Mit einer Schutzschaltung würde gar nichts mehr leuchten, weil das Netzteil die Spannung komplett trennen würde.
Die Schutzschaltungen brauchen aber einen winzig kleinen Moment, um einen Fehler messen/erkennen, und dann auch noch auslösen zu können. Der Moment reicht schon aus, um zb. LEDs im System mal kurz flackern zu lassen.
Ich sehe das Problem nicht am Netzteil.
Es muß auch nicht zwingend das NT sein, wo der Fehler/Defekt liegt. Aber wenn ein PC "instant" wieder abschaltet, deutet es auf irgendwas in Richtung Kurzschluß. Einfach weil das System noch vor dem einfachsten "Test" einen schwerwiegenden Fehler feststellt. Und so früh im Startablauf gibt es nicht viele Mechanismen die da greifen können. Das Netzteil ist hier nunmal immer die Nummer 1, erst danach kommen die Check-Routinen vom Mobo.
Der Fehler selbst könnte irgendwo sein, auf/am Mobo, oder auch einer verbauten Komponente. Egal wo sich ein "Kurzschluß-Fehler" befindet, idR (wenn das NT nicht gerade "Chinachrott" ist) würde die Schutzschaltung im NT meiner Meinung nach immer als erstes auslösen.
Ganz davon abgesehen, würde dann die CPU-LED als Fehlerleuchte nicht leuchten.
Sie leuchtet auch nicht, sie flackert. Es könnte schon sein, dass die LEDs, ähnlich den Warnlampen in einem PKW-Cockpit, nach dem Start kurz aufleuchten, während der "Systemkern" seine Routine abarbeitet. Und am Anfang dieser Phase schaltet irgendeine Schutzschaltung das System aber wieder instant ab.
Die Schutzschaltung kann aber auch aufgrund eines Defektes ausgelöst werden. In einem Fall von mir war das CPU-Kabel defekt und das Netzteil ging in die Schutzschaltung. Aber dann hat auch nichts mehr geleuchtet, weil das Netzteil die Spannung direkt mit dem Einschalten getrennt hat.
Genau sowas meine ich. Das Flackern der CPU-LED kann ein Indiz sein, muß es aber nicht.
Theoretisch könnte es natürlich auch ein "Software-Fehler" sein, zb. falsche Spannungswerte im BIOS/UEFI oder irgend sowas. Keine Ahnung, dass die CPU zb. zu viel Saft abbekommt, was sich für das System dann wieder wie ein "Kurzschluß" verhält/anfühlt. Aber es wäre ziemlich unwahrscheinlich wenn sowas von alleine passiert, während der User am zocken ist.
Ich hab das früher immer "umgekipptes Bit" genannt, wenn ein Fehler (zumindest auf den ersten Blick) keinen Sinn ergibt, bzw. sich nicht finden lassen will. Ein Fehler, ausgelöst durch irgendeine 0 die - warum auch immer - zur 1 wurde (oder umgekehrt).
Möglich ist vieles. Aber aktuell sieht es zumindest nach einer rudimentären/simplen Schutzschaltung aus, die der Meinung ist "HALT, STOPP", und zwar sofort wenn das erste bisschen Saft durch die Leitungen fließt.
Dann laufen die Lüfter kurz an und gehen wieder aus.
Weil das System (auch das NT) direkt nach dem Start noch keinen Fehler erkennt, die Routinen anfangen zu arbeiten (die Lüfter starten, ggf. laufen die ersten Check-Codes über die LED-Anzeige) , und erst an dem Punkt wo die korrekte Versorgung gecheckt wird, stellt das System einen Fehler fest, und schaltet dann (in dem Fall mit dem Kabel sehr wahrscheinlich vom Mobo ausgelöst) einfach wieder aus.
Ich bin mir nicht sicher, aber vermutlich könnte man mit einem Multimeter erkennen wer genau hier den Anker wirft. Sollte es das NT bzw. eine Schutzschaltung davon sein, dann dürfte anschließend keine Spannung mehr aus dem Netzteil rauskommen. Vermutlich bis der Strom kurz getrennt wurde, und die Schutzschaltung sich wieder löst.
Sollte erst das Mobo den Anker werfen, müsste es ja anschließend trotzdem noch mit Saft aus dem NT versorgt werden, da ja das Mobo abgeschaltet hat, und nicht das NT (was von der Abschaltung ja quasi nichts "wissen" kann).