Lustige Berufserfahrungen und Berufstalk

Ich persönlich kriege ja bei Pauschalisierungen einen Hals.

Weder kann man sagen, jeder mit einem Zeugnis jehnseits der 3,0 ist ein Vollidiot, noch jeder 1,0 Absolvent ist ein Genie. Das funktioniert in beide Richtungen, nämlich perfekt.
 
Ich erzähle mal eine kurze Story aus dem Kundensupport aus der ehemaligen Firma (gibts nicht mehr) wo ich mal gearbeitet habe.

Wir haben komplett PC's verkauft die in der Firma zusammengebaut wurden. Nach einer weile erreichte uns eine Retoure (halbes Jahr alt) mit einer kurzen Fehlerbeschreibung des Kunden.

"Hallo, mein PC stinkt, bitte machen Sie das es aufhört ich benötige den Rechner."
Der genaue Wortlaut war ein anderer aber ich wollte es nicht wirklich so schreiben wie es ankam, sonst hätte man es nicht verstanden ;)

Alles klar werter Kunde, eine genauere Beschreibung eines Problems habe ich bis zu diesem Zeitpunkt, glaube ich, noch nie erhalten.
Rechner erstmal von außen begutachtet und man sah sofort durch das "halbe" Sichtfenster, das der Kunde selbst in dem Gehäuse noch "herumgefummelt" hat.

Nach öffnen der Seite stach uns schon ein fauliger Geruch entgegen. Ein kurzer Blick und man konnte eine tote, fast schon vollständig verweste Maus sehen.

Nach regem Schriftverkehr mit dem Besitzer des Rechners kam herraus, dass dieser sein Computer oft offen gelassen hatte und Katzenbesitzer sei.
Naja, hat die Katze wohl gesehen, dass dort ein "gutes Versteck" sein könnte und hat ihr Abendessen dort kurzerhand versteckt.

Zu dumm nur, dass der Besitzer dies nicht mitbekommen hat und den Rechner zu gemacht hatte..
Wir hatten jedenfalls Spaß in der Werkstatt.
 
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Zum Thema Noten kann ich ebenfalls was erzählen. Eine ehemalige Klassenkameradin bei mir in der Realschule ist wirklich nicht die hellste, das merkt man schon, wenn man mit ihr redet. Ich meine sie ist nett und hat nen guten Charakter aber ziemlich begriffsstutzig. Immerhin hatte sie nen 1er Realschulabschluss hingelegt aber auch nur, weil sie nach eigener Aussage seit der 6en Klasse fast alles von ihrer Nachbarin abgeschrieben hat. Die junge Dame beklagt sich jetzt darüber, dass das Abitur so schwer ist und sie auch niemand abschreiben lässt. :ugly:

Aber sie hat en besseres Abschlusszeugnis als ich. Noten sagen wenig über die Intelligenz aus. Wer en gutes Gedächtnis hat der hat auch gute Noten. Leider bauen viele Lehrer ihren Unterricht noch so auf wie vor 100 Jahren. Das einzige was sich geändert hat, ist dass man seine Schüler net mehr schlagen darf. Obwohl manche meiner Lehrer noch meinten, dass sie sich wünschen würden es würde wieder eingeführt :ugly:
 
Und meine besten Bauleiter waren und sind nicht die, die einen 1,1 Uni-Abschluss + 10 Jahre Auslandsstudium hatten, sondern die,
die mit dreckigen Händen und verschwitzter Kleidung um 18-19 Uhr direkt von der Baustelle bei mir noch im Büro auftauchten.
Hat zwar nicht direkt damit zu tun erinnert mich teilweise "Schlag den Raab". Wo Stefan Raab immer diese aalglatten Typen fertig gemacht hat.:lol:
Alles glatt gelaufen im Leben...Studium, beruflich erfolgreich, durchtrainiert, tolle Frau ...2, 3 oder 4 Hobbys. :D
 
Ich persönlich kriege ja bei Pauschalisierungen einen Hals.

