AW: Neue Grafikarte ~300€
ich würde mir entweder eine gtx 570 von evga oder die gtx 480 evga die für 200€ erhältlich ist.
Wenn ich das mit der EVGA Gtx 480 für 200 euro mal aus einem Test zitieren darf, was meine Bedenken bei der Karte unterstreicht und auch den günstigen Preis von 200 euro neu begründet:
http://de-img1.ciao.com/ide/images/icons/space.gif"19.06.2010
Pro:
Sehr schnell, extreme Leistung
Kontra:
Sehr hoher Preis, exorbitante Hitzeentwicklung (und Hitzetod) und hoher Stromverbrauch
Empfehlenswert: Nein
http://de-img1.ciao.com/ide/images/icons/space.gif
Details:
3D-Beschleunigung:
Installation
Kompatibilität:
mehr
http://de-img1.ciao.com/ide/images/user_symbols/level2_small.gifhttp://de-img2.ciao.com/ide/images/standard/space.gif MrDamar
http://de-img1.ciao.com/ide/images/icons/no_pic_male_small.gif
Über sich: Hardware und Medizin- das Duo der Testberichte. Mehr Hardware (Testläufe und Berichte) demnächst! Kö...
Mitglied seit:13.12.2001
Erfahrungsberichte:23
Vertrauende:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 50 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als
sehr hilfreich bewertet
1. Allgemeines
2. Eckdaten
- Technische Daten
- Kühlmechanik
3. Leistung
- Officebereich
- Spiele
- 3D-Rendering, komplexe Anwendungen
4. Wärmeabgabe und Stromverbrauch
5. Geräuschkulisse
6. Übertaktbarkeit (Erhöhung der Taktfrequenz)
7. Erfahrungswerte
8. Wirtschaftlichkeit
9. Fazit
1. Allgemeines
Die vorliegende Karte wurde mir zum Testen über einen kürzeren Zeitraum überreicht. Leider wurden diese Tests abrupt unterbrochen, als nach einigen Tagen die Karte komplett durchgeschmort ist. Dazu mehr im entsprechenden Abschnitt. Zunächst zur Einführung ...
3 Monate ist es nun her, dass der neue „Geforce GTX 480“ auf dem Markt ist. Er stellt die neuste Generation von
Grafikkarten der Firma
nVidia dar. Aktuell sind keine großen Stückzahlen angedacht, da nach Insiderangaben diese Generation von Grafikkarten nicht allzu lang den Markt dominieren soll, vielmehr ist geplant bereits Anfang 2011 mit völlig neuen Grafikkarten den Markt zu erobern, die dann nur noch mit den neusten Systemen (d.h. unter Windows Vista und Windows 7) voll nutzbar sein sollen. Hauptmerkmal dieser Generation von Grafikkarten ist die kompromisslose Leistung.
Die Verwendung in High-End Rechnern soll auch dann nützlich sein, wenn man vorwiegend komplexe Anwendungen (3D-Rendering, Videobearbeitung etc.) benutzt.
Preis, Stromverbrauch und Wärmeabgabe hingegen bewegen sich sehr nah an der Schmerzgrenze, wie im Folgenden erläutert werden soll.
2. Eckdaten
Technische Daten
Alle Geforce 480 GTX Modelle - und damit auch das getestete Modell - verwenden die sogenannten "Fermi"-Architektur.
Dies bedeutet, dass die Chips im sogenannten 40nm Verfahren hergestellt werden. Das hat zur Folge, dass die Transistoren (elektrische Bauelemente, die der Datenverarbeitung dienen) extrem klein sind. Ein solcher Grafikkartenkern verfügt über etwa 3 Milliarden Transistoren.
- Grafikspeicher: 1536 MB
- Taktraten: 726 Mhz (Kern) / 950 Mhz (Speicher)
Von Hause aus übertaktet, daher die Namensgebung!
-
Schnittstelle: PCIe 2.0
- OpenCL Version: 1.0
- Verarbeitungseinheiten: Unified Shader - 512 (Stream-Prozessoren) / 16 (Shader-Cluster)
- DirectX Version: 11
Kühlmechanik
Die Karte ist eingebettet in ein geschlossenes Kühlsystem, das über mehrere Kühlrippen die Wärme ableitet und durch die Lüfter weiterkühlen lässt.
Das Gewicht beträgt daher fast 1 Kilogramm!
