komplett anderen Liga.

Der gemunkelte M5 Ultra besteht dann aus zwei M5 Max, mit wahrscheinlich nochmal verdoppelter Speicherbandbreite und im Verhältnis zum M3 Ultra substantiell verbessertem Prefill aufgrund der Integration von Matmul-Rechneneinheiten auf Hardware-Ebene. Wenn der mit 512-1TB unified memory für unter €20k auf den Markt kommt fresse ich einen Besen und bestelle zwei.
 
Für das was Apple bietet, lohnt sich kein Tower PC mehr. Ich sehe sogar zum Mac Studio keinen Mehrwert. Bachmarktests zeigen, dass ein Max Prozessor keine nennenswerte Vorteile bringen ggü. den Pro Prozessoren.
Im Mac Pro konnte man PCIe-Karten installieren und es gab eine Rack-Variante. Wenn man Musik produziert hat man da Verwendung für. Geht aber natürlich auch ohne.
 
Kann mir einer sagen welche Workstation Programme es auf MacOS gibt? Alle Bild oder Videoschnittprogramme bedarf doch keine Workstation Hardware. Die meisten CAD Programme mit FEM oder CFD sind sowieso nur für Windows verfügbar.
Es gibt nicht nur den Privatnutzer (für den so eine Maschine schon preislich völlig dekadent wäre) und „Content Creators“. Die Maschine hieß nicht ohne Grund „Mac Pro“.

Audio:

Mag heute nicht mehr so nötig sein wie früher, da sowohl die CPUs als auch die Audio-Interfaces mittlerweile extrem leistungsfähig sind, aber alle großen Studios, ob für Musikproduktion oder Film und Broadcast, arbeiten, oft seit Jahrzehnten, mit Pro-Tools-Systemen, und in Sachen Latenzen/Echtzeittauglichkeit (essenziell für’s Monitoring bei Musikaufnahmen) und Geschwindigkeit sind die Interfaces nach wie vor unangefochten, weil Pro Tools am Betriebssystem vorbei (d. h. ohne Protokolle wie ASIO oder Core Audio) auf die DSP-Karten zugreifen kann. Da kann man dem Musiker auch mal auf Wunsch einen kleinen Hall auf sein Monitoring legen, ohne dass es zu einer spürbaren Verzögerung kommt, und spart sich in der Postproduktion CPU-Ressourcen für speziellere Effekte, für die es keine DSP-Plugins gibt.

Video:
Im professionellen Bereich sind solche Karten die einzige Möglichkeit, unkomprimierte Videosignale sinnvoll in einen PC rein- und wieder rauszubekommen, wenn das Video nicht nur auf einem Bildschirm direkt am Schreibtisch zu sehen sein soll, sondern auch in eine Regie geschickt wird. Zwar wird dieser Bereich gerade weltweit zunehmend auf Netzwerk umgestellt, aber auch dafür braucht es spezialisierte Netzwerkhardware (https://www.blackmagicdesign.com/de/products/decklinkip), die neben der erforderlichen Bandbreite die entsprechenden Protokolle (PTP, SMPTE ST 2110, NMOS) unterstützt und idealerweise in Hardware implementiert hat. Ebenso gibt es Hardware-Encoder, um große Mengen Videos in kurzer Zeit in die gewünschten Codecs zu komprimieren (vgl. mit denen auf einer Grafikkarte, aber umfangreicher und ausschließlich dafür gebaut).

Aus Apples Sicht mag der Mac Pro sich insoweit erledigt haben, als dass es für derlei Anwendungen mittlerweile Gehäuse gibt, die per Thunderbolt angeschlossen werden und Platz für die Steckkarten bieten (auch zur Rack-Montage). Für die Kunden, die bisher die Hauptzielgruppe und -nutzer des Mac Pro waren, wird es trotzdem kein Spaß, ihre Infrastruktur dafür umbauen zu müssen. Das sind seit Jahren eingespielte Systeme, in denen man nicht mal eben Platz für ein paar neue Cases schafft und ein paar zusätzliche Kabel verlegt, die sowohl eine neue Schwachstelle sind als auch im Normalfall nicht mehr als zwei Meter lang sein dürfen. Außerdem belegen sie natürlich dann am Mac Studio Thunderbolt-Ports, die man vielleicht anders nutzen will und wo man beim Mac Pro dank intern direkt angeschlossener PCIe-Karten bisher keine Engpässe hatte.
 
