Mass Effect: Andromeda - Bioware aktualisiert Denuvo Anti-Temper-Schutz

Amosh schrieb:
Tja und ich freue mich bei dem Spiel über die gelegentliche Fehlermeldung

"Tampering detected. The game will now exit."

Da kommt doch Freude auf.

Karotte81 schrieb:
Aber hey, hauptsache die Kopien sind ausgeschlossen

(u.a. deswegen ist jeder harte Kopierschutz einfach ******* und nie zum Vorteil der Kunden)

Die Fehlermeldung googeln, das erste Ergebnis von 5 bietet schon die Lösung "delete the MassEffectAndromedaTrial.exe in the games folder" und Problem gelöst. Also nur ein Bug, sonst nichts. Gibt es ja bei Spielen ohne Kopierschutz nicht :D

@Grestorn

Im groben und ganzen gehe ich mit dir Konform. Nur den Punkt mit dem "verleihen von verkauften Spielen", sehe ich persönlich völlig unproblematisch. Ich bin mir dabei jetzt nicht sicher wie das rein rechtlich ausschaut, von daher werde ich mir darüber kein Urteil bilden. Aber rein moralisch ist es imho völlig OK, da das Spiel nicht vervielfältigt wurde. Eine Kopie wurde verkauft und eben diese Kopie wurde dann weiterverkauft, bzw an jemanden ausgeliehen.
Das Szenario, dass - "eine einzige DVD dieses Spiels durch eine Schule mit 500 Kids "durchtauscht" wird - finde ich hingegen völlig unrealistisch. Nicht nur, dass es in der Regel mindestens 500 Tage dauern würde, bis alle "Kids" das Spiel durch haben, sondern auch, dass spätestens Nr.10 in der Liste der "Kids" keinen Bock hat so lange zu warten und Papi und Mami, oder vielleicht den lieben Onkel anhaut, ihm das Spiel zu kaufen.

Aber selbst wenn du die frage nur hypothetisch im Raum gestellt hast, muss ich sagen, ja ! Das ist auch für mich völlig in Ordnung. Natürlich nicht gerade vorteilhaft für den Puplisher/Developer/Distributor, aber per se völlig in Ordnung, da sie mit einer Kopie handeln, für die sie schon Geld ausgegeben haben. Natürlich dreht sich mein persönliches Urteil völlig um, sollten "Sicherheitskopien" erstellt oder das Spiel sonstwie vervielfältigt werden.
Mit Büchern, Musik, Filmen, und sonstigen Kunstwerken - also anderen "nicht alternden Lizenzen" und "geschütztem geistigen Eigentums" ist es auch nicht anders. Selbst in der Schule wird, oder wurde (ist bei mir schon Ü20 Jahre her, von daher kann ich den aktuellen Stand nicht beurteilen) es nicht anders gelehrt. Die Schule kauft Bücher für die Schüler, die von Jahr zu Jahr an die nächste Generation weitergegeben wird. Und damit meine ich nicht nur die Klassenbücher für Mathe, Geschichte u.ä. sondern auch völlig normale Bücher wie z.B. Goethes Faust oder Vorstadtkrokodile die aktiv unter den Schülern geteilt werden müssen.

Ich habe jetzt noch einmal kurz gegoogelt und bin zu dem Artikel gekommen :

Erschopfungsgrundsatz im Urheberrecht | Glossar Gebraucht-Software

Der so genannte Erschöpfungsgrundsatz ist im Urheberrechtsgesetz (UrhG) verankert und besagt, dass sich das Verbreitungsrecht des Urhebers erschöpft, sobald er sein Werk erstmalig in Verkehr gebracht hat. Das bedeutet, er kann nach der Veräußerung nicht mehr bestimmen, welchen weiteren Weg das Werkstück nimmt, und der Erstkäufer kann ohne Zustimmung des Herstellers entscheiden, ob und an wen er es weiterverkauft.

Der Erschöpfungsgrundsatz gilt auch für Software (§ 69 c Nr. 3 Satz 2 UrhG). Darauf aufbauend hat der Bundesgerichtshof (BGH) in einem Grundsatzurteil vom 6. Juli 2000 entschieden, dass das betreffende Programmexemplar „für jede Weiterverbreitung frei“ ist, nachdem der Hersteller es erstmalig mit seiner Zustimmung veräußert hat. Der Hersteller kann also nur einmal vom Verkauf seines Produktes profitieren. Vertragsklauseln, mit denen die Software-Hersteller den Handel mit gebrauchten Software-Lizenzen einschränken wollen, sind mit dem Grundgedanken des Erschöpfungsgrundsatzes und der BGH-Rechtsprechung nicht vereinbar und deswegen grundsätzlich unwirksam. Dies hat der EuGH u.a. in einem Urteil am 3. Juli 2012 bestätigt.

Auch jede einzelne Software-Lizenz aus einem Volumenlizenzvertrag fällt unter den Erschöpfungsgrundsatz und darf deshalb einzeln weiterverkauft werden. Das Landgericht München I entschied in seinem rechtskräftigen Urteil mit Urteilsbegründung vom April 2008 (Aktenzeichen 30 O 8684/07), „dass der Verkauf bzw. die Veräußerung einzelner Microsoft-Software-Lizenzen, die zuvor im Rahmen von Volumenlizenzverträgen abgegeben worden waren, auch ohne Zustimmung von Microsoft im Grundsatz wirksam möglich ist.“

Also auch rein rechtlich ist da alles völlig in Ordnung, solange es sich um die eine, gekaufte Kopie handeln. Rein das Vervielfältigen ist das Problem.

Edit
ratmal86 schrieb:
Dann folgte der "Securom 08.14.0028" Kopierschutz in der neuesten Form (eine Art Vorstufe vom heutigen Denuvo;

Inwiefern ist Denuvo eine Vorstufe von Securom. Securom ist, bzw war doch etwas völlig anderes als was Denuvo heute ist. Während Securom sich im System bis in den Kernel eingenistet hat um die Prozesse zu überprüfen und den PC zu authentifizieren, ist Denuvo noch nicht einmal ein Kopierschutz. Denuvo schnappt sich den vorhandenen Kopierschutz und verschlüsselt diesen mit einem Algorithmus, welcher anhand deiner persönlichen Systemkonfiguration erstellt wurde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann's bald nicht mehr hören und lesen.

Zum ersten ist ohnehin schon eine gecrackte Version des Spiels im Umlauf und wird das Internet auch nicht mehr verlassen, das ist Fakt. Dieser Zug ist abgefahren. Jeder Interessierte kann beliebig oft darauf zurückgreifen. Update 1.05 bringt hauptsächlich Verbesserungen im Multiplayer Modus mit sich, der in der gecrackten Version ohnehin nicht enthalten ist...und optimiert die Animationen etwas. Die Vorzüge dieses Updates werden niemanden zum Kauf bewegen und wirklich rund läuft das Spiel auch nach wie vor nicht. Wer keine Lust hat das Spiel legal zu erwerben, der gibt sich auch mit Spielversion 1.04 zufrieden, zumal die Hauptzugriffe ohnehin aktuell um den Release Zeitraum stattfinden und 90% der Interessierten bereits munter am spielen sind.

