Das Verhalten kenne ich von meiner Leitung auch. Nur habe ich nicht das "Problem" (soll kein Angriff sein, aber ich sehe da eigentlich keins), dass von 150 Mbit/s "nur" 148 ankommen sondern dass von gebuchten 16 Mbit/s (zu Mondpreisen) nur knapp 10 - 12 je nach Tageszeit ankommen. Es werden also niemals mehr als ca. 70 % der gebuchten Leistung bereitgestellt, egal zu welcher Tag- oder Nachtzeit.
Manchmal steigen die Downloads auch bei mir mit locker 18 - 20 Mbit/s ein, um dann auf die bekannten Werte abzuflauen. Das Phänomen habe ich aber nur bei Steam. Es kann vielleicht sein, dass dort intern irgendwie vorgepuffert wird und das daher zu einer fehlerhaften Anzeige führt. In Speedtests ist es z.B. nicht rekonstruierbar, da steige ich meistens sogar nur mit 2 - 3 Mbit/s ein, die sich dann innerhalb von 5 Sekunden auf den maximal möglichen Wert angleichen.
Beim Service stößt man bei den gängigen DSL-Providern mit dem Problem auf Taube ohren: Die Verträge sind alle so ausformuliert, dass "bis zu XXX Mbit/s" garantiert werden und selbst 1 Mbit/s in meinem Fall noch die korrekte Erfüllung seitens DTAG darstellen würde. Zwar wurde schon gegen diesen Passus erfolgreich geklagt, aber da du bei solchen Themen bei 10 Anwälten 15 Urteile bekommst, muss das noch lange nicht sein, worauf man sich tatsächlich berufen kann. Zudem kenne ich fälle, wo sich Leute mit dem Support auseinandergsetzt haben und nach diversen Fehlerbehebungs-Versuchen am Ende noch weniger Bandbreite anlag, weil irgendwas - mir sind die Fälle nicht ins Detail bekannt - umgestellt wurde, wodurch sich die Techniker mehr Bandbreite erhofften. Damit würde ich bei einer Unterschreitung von ca. 1 - 2 % wirklich sagen, dass ein Hinnehmen taktisch klüger sein kann, nicht dass da mit Pech am Ende 10 - 20 % draus werden.
Tippe auch darauf, dass Unitymedia nach und nach die Anschlüsse auf das angebotene Maß drosselt. Dass mehr Mbit/s anliegen als bestellt sehe ich in Speedtests bei UM immer wieder. Vielleicht versuchen sie nun, das zu korrigieren. Ist zwar schade für die Betroffenen aber nicht unbedingt unfair, schließlich wird immer noch die vereinbarte Geschwindigkeit geliefert (+/- ein paar %) und vorher war man die ganze Zeit im Vorteil gegenüber den Vertragsbedingungen. Immer noch besser als eine magenta Firma, wo du beten musst, auch nur annähernd an die schönen Zahlen aus der Werbung ran zu kommen.
Ist das eigentlich ein deutsches Ding, dass die Provider oft durch die Bank weniger liefern "dürfen" als angepriesen oder zieht sich das international durch alle Dienstleister und Rechtssprechungen?