Kann mir einer sagen welche Workstation Programme es auf MacOS gibt? Alle Bild oder Videoschnittprogramme bedarf doch keine Workstation Hardware. Die meisten CAD Programme mit FEM oder CFD sind sowieso nur für Windows verfügbar.
Alles Marketing.
Ein MacBook Pro mit M5 Max reicht für alles aus in der MacOS Welt.

Sämtliche CAD- und 3D-Modelling- und Rendering-Programme skalieren ziemlich unendlich mit CPU-Cores und RAM-Ammount bzw. Workstation-GPU's und Core- und Bustakt. Für professionelle Audioproduktionen hast du mit Macs keine Latenz, was nach wie vor das wichtigste in der Musikproduktion ist.

Und nein: sämtliche professionelle Software wie z.B. AutCAD, Cinema 4D, 3D Studio, die ganzen Adobe Programme und sämtliche High End-Software usw. gibt es genauso für Macs. Genauso, bzw. vor allem professionelle Audio-Workstations, also DAW's.

Audio:

Mag heute nicht mehr so nötig sein wie früher, da sowohl die CPUs als auch die Audio-Interfaces mittlerweile extrem leistungsfähig sind, aber alle großen Studios, ob für Musikproduktion oder Film und Broadcast, arbeiten, oft seit Jahrzehnten, mit Pro-Tools-Systemen, und in Sachen Latenzen/Echtzeittauglichkeit (essenziell für’s Monitoring bei Musikaufnahmen) und Geschwindigkeit sind die Interfaces nach wie vor unangefochten, weil Pro Tools am Betriebssystem vorbei (d. h. ohne Protokolle wie ASIO oder Core Audio) auf die DSP-Karten zugreifen kann. Da kann man dem Musiker auch mal auf Wunsch einen kleinen Hall auf sein Monitoring legen, ohne dass es zu einer spürbaren Verzögerung kommt, und spart sich in der Postproduktion CPU-Ressourcen für speziellere Effekte, für die es keine DSP-Plugins gibt.

Video:
Im professionellen Bereich sind solche Karten die einzige Möglichkeit, unkomprimierte Videosignale sinnvoll in einen PC rein- und wieder rauszubekommen, wenn das Video nicht nur auf einem Bildschirm direkt am Schreibtisch zu sehen sein soll, sondern auch in eine Regie geschickt wird. Zwar wird dieser Bereich gerade weltweit zunehmend auf Netzwerk umgestellt, aber auch dafür braucht es spezialisierte Netzwerkhardware (https://www.blackmagicdesign.com/de/products/decklinkip), die neben der erforderlichen Bandbreite die entsprechenden Protokolle (PTP, SMPTE ST 2110, NMOS) unterstützt und idealerweise in Hardware implementiert hat. Ebenso gibt es Hardware-Encoder, um große Mengen Videos in kurzer Zeit in die gewünschten Codecs zu komprimieren (vgl. mit denen auf einer Grafikkarte, aber umfangreicher und ausschließlich dafür gebaut).

Aus Apples Sicht mag der Mac Pro sich insoweit erledigt haben, als dass es für derlei Anwendungen mittlerweile Gehäuse gibt, die per Thunderbolt angeschlossen werden und Platz für die Steckkarten bieten (auch zur Rack-Montage). Für die Kunden, die bisher die Hauptzielgruppe und -nutzer des Mac Pro waren, wird es trotzdem kein Spaß, ihre Infrastruktur dafür umbauen zu müssen. Das sind seit Jahren eingespielte Systeme, in denen man nicht mal eben Platz für ein paar neue Cases schafft und ein paar zusätzliche Kabel verlegt, die sowohl eine neue Schwachstelle sind als auch im Normalfall nicht mehr als zwei Meter lang sein dürfen. Außerdem belegen sie natürlich dann am Mac Studio Thunderbolt-Ports, die man vielleicht anders nutzen will und wo man beim Mac Pro dank intern direkt angeschlossener PCIe-Karten bisher keine Engpässe hatte.