Zum zweiten hätte sich das Spiel auch ohne Kopierschutz sicher besser verkauft, wenn es einfach besser geworden wäre. The Witcher 3 ist das beste Beispiel dafür, dass Herzblut durchaus belohnt wird und ein solcher Titel lieber legal erworben wird, als irgendein unpolierter Käse, der schon vor Release für Spott und Hohn sorgt. Der Kopierschutz betrifft zudem nur die PC Version, die den geringsten Teil der Verkaufszahlen ausmacht. Das Spiel hat eine Metascore von gerade mal 70 auf Konsolen und 73 auf PC. Ich persönlich finde, es hätte deutlich mehr Feinschliff gebraucht und fühlt sich teilweise recht hölzern an. Anstatt sich um's wesentliche zu bemühen, befasst man sich mit Denuvo, nachdem das Kind sowieso schon im Brunnen liegt.

Das ganze wirkt auf mich eher unsympathisch. Verlorene Käufer hat das mittelklassige Spiel zu verschulden, nicht der geknackte Kopierschutz.

PS: Bevor wieder die Schlaumeier kommen...ja, ich weiß - Denuvo selbst ist nicht der Kopierschutz, sondern schützt diesen nur. Ich fasse hier einfach mal Origin und Denuvo als Kopierschutz zusammen. Letztendlich greifen beide Hand in Hand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Fehlermeldung googeln, das erste Ergebnis von 5 bietet schon die Lösung "delete the MassEffectAndromedaTrial.exe in the games folder" und Problem gelöst. Also nur ein Bug, sonst nichts. Gibt es ja bei Spielen ohne Kopierschutz nicht :D

Ich hatte natürlich nach dem Fehler gesucht, aber ich hab den Fehler trotz Löschung besagter Datei immer noch bekommen. Momentan ist Ruhe, vielleicht liegt das ja an besagtem Denuvo-Update.
 
Die Aktualisierung von Denuvo ist das einzige richtige. Es kommen ja auch noch Patches und vor allem DLCs.

Wie attraktiv sind denn gecrackte Spiele, wenn ich auf alle DLCs und Updates verzichten muss?
Jemand der bereit ist seine Zeit in das Spiel zu investieren, wird das Spiel mögen. Und wenn mir ein Spiel gefällt, dann will ich auch Zugriff auf Updates und DLCs.

Eine Raubkopie ohne Updates wäre für mich kein Gewinn.

Und das Argument mit Witcher 3 kann man so nicht gelten lassen.
Witcher 3 hatte zum release fast gar keine Konkurrenz von anderen Triple-A spielen. Zudem war es absolut herausragend. Die hürde, das verlangen nach aktuellen Spielen zu stillen ist mit 40-50€ also relativ niedrig.

Was aber, wenn Spiele im Herbst erscheinen und gegen 10 andere Triple-A Games konkurrieren. Wenn man da nicht absolut herausragendes abliefert, endet man für den Kunden als Titel, den man mal eben von der Tauschbörse lädt, weil er nicht bereit ist, für die große masse an "guten" oder "sehr guten" Triple-A Games 500€ hinzulegen. Da muss halt dann im zweifel das Spiel von der Tauschbörse "angetestet" werden. Witcher war wie gesagt herausragend und konkurrenztechnisch ziemlich alleine. Das ist daher auch ohne Kopierschutz ein safe-sell gewesen.
 
@redfield

Du magst mit den Punkten im ersten Absatz recht haben, glaube das streitet keiner ab. Aber stören sollte es die ehrlichen Nutzer auch nicht (Im Gegenteil sogar gibt es einige User mit einen Bug, welcher somit behoben wurde. Siehe Kommentar von Amosh). Denuvo an sich ist für den ehrlichen Nutzer, im Normalfall, nicht spürbar und somit kann es ihm eigentlich völlig Banane sein.

Was mich aber besonders aufhorchen ließ, war der Satz

redfield schrieb:
The Witcher 3 ist das beste Beispiel dafür, dass Herzblut durchaus belohnt wird und ein solcher Titel lieber legal erworben wird, als irgendein unpolierter Käse, der schon vor Release für Spott und Hohn sorgt

So weit ich mich erinnern kann, hat sich CDPR vor Release auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Da hatten wir Season Pass, DLC Ankündigung schon vor Release, Grafikdowngrade, nicht eingehaltene Versprechen wie das Redkid und "billig Gratis DLCs" als Werbemaßnahme. Jegliches Spiel jedes anderen großen Publishers wäre nach solchen Sachen, einem Hatetrain bester Güte ausgesetzt gewesen. Von dem Verhalten CDPR zu Zeiten von Witcher 2 fange ich gar nicht erst an.

Das The Witcher 3 so ein großartiges Spiel geworden ist, wie es für viele nunmal ist, liegt aber auch daran, dass CDPR ganz andere finanzielle Sicherheiten hat als EA oder Ubisoft. Während bei letzteren jedes Spiel ein Risikofaktor ist, im Bezug auf investierten Geld und Geld das sie nach Veröffentlichung damit einnehmen, hat CDPR das Problem viel weniger, da, wie auch bei Valve, der Shop ein stetes Einkommen "garantiert".

Aber mehr Beispiele als The Witcher 3 gibt es leider nicht "pro-DRM free. Andere Spiele mit Herzblut wie The Withness oder Punch Club sprechen da andere Geschichten. Auf Seite 2 dieses Threads wurden zwar einige Beispiele vom User @Lexx genannt, aber Factorio und KSP wurden erst auf Steam groß, bevor sie auf GoG veröffentlicht wurden, die X Spiele hatten auch jeweils DRM und kamen erst später zu GoG und zu guter letzt Windows XP,.... DRM Free ? Ohne Worte

Dass das Spiel viele Käufer verloren hat aufgrund mangelnder Qualität, bestreitet auch keiner. Jedoch zu sagen, dass sich ohne Kopierschutz mehr verkauft hätte, ist ziemlich an den Haaren herbei gezogen, außer du kannst dies irgendwie belegen.

Nice to mention : Dir ist auch schon klar, das der Großteil der verkauften Witcher 3 Kopien sich mit DRM verkauft hat. Auf Steam, Ps4 und Xbox hat TW3 trotz toller Firmenpolitik seitens CDPR dennoch DRM.

Laggy.NET schrieb:
Wie attraktiv sind denn gecrackte Spiele, wenn ich auf alle DLCs und Updates verzichten muss?

Das traurige ist aber, dass man heutzutage, selbst bei weniger bekannten Spielen als The Witcher, jegliche DLC und Patches bekommt. Selbst für jeden billigen Early Access Titel bekommt man fast jeden Release Build.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das traurige ist aber, dass man heutzutage, selbst bei weniger bekannten Spielen als The Witcher, jegliche DLC und Patches bekommt. Selbst für jeden billigen Early Access Titel bekommt man fast jeden Release Build.

Richtig, ich weiß, dass die Updates angeboten werden. Mit der Aktualisierung von Denuvo wird genau das verhindert. Und darum gehts ja.

