Neue Heimkinoanlage (5.1) muss her

GarrettThief

Komplett-PC-Aufrüster(in)
Hallo,

ich ziehe gerade in eine neue Wohnung und brauche in dem Zuge auch neue Boxen+Verstärker/Receiver für meine Heimkinoanlage. Diese wird hauptsächlich zum Film schauen genutzt und nur selten für Musik. Der Raum ist ca 27m² groß und abgesehen davon das die Couch jetzt doch weiter links steht sieht der Raum so aus:

Wohnzimmer 1 2014-12-01_21-39-52.jpg ​

Kenne mich nicht besonders gut aus, aber ein wenig gesucht habe ich durchaus und bin auf sowas gestoßen:

Receiver: Yamaha RXV577 = 360€


Front: 2x Canton Chrono 507 DC = 500€

Center: Canton Chrono 505 = 200€

Rear: 2x Canton Chrono 502 = 340€

Sub : Canton SUB 80 = 370€


Wären insgesamt also etwa 1800€. Bin mir nicht sicher ob das nicht etwas überdimensioniert ist...die Boxen so generell. Wenn da einer was günstigeres weiß was vielleicht mehr Sinn macht immer her damit. Ist ja doch ne ordentliche Stange Geld und wäre schön den 1000€ näher zu kommen ;)

Habe da ne Frage zum Widerstand. Also der Receiver hat nen Widerstand von 8 Ohm und die Boxen 4...8 Ohm. Passt das dann überhaupt? Soweit ich weiß darf die Box eigentlich keine geringere Impedanz haben als der Receiver. Ich verstehe aber auch nicht genau was 4...8 ohm bedeuten. Soll das 4-8 heißen? Überall steht es jedenfalls mit Punkten.

Ansonsten läuft der Kauf schrittweise ab. Zuerst Receiver+Front. Später Sub. Und noch etwas Später dann Rear und Center.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob das was du da zusammengestellt hast überdimensioniert ist lässt sich hier von keinem beantworten. Wobei es darauf ankommt in welcher Hinsicht überdimensioniert - qualitativ, preislich, geometrisch,...

Rein vom Bild her geurteilt sollte es vorne keine Standbox sein. In ner Ecke hat so eine nix verloren und der Sitzabstand zur Couch ist wohl auch eher zu gering. Da wären Kompakte besser! Wenn man dann schonmal dabei ist, könnte man gleich konsequent 5x dies selbe Box nehmen und damit ein homogenes Klangbild schaffen, dass in Filmen mMn meist besser funktioniert als die meisten Sets, bei denen auf Teufel komm raus vorne eine Standbox untergebracht worden ist. Ganz nebenbei umgeht man so das Problem der Center, die ja in den allermeisten Fällen gar nicht das können, was sie können sollen - Stimmwiedergabe! - bzw. nur für einen einzelnen Hörer. Die kurze Distanz in deinem Fall verschärft das Problem natürlich noch!

Klar, wer mich kennt, der weiß, dass ich grundsätzlich DIY Boxen empfehle, so auch hier. Aber das musst duselbst wissen ob du dir das zutraust - schwer ists nicht und wenn du dich dafür interessierst, dann sags und ich empfehle was.

Ansonsten kann ich nur empfehlen mal zu nem Fachhändler zu gehen und dort mal selber hören was geht.


Bezüglich der Impedanzen. Einfach nicht beachten! Solange du keine Boxen mit kurzschlussverdächtigen Impedanzen betreibst und dann an dem AVR ne Party beschallst spielt es keine wirkliche Rolle.
Nur am Rande, der AVR hat keinen Widerstand von 8 Ohm, sondern er ist für Boxen mit 8 Ohm Impedanz spezifiziert. Das heißt nicht, dass man keine Boxen mit kleineren Impedanzen betreiben könnte, sondern lediglich, dass der Verstärker dafür nicht spezifiziert ist. Viele AVRs sind nur mit 8 Ohm angegeben, weil die simpelst Verstärker und Netzteile in den Dingern nicht wirklich sonderlich stabil sind und eben dann, wenn ein höherer Strom geliefert werden muss schlicht kapitulieren. Passieren tut nix, weil es ja Schutzschaltungen gibt (geben sollte), die dann schlicht abschalten wenns zu warm wird.