Du hast 3D vergessen ;)

Aber 3D und Video kann der PC mittlerweile genauso gut, aber von den Hardwarekosten her wesentlich günstiger. Auch meine Workstation rendert da schneller als jeder Mac Pro, war aber dennoch günstiger.

Mit Audio ist die Latenz mit guter Soundkarte zumindest niedrig genug, aber das betreibe ich eher als Hobby und nicht als professionelles Studio mit großem Mischpult und Kabine für Sänger usw... Aber wenn der Synthi dran hängt, reichts und rennt.

Früher musste da noch der Amiga 4000 her halten, der genauso keine Latenz hatte. Da brauchte ich auch keinen Äpfl :D

Dass da der Mac Pro für derlei Preise Nische war und eingestellt wurde, vor allem jetzt mit stärkeren, aber günstigeren PC's, ist kein Wunder.
 
Und nein: sämtliche professionelle Software wie z.B. AutCAD, Cinema 4D, 3D Studio, die ganzen Adobe Programme und sämtliche High End-Software usw. gibt es genauso für Macs. Genauso, bzw. vor allem professionelle Audio-Workstations, also DAW's.
Nicht einmal Citavi läuft auf macOS.:lol:

Ich sage das nicht einfach so. Ich besitze selbst ein MacBook Pro und kann sagen, dass Apple in Sachen Produktivität und Kompatibilität ganz unten liegt. Es wird immer Hürden geben, bei denen man auf andere Programme ausweichen muss.

Aber wir wissen es alle: Apple ist letztlich nur ein Marketing-System mit einem stark begrenzten Betriebssystem.

Das Mac Systeme haben niedrige Latenz ist ein Mythos. Mag sein, dass es früher so war. Heute lassen sich Windows Systeme ebenfalls gut für Musikproduktion einsetzen. Das wichtige sind die Treiber. Apple hat schon die Treiber Codec fest ins Mac OS integriert, deshalb hatten Mac OS den Ruf Studiosysteme zu sein. Wie gesagt das ist alles Marketing.

Ich habe selber ein Mac OS und ich kann sagen, dass ich viel lieber mit meinem Heimrechner arbeite, weil alles produktiver ist und für mich die Programme laufen.
Auf dem Mac kann ich keine FEM Berechnungen durchführen.
 
Nicht einmal Citavi läuft auf macOS.:lol:

Ich sage das nicht einfach so. Ich besitze selbst ein MacBook Pro und kann sagen, dass Apple in Sachen Produktivität und Kompatibilität ganz unten liegt. Es wird immer Hürden geben, bei denen man auf andere Programme ausweichen muss.

Aber wir wissen es alle: Apple ist letztlich nur ein Marketing-System mit einem stark begrenzten Betriebssystem.

Das Mac Systeme haben niedrige Latenz ist ein Mythos. Mag sein, dass es früher so war. Heute lassen sich Windows Systeme ebenfalls gut für Musikproduktion einsetzen. Das wichtige sind die Treiber. Apple hat schon die Treiber Codec fest ins Mac OS integriert, deshalb hatten Mac OS den Ruf Studiosysteme zu sein. Wie gesagt das ist alles Marketing.

Ich habe selber ein Mac OS und ich kann sagen, dass ich viel lieber mit meinem Heimrechner arbeite, weil alles produktiver ist und für mich die Programme laufen.
Auf dem Mac kann ich keine FEM Berechnungen durchführen.

Ich weiß nicht, wie alt du bist, aber in den 80ern/90ern war das kein Mythos - da stinkte jeder PC gegen Amigas, Ataris und Macs bei Musikproduktionen ab und zumindest gegen Amigas und Macs bei Grafik und DTP, zusätzlich bei 3D, vor allem in Verbindung mit SGI's bis zur Power PC-Zeit.

