MBR oder GPT?

Das stimmt so nicht. GPT speichert eine Kopie der Partitionstabelle am Ende der Festplatte und ist dadurch weniger fehleranfällig.

Hat mich auch schon einmal vor einem großen Problem bewahrt als ich versehentlich eine falsche Partition gelöscht habe...

Ich sehe heute keinen Grund mehr MBR zu verwenden (ein modernes Betriebssystem vorausgesetzt). GPT ist in jeder hinsicht "besser".

Sag ich ja hatte mich nur mit dem Gpt verschrieben.

Mfg
 
Man kann sich auch verschreiben nu mach mal kein drama draus.
Ein Mal, ok. Aber gleich zwei Mal?

Dass du hier ein Problem mit einer 4 TB Platte und MBR deines Kollegen ansprichst, deutet doch schon sehr darauf hin, dass du nicht wirklich weißt wovon du hier schreibst. Nochmals, es geht hier um eine 1 TB Platte. Da ist es schlichtweg egal, ob man den MBR oder den GPT-Partitionsstil verwendet. MBR hat hier keinerlei Einschränkungen, im Gegenteil.
 
Das stimmt so nicht. GPT speichert eine Kopie der Partitionstabelle am Ende der Festplatte und ist dadurch weniger fehleranfällig.
Stimmt, da hast du natürlich Recht. Da hab ich jetzt nicht dran gedacht. Da muss man halt abwägen, ob man sich lieber gegen diesen Fall absichert, dass der MBR mal gelöscht/überschrieben wird, oder lieber maximale Kompatibilität hat.

Mir fallen halt spontan dutzende Anwendungsfälle ein, wo man mit GPT Ärger hat, vor allem bei externen Festplatten (z.B. wenn man diese an seine Spielkonsole / Smart-TV / NAS / Router / etc. anschließen möchte).

Insofern würde ich wiederum sagen, die Aussage "GPT ist in jeder Hinsicht besser" ist so nicht korrekt. Im realen Einsatz (wo man meistens nicht mal einfach so den MBR überschreibt ^^) wird man eher mit GPT mehr Ärger haben, aufgrund der fehlenden Kompatibilität. Ist zumindest meine Ansicht dazu :)
 
Nochmals, es geht hier um eine 1 TB Platte. Da ist es schlichtweg egal, ob man den MBR oder den GPT-Partitionsstil verwendet. MBR hat hier keinerlei Einschränkungen, im Gegenteil.

Doch, es hat Einschränkungen. Auf einer mit MBR partitionierten Festplatte kanst du Windows nicht im UEFI sondern nur im Legacy Mode installieren und verlierst dadurch einige Features, z.B. SecureBoot. AUßerdem legt GPT wie gesagt ein Backup der Partitionstabelle an und ist damit sicherer. Für MBR sprechen dagegen genau 0 Gründe.

Mir fallen halt spontan dutzende Anwendungsfälle ein, wo man mit GPT Ärger hat, vor allem bei externen Festplatten (z.B. wenn man diese an seine Spielkonsole / Smart-TV / NAS / Router / etc. anschließen möchte).

Ok, da muss ich dir Recht geben. Bei externen Festplatten ist GPT nicht unbedingt besser bzw. wird manchmal auch garnicht funktionieren.
 
Ein Mal, ok. Aber gleich zwei Mal?

Dass du hier ein Problem mit einer 4 TB Platte und MBR deines Kollegen ansprichst, deutet doch schon sehr darauf hin, dass du nicht wirklich weißt wovon du hier schreibst. Nochmals, es geht hier um eine 1 TB Platte. Da ist es schlichtweg egal, ob man den MBR oder den GPT-Partitionsstil verwendet. MBR hat hier keinerlei Einschränkungen, im Gegenteil.

Doch ich hab seinen pc ja eingerichtet. Und wenn du meinst das ich keine ahnung hab dann ist das deine meinung.

Ich hab ja auch meine meinung über dich.