Auf Dauer sind die DLCs sogar wertvoller, als das Spiel.
z.B. Hauptspiel im Sale für 20€, Alle DLCs: 40€
 
Lassen wir schwarzkopien mal außen vor und greifen das thema verleihen von digitalen inhalten auf:
Was ist der unterschied zwischen dem verleihen von einen Ebook und einem Buch?
Ist es ok ein Buch zu verleihen?
Andere Beispiele selber Sachverhalt: Ist es in Ordnung Gartengeräte zu verleihen? Wenn ein Nachbar zBsp. eine Harke/ Kettensäge etc benötigt?
Ist es in Ordnung einen Autoanhänger für einen Umzug zu verleihen? Für das Verleihen von Anhängern gibt es Dienstleister die durch diese Verleihtätigkeit einen potentiellen nicht messbaren Verlust erleiden. Selber Sachverhalt wie bei Digitalen Inhalten. Unterschied ist in erster Linie das man Digitale Inhalte besser kontrollieren kann. Nach der Logik von einigen Usern dieses Forums müssten diese Leihtätigkeiten gesetzlich verboten werden um die Betriebe welche mit Verleihtätigkeiten Geld verdienen zu schützen, da sie es nicht wie bei Digitalen Inhalten selber schützen können. Ich finde dass es rein rechtlich im vgl. zu digitalen nutzungslizensen angemessen wäre. Wirtschaftliche Interessen zu schützen ist aus vielerlei Gründen (Steuer etc) sehr wichtig.
Warum sollten physikalische Güter gegenüber digitalen Gütern benachteiligt werden?
Die Frage ist wo wir mit dieser Logik enden...

Ich finde es erschreckend wie viele bei der Thematik der Lizens-Nutzung nur noch auf den Schienen der Industrie denken.
 
Wie kommst Du darauf, dass die Verleiher physischer Gegenstände durch das Verleihen nur einen "nicht messbaren" Verlust erleiden?

Ich denke nicht in den Schienen der Industrie. Ich habe da ganz offen ein Eigeninteresse. Denn eine Industrie, die ihre Kosten nicht mehr einspielen kann, führt wozu? Genau: Keine Produkte mehr, in diesem Fall also keine aufwendigen AAA Single-Player Spiele mehr. Und das sehe ich für mich als persönlichen Verlust.
 
einige Beispiele vom User @Lexx genannt, aber Factorio und KSP wurden erst auf Steam groß, bevor sie auf GoG veröffentlicht wurden, die X Spiele hatten auch jeweils DRM und kamen erst später zu GoG und zu guter letzt Windows XP,.... DRM Free ? Ohne Worte
KSP hatte über 2 Millionen Käufe bevor es auf Steam kam. Weiters gab es eine Steam-Key-Aktion seitens Squad,
während derer viele Besitzer sich schlicht einen Key besorgten. (Es geht trotzdem auch ohne Steam (hab ich nicht mal installiert.)
Meine persönliche Schätzung: so massig viele Neu-Käufer wird es auf Steam nicht gegeben haben.
Auch die PS4- und XB1-Versionen verkaufen sich mehr schlecht als recht.

X-BTF und X2 besitze ich im Orignal, dann waren sie irgendwann mal auf einer PCG-HeftDVD und X3:R besorgte ich mir in der Compilation.
Keine davon hat einen Kopierschutz.

Factorio weiß ich nicht, und XP war ein Schnitzer meinerseits (da ich diese in Volumenslizenz "besitze".)
 
Ich poste hier meine PM an Grestorn, weil er später darauf antworten und auch zitieren möchte; so ist es leichter nachzuvollziehen (für andere).

hey.

ich finde es schade, das du auf #96 nichtmehr geantwortet hast.
ich finde deine logik nicht stimmig und auch nicht konsequent.
außerdem benutzt du gleichnisse und beispiele die furchtbar konstruiert sind (verleihen an unbegrenzt viele freunde / verleihen an 500 leute in der schule) und teilweise einfach nicht dem streitpunkt entsprechen (gamestop ist gewerblich nicht privat / steam und co. sind plattformen mit nutzungsbedingungen, die regeln die weitergabe der account daten bereits / abnutzung des autos, wieso bleibst du hier nicht beim beispiel des digitalen und materiellen gegenstückes, zb ein buch/spiel?)

bleiben wir doch mal ganz konkret bei dem beispiel eines buches.
nehmen wir einfach mal herr der ringe einmal als gedrucktes buch und einmal digital auf meinem reader.
ein buch ist, genau wie ein spiel, ein einmal-durchles-artikel (für die allermeisten menschen).

dein punkt war ja, das du verleihen nicht in ordnung findest, weil der empfänger sich nicht an der refinanzierung beteiligt.
gleichzeitig behauptest du, das verleihen des gedruckten buches wäre ok (wegen der abnutzung), das verleihen des digitalen buches mit dem reader wäre nicht ok.

sowohl beim verleihen des gedruckten buches als auch beim verleihen des readers findet aber KEINE refinanzierung statt.
wieso denkst du, das eine abnutzung des gedruckten buches eine nicht-beteiligung an der refinanzierung rechtfertigt?
das ist nicht logisch und du folgst nicht deinem eigenen argument der refinanzierung.
wenn es dir um die refinanzierung geht, musst du auch konsequent sein und sowohl das verleihen von gedruckten büchern als auch das verleihen des readers verbieten.
alles andere ist inkonsequent.
in beiden fällen findet KEINE refinanzierung statt und dennoch unterscheidest du.
wie rechtfertigst du das?
an welchen punkten machst du die unterscheidung fest, wenn doch die abnutzung keinen unterschied im ergebnis produziert?

ich muss sagen, ich bin froh das du informatiker bist und kein politiker, denn solche inkonsequenz hat in der politik nichts zu suchen, bzw davon haben wir schon genug.. :P
 
KSP hatte über 2 Millionen Käufe bevor es auf Steam kam. Weiters gab es eine Steam-Key-Aktion seitens Squad,
während derer viele Besitzer sich schlicht einen Key besorgten. (Es geht trotzdem auch ohne Steam (hab ich nicht mal installiert.)
Meine persönliche Schätzung: so massig viele Neu-Käufer wird es auf Steam nicht gegeben haben.
Auch die PS4- und XB1-Versionen verkaufen sich mehr schlecht als recht.

KSP wurde im Jahr 2013 auf Steam Early Access veröffentlicht. Bis vor diesem Zeitpunkt wurde KSP gerade mal 5.000 von der KSP Seite heruntergeladen, jedenfalls laut Wiki. Keine Ahnung wie du auf 2 Millionen kommst ...

X-BTF und X2 besitze ich im Orignal, dann waren sie irgendwann mal auf einer PCG-HeftDVD und X3:R besorgte ich mir in der Compilation.
Keine davon hat einen Kopierschutz.

Du willst mir also sagen, die CD Version von X-BTF hatte keinen Kopierschutz. Ich zitiere da mal CBJ, den offiziellen Egosoft Account im Egosoft Forum

egosoft.com :: View topic - Help with X – Beyond the Frontier CD

CBJ schrieb:
No, I'm afraid there is no legal way to make a copy. Like most games, it includes a copy protection system that prevents copies being made and under EU law (which covers the UK too) it is illegal to break that copy protection for any reason, even to make a backup copy. It is an unfortunate situation, but I'm sure you understand the reasons why these laws are necessary.


Und weiter geht es mit X2 und X3:R. Wieder offizieller Post von CBJ, auch wenn auch ich alle Spiele der X-Reihe selbst als Original Bog Box Versionen Besitze.

egosoft.com :: View topic - [X2/X3] Copy protection system problems? READ THIS!

CBJ schrieb:
The copy protection system used is Star-Force. If you have problems with it then you should first try updating your drivers using the Star-Force Driver Update.

If you are still having problems then you should contact Star-Force directly for advice on your specific issues. Remember to mention the game you have, your hardware including your DVD drive model, and the error message or location in which the copy protection problem occurred.

Please only contact Star-Force for errors that occur during the disk check or those that bring up a protection system error message.

Anyone who wishes to remove Star-Force entirely from their system for any reason should use the Star-Force Removal Tool. Obviously removing it may prevent you from playing Star-Force protected games.

Updated contact details for Starforce. Please make sure you have tried other alternatives first before contacting them
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie kommst Du darauf, dass die Verleiher physischer Gegenstände durch das Verleihen nur einen "nicht messbaren" Verlust erleiden?

Ich denke nicht in den Schienen der Industrie. Ich habe da ganz offen ein Eigeninteresse. Denn eine Industrie, die ihre Kosten nicht mehr einspielen kann, führt wozu? Genau: Keine Produkte mehr, in diesem Fall also keine aufwendigen AAA Single-Player Spiele mehr. Und das sehe ich für mich als persönlichen Verlust.
Es ist das gleiche wie bei digitalen Inhalten. Würde sich derjenige der zBsp den Anhänger Außleiht oder diejenigen die sich einen Anhänger teilen einen Anhänger kaufen/mieten wenn sie sich keinen unentgeldlich teilen dürften? vlt. würden sie es, vlt auch nicht, vlt. würde ein Dienstleister die Dinge erledigen für die sie den Anhänger benötigen (Solch ein Dienstleister kostet dem Hersteller übrigens noch mehr da er weniger Anhänger im vergleich zu privatleuten kaufen würde und dabei trotzdem mengen-rabatte aushandeln kann...),vlt. kaufen sich aber auch andere den Anhänger, da jemand der ihn geliehen hat begeistert dafür Werbung macht. Den Wert kann man schätzen, messen ist unmöglich, und die Aussage einen Verlust gibt es/gibt es nicht ist damit nicht beweisbar #fakenews. Ich muss oft Gewinnpotentiale ermitteln, dabei wird sich Diverses an den Haaren herbeigezogen um den potentiellen Gewinn nach oben zu treiben und das eigene Produkt somit besser dastehen zu lassen. Legaler Betrug der im Geschäft üblich ist. Die Aussage "Traue nie einer Statistik die du nicht selbst gefälscht hast" darf nicht unterschätzt werden. Dabei geht es weniger ums Fälschen als vielmehr um die Datenerhebung und die Darstellung mit der man mogeln kann. Bilder können lügen, und das gilt für Statistiken Marketing und Texte ebenso.

Es gibt auch andere außer dir die in diese Richtung denken ;)
Gute AAA Spiele lassen sich immer gut Verkaufen, schlechte AAA Spiele lassen sich auch gut verkaufen mit guten Marketing. Das etwas gegen illegale Nutzung getan werden muss ist selbstredend, die Frage ist bis zu welchen Grad und auf welcher Ebene. Das Spieleinhalte wie bei GTA nach bestimmter Zeit entfernt werden überschreitet bei mir eine Grenze da ich gerne ein Spiel auch nach Jahren noch einmal Spiele. Bei GTA war es nur ein oder zwei Lieder, was aber wenn der Soundtrack/hintergrundmusik entfernt werden würde? Aber künftig wird man vlt. sowieso nur noch Spiele als Abbo spielen können (ala Origin Access). Ich finde diese Entwicklung besorgniseregend.
 
Zunächst, weil einige offenbar einen prinzipiellen Unterschied zwischen Gebrauchsgegenständen und digitalen Produkten nicht sehen:

Ein Gebrauchsgegenstand wird gebraucht und verbraucht sich dabei auch immer. Jede einzelne Nutzung verschlechtert das Produkt ein klein wenig. Mit dem Kauf habe ich gewissermaßen eine gewisse begrenzte Anzahl an möglichen Nutzungen gekauft, die natürlich variabel ist, je nachdem wie stark beansprucht der Gegenstand wird. Bei einem Auto ist das sogar oft direkt ausrechenbar. Bei einem Bleistift sieht das jeder sofort ein. Aber auch ein Taschenrechner verbraucht sich minimal, wenn das Gerät auch vermutlich eher an Altersschwäche als am Gebrauch kaputt geht. An Wert verliert es durch den Gebrauch aber allemal.

Deswegen ist ein Verleih eines Gebrauchsgegenstands nie folgenlos für den Verleiher. Und zwar auch darüber hinaus, dass er den Gegenstand nicht nutzen kann, während er verliehen ist.

Es gibt auch andere Gegenstände, die ich nicht als Gebrauchsgegenstand sehen würde (ein Bild z.B. oder Schmuck). Aber davon sollte man woanders reden.


Digitale Produkte verbrauchen sich nicht. Egal wie oft ein solches Produkt gebraucht wird, es wird dadurch nicht schlechter. Ein digitales Produkt verliert nur dadurch Wert, dass es altert (weil z.B. neue Spiele beliebter und damit teurer sind). Schon alleine dadurch fällt es mir schwer zu verstehen, wie man ein "gebrauchtes" Spiel verkaufen können soll. Man kauft bei einem Spiel m.E. eben nicht eine begrenzte Zahl an Nutzungsmöglichkeiten sondern schlicht eine unbegrenzte Lizenz zum Nutzen des Spiels.

wieso findest du es ok, die ganze konsole mit dem spiel darauf zu verleihen, die festplatte einzeln mit dem spiel drauf aber nicht?
Digital erworbene Spiele sind an die Konsole oder an den Account gebunden, nicht an die HD. Wenn Du die HD an eine andere PS4 anschließt, wird von der kein Spiel mehr gestartet.

eine unbegrenzt lange liste an menschen ist für mich dann aber auch kein privates verleihen und tauschen mehr.
Nun, jeder kennt, mit genügend Zwischenstationen, irgendwann jeden Menschen. Wenn das Spiel nicht durch sein Alter an Wert verlieren würde, dann kannst Du es durch immer weiterem Tausch mit einer anderen Person (die der aktuelle Besitzer tatsächlich persönlich kennt), am Ende jede einzelne Person auf der Welt erreichen :) Aber lasst uns nicht über dieses Gedankenspiel reden, das habe ich nur gewählt um klarzumachen, dass ein Spiel sich eben nicht verbraucht und theoretisch(!) von unbegrenzt vielen Menschen genutzt werden könnte, ohne schlechter zu werden.

man ist wohl kaum mit unbegrenzt vielen menschen befreundet.
privates verleihen und tauschen gilt für familie, verwandtschaft, freunde und bekannte.
Ich muss das wohl erneut klarstellen: Es ist gelebte Realität, dass man ein digitales Produkt im Familien- und Freundeskreis verleiht (zumindest wenn das überhaupt möglich ist). Und ich (ver)leihe, wie gesagt, auch ab und zu mal nen Konsolenspiel (von) einem Freund. Dennoch kann ich der Meinung sein, dass diese Praxis eigentlich nicht wirklich dem Produkt "Computerspiel" gerecht wird - eben auch aus den eingangs beschriebenen Gründen.