Die Boxen wiederum haben keine feste Impedanz. Diese schwankt zwischen einem unteren Wert (Nennimpedanz -20% ist zulässig) und einem oberen Wert (der das x-fache der Nennimpedanz betragen kann). Wie sehr sie schwankt hängt von den Chassis, deren Verschaltung, der Weiche (evtl. mit Impedanzlinearisierung) und der Bauart (Bassreflex hat z.B. einen Doppelhöcker in der Impedanz um die Abstimmfrequenz) ab. Wichtig ist, wenn überhaupt nur der untere Wert. Bei Röhrenverstärkern jedoch ist die Schwankung noch ein Thema, die sollten an impedanzlinearisierten Boxen laufen und bei Schaltverstärkern entscheidet die Impedanz im Hochton meist über dessen Wiedergabe... An normalen Verstärkern gibts aber mit normalen Boxen normalerweise keine Probleme.
 
Kannst du so machen. Die Impedanz Angabe beim Receiver kannst du in dem Fall ignorieren, der Yamaha ist sowieso auch für 4Ohm spezifiziert. Ich würde allerdings den RXV677 nehmen, da der noch die Dialog Lift Option bietet, die imho ein echter Mehrwert ist.
Sparen könntest du an den Front LS wenn vermehr nur Filme geschaut werden, ansonsten würde ich das aber lassen. Musik in Stereo aus Stand LS hört sich ganz anders an als aus Kompakten und nem Sub.

Aber so wie du das vor hast ist das schon ganz in Ordnung. Erst Amp und Front danach langsam aufrüsten. Vielleicht reichen bei denen Raumverhältnissen sogar die Front LS. Ich hab auch keinen Sub, da mit die Front mit 2x8" Tieftönern genug Bass bieten auch in Filmen mit viel Gewummer.
 
Musik in Stereo aus Stand LS hört sich ganz anders an als aus Kompakten und nem Sub.

Mit Verlaub, das ist Unsinn! EIn Stand LS hört sich nicht prinzipbedingt anders an als ein KompaktLS. Du dürftest Schwierigkeiten haben blind eine Kompaktbox von einer Standbox zu unterscheiden und in diversen Fällen felsenfest von der falschen Meinung überzeugt sein!

Zum reinen Musikhören ist dazu in keinem der beiden Fällen ein Sub nötig. Viele Boxen (egal ob Stand oder Kompakt) haben eine untere Grenzfrequenz um die 40Hz - tiefer kommt Musik meist nicht.

Ein richtiger Sub macht etwas, dass weder eine normale Standbox, noch eine Kompaktbox kann (Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel). Er liefert Bass bis mindestens 25Hz oder tiefer. Das sorgt, auch wenn vordergründig gar keine so tiefen Töne aufgenommen wurden, für ein Plus an Räumlichkeit und an Rauminformationen, die eine normale Box so nicht liefert. Dazu muss der Sub aber auch richtig auf- und eingestellt sein - daran haperts leider meist...

Klar, wenns in Filmen rumpelt sind auch wirklich so tiefe Frequenzen auf der Spur und wenn man die hören will macht ein Sub auch Sinn. Mit normalen Boxen kommt es sonst maximal zum Residuenhören und das Hirn quasi die letzte Oktave aus den vorhandenen Informationen selbst erzeugt. Damit kann man sicher leben, ist aber nicht das selbe.

Ich hab auch keinen Sub, da mit die Front mit 2x8" Tieftönern genug Bass bieten auch in Filmen mit viel Gewummer.

Genau wummern solls ja eigentlich nicht. Wenns dass doch tut, dann stimmt was mit der Aufstellung oder der Aufnahme (oder der Box) nicht. Und auch hier, aus der Größe und Menge der Tieftöner kann man nichts über den Bass oder die Basstiefe sagen.

Man kann mit so einer Box natürlich gut ohne Sub leben (wie mit geeigneten Kompaktboxen auch), aber dann hat man eben die Effekte des Subs nicht.

Ich selbst höre auch ohne Sub und das hochzufrieden. Den Zusatznutzen hol ich mir aber dennoch irgendwann, auch wenn ich nur Musik damit höre...
 
Danke euch beiden, das war definitiv schon mal hilfreich.

Also das mit dem Sitzabstand ist wirklich so ne Sache. Ich sitze schon sehr nah dran wenn ich auf der Couch bin. Mir ist nicht wirklich klar wie sich das auf den Klang auswirkt. Ich habe bei Kompaktlautsprechern ein wenig Schiss dass die keine Bühne aufbauen :D Könnte mir ja theoretisch auch erstmal den AMP und die beiden kleinen kaufen und als 2.0 nutzen. Wenn ich dann sehe das das schon gut ist, dann hole ich mir einfach weitere 2 kleine. Passt mir das nicht, dann gibts halt nachträglich die großen.