Einfach leute hier anzugreifen wegen schreibfehlern.ugly
 
Doch, es hat Einschränkungen. Auf einer mit MBR partitionierten Festplatte kanst du Windows nicht im UEFI sondern nur im Legacy Mode installieren und verlierst dadurch einige Features, z.B. SecureBoot. AUßerdem legt GPT wie gesagt ein Backup der Partitionstabelle an und ist damit sicherer. Für MBR sprechen dagegen genau 0 Gründe.
Und SecureBoot hilft mir genau was? Ach stimmt, es verbietet mir, ein Linux als Zweitsystem in Betrieb zu nehmen. Das ist natürlich ein unschlagbarer Vorteil :ugly: Spaß beiseite, ich sehe natürlich ein, dass GPT moderner ist. Aber wie schon gesagt, es ist Quatsch, zu sagen, dass für MBR "genau 0 Gründe" sprechen. Ich hab in den letzten paar Jahren in meinem Bekanntenkreis zig mal Jammern gehört, dass dieses und jenes Gerät keine externen Festplatten mit GPT unterstützt, und sie deshalb jetzt alle Daten runterkopieren und ihre Platte neu partitionieren müssen. Über MBR hat in der gleichen Zeit aber keiner von denen gejammert ;)
 
Ich sehe generell kein Problem mit GPT, möchte aber trotzdem mit ein paar hier genannten "Vorurteilen" aufräumen.

Dieses Thema wurde doch weiter oben schon geklärt ^^ Ab > 2 TB Festplattenkapazität ist GPT ein Muss, weil MBR damit schlichtweg nicht umgehen kann (außer mit grenzwertigen Tricks wie 4K-Sektoren).
4K Sektoren sind kein "grenzwertiger Trick" sondern bei neueren Festplatten nicht emuliert sondern real vorhanden und damit vollkommen legitim und schnell im Zugriff. Ganz im Gegenteil: Platten über 2TB haben intern fast alle 4k Sektoren, emulieren aber unter Umständen kleinere Sektoren für die Abwärtskompatibilität (und werden dabei langsamer weil falsches Allignment entstehen kann)
Vgl. z.B.
http://www.heise.de/ct/hotline/FAQ-Festplatten-mit-4K-Sektoren-1378642.html
Das stimmt so nicht. GPT speichert eine Kopie der Partitionstabelle am Ende der Festplatte und ist dadurch weniger fehleranfällig.

Hat mich auch schon einmal vor einem großen Problem bewahrt als ich versehentlich eine falsche Partition gelöscht habe...

Ich sehe heute keinen Grund mehr MBR zu verwenden (ein modernes Betriebssystem vorausgesetzt). GPT ist in jeder Hinsicht "besser".
Es gibt diverse Tools welche Anhand der Anfangs- und Endsequenz Partitionen recht problemlos wiederfinden. Ein netter Creative Treiber hat mich da mal zum Dauertester von gemacht-> Nach ca. einer Stunde Scan stand der MBR immer wieder da.
 
4K Sektoren sind kein "grenzwertiger Trick" sondern bei neueren Festplatten nicht emuliert sondern real vorhanden und damit vollkommen legitim und schnell im Zugriff. Ganz im Gegenteil: Platten über 2TB haben intern fast alle 4k Sektoren, emulieren aber unter Umständen kleinere Sektoren für die Abwärtskompatibilität (und werden dabei langsamer weil falsches Allignment entstehen kann)
Stimmt, das war wohl zu hart ausgedrückt. Ich gehe doch aber richtig in der Annahme, dass man auch mit einer MBR-Partitionstabelle große Partitionen (z.B. 4 TB) anlegen kann, wenn 4k-Sektoren genutzt werden? Die Partitionstabelle der MBR speichert ja nur den Anfangs- und Endsektor jeder Partition. Und wenn die Sektoren größer werden, können damit auch die Partitionen größer werden, bevor die Integer-Zahl überläuft... (was ja die Ursache dafür ist, dass MBR eigentlich keine großen Festplatten unterstützt)
 