Weder kann man sagen, jeder mit einem Zeugnis jehnseits der 3,0 ist ein Vollidiot, noch jeder 1,0 Absolvent ist ein Genie. Das funktioniert in beide Richtungen, nämlich perfekt.
Exakt, aber...
Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen, denn von mir hat nie jemand die Schulabschlussnote wissen oder mein Schulabschlusszeugnis sehen wollen. Bei Bewerbung um eine Stelle interessiert das kein Aas mehr, interessant ist dann immer der höchste erreichte Abschluss, womit die finale Schulnote allenfalls interessant ist, wenn man sich um ein heiß begehrten Ausbildungsplatz bemüht oder einen Studiengang mit strengem NC anstrebt.

Und selbst die sterben ja allmählich aus, weil sich allerorten allmählich die Erkenntnis durchsetzt, dass die Benotung der Lernleistung in einem bestimmten Lebensabschnitt, in dem schulisches (!) Lernen nur einen Teil der "Menschwerdung" ausmacht, keine Aussage über die Eignung einer Person erlaubt und man sich die Leute doch besser selbst anschauen und anhören sollte.
Genau da liegt eines der größten Probleme heutzutage. Es zählt oft nur der Abschluss. Abi, jupp, der muss ja was können. So ein Schwachsinn! Gerade bei Abiturienten bin ich besonders kritisch. Die haben mich bis auf wenige Ausnahmen immer enttäuscht. Für keine andere Schulform gibt es so viel Vorbereitung und Hilfe in Form von Lernhelfern und Lerngruppen.
Auf das Abi wird sich vorbereitet wie irre. Die Schüler an der Haupt- und Realschule müssen sich in der Regel allein durchkämpfen und bekommen oft zuhause auch kaum Unterstützung. Einfach weil die Eltern oft nicht viel verdienen und sehr lange arbeiten müssen, Geld für Nachhilfe, oder Bücher fehlt.
Ich persönlich habe vor einem Hauptschüler mit Zweierschnitt deutlich mehr Respekt als vor jedem Abiturienten mit der gleichen Note.

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Auf das Abi wird sich vorbereitet wie irre. Die Schüler an der Haupt- und Realschule müssen sich in der Regel allein durchkämpfen und bekommen oft zuhause auch kaum Unterstützung. Einfach weil die Eltern oft nicht viel verdienen und sehr lange arbeiten müssen, Geld für Nachhilfe, oder Bücher fehlt.
Ich persönlich habe vor einem Hauptschüler mit Zweierschnitt deutlich mehr Respekt als vor jedem Abiturienten mit der gleichen Note.

Das ist vielleicht auch ein wenig zu sehr generalisiert und ich war Abiturient, neige jedoch trotzdem dazu, dir beizupflichten.

Ich habe mit zahlreichen Real- und Hauptschüler gearbeitet und da neben schlichten und sehr schlichten Gemütern etliche kennengelernt, die patente Leute waren - oder *trotz* eines eher schlichten Gemüts irgendwie in die Welt passten.
Hingegen waren die größten Idioten, mit denen ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, Inhaber höherer Schulabschlüsse. Ich weiß nicht, wie ich es genau beschreiben soll - ich habe den Eindruck, da gibt es nur die tatsächlich Pfiffigen und komplette Luftnummen, die dann allerdings ein Ego an den Tag legen, der in keinem Verhältnis zu ihrer Kompetenz steht. Das sind dann wohl tatsächlich die von ihren Eltern gepamperten, unter Zuhilfenahme aller Mittel irgendwie zum und durchs Abi gebrachten Patienten, die sich auf das nicht (selbst) Erreichte unheimlich viel einbilden.

Und um mal den Übergang zu compisucher zu bekommen, dessen Einstellung ich übrigens für sehr respektabel halte: Bildungsbiographien sind nicht zwingend gleichbedeutend mit Bildung und schon gar nicht mit den Möglichkeiten Einzelner. Und ja, wenn man in der glücklichen Position ist, Menschen fördern zu können , sollte man das auch machen. Das mus noch nicht einmal aus Idealismus sein oder weil man sich einfach gut dabei fühlen möchte, sondern weil man sich damit ganz eigennützig einen Stab aus tatsächlich fähigen und dankbaren Mitarbeitern schafft, die vor allem anderen gelernt haben, wie wichtig es ist, sich immer wieder zu bