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Merkwürdige Anschalt-Probleme bei selten genutzem Rechner - Netzteil/Stromversorgung?

blauebanane

PC-Selbstbauer(in)
Hallo liebe Community,

ich habe folgende Situation, bei der ich gerade nicht weiterkomme und auch keine Ideen mehr habe.

Vorhandener Selbstbau-Rechner von 2011:
CPU i5 2500k
Mainboard ASRock P67 Pro3
PSU Antec HCG-520
GPU MSI RX 470 nachgerüstet ca. 2018
SSD Samsung 120GB nachgerüstet ca. 2016
Gehäuse CoolerMaster Silencio 550

Alle Geräte hängen an einer Supraguard (Baumarkt Marke, glaube ich) Steckerleiste, wobei zwischen Steckdose und Steckerleiste noch ein TP-Link Powerline Adapter zwischengeschaltet ist. Grund dafür sind zu wenig Steckdosen in der Nähe und über den Adapter kann ich alles nachts ausschalten (und werde natürlich mit Internet versorgt).

Das Ding ist im Betrieb total stabil, hat auch bald 10-jähriges, fällt mir auf.
Seit ca. einem Jahr bin ich im Home-Office, habe also an Bildschirm, Lautsprecher etc. meinen Firmen-Laptop angeschlossen. Mein PC kommt daher nur ca. 1 mal im Monat zum Einsatz, da ich immer alles umstöpseln muss.

Seitdem der PC nicht mehr täglich genutzt wird, lässt er sich nur noch sporadisch einschalten. Gestern beispielsweise wollte ich mit der darauf installierten Software Videos bearbeiten. Also alle Geräte angeschlossen, den Anschaltknopf am Gehäuse gedrückt und nichts passiert. Kaltgeräte Kabel mehrfach hin und her getauscht, direkt über eine andere Steckerleiste angeschlossen, immer noch keine Reaktion. Nachdem ich dann wieder umgebaut habe und mehrere Stunden den Laptop genutzt habe, hab ich es nochmal probiert und tada - der PC fährt hoch, ohne irgendwas am Setup des PCs geändert zu haben. Dann gestern Nacht runtergefahren, Steckdose über den Powerline Adapter abgeschaltet. Heute morgen das gleiche Problem, PC will nicht starten, kein Mucks.

So ähnlich ist es, seitdem der PC nicht mehr regelmäßig genutzt wird. Manchmal hat es nach 20 Minuten Kabeltauschen geklappt, gestern und heute allerdings nicht.

Ich bin entsprechend mit meinem Latein am Ende. Als Ansatzpunkte habe ich die Stromversorgung bis zum Netzteil, das Netzteil selber oder die Verbindung Gehäuseknopf -> Mainboard -> Netzteil als Auslöser für den Start im Auge. Ich weiß aber nicht wie man das checken könnte, da ja ohne Änderungen das Ding manchmal startet und meistens halt nicht. Ein Austausch Netzteil oder Gehäuse habe ich leider nicht hier. Es wirkt, als ob es erst eine Weile "aufladen" müsste, aber das macht technisch für mich keinen Sinnn.

Ich freue mich auf eure Ideen und Anmerkungen zu diesem nervigen und merkwürdigem Problem :)

Vielen Dank im Voraus
Erik
 

Brexzidian7794

BIOS-Overclocker(in)
Das Netzteil ist auch nicht mehr das jüngste,auch schon länger im Einsatz gehabt,oder?Könnte schon gut sein das das ein PSU problem ist,oder genauer gesagt das die Kondensatoren durch sind,die ja für die Spannung zuständig sind.Aber auch Kondensatoren vom Motherboard können mit Zeit alteren und nachlassen bzw.auch defekt erleiden(aufblähen)oder gar Platzen(auslaufen).Das könnte man im optischem sinne prüfen bzw.nachschaun ob sowas zutrifft bei PSU oder Board.Und allgemein Kondensatoren,egal welcher Hardware bei langer nicht Nutzung entladen sie sich mit der Zeit.Lass doch mal einfach das Netzteil an und das ein paar Std.mit angeschalten Steckdosenleiste und schau mal wie sich das äußert beim Kaltstart.Ich will damit sagen,vielleicht laden sich die Kondensatoren wieder auf,so das es eventuell normal funktioniert.Zumindest würde ich das erstmal testen und auch schaun ob da schäden an den Kondensatoren sind,soweit man es sehen kann von außen.Hier ist noch ein Bild von deiner PSU,ohne Abdeckung,das siehste auch wo sich die Kondensatoren befinden,

 

Faxe007

Freizeitschrauber(in)
Ich kenne genau das Problem mittlerweile von drei (!) Rechner, die über Verlängerungsleisten regelmäßig ausgeschaltet werden (einer bei mir, zwei bei Freunden) - Mögen die Dinger offenbar nicht. In allen Fällen waren Bord und/oder Netzteil hin.