Lohnt es sich wirklich für dieses Dialog Lift 70€ mehr aus zu geben? Das ist immerhin ein Aufpreis von 20%.

DIY und kein-Sub ist keine Option, darüber wird auch nicht verhandelt ;)
 
ohnt es sich wirklich für dieses Dialog Lift 70€ mehr aus zu geben? Das ist immerhin ein Aufpreis von 20%.
Meiner Meinung nach ein klarer Mehrwert, dazu haste noch etwas mehr Leistung. Ich hatte es vorher nicht und man hört schon recht deutlich, dass Stimmen ansonsten eben direkt aus dem Center kommen. Bei mir liegt der unterm Fernseher, was irgendwie merkwürdig klang, gerade im Zusammenspiel mit den Front LS deren Töner eben deutlich weiter oben liegen. Mit Dialog Lift konnte ich alles so einstellen, dass die Stimme quasi direkt aus der Mitte vom Fernseher kommt auch wenn der Center ganz wo anders rumliegt. Ich will es nicht mehr missen.
 
Also das mit dem Sitzabstand ist wirklich so ne Sache. Ich sitze schon sehr nah dran wenn ich auf der Couch bin. Mir ist nicht wirklich klar wie sich das auf den Klang auswirkt. Ich habe bei Kompaktlautsprechern ein wenig Schiss dass die keine Bühne aufbauen :D

Wenn du zu dicht dran hockst, dann baut sich definitiv keine Bühne auf. Dann sind die einzelnen Chassis als einzelne Schallquellen wahrnehmbar und es klingt inhomogen -> keine Bühne...
Standboxen brauchen, je nach Bauart 2-3m mindestens - je mehr und je größere Chassis, desto mehr!
Generell wundert mich deine Aussage zu der fehlenden Bühne bei kleinen Lautsprechern, eigentlich ist es eher so, dass diese tendentiell oft eine größere Bühne und bessere Räumlickeit bieten.
 
Generell wundert mich deine Aussage zu der fehlenden Bühne bei kleinen Lautsprechern, eigentlich ist es eher so, dass diese tendentiell oft eine größere Bühne und bessere Räumlickeit bieten.

Das wiederrum wundert mich doch sehr O.O :D

Kann das noch so jemand bestätigen? Dann weiß ich nämlich garnicht warum man eigentlich Standlautsprecher kauft...so generell
 
Wieso wundert dich das so?

Standboxen werden aus verschiedenen Gründen gekauft:
- fürs Ego bzw. um auf dicke Hose zu machen
- weil man der unsinnigen Meinung ist je größer desto "bässer" - sprich weil sie keine Ahnung haben
- weil viele denken Standboxen seien qualitativ besser - sprich auch hier weil sie keine Ahnung haben
- weil man ein großes Zimmer zu beschallen hat und die Dynamikreserven großer Boxen zu schätzen weiß / braucht

Standboxen haben im Prinzip nur einen wirklichen Vorteil -> Dynamik!
Wobei das nicht generell für alle Standboxen gilt - kleine mit sparsamer Bestückung sind im Prinzip auch nix anderes als Kompaktboxen, nur im großen Gehäuse. Die Dynamik hängt von verschiedenen DIngen ab, in erster Linie von dem Hubraum (Fläche mal Hub der Chassis) und von der unteren Grenzfrequenz ab. Dabei gilt um eine Oktave tiefer runter zu kommen muss die 4-fache Luftmenge verschoben werden. D.h. wenn es laut und tief werden soll, dann hilft nur Hubraum.
Das heißt aber nicht, dass man für tiefen Bass viel Fläche oder Hub braucht! D.h. um eine untere Grenzfrequenz von 40Hz zu erreichen kann man entweder eine Kompaktbox bauen, die im Bass ggf. mit einem 13er Tiefmitteltöner arbeitet oder auch eine Standbox mit nem 30er Bass und ordentlich Volumen. Beide werden gleich tief spielen. Allerdings wird der 30er Bass (mal vorausgesetzt er verfügt über klassenspezifische Hubeigenschaften) erheblich lauter spielen können als der 13er und sei er noch so langhubig ausgelegt.
Nebeneffekt: Die große Membran muss sich erheblich weniger bewegen und die Verzerrungen sind entsprechend klein. Bei "normalen" Pegeln ist das nicht so gravierend, aber wenn es laut werden soll hat die üppiger bestückte Box einfach mehr Gelassenheit und spielt lässiger weil unverzerrter - das hat schon auch was, wenn man den Platz hat!