Denkt doch mal: Wenn wirklich jeder, der das Spiel nutzt, gleichermaßen fair an den Kosten beteiligt würde, dann wären die Kosten für den einzelnen auch viel viel geringer. D.h. jedesmal, wenn einer ein Spiel verleiht, tauscht, unberechtigt nutzt, gebraucht kauft usw. sorgt er letztlich dafür, dass zukünftige Spiele für den (Erst-)käufer entsprechend teurer werden müssen. Würden alle gleichermaßen zahlen, könnten Spieler billiger und/oder aufwendiger produziert werden. Und ja: jeder verdiente Euro (also das was vom Umsatz nach allen Kosten, inkl. Gehälter usw. übrig bleibt) wird immer in neue Spiele refinanziert - nur die ausgeschüttete Dividende kommt den "Besitzern" der Firma zu gute.

Theoretisch wäre es am besten, jeder würde seinen Obolus direkt für die tatsächliche Nutzung entrichten - jemand der etwas nur kurz antestet einen entsprechend minimalen Betrag, jemand der ein Spiel 1000 Stunden spielt, entsprechend mehr. Dann müsste man auch kein Spiel mehr kaufen, man nutzt einfach alles, wozu man Bock hat. Das große Problem ist dabei, dass das nur mit einer totalen Überwachung des Spielers funktionieren würde, Was aber eigentlich in Steam, UPlay, Origin und GoG-Galaxy ja schon praktiziert wird, und vermutlich auch auf den Konsolen erfasst wird.

Auch eine Flatrate wäre dann denkbar - die Spieleproduzenten würden dann entsprechend der tatsächlichen Nutzung ihrer jeweiligen Spiele ausbezahlt.

Es würde mich nicht wundern, wenn es letztlich in die Richtung geht.

gut, gamestop ist ja jetzt auch ein gewerblicher händler. das ist ein anderes thema.
Gamestop ist ein Parasit. Aber ja, nicht das Thema.

ich verstehe schon, das sich digitale produkte nicht abnutzen.
nur im hinblick auf dein argument, dass das produkt refinanziert werden soll, macht das keinen sinn.

ich verleihe das materielle produkt, es nutzt sich ab, nur der erstkäufer zahlt, der empfänger beteiligt sich nicht an refinanzierung. das ist ok für dich.
ich verleihe das digitale produkt, es nutzt sich nicht ab, nur der erstkäufer zahlt, der empfänger beteiligt sich nicht an der refinanzierung. das ist nicht ok für dich.
Wie ich oben geschrieben habe, bei einem Gebrauchsobjekt kaufe ich nicht die unbegrenzte Nutzung sondern immer eine prinzipiell begrenzte Nutzbarkeit. Das ist schon ein Unterschied.

Man kann eben nicht ein Auto immer wieder weitertauschen und verkaufen und unbegrenzt nutzen. Ein Computerspiel schon.

dieses argument der abnutzung greift für mich einfach nicht.
Das verstehe ich nicht, denn genau das ist der Grund, warum man einen Gebrauchsgegenstand auch sinnvoll weiterverkaufen kann.

es macht keinen sinn.
Doch, voll und ganz.

***

Im groben und ganzen gehe ich mit dir Konform. Nur den Punkt mit dem "verleihen von verkauften Spielen", sehe ich persönlich völlig unproblematisch. Ich bin mir dabei jetzt nicht sicher wie das rein rechtlich ausschaut, von daher werde ich mir darüber kein Urteil bilden. Aber rein moralisch ist es imho völlig OK, da das Spiel nicht vervielfältigt wurde. Eine Kopie wurde verkauft und eben diese Kopie wurde dann weiterverkauft, bzw an jemanden ausgeliehen.
Bei Spielen auf Medien (DVD) ist es legal, da man das Medium verkauft und die Nutzungslizenz daran gebunden ist. Ich halte diese legale Praxis aber für fragwürdig (Gründe siehe oben). Aber es ist müssig darüber zu philosophieren, denn Medien für digitale Produkte werden eh verschwinden.

Und bei rein digital vertrieben Produkten ist es eben auch rechtlich ganz klar, dass ein "Verleihen" oder der Verkauf der Lizenz nur mit Einverständnis des Lizenzgebers möglich ist.

Wenn natürlich das Abspielgerät von mehreren Personen genutzt wird, wird das immer ok sein. Genau wie den digital erworbenen Film, den ich ja auch meinen Freunden zeigen darf. Ich werde die digital-Kopie des Films aber nie legal einem anderen zeitweise oder dauerhaft überlassen können und sie vermutlich auch nie verkaufen können. Genau aus den o.g. Gründen.

Mit Büchern, Musik, Filmen, und sonstigen Kunstwerken - also anderen "nicht alternden Lizenzen" und "geschütztem geistigen Eigentums" ist es auch nicht anders. Selbst in der Schule wird, oder wurde (ist bei mir schon Ü20 Jahre her, von daher kann ich den aktuellen Stand nicht beurteilen) es nicht anders gelehrt. Die Schule kauft Bücher für die Schüler, die von Jahr zu Jahr an die nächste Generation weitergegeben wird. Und damit meine ich nicht nur die Klassenbücher für Mathe, Geschichte u.ä. sondern auch völlig normale Bücher wie z.B. Goethes Faust oder Vorstadtkrokodile die aktiv unter den Schülern geteilt werden müssen.
Bücher verbrauchen sich, auch DVDs verbrauchen sich am Ende. Digitale Kopien nicht. Man entwertet die digitalen Produkte schlicht, wenn man es erlaubt, dass sie von unbegrenzt vielen genutzt werden können.

***

ich finde deine logik nicht stimmig und auch nicht konsequent.
außerdem benutzt du gleichnisse und beispiele die furchtbar konstruiert sind (verleihen an unbegrenzt viele freunde / verleihen an 500 leute in der schule) und teilweise einfach nicht dem streitpunkt entsprechen (gamestop ist gewerblich nicht privat / steam und co. sind plattformen mit nutzungsbedingungen, die regeln die weitergabe der account daten bereits / abnutzung des autos, wieso bleibst du hier nicht beim beispiel des digitalen und materiellen gegenstückes, zb ein buch/spiel?)
Weil ich einen Kontrast darstellen will, wieso es eben NICHT das gleiche ist, einen Gegenstand wie ein Auto zu verleihen oder zu verkaufen. Es ist kein GLEICHnis sondern eine Darstellung eines UNGLEICHnisses.

bleiben wir doch mal ganz konkret bei dem beispiel eines buches.
nehmen wir einfach mal herr der ringe einmal als gedrucktes buch und einmal digital auf meinem reader.
ein buch ist, genau wie ein spiel, ein einmal-durchles-artikel (für die allermeisten menschen).
Das Buch nutzt sich ab. Die digitale Kopie nicht.