Aus diesem Grunde lässt sich die Karte womöglich nicht in jedem beliebigen Gehäuse einbauen. Ein solches Gehäuse müsste sogenannte Sicherheitsschnallen bieten.
In einem Gehäuse ohne solche Sicherungen, kann die Karte abbrechen(!) – eine 1 kg schwere Karte die abbricht, reißt das gesamte Mainboard auseinander.
Für Erfahrungen bezüglich dessen beantworte ich gerne Fragen (und gebe Hinweise zur Vermeidung), da ich derartiges bereits einige Male erlebt habe. Die Kühlmechanik ist geschlossen. Eine Reinigung von Hand oder eine Nachjustierung bzw. ein Austausch einzelner Teile ist nicht empfehlenswert ohne ausreichende Fachkenntnisse – es können dabei zahlreiche Fehler gemacht werden!
Dies liegt daran, dass eine ganze Reihe an Teilen beschädigt werden können.
Eine Reinigung sollte nur mit einem Pinsel erfolgen, der keine Borsten verliert. Eine abgerissene Borste kann im Kühlgehäuseinneren glühend heiß werden!
Die neusten Treiber können über
NVIDIA Treiber Download erhalten werden (kostenloser Download).
3. Leistung
Getestet wurde die Karte
unter Windows 7 (32 bit) mit Core i7 Prozessor (2,8 Ghz) und 4 GB DDR3-1333 Speicher.
Treiberversion: 257.21.
Officebereich
Jegliche Officeanwendungen wurden ohne Verzögerungen ausgeführt.
Spiele
Die aktuellen Geforce 480 GTX Karten sind keine reinen Spielekarten mehr. Die bereits beschriebene Fermi-Architektur ist ebenso ausgelegt auf die Verwendung in Computern, die komplexe 3D-Berechungen durchführen sowie hochrechenintensive Datenbankanwendungen. Das ist das Ergebnis der neuen Marketingstrategie von nVidia.
Nichtsdestotrotz ist die Karte natürlich zum Zocken ideal geeignet.
Ergebnisse der Benchmarks:
3D Mark Vantage: 12500 Punkte
Getestet mit 16-facher Anisotrophischer Filterung (Entfernungsschärfeausgleich) und 8-facher Kantenglättung (verhindert Pixelbildung an Rändern)
Crysis „Contact“ Benchmark: 23 fps (1920 x 1200)
Far Cry 2 „Ranch Small“: 89 fps (1920 x 1200)
Anno 1404: 48 fps (Einstellung „sehr hoch“) Alle sonstigen getesteten Spiele (Sacred 2, S.T.A.L.K.E.R.) liefen in höchster Auflösung (1920 x 1200) bei maximalen Details vollkommen flüssig.
3D-Rendering, komplexe Anwendungen
Videoschnittsoftware lief ohne Probleme – und das, obwohl nebenbei Nero (Brennprogramm) lief. Diese Erfolge hielten allerdings nur die ersten paar Tage an. Am vierten Tag kam es zu massiven Problemen: Programmabstürze und die Spiele und auch andere Anwendungen stürzten ab und der PC fror ein.
Ein seltsamer Geruch kam auf: die Karte war komplett geschmort.
Mir ist dieser Geruch bereits schon von früher bekannt, wo mir andere PC-Komponenten weggeschmort waren.
Die genaue Ursache ist noch nicht klar. Das Gehäuse war sauber, kein Staub zu sehen (der sich möglicherweise verfangen konnte). Jedoch ging es alles sehr schnell: es traten die ersten Probleme auf und etwa eine halbe Stunde später war die Karte komplett zerstört.
4. Wärmeabgabe und Stromverbrauch
Wie der vorherige Abschnitt vermuten lässt, ist die Wärmeabgabe sehr hoch (und der Stromverbrauch auch!).
In Ruhestellung verbrauchte die Karte anfangs um die 120 bis 180 Watt (d.h. nur Windows Bildschirm sichtbar).
Unter Volllast, d.h. unter Verwendung von 3D-Programmen und anderen komplexen Anwendungen, liegt der Verbrauch bei annährend 400 Watt. Das liegt an der von Hause aus höheren Taktung. Die Temperaturentwicklung (bevor die Karte verschmorte) gestaltete sich wie folgend.
Wärmeabgabe:
- in einem gut gekühlten Gehäuse in Ruhe: rund 45°C
- in einem gut gekühlten Gehäuse unter Volllast: rund 70 bis 90°C In einem schlecht gekühlten Gehäuse (nicht getestet) liegt sie vermutlich weitaus höher.