Doch, es hat Einschränkungen. Auf einer mit MBR partitionierten Festplatte kanst du Windows nicht im UEFI sondern nur im Legacy Mode installieren und verlierst dadurch einige Features, z.B. SecureBoot. AUßerdem legt GPT wie gesagt ein Backup der Partitionstabelle an und ist damit sicherer. Für MBR sprechen dagegen genau 0 Gründe.
Wenn man eine Festplatte als reines Datenlaufwerk verwenden möchte, wie hier, ist das mit UEFI und SecureBoot völlig irrelevant. GPT ist etwas robuster. Das ist richtig. Hat aber auch Kompatibilitätseinschränkungen gegenüber älteren Systemen. Auch kommt nicht jede etwas ältere Backup-Software damit zurecht, die GPT noch gar nicht unterstützt. Zum Beispiel hat das Acronis erst bei den letzten Versionen für den Heimanwender eingebaut. Hat man noch eine Lizenz einer älteren Version, die man weiterverwenden möchte, sehe ich keinen zwingenden Grund, der für GPT spricht. Das nur als ein Beispiel.

Das genau 0 Gründe für MBR sprechen, sehe ich daher nicht so.

@Dragon AMD
Entschuldige bitte, aber das von dir angeführte 4-TB-Argument hat hiermit rein gar nichts zu tun. War das dein einziges Argument?
 
Stimmt, das war wohl zu hart ausgedrückt. Ich gehe doch aber richtig in der Annahme, dass man auch mit einer MBR-Partitionstabelle große Partitionen (z.B. 4 TB) anlegen kann, wenn 4k-Sektoren genutzt werden? Die Partitionstabelle der MBR speichert ja nur den Anfangs- und Endsektor jeder Partition. Und wenn die Sektoren größer werden, können damit auch die Partitionen größer werden, bevor die Integer-Zahl überläuft... (was ja die Ursache dafür ist, dass MBR eigentlich keine großen Festplatten unterstützt)
Mit 4kn(das Monster hätte das) geht das tatsächlich. Nach wie vor scheint aber für interne Platten 512e der Standard zu sein. Da hat man dann die hier so oft wiederholten Grenzen.
 
4K Sektoren sind kein "grenzwertiger Trick" sondern bei neueren Festplatten nicht emuliert sondern real vorhanden und damit vollkommen legitim und schnell im Zugriff. Ganz im Gegenteil: Platten über 2TB haben intern fast alle 4k Sektoren, emulieren aber unter Umständen kleinere Sektoren für die Abwärtskompatibilität (und werden dabei langsamer weil falsches Allignment entstehen kann)
Advanced Format 4Kn-Festplatten, also Laufwerke mit nativen 4K-Sektoren ohne 512B-Emulation, werden erst langsam eingeführt und sind stark in der Minderheit. Meines Wissens gibt es solche Laufwerke momentan nur als Enterprise-Laufwerke zu kaufen. Alle anderen sind AF-512e Laufwerke, also Festplatten mit nativen 4K-Sektoren und einer davor geschalteten 512-Byte-Sektoremulation. Diese Laufwerke verhalten sich gegenüber dem System wie Laufwerke mit nativen 512-Byte-Sektoren. Einzige das Alignment der Partitionen ist hier zu beachten. Das ist aber schon lang kein Thema mehr (ab Vista SP1 erstellt Windows für 4K-Sektoren korrekt ausgerichtete Partitionen).
 