Aber Du hast auch recht, ich habe ein Problem mit Büchern, speziell in Büchereien, in denen man auch E-Books für eine limitierte Zeit ausleihen kann. Ich weiß nicht, wie das geregelt ist, aber wenn eine solche Bücherei für ihre EINE Kopie auch soviel zahlt wie Hinz und Kunz bei Amazon, dann empfände ich das nicht als ok. Wenn die Bücherei aber eine spezielle "Leihlizenz" erwerben müsste, die entsprechend teurer ist, aber eben auch das Recht gibt, das digitale Buch immer und immer wieder zu verleihen, dann ist das ok, die hohe Zahl an Lesern wird dann entsprechend per Mischkalkulation wieder für den Autor und Verlag sinnvoll. Das ist wie bei den Videoverleihs früher.

dein punkt war ja, das du verleihen nicht in ordnung findest, weil der empfänger sich nicht an der refinanzierung beteiligt.
gleichzeitig behauptest du, das verleihen des gedruckten buches wäre ok (wegen der abnutzung), das verleihen des digitalen buches mit dem reader wäre nicht ok.

sowohl beim verleihen des gedruckten buches als auch beim verleihen des readers findet aber KEINE refinanzierung statt.
wieso denkst du, das eine abnutzung des gedruckten buches eine nicht-beteiligung an der refinanzierung rechtfertigt?
Tut sie nicht, aber die Abnutzung gibt immerhin trotzdem eine natürliche Grenze der Nutzbarkeit, die bei einem digitalen Produkt einfach nicht gegeben ist.

Lieber wäre mir, jeder der nutzt - also das Buch liest - einen kleinen Betrag an den Autor abgibt. Das wäre fair. Das wäre auch schon bei gedruckten Büchern fair gewesen, aber nicht wirklich praktikabel. Erst die heutige Technik erlaubt uns ein solches Modell sinnvoll umzusetzen.

ich muss sagen, ich bin froh das du informatiker bist und kein politiker, denn solche inkonsequenz hat in der politik nichts zu suchen, bzw davon haben wir schon genug.. :P
Meine Gedanken sind schon konsequent, woran es mangelt ist an der Machbarkeit (die wird erst so langsam möglich), an dem Willen der Kunden (die sind es einfach anders gewohnt) und daran, dass man nicht über jede Nutzung eines digitalen Produkts Rechenschaft ablegen will ("Grestorn hat im Mai genau 20 Pornos für insgesamt 10 Stunden konsumiert!").

Also wird man wohl immer einen Kompromiss finden müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei "Raubkopien" ensteht kein Schaden ?
Wenn ich ein Auto klaue, entsteht für den Besitzer ein Schaden, weil die Frucht seiner Arbeit, sein Besitz weg ist. Wenn ich geistiges Eigentum kopiere, geht es für den Besitzer nicht verloren. Es ist kein Schaden entstanden, sondern bloß kein Gewinn. Gewinn +, Schaden -
 
Wenn ich ein Auto klaue, entsteht für den Besitzer ein Schaden, weil die Frucht seiner Arbeit, sein Besitz weg ist. Wenn ich geistiges Eigentum kopiere, geht es für den Besitzer nicht verloren.

Genau. Hach, ich werde nicht müde mich über diese Logik zu amüsieren... :)
 
Abschaffung des Kapitalismus und der u.A. damit einhergehenden Geldwertbemessung.

Ich hab nicht von einer Alternative für den Kapitalismus gefragt, ich bezog mich hier auf eine Alternative für den Einsatz von DRM.

Naja, Peugeot hat das Auto bestimmt nicht verschenkt. Irgendwer hat mal dafür gezahlt. Irgendwie finde ich die meisten Vergleiche etwas eigenartig [...]

Wenn Du etwas aufmerksamer lesen würdest, wäre Dir aufgefallen, dass sich mein Satz auf Grestorns Argumentation ala "Man darf nur Bücher im privaten Bereich verleihen, aber keine E-Books" bezog und nicht auf "Weltweite Verbreitung von digitalen Kopien". Und gerade hier passt mein Beispiel hervorragend. Irgendwie finde ich die Aufmerksamkeitsspanne einiger Leser hier etwas eigenartig..

Damit bin ich hier dann nun auch raus, man kann ja doch noch so ausführlich antworten, die meisten geben sich ja offenbar nicht mal die Mühe, Beiträge mit Verstand durchzulesen. :(
 
Zunächst, weil einige offenbar einen prinzipiellen Unterschied zwischen Gebrauchsgegenständen und digitalen Produkten nicht sehen:

Ein Gebrauchsgegenstand wird gebraucht und verbraucht sich dabei auch immer. Jede einzelne Nutzung verschlechtert das Produkt ein klein wenig. Mit dem Kauf habe ich gewissermaßen eine gewisse Anzahl an Nutzungen gekauft, die natürlich variabel ist, je nachdem wie stark beansprucht der Gegenstand wird. Bei einem Auto ist das sogar oft direkt ausrechenbar. Bei einem Bleistift sieht das jeder sofort ein. Aber auch ein Taschenrechner verbraucht sich minimal, wenn das Gerät auch vermutlich eher an Altersschwäche als am Gebrauch kaputt geht. An Wert verliert es durch den Gebrauch aber allemal.

Deswegen ist ein Verleih eines Gebrauchsgegenstands nie folgenlos für den Verleiher. Und zwar auch darüber hinaus, dass er den Gegenstand nicht nutzen kann, während er verliehen ist.

Es gibt auch andere Gegenstände, die ich nicht als Gebrauchsgegenstand sehen würde (ein Bild z.B. oder Schmuck). Aber davon sollte man woanders reden.


Digitale Produkte verbrauchen sich nicht. Egal wie oft ein solches Produkt gebraucht wird, es wird dadurch nicht schlechter. Ein digitales Produkt verliert nur dadurch Wert, dass es altert (weil z.B. neue Spiele beliebter und damit teurer sind). Schon alleine dadurch fällt es mir schwer zu verstehen, wie man ein "gebrauchtes" Spiel verkaufen können soll. Man kauft bei einem Spiel m.E. eben nicht eine begrenzte Zahl an Nutzungsmöglichkeiten sondern schlicht eine unbegrenzte Lizenz zum Nutzen des Spiels.

Digital erworbene Spiele sind an die Konsole oder an den Account gebunden, nicht an die HD. Wenn Du die HD an eine andere PS4 anschließt, wird von der kein Spiel mehr gestartet.
Ich kenne keinen Taschenrechner der durch "verschleiß" nicht mehr zu benutzen war. Ich habe bei mir im Büro einen Rechner der sein 13 Jahren Täglich benutzt wird und noch heute gut aussieht und einwandfrei funktioniert (besser als neuere modelle....)
Auch kenne ich Bauern die sich Anhänger teilen die gut und gerne 30 Jahre alt sind. Es kommt natürlich bei diversen physischen Gegenständen auf die Pflege und Handhabung und Art des Produktes an. Nenne mir aber bitte ein einziges Spiel was 30 Jahre überdauern kann und nicht massiv an Wert verliert. Die meisten Spiele sind nach wenigen Jahren für ein Schnäpchen erhältlich. Zu behaupten das der Werteverlust bei Digitalen Inhalten pauschal geringer ist als bei Gebrauchsgegenständen ist vom gleichen Niveau wie zu behaupten das illegale Versionen von Digitalen Inhalten nicht schädlich sind. (Selbst wenn es keinen messbaren Verlust/Schaden für das Unternehmen gibt, entsteht ein emotionaler Schaden beim Entwickler (liegt an der Einstellung vom Entwickler/Art der Menschen) und ein Schaden beim Vertrauen der Anleger die "Achtung pauschalisiert" nicht Denken sondern nur auf Sicherheit wert legen.
Ob nun denjenigen ein größerer Schaden durch Verleihen entsteht der Gebrauchsgüter herstellt oder dem der Digitale Güter zur Verfügung steht ist nur beim Direkten Vergleich zwischen zwei Produkten zu bestimmen. Sicher ist nur das beiden ein Schaden entsteht.
Daher bleibt es bei dem Punkt das momentan Gebrauchsgüter gegenüber digitalen Gütern benachteiligt sind, da sie nicht über die Kontrollmöglichkeiten des Herstellers verfügen...auch wenn manche Hersteller ihren Produkten Chips einpflanzen welche die Lebensdauer der Güter beschränken, was aber sehr schlechte Werbung sein kann :D

Edit: Was wäre wenn dein Laptop nach genau 5 Jahren betrieb den Geist aufgibt und die Festplatten sogar nur 10 Jahre halten so das die Bilder nach 10 jahren futsch sind... Ich finde die Möglichkeiten der Entwicklung in diese Richtung schrecklich egal ob gerechtfertigt oder nicht.
 
Digitale Produkte verbrauchen sich nicht. Egal wie oft ein solches Produkt gebraucht wird, es wird dadurch nicht schlechter. Ein digitales Produkt verliert nur dadurch Wert, dass es altert (weil z.B. neue Spiele beliebter und damit teurer sind). Schon alleine dadurch fällt es mir schwer zu verstehen, wie man ein "gebrauchtes" Spiel verkaufen können soll. Man kauft bei einem Spiel m.E. eben nicht eine begrenzte Zahl an Nutzungsmöglichkeiten sondern schlicht eine unbegrenzte Lizenz zum Nutzen des Spiels.

Digital erworbene Spiele sind an die Konsole oder an den Account gebunden, nicht an die HD. Wenn Du die HD an eine andere PS4 anschließt, wird von der kein Spiel mehr gestartet.

du sagst einerseits, digitale produkte nutzen sich nicht ab, stellst aber gleichzeitig fest, das digital erworbene spiele an eine konsole gebunden sind.
wenn spiele fest an eine konsole gebunden sind, findet sehr wohl eine abnutzung statt, denn man kann ja nicht ignorieren das sich die konsole inklusive hd abnutzt.
man kann natürlich eine neue kaufen und den account reaktivieren, aber das wird man wohl kaum machen, nur um die konsole dann zu verleihen.
das ist doch komplett unrealistisch. ich bin doch keine verleihstation, sondern eine privatperson. wieso sollte ich sowas tun, was hab ich davon?
und wenn die services irgendwann mal abgeschaltet werden, ist alles komplett verloren.
warum gibt es hier keine gesetzliche regelung, die ein unternehmen verpflichtet, auch in 50 jahren noch mein bezahltes digitales produkt nutzen zu können?


Nun, jeder kennt, mit genügend Zwischenstationen, irgendwann jeden Menschen. Wenn das Spiel nicht durch sein Alter an Wert verlieren würde, dann kannst Du es durch immer weiterem Tausch mit einer anderen Person (die der aktuelle Besitzer tatsächlich persönlich kennt), am Ende jede einzelne Person auf der Welt erreichen :) Aber lasst uns nicht über dieses Gedankenspiel reden, das habe ich nur gewählt um klarzumachen, dass ein Spiel sich eben nicht verbraucht und theoretisch(!) von unbegrenzt vielen Menschen genutzt werden könnte, ohne schlechter zu werden.

ich halte das gedankenspiel nach wie vor für unpassend.
man kann nicht alle menschen kennen.
man verleiht auch nicht an menschen die man mal flüchtig getroffen hat.
ich bin doch keine verleihstation, sondern eine privatperson.
wieso sollte ich sowas tun, was hab ich davon?
irgendwann will man sein produkt ja auch mal selber nutzen.
ich halte das argument für unpassend und völlig überzogen.


Denkt doch mal: Wenn wirklich jeder, der das Spiel nutzt, gleichermaßen fair an den Kosten beteiligt würde, dann wären die Kosten für den einzelnen auch viel viel geringer. D.h. jedesmal, wenn einer ein Spiel verleiht, tauscht, unberechtigt nutzt, gebraucht kauft usw. sorgt er letztlich dafür, dass zukünftige Spiele für den (Erst-)käufer entsprechend teurer werden müssen. Würden alle gleichermaßen zahlen, könnten Spieler billiger und/oder aufwendiger produziert werden. Und ja: jeder verdiente Euro (also das was vom Umsatz nach allen Kosten, inkl. Gehälter usw. übrig bleibt) wird immer in neue Spiele refinanziert - nur die ausgeschüttete Dividende kommt den "Besitzern" der Firma zu gute.

vollkommen unrealistisch. wir leben in einer neoliberal geprägten marktwirtschaft.
du glaubst doch nicht ernsthaft, das auch nur eine einzige firma die erstpreise für ihre spiele senken würde.
man würde den zusätzlichen betrag einsacken, sich selber mehr ausschütten und sonst würde alles weiterlaufen wie immer.
denk doch mal nach: du willst also in einer welt leben in der dein bekannter dir sagt, sorry aber diese cd kann ich dir jetzt nicht ausleihen, da musst du erstmal gebühren bezahlen.
von dem verwaltungsaufwand mal abgesehen ist das für mich keine erstrebenswerte welt. es wäre das ende von besitz und eigentum wie wir es kennen.


Theoretisch wäre es am besten, jeder würde seinen Obolus direkt für die tatsächliche Nutzung entrichten - jemand der etwas nur kurz antestet einen entsprechend minimalen Betrag, jemand der ein Spiel 1000 Stunden spielt, entsprechend mehr. Dann müsste man auch kein Spiel mehr kaufen, man nutzt einfach alles, wozu man Bock hat. Das große Problem ist dabei, dass das nur mit einer totalen Überwachung des Spielers funktionieren würde, Was aber eigentlich in Steam, UPlay, Origin und GoG-Galaxy ja schon praktiziert wird, und vermutlich auch auf den Konsolen erfasst wird.

du hast ideen, da kann man wirklich nur den kopf schütteln.
dann würde bei einem ebook der langsame leser das doppelte zahlen wie der schnelle leser, weil er doppelt soviel stunden braucht für ein buch.
derselbe inhalt kostet dann eine person mehr als die andere.
eine film kostet mich dann auch mehr, wenn ich mal kurz 10 minuten zurück spule?
das ist einfach nur falsch.
hoffentlich werden wir nie in einer welt leben wie du sie dir vorstellst.



Wie ich oben geschrieben habe, bei einem Gebrauchsobjekt kaufe ich nicht die unbegrenzte Nutzung sondern immer eine prinzipiell begrenzte Nutzbarkeit. Das ist schon ein Unterschied.

Man kann eben nicht ein Auto immer wieder weitertauschen und verkaufen und unbegrenzt nutzen. Ein Computerspiel schon.

Das verstehe ich nicht, denn genau das ist der Grund, warum man einen Gebrauchsgegenstand auch sinnvoll weiterverkaufen kann.

Doch, voll und ganz.

man sollte schon passende dinge mit einander vergleichen. ein gedrucktes buch mit einem ebook. ein spiel auf disk mit einem digital erworbenen auf der festplatte.
das mchst sonst für mich keinen sinn.




Bei Spielen auf Medien (DVD) ist es legal, da man das Medium verkauft und die Nutzungslizenz daran gebunden ist. Ich halte diese legale Praxis aber für fragwürdig (Gründe siehe oben). Aber es ist müssig darüber zu philosophieren, denn Medien für digitale Produkte werden eh verschwinden.

Und bei rein digital vertrieben Produkten ist es eben auch rechtlich ganz klar, dass ein "Verleihen" oder der Verkauf der Lizenz nur mit Einverständnis des Lizenzgebers möglich ist.

Wenn natürlich das Abspielgerät von mehreren Personen genutzt wird, wird das immer ok sein. Genau wie den digital erworbenen Film, den ich ja auch meinen Freunden zeigen darf. Ich werde die digital-Kopie des Films aber nie legal einem anderen zeitweise oder dauerhaft überlassen können und sie vermutlich auch nie verkaufen können. Genau aus den o.g. Gründen.

Bücher verbrauchen sich, auch DVDs verbrauchen sich am Ende. Digitale Kopien nicht. Man entwertet die digitalen Produkte schlicht, wenn man es erlaubt, dass sie von unbegrenzt vielen genutzt werden können.

man kann nicht einerseits festhalten, das (legale) digitale produkte immer an einen account, an ein gerät gebunden sind und dann aber gleichzeitig behaupten das keine abnutzung stattfindet.
es gibt keine legale möglichkeit, seine digital erworbenen spiele/bücher weiterzugeben OHNE das entsprechende gerät.
also findet immer auch eine abnutzung des gerätes statt. ich kann hier keine unbegrenzte nutzung erkennen.



Weil ich einen Kontrast darstellen will, wieso es eben NICHT das gleiche ist, einen Gegenstand wie ein Auto zu verleihen oder zu verkaufen. Es ist kein GLEICHnis sondern eine Darstellung eines UNGLEICHnisses.

es macht für mich in dem zuammenhang trotzdem keinen sinn.
wie gesagt, man sollte schon ebooks mit gedruckten büchern und spiele auf disks mit digitalen auf festplatte vergleichen.



Das Buch nutzt sich ab. Die digitale Kopie nicht.

Aber Du hast auch recht, ich habe ein Problem mit Büchern, speziell in Büchereien, in denen man auch E-Books für eine limitierte Zeit ausleihen kann. Ich weiß nicht, wie das geregelt ist, aber wenn eine solche Bücherei für ihre EINE Kopie auch soviel zahlt wie Hinz und Kunz bei Amazon, dann empfände ich das nicht als ok. Wenn die Bücherei aber eine spezielle "Leihlizenz" erwerben müsste, die entsprechend teurer ist, aber eben auch das Recht gibt, das digitale Buch immer und immer wieder zu verleihen, dann ist das ok, die hohe Zahl an Lesern wird dann entsprechend per Mischkalkulation wieder für den Autor und Verlag sinnvoll. Das ist wie bei den Videoverleihs früher.

wieder genau dasselbe. die digitalen bücher sind an das gerät gebunden. dieses nutzt sich ab. eine unbegrenzte nutzung kann ich nicht erkennen.
von leihbibliotheken spreche ich nicht, ist wieder ein nebenkriegsschauplatz.

Tut sie nicht, aber die Abnutzung gibt immerhin trotzdem eine natürliche Grenze der Nutzbarkeit, die bei einem digitalen Produkt einfach nicht gegeben ist.

Lieber wäre mir, jeder der nutzt - also das Buch liest - einen kleinen Betrag an den Autor abgibt. Das wäre fair. Das wäre auch schon bei gedruckten Büchern fair gewesen, aber nicht wirklich praktikabel. Erst die heutige Technik erlaubt uns ein solches Modell sinnvoll umzusetzen.

also soll ich bzw der empfänger geld bezahlen, damit ich ein gekauftes gedrucktes buch verleihen darf?
ich finde deine standpunkte allesamt sowas von theoretisch und unrealistisch.
das ist die komplette durchkommerzialisierung von allem.
du forderst hier nicht weniger als die komplette abschaffung von eigentum und besitz.


Meine Gedanken sind schon konsequent, woran es mangelt ist an der Machbarkeit (die wird erst so langsam möglich), an dem Willen der Kunden (die sind es einfach anders gewohnt) und daran, dass man nicht über jede Nutzung eines digitalen Produkts Rechenschaft ablegen will ("Grestorn hat im Mai genau 20 Pornos für insgesamt 10 Stunden konsumiert!").

Also wird man wohl immer einen Kompromiss finden müssen.

deine gedanken sind in sofern konsequent, das du die komplette abschaffung von eigentum und besitz forderst.
menschlich ist was anderes.
wir sind keine theortischen konstrukte in einer cloud, sondern physische wesen.
deine sichtweise der welt finde ich einfach unmenschlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab nur den letzten Abschnitt Deines Postings gelesen und muss gleich darauf antworten, weil Du einen fundamentalen Fehler machst:

Digitale Produkte KANN man nicht besitzen! Was soll das sein, Dir gehören die Bytes? Aber nur in der richtigen Reihenfolge, oder was?! Das macht einfach keinen Sinn!

Die Nutzung eines digitalen Produkts ist die Inanspruchname einer Dienstleistung! Und dazu kann man berechtigt sein oder auch nicht. Und für diese Berechtigung bezahlst Du, nicht mehr und nicht weniger.

Du bist also Inhaber oder "Besitzer" von Rechten, z.B, Urheberrechte oder auch Nutzungsrechten. Und da Du dies besitzen kannst, bin ich ganz und gar nicht für die Abschaffung von Eigentum und Besitz. Allein dieser Vorwurf ist in höchstem Maße absurd und zeigt nur, dass Du nichts verstanden hast. Sorry.
 
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