Zuvor solltest du den Schalterkontakt überprüfen: Der Gehäuse Anschalter ist mit dem Bord verbunden: Den ziehste ab und schließt die beiden Kontakte auf dem Mainbord (mit einem kleinen Schraubenzieher oder einem Stückchen Draht). Dann sollte der Rechner angehen (nur die zwei Kontakte berühren).
 
TE
B

blauebanane

PC-Selbstbauer(in)
Hallo!

Ich habe lange gebraucht für diese Antwort, aber bisher bin ich mit meinem alten Laptop ohne PC über die Runden gekommen :D
Das Netzteil zum Sicht-Test aufgeschraubt habe ich jetzt nicht, aber das Mainboard hat soweit keine kaputten Kondensatoren.
Ich habe probiert, die Anschaltkontakte direkt kurzzuschließen - kein Erfolg
Danach Minimalsetup getestet: nur noch CPU +RAM auf Mainboard + Lüfter: Ebenfalls keine Reaktion.

Vorhin ist das neue Netzteil gekommen (BQ Pure Power 500W): Voller Vorfreude eingebaut, ebenfalls erstmal mit Minimalsetup getestet, aber weiterhin keine Reaktion :(
Wie geht man jetzt weiter vor? Da das Netzteil offensichtlich nicht das Problem ist, wäre meine Idee, mir nochmal ein neues Mainboard zu besorgen und darauf alles neu aufzubauen. Problem: die Sockel 1155 Boards gibt es nicht mehr neu, oder wo bekomme ich sowas noch? Gebraucht kaufen wäre auch blöd, da hat man dann immer das Risiko dass das Board doch schon kaputt ist und dann bin ich auch nicht weiter. Komplett umrüsten auf Ryzen + Board da bin ich auch wieder bei 2-300€ und das ist mir zu viel, dafür dass ich den PC nur ein paar Stunden im Monat brauche.

Hat jemand weitere Tipps? Oder noch ein altes Board rumliegen :D?

Viele Grüße
Erik
 

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
Wie geht man jetzt weiter vor?
Man kauft sich eine CR 2032_Bios Batterie,
setzt sie ein,
macht einen BIOS-Reset per Jumper (CLRCMOS1)
und startet neu.

Dann prüft man die BIOS-Version,
installiert evtl. die letzte
und wechselt bei Bedarf die Wärmeleitpaste der CPU:

Nach Reinigung aller Kühler / Lüfter sollte der PC wieder leise und kühl laufen.

Da das Netzteil offensichtlich nicht das Problem ist, wäre meine Idee, mir nochmal ein neues Mainboard zu besorgen und darauf alles neu aufzubauen.
Nee, wirklich nicht.
Die 1155er Boards sind selten und teuer.

Komplett umrüsten auf Ryzen + Board da bin ich auch wieder bei 2-300€ und das ist mir zu viel, dafür dass ich den PC nur ein paar Stunden im Monat brauche.
Probiere erst mal obiges, dann sehen wir weiter. ;)
 
TE
B

blauebanane

PC-Selbstbauer(in)
Man kauft sich eine CR 2032_Bios Batterie,
setzt sie ein,
macht einen BIOS-Reset per Jumper (CLRCMOS1)
und startet neu.
Danke erstmal dafür :)
Dazu hab ich mich auch schon informiert. Eine leere BIOS Batterie führt demnach nicht dazu, dass der Rechner gar nichts mehr von sich gibt, sondern dass beim booten diverse Fehlerchen auftreten können. Das war tatsächlich in seinen letzten Tagen als er noch lief der Fall. Allerdings merkwürdig, dass es dann dazu führt, dass gar kein Start mehr möglich ist. Wie lässt sich das erklären?

Werde mir auf jeden Fall für ein paar Euro die Dinger bestellen. Die restlichen Schritte hängen ja alle von Schritt 1 ab und da bin ich noch etwas skeptisch ob es klappt :D Schön und einfach wäre es
 
Zuletzt bearbeitet:

wuselsurfer

Kokü-Junkie (m/w)
TE
B

blauebanane

PC-Selbstbauer(in)
Hallo,

DAS DING LÄUFT WIEDER! :)
Ein Träumchen. Vielen Dank wuselsurfer, du bist ein Gott. Was für eine einfache Lösung.
BIOS-Update hab ich jetzt nicht gemacht. CPU Temperaturen sind auch noch in Ordnung, daher tausch ich die WLP auch nicht aus.

Dann auf die nächsten 10 Jahre mit diesem PC... mal sehen :D

Schöne Grüße
 
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