Die Temperatur zum Zeitpunkt ihrer Zerstörung ließ sich nicht rekonstruieren.
5. Geräuschkulisse
Die Lautstärke und die Art der Geräusche ist abhängig von dem Gehäuse, in dem die Karte verbaut ist.
Bevor die Karte der Hitzetod ereilte, lief sie recht ruhig. Die Lüfter sind einigermaßen laufruhig, nach einer Gewissen Weile allerdings wird es lauter, da die Lüfter immer schneller drehen. Das liegt daran, dass die Temperatur steigt und dadurch mehr Luft transportiert werden muss. Im gut gekühlten Gehäuse war das immerhin noch zu ertragen – angenehm ist es jedoch nicht.
Staut sich die Wärme irgendwo, drehen die Lüfter sehr viel unregelmäßiger (da versucht wird durch ständige Umdrehungserhöhung und Senkung der Drehgeschwindigkeit Luft schneller abzutransportieren).
6. Übertaktbarkeit
Grundsätzlich sind alle Grafikkarten übertaktbar. Bei den neueren Generationen von Grafikkarten sollte man an dieses Thema jedoch mit Vorsicht herangehen. Auf eine Übertaktung wurde hier verzichtet, da diese Karte bereits von Hause aus übertaktet ist.
7. Erfahrungswerte
Die Karte lief einige Tage, bevor sie verschmorte. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keine Probleme. Die sowieso schon vorübertaktete Karte gibt Grund zur Sorge. Da nicht genau klar ist, warum die Karte zerstört wurde, lässt sich schlecht bestimmen, wie es mit anderen Exemplaren aussieht.
Grundsätzlich jedoch gebe ich den Grafikkarten dieser Generation keine lange Lebensdauer. Mehr als 1,5 bis 2 Jahre hat bei mir noch nie eine nVidia Karte überlebt (OHNE Übertaktung). Nvidia baut seine Karten offenbar immer stark an der Schmerzgrenze bezüglich ihrer Belastbarkeit.
Von Übertaktung rate ich dringlichst ab.
Zudem ist die Geräuschkulisse nicht sehr angenehm und kann schnell nervig werden, da die Lüfter ständig am Arbeiten sind.
8. Wirtschaftlichkeit
Grafikkarten der neusten Generation haben einen hohen Wertverlust innerhalb der ersten Monate. Nach etwa 6 Monaten kosten sie meist nur noch rund 80% ihres ursprünglichen Preises – der richtige Zeitpunkt für den Kauf.
Auf Grund dessen ist die Anschaffung einer solchen Karte nicht wirtschaftlich.
9. Fazit
Bis zum Zeitpunkt ihres Ablebens war ich mit der Karte einigermaßen zufrieden, jedoch nicht herausragend.
Die Geräuschkulisse ist zwar erträglich, aber keinesfalls angenehm. Die hohen Taktraten, die dann noch zusätzlich durch EVGA hochgeschraubt werden, geben Grund zu der Annahme, dass eine solche Grafikkarte kein langes Leben hat und höchstens ihre Gewährleistungszeit übersteht.
Die Leistung war in den ersten Tagen beeindruckend, jedoch müssen noch zusätzliche Kosten eingerechnet werden: Dämmung des Gehäuses (50 bis 100 Euro) und auch die Stromkosten müssen berücksichtigt werden (bei rund 400 Watt bei etwa 7 Cent pro Stunde bei rund 8 Stunden am Tag und 5 Tagen die Woche etwa 140 Euro pro Jahr) – und das zusätzlich zum sowieso schon ordentlichen Preis von rund 530 Euro. Zwar mag es sich lediglich um einen Einzelfall handeln, jedoch kann ich auf Grund der Vorkommnisse keine Kaufempfehlung aussprechen und rate vom Kauf ab.
(Ergänzung weil's nachgefragt wurde: ich habe glücklicherweise über meine Firma Zugang zu neuer Hardware, die ich dann austesten darf bis zum get-no. Dort wird in kürzeren Abständen neue Hardware angeschafft, da mehrere Niederlassungen versorgt werden und die Ware erstmal über uns läuft. Ich picke mir allerdings nur das raus, dessen Test zum Bericht auch SPASS macht (Grafikkarten, Monitore, Laptops usw.).)"