Alleine von OS-Stabilität, Arbeitsgeschwindigkeit und Multitasking her unschlagbar, auch wegen dem direkten Hardwarezugriff. Dies betraf natürlich auch die Audiohardware.

Da war gar nichts ein "Mythos".

Wie gesagt: mittlerweile mag sich das geändert haben. Aber Fakt ist nach wie vor: bei Macs kommuniziert die DAW nach wie vor direkt mit dem System via CoreAudio und die Treiber sind standardisiert. Es existieren nach wie vor weniger Treiber-Zwischenlayer als unter Windows.

Aber es braucht Optimierung für beste Latenz: kleine Puffergrößen, deaktivierte Hintergrunddienste, direkte Verbindung des AUdio-Interfaces und keine Cloud- und Backup-Tools während Audio-Sessions.

Dann stimmt das auch nach wie vor mit der guten Latenz. Ein Mythos oder nur Marketing ist da gar nichts. Ich mag Äpfl nicht, aber man muss schon bei den Fakten bleiben.

Den Rest hatte ich dir ja bereits weiter oben erklärt.
 
Wie gesagt: mittlerweile mag sich das geändert haben. Aber Fakt ist nach wie vor: bei Macs kommuniziert die DAW nach wie vor direkt mit dem System via CoreAudio und die Treiber sind standardisiert. Es existieren nach wie vor weniger Treiber-Zwischenlayer als unter Windows.

Aber es braucht Optimierung für beste Latenz: kleine Puffergrößen, deaktivierte Hintergrunddienste, direkte Verbindung des AUdio-Interfaces und keine Cloud- und Backup-Tools während Audio-Sessions.
Das ist aber bei Windows mittlerweile nicht mehr anders, denn genau dafür gibt es ja ASIO, das genau dafür entwickelt wurde, dass Applikationen wie DAWs an den Schichten des Betriebssystems, mit denen es normalerweise Audio handhabt, vorbei mit dem Audio-Interface sprechen können und damit geringe Latenzen erzielen. Ursprünglich nutzte Macs sogar ASIO, Core Audio wurde erst mit dem modernen macOS (Mac OS X) eingeführt. Dass Macs nach wie vor von vielen Audioproduzenten bevorzugt werden, liegt eher in der langjährigen Tradition begründet (auch, weil der Industriestandard Pro Tools lange Zeit Mac-exklusiv war und FireWire anfangs schneller und latenzärmer war als USB) als in technischer Notwendigkeit. In der Postproduktion verkommt Latenz ohnehin zur Nebensache – es wird bis auf Ausnahmefälle niemand mehr aufgenommen, der sich latenzfrei hören muss, und falls du in Dolby Atmos produzierst, geht das nur mit bestimmten Puffergrößen (512 Samples bei Nuendo), die ebenfalls zu nicht mehr echtzeittauglichen Latenzen führen.

Der große Vorteil von Macs noch heute besteht zum einen darin, dass die Core-Audio-Treiber vereinheitlicht und im Betriebssystem integriert sind – du stöpselst dein Audio-Interface ein und es funktioniert, wohingegen du bei Windows erst einmal ASIO-Treiber runterladen, installieren und konfigurieren musst. Zum anderen ist da das Betriebssystem selber, denn macOS ist erheblich schlanker und beansprucht weniger Ressourcen, während Windows dafür bekannt ist, mit jeder Version aufgeblähter zu werden. Viele Audio-Leute sind auch nicht die großen Computer-Nerds, die Bock darauf haben, an ihrem Rechner rumzudoktern – das Ding muss funktionieren, ohne sie bei ihrer eigentlichen Arbeit zu behindern, und da sieht ein Windows-PC gegen einen Mac kein Land. Heißt aber auch: Wenn die großen Hersteller von Audio-Hardware und -Software mal nur halb so viele Ressourcen in die Entwicklung für Linux steckten, wie sie für Windows verheizen, bekäme Apple mächtig Probleme ob seiner Preispolitik.

Was ich bei den obigen Punkten vergessen habe: Auch Audio over IP (Dante, Ravenna, AES67) ist natürlich eine Anwendung, die dedizierte Netzwerkhardware in Form von Steckkarten braucht.
 