Weiter verfügt eine üppig bestückte Standbox üblicherweise über einen höheren Wirkungsgrad als eine Kompaktbox. D.h. für kleine Boxen braucht man auch eher einen größeren Amp als für eine richtige Standbox! Gerade wenn das viele Leute nicht glauben wollen.

Aber eine Standbox hat auch ihre Nachteile!
Neben dem Platz, den die nun mal braucht - vor allem wenn sie üppig bestückt ist - ist das vor allem das Gehäuse. Um ein Gehäuse einer Standbox so steif und "ruhig" wie das einer Kompaktbox zu bekommen bedarf es eines erheblichen Aufwands. Dieser ist natürlich mit zu bezahlen und unterm Strich ist es meist ein Wunschtraum und die gehäuse schwingen eifrig mit, was den Klang mehr oder weniger stark stört.

Desweiteren klingen Kompaktboxen mit verhältnismäßig kleinen Membranen oft in sich schlüssiger, homogener und damit musikalischer.

Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel, unterm Strich muss man immer die konkreten Geräte und deren Umsetzung betrachten, aber die aufgezeigten Tendenzen sind schon meist zu beobachten.
 
Danke für diese wirklich interessante Erklärung! Ich hol mir dann aufjedenfall als erstes mal den AMP und zwei Kompaktlautsprecher :)
 
Geh mal zu nem Fachhändler und höre dir verschiedene Dinge an. Selber gehört ist immer besser als davon zu lesen. Vor allem kann man da auch mal ganz verschiedene Sachen hören, auch solche, die für einen selber nicht in Frage kommen. Aber dann kennt man ein wenig von der Bandbreite die der Markt so bietet und der Varianz die in den einzelnen Boxenatren steckt (eine große Kompaktbox kann z.B. auch größer sein als ne kleine Standbox - da verschwimmen dann irgendwo die Grenzen)
 
Also ich habe jetzt ein Paar Kompaktlautsprecher. Receiver wird jetzt wohl der RX677 von Yamaha. Hat es eigentliche einen Einfluss auf das Sourround-Empfinden das hinter meiner Couch noch etwa 3 Meter Raum sind? Also klar hat es irgendeinen Einfluss auf das Hören, aber sollte mich das dazu verleiten Standlautsprecher in der Front anstatt kompakten zu nutzen? Die Frontlautsprecher wären etwa 2,3m von meiner Hörposition entfernt. Preislich muss ich sagen macht das garnicht so den Unterschied, denn original Standbeine für die Kompaktlautsprecher kosten mal eben 200€ das Paar.
 
Klar hat der Raum und dessen Größe einen Einfluss auf das Empfinden. Da kommen ja unterschiedliche Nachhallzeiten u.ä. zum tragen. Bloß obs besser oder schlechter wird kann man nicht so pauschal sagen. Die Anlage muss halt zum Raum passen, dazu sauber aufgestellt und eingemessen sein. Dann passt das schon.

Mit der Entscheidung Stand- oder Kompakt-LS hat der Raum hinter dir aber eher keine Auswirkung - zumindest fällt es mir schwer diesbzgl. einen Zusammenhang zu konstruieren!
 
Es hängt von der Box ab. Es gibt Standboxen, die brauchen gute 3-4m um ordentlich zu klingen, andere gehen schon mit 1,5m - sind beides sicherlich Extremfälle, aber ohne konkrete Boxen zu nennen ist sicher 2,5m eine (weiche) untere Grenze ab der man bestimmte Standboxen versuchen kann. Aber pauschal kann man das nicht sagen.

Um es nochmal zu sagen, die Größe des Boxengehäuses ist kein Qualitätsmerkmal! Deswegen würde ich mich auf diese Frage gar nicht versteifen sondern schlicht mal anhören was der Markt konkret zu bieten hat - bei nem Händler z.B...
 
Ich habe mal den Hersteller angeschrieben was er denn so empfiehlt. Die Boxen würden im Grunde schon fest stehen weil ich ja wie gesagt bereits zwei Kompaktlautsprecher gekauft habe und dann halt wenn dann Lautsprecher aus der selben Serie kaufen würde...egal ob Stand- oder Kompakt-LS
 
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