Milliarden an PR Budgets und unwissende Kundschaft.
Oder,

glaubst du etwa das bessere Produkt setze sich automatisch durch?



Dann hat dich Märchenonkel Adam Smith aber ganz schön reingelegt, pass auf die unsichtbare Hand auf die dich mit Homo Ökonomikus' bewirft.
PR-Budget und überall vorinstalliert ist nur ein Teil von der Marktmacht.
Alles, aber auch wirklich alles läuft unter Windows. Es gibt nur wenige Tools die halt auf Mac optimiert sind und entsprechend nicht unter Windows laufen - aber die passende Hardware lässt sich immer unter Windows benutzen. Unter Linux - nicht so.
Wenn Windows wirklich so grottig instabil und problematisch wäre, würden die Kunden in Scharen davonlaufen. Genau so wie die bei MySpace weggelaufen sind und diversen anderen Plattformen, wo nix mehr vernünftig funktioniert hat.
Da kannst du noch so viel PR machen und alles mit Geld totschmeißen - wenn das Produkt richtig kacke ist, laufen die Kunden massenweise weg und die kann man nicht mit Werbung und vorinstalliertem Kram behalten.
Deswegen ist auch Internet Explorer/aktuell Edge richtig tot - der Browser ist halt meh, also nutzen die Kunden was anderes. Und das obwohl der Rotz auch auf jedem Windows-PC vorinstalliert ist.
Hoooo jetzt mal langsam mit den jungen Pferden! Du pauschalisierst schon wieder, lass das doch mal!
Treiberprobleme für exotische Hardware mag sicherlich sein. Die muss ich aber auch bei Windows extra installieren. Selbst eine profane Grafikkarte benötigt unter Windows einen Treiber, damit sie vollumfänglich läuft. Unter Mint, EndeavourOS und Fedora (mehr hatte ich nicht getestet) war nirgends ein Treiber nötig, weil gerade für AMD Karten alles im Kernel drin ist. Nvidia versteht ja langsam, dass proprietär nicht immer sinnvoll ist und hat inzwischen wohl einen recht brauchbaren Treiber für Linux.
Mein X52Pro Hotas funktionierte bis auf die Beleuchtung plug&play! Für die Beleuchtung brauchte es ein Tool ok. Brauchst du für anderes LED Gedöns unter Windows aber auch.
Drucker sind eh eine spezielle Geißelung aus der Hölle. Unter Mint und jetzt Fedora funktioniert mein Brother DCP-L3550CDW vollumfänglich OHNE Treiber oder sowas. Unter EndeavourOS (Arch basiert) wollte es nicht ohne Handanlegen funktionieren. Da mir das aber auch zu stressig war, habe ich halt nochmal gewechselt.
Nochmal. Nur weil es für DICH nicht funktioniert, ist das nicht pauschal. Das Hauptproblem ist nicht Linux als solches, sondern zum einen Teil ein recht geringer Marktanteil, der es noch nicht wirtschaftlich macht, dafür zu programmieren, da zum anderen Teil immer noch solche Meinungen wie deine (no front!) vorherrschen.
Na, wie soll man das noch sehen aus der Sicht von jemandem, der die Kisten nicht nur für ein Hobby benutzt, sondern auch in der Live-Umgebung auf Veranstaltungen?
SoundSwitch (DMX-Lichtsteuerung), Engine DJ, RekordBox (auch live, das ist nicht nur Playlist basteln sondern damit kann man auflegen), Serato, Ableton Live. Dazu halt VST plugins die eben auch als AU-Version vorhanden sind.
Rate mal was das alles gemeinsam hat (außer das es mit Audio funktioniert): All diese Software ist sowohl auf Windows als auch MacOS vorhanden.
Ich erwarte von Linux den gleichen Workflow wie bei MacOS - extrem stabil, kompatibel mit allem was Pro&Semi-Pro User wollen. Das ganze dann noch mit allen Spielen kompatibel machen ohne das Ich jemals den Terminal aufmachen muss. Und mit aller Hardware die so aktuell aufm Markt rumwuselt, gerade exotische Hardware wo halt kein großes Team dahinter ist und die teils umgeschriebene Treiber von nem Partner nutzt.
Kurz: so lange Linux nicht die Stabilität, Einfachheit und Sicherheit von MacOS mit der Kompatibilität von Windows vereint, wird das nix mit dem Massenmarkt. Ach ja, das soll bitte nicht nach Hause telefonieren.
Noch ein weiteres Problem: bei Linux gibt es drölftausend Distros. Das hilft enorm im Bereich wo sich Menschen wirklich tief damit beschäftigen wollen und nur spezielle Tools brauchen. Für den Normalo der nur zocken, Netflix schauen und bei Ebay einkaufen will ist das aber kontraproduktiv, eine einheitliche Version wie Windows oder MacOS + 1-2 Beta-Builds wären nötig.
Niemand sagt ja das Linux schlecht ist, es ist einfach das falsche Werkzeug für die meisten Menschen.
Und nur weil man eine Schraube auch mit dem Hammer einschlagen kann, heißt es ja nicht - das sei richtig und praktisch
