AW: Microsoft Xbox One im PCGH-Test: Solide Konsole mit Schwächen bei der 3D-Leistung
Naja Hardware technisch nichts beeindruckendes
Mit einem einen Athlon II X4 750K und einer HD7870 kann man einen gleichstarken PC zum gleichen Preis Bauen. (mit dezentem OC wohl sogar schneller)
Und für den Gibts dann auch mehr als nur eine Hand voll Spiele.
Exklusivtitel wie FORZA lassen mich da schon eher ins Konsolenlager schielen.
Aber vll. schaft es ja doch noch irgendwann ein Entwickler ein ordentliches PC Rennspiel zu basteln
Wenn es irgendwann möglich ist das Touchpad vom PS4 Controller als Maus am PC zu nutzen werde ich mir wohl mindestens einen besorgen
Potenziell schneller wäre ein solcher PC wohl schon, ABER: Kopf-an-Kopf-Vergleiche zwischen ähnlichen gebauten (Windows-)PCs und den Konsolen funktionieren schlicht nicht so einfach. Ganz abgesehen davon, dass die Systeme jeweils auf Unified-Speicher setzen (GDDR5 bei der PS4, so viel Bandbreite steht zumindest hinsichtlich des Hauptspeichers keinem PC zur Verfügung) und auch sonst architekturelle Besonderheiten aufweisen, heißt das Zauberwort nach wie vor Software-Optimierung. Selbst wenn der genannte FM2-Rechner heute zum Spielen ausreicht (und bei Spielen wie BF4 wird das bei hoher Spielerzahl zweifelhaft, zumindest 60 fps wird man wohl unabhängig von den Einstellungen schlecht halten können, weil die CPU limitiert), sobald die Next-Gen-Welle rollt dürfte man hier schnell zum Aufrüsten gezwungen sein, natürlich auch abhängig vom eigenen Anspruch. Die Konsolenspiele werden sich grafisch aber eher noch steigern, vor allem, was die Exklusivtitel betrifft - ohne, dass man in schlecht spielbare Bereiche kommen wird, denn entgegen dem, was die meisten denken, steckt einiges an Potenzial in den Kisten, besonders in der PS4, ich denke hier wird noch einiges kommen.
Natürlich ist man beim PC schnell in Bereichen angekommen, wo die Rohleistung die der Next-Gen-Konsolen übertrifft - nur wird man diese Performance nie in der gleichen Weise nutzen können, denn anders als bei PS4 und XBONE muss bei PC-Titeln am kleinsten gemeinsamen Nenner programmiert werden, zumindest, wenn man möglichst viele Kunden ansprechen will. Gegenbeispiel könnte Star Citizen werden, hier wird man sicher aber im Gegenzug darauf einstellen müssen, ein Oberklasse-System zu benötigen, wenn man anständig spielen will (selbstverständlich wieder abhängig vom eigenen Anspruch, aber ich denke, der Gedanke kommt rüber).
Ja, ich bin auch ein PC-Fan und angesichts des Spieleaufgebotes der neuen Konsolen muss ich feststellen, dass ich quasi alle Crossplattform-Titel auf ebendieser Plattform würde spielen wollen - Titanfall beispielsweise wäre für mich ein Grund, die PS4 anzuschaffen, wenn es nicht für den PC käme. Da es das aber tut, werde ich es liebend gern mit Maus und Tastatur steuern, so wie ich es bei Shootern am liebsten mag.
Trotzdem bin ich es - Entschuldigung - langsam leid, solche Äpfel-mit-Birnen-Vergleiche zu lesen. Zwar ist die Hardware der Konsolen näher am PC als jemals zuvor und ein Vergleich liegt damit wohl ebenfalls näher, die Grundsituation ändert sich aber nicht wirklich.
Als PC-Spieler muss man sich mittel- bis langfristig damit abfinden, dass die Konsolen den Spielemarkt dominieren - man muss aber auch bedenken, dass es ohne sie vielleicht keine Spielebranche mehr gäbe oder diese weit kleiner ausfiele. Viele meiner Lieblingsspiele sind Ports und ich denke, so geht es vielen. Wer weiß, wie ein BF4 oder sonstige AAAs mit geringerem Budget aussähen? Es gibt ja auch so schon genügend Kritikpunkte. Insofern bin ich, trotz aller Ärgernisse, nicht abgeneigt, PS4 und XBONE wohlwollend zu betrachten. Außer den Entwicklern können sowieso die wenigsten abschätzen, was die Zukunft softwaremäßig wirklich bringt.