Ich meine der Atari St war seinerzeit einer oder sogar der erste welcher Midi Schnittstellen besaß. Er wurde auch in der Professionellen Musikproduktion genutzt.

Stimmt.

Das ist aber bei Windows mittlerweile nicht mehr anders, denn genau dafür gibt es ja ASIO, das genau dafür entwickelt wurde, dass Applikationen wie DAWs an den Schichten des Betriebssystems, mit denen es normalerweise Audio handhabt, vorbei mit dem Audio-Interface sprechen können und damit geringe Latenzen erzielen. Ursprünglich nutzte Macs sogar ASIO, Core Audio wurde erst mit dem modernen macOS (Mac OS X) eingeführt. Dass Macs nach wie vor von vielen Audioproduzenten bevorzugt werden, liegt eher in der langjährigen Tradition begründet (auch, weil der Industriestandard Pro Tools lange Zeit Mac-exklusiv war und FireWire anfangs schneller und latenzärmer war als USB) als in technischer Notwendigkeit. In der Postproduktion verkommt Latenz ohnehin zur Nebensache – es wird bis auf Ausnahmefälle niemand mehr aufgenommen, der sich latenzfrei hören muss, und falls du in Dolby Atmos produzierst, geht das nur mit bestimmten Puffergrößen (512 Samples bei Nuendo), die ebenfalls zu nicht mehr echtzeittauglichen Latenzen führen.

Der große Vorteil von Macs noch heute besteht zum einen darin, dass die Core-Audio-Treiber vereinheitlicht und im Betriebssystem integriert sind – du stöpselst dein Audio-Interface ein und es funktioniert, wohingegen du bei Windows erst einmal ASIO-Treiber runterladen, installieren und konfigurieren musst. Zum anderen ist da das Betriebssystem selber, denn macOS ist erheblich schlanker und beansprucht weniger Ressourcen, während Windows dafür bekannt ist, mit jeder Version aufgeblähter zu werden. Viele Audio-Leute sind auch nicht die großen Computer-Nerds, die Bock darauf haben, an ihrem Rechner rumzudoktern – das Ding muss funktionieren, ohne sie bei ihrer eigentlichen Arbeit zu behindern, und da sieht ein Windows-PC gegen einen Mac kein Land. Heißt aber auch: Wenn die großen Hersteller von Audio-Hardware und -Software mal nur halb so viele Ressourcen in die Entwicklung für Linux steckten, wie sie für Windows verheizen, bekäme Apple mächtig Probleme ob seiner Preispolitik.

Was ich bei den obigen Punkten vergessen habe: Auch Audio over IP (Dante, Ravenna, AES67) ist natürlich eine Anwendung, die dedizierte Netzwerkhardware in Form von Steckkarten braucht.

Stimmt auch. Aber für einen Bruchteil des Hardwarepreises bastle ich lieber ein bisschen mit ASIO. Den A4000 hatte ich ja verkauft.
 
Wenn man bereit ist, Umwege zu gehen und sich mit der Konfiguration zu beschäftigen, kann man mit Linux oder Kubuntu in der Musikproduktion durchaus besser fahren als mit Windows oder macOS. Linux ist allerdings bis heute eher eine Nische, gewinnt aber nach und nach an Bedeutung. Viele Menschen wollen heute ein System, das ohne großen Aufwand sofort funktioniert. Bei Apple bezahlt man diese Bequemlichkeit oft mit einem höheren Preis.


Klar, vieles ist optisch schön gelöst, und die Materialien sind hochwertig. Aber im Desktop-Bereich würde ich persönlich keinen Mac als Hauptsystem nutzen, weil es immer noch spezialisierte Programme gibt, die unter macOS nicht oder nur eingeschränkt laufen.


Wie gesagt: Ich besitze selbst ein MacBook Pro. Zum normalen Arbeiten und zum entspannten Gebrauch ist es definitiv ein gutes Gerät. Aber nach all den Jahren muss ich sagen, dass es für mich zu einem großen Teil auch ein Designprodukt ist.
 
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