Wenn der zusätzliche Aufwand, diese technische Hilfe und weitere Versorgungsgüter auf den Mars zu bringen, größer ist, als einfach eine Raumstation drum herum zu bauen: Wieso dann überhaupt mit einem anderen Planeten abtun und nicht einfach eine Erd- oder ernahe Sonnen-Umlaufbahn als neue Heimat ausprobieren?
Weil die Strahlung im interplanetaren Raum nochmal größer ist, als auf der Marsoberfläche.
Im erdnahen Orbit ist sie schon deutlich stärker, obwohl die Raumfahrer noch vom irdischen Magnetfeld eigenermaßen beschützt werden.
Und, so ressourcenarm auch der Mars ist, er hat zumindest Wasser, was auf einer Raumtation ein endliches Gut wäre und eine ständige Versorgung bedeuten würde.
Auch wären Baumaterialien immerhin vorhanden und mit zweifellos großem Aufwand zu erschließen.
In beiden Fällen, Mond wie Mars dürften weitgehend unterirdische Siedlungen mutmaßlich die optimalste Lösung sein.
Halte ich für deutlich zuwenig 3000 Leutz
Im Prinzip ist das schwierig, dies exakt zu bestimmen.
Im Gegensatz zum Mittelalter gibts moderne Wissenschaft, die optimale Vemehrung in solch kleinen Gruppen steuern kann.
Es gibt Beispiele (Osterinsel), wo es (fast) ganz gut über 300-400 Jahre mit weniger funktionierte und Negativbeispiele, bei denen 10.000 nicht gereicht haben (Aborigines) und die Population von fast ganz Ostaustralien ausstarb.
Sicherlich ist es richtig , dass ein größerer Genpool die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens minimiert.
Aber um dein Beispiel einer großen Raumstation aufzugreifen: Bau erst mal ein Teil, dass 10.000 oder gar 100.000 Leutz aufnehmen kann
Z.B. sich selbst aus Gewächshäusern zu ernähren, ist noch keine komplette Selbständigkeit, solange die Gewächshäuser oder die für deren Bau verwendeten Werkzeuge von der Erde stammen. Von daher kann man eigentlich sagen: Eine dauerhaft gut überlebende Menschheit braucht einen kompletten Planeten in gutem Zustand. Wenn man die Auswahl hat, diesen ausgehend vom aktuellen Zustand der Erde zu schaffen oder ausgehend vom aktuellen Zustand des Marses, dann ist wohl klar, was weniger Arbeit macht.
Die additive Problematik ist, das der Marsboden giftig ist - für irdische Biomasse.
Nach mehr als vierzig Jahren der Erforschung wissen wir heute eine ganze Menge über den Mars. Einige Fragen bleiben jedoch nach wie vor offen.
www.nationalgeographic.de
Sprich, für die Gewächshäuser muss erst mal in erheblichem Umfang Substrat hergestellt werden oder eben importiert werden.
Je größer die zu ernährende Bevölkerung ist, um so länger dauert der Weg in eine Art Selbstständigkeit.
Wissenschaftlich fände ich es ja hochspannend.
Aber die immensen Ressourcen und Gelder, die für nur eine Handvoll Neusiedler in die Hand genommen weerden müssten, ist eine berechtigte Kritik.
Ich denke, je mehr sich der Klimawandel und die damit verbundenen Begleitumstände auswirken, um so mehr wird dieses "Reiseziel" in die Ferne rücken.
Ich denke, das Thema ist in 20 oder 30 Jahren völlig von der Agenda verschwunden, weil wir hier auf der Erde ganz elementare Probleme bekommen werden.