Ich glaube, jetzt wurden viele Aspekte dieses Themas gründlich beleuchtet, und der TE weiß nun mehr als genug darüber, und muss sich selbst eine Meinung bilden ;)
 
Ich gehe doch aber richtig in der Annahme, dass man auch mit einer MBR-Partitionstabelle große Partitionen (z.B. 4 TB) anlegen kann, wenn 4k-Sektoren genutzt werden? Die Partitionstabelle der MBR speichert ja nur den Anfangs- und Endsektor jeder Partition. Und wenn die Sektoren größer werden, können damit auch die Partitionen größer werden, bevor die Integer-Zahl überläuft... (was ja die Ursache dafür ist, dass MBR eigentlich keine großen Festplatten unterstützt)
Ja, das ist korrekt. Aus diesem Grund (re)emulieren SATA-to-USB-Bridge-Chips 4K-Sektoren. Um die Grenze des MBR nach hinten zu verschieben. Bei einer externen Platte funktioniert das. Bei einer internen Platte, die auch noch das Betriebssystem beherbergt, war das aber nicht möglich, da unter anderem das BIOS (neben dem Betriebssystem) auf eine Sektorgröße von 512 Bytes festgelegt ist/war. Auch Windows musste das erst lernen und ist erst ab Windows 8.1 (oder gar dem kommenden Windows 10) vollständig 4Kn-Kompatibel.

Theoretisch kann man mittels dem MBR, bei einer Sektorgröße von 512 Bytes, sogar 4 TB Platten vollständig nutzen. Hierzu sind zwei Partitionen notwendig. Wie du richtig geschrieben hast, wird im MBR für jede Partition dessen Anfangs- und Endadresse gespeichert. Für jeden Eintrag steht jeweils 32-Bit Platz zur Verfügung (pro Partition und Start/End-Eintrag). 32-Bit entspricht 2,2 TB (2 TiB), die adressiert werden können. Wenn man die erste Partition etwas kleiner als 2 TiB wählt und die Startadresse der zweiten Partition (die ebenfalls maximal 2 TiB groß sein kann) innerhalb der ersten 2 TiB der Festplattenkapazität liegt, kann man eine 4 TB Platte vollständig nutzen.

Wahrscheinlich aus Kompatibilitätsbedenken ist das aber mit dem onboard Tools von Windows nicht machbar. Per selbst Handanlegen mittels Hex-Editor aber möglich.
 
Ja, das ist korrekt. Aus diesem Grund (re)emulieren SATA-to-USB-Bridge-Chips 4K-Sektoren. Um die Grenze des MBR nach hinten zu verschieben. Bei einer externen Platte funktioniert das. Bei einer internen Platte, die auch noch das Betriebssystem beherbergt, war das aber nicht möglich, da unter anderem das BIOS (neben dem Betriebssystem) auf eine Sektorgröße von 512 Bytes festgelegt ist/war. Auch Windows musste das erst lernen und ist erst ab Windows 8.1 (oder gar dem kommenden Windows 10) vollständig 4Kn-Kompatibel.

Theoretisch kann man mittels dem MBR, bei einer Sektorgröße von 512 Bytes, sogar 4 TB Platten vollständig nutzen. Hierzu sind zwei Partitionen notwendig. Wie du richtig geschrieben hast, wird im MBR für jede Partition dessen Anfangs- und Endadresse gespeichert. Für jeden Eintrag steht jeweils 32-Bit Platz zur Verfügung (pro Partition und Start/End-Eintrag). 32-Bit entspricht 2,2 TB (2 TiB), die adressiert werden können. Wenn man die erste Partition etwas kleiner als 2 TiB wählt und die Startadresse der zweiten Partition (die ebenfalls maximal 2 TiB groß sein kann) innerhalb der ersten 2 TiB der Festplattenkapazität liegt, kann man eine 4 TB Platte vollständig nutzen.

Wahrscheinlich aus Kompatibilitätsbedenken ist das aber mit dem onboard Tools von Windows nicht machbar. Per selbst Handanlegen mittels Hex-Editor aber möglich.
Jepp, so hatte ich es auch noch im Kopf. War mir nur nicht mehr ganz sicher, und wollte nicht zum wiederholten Male in diesem Thread Halbwahrheiten von mir geben, um mich danach korrigieren zu müssen :D
 
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