Ich empfinde es nicht gerecht, wenn man Menschen die eh schon so wenig haben, zum Verzicht aufruft.
Andere können sich das eher leisten. Bzw die leben sogar auch verschwenderischer.
Da ist eine völlig andere Diskusssion.
Es gibt heute schon um die 2,5 Mio. Rentner, die mit gerade mal 1000 € oder noch weniger auskommen, obwohl sie ihr ganzes Leben (>> 35 Jahre) gearbeitet haben.
Was denkst du, wie deren Ansicht darüber ist, dass andere, die bisher keinen einzigen ct. in das System eingeezahlt haben (auch um die knappe 3 Mio.) in nicht unähnlicher Höhe staatliche Hilfe bekommen?
Wie groß war der Schock von meinem alten Herren nach 47(!!) Arbeitsjahren und dann "nur" 1400 € Rente und da nochmal Kankenkasse UND neu seit einigen Jahren Lohnsteuer drauf?
Und wie groß wird der Schock für jene sein, die evtl. 1500 € haben und mit Sicherheit davon wieder additiv was abgeben müssen?
Wie groß wird der Schock bei uns Arbeitnehmern sein, wenn Steuern rauf gehen werden, zwangsweise, unausweichlich?
"Gerecht" für den Einzelnen wird nur sehr schwer zu erzielen sein, allgemeine Gerechtigkeit in der Lastenverteilung eventuell, richtige Zufriedenheit eher weniger.
Pfründe abgeben ist immer verdammt schwer.
Wir müssen der Realität ins Auge sehen, dass eben seit mind. Merkel I die Republik in den Tiefschlaf der Gelichgültigkeit verfallen ist und wir eben jetzt gerade aufwachen.
Aber es nützt genau nix zu sagen, die damals haben alles falsch gemacht.
Das ändert an der IST-Situation genau nix.
Wir müssen ab jetzt das Meiste richtig machen, damit die Kiste wieder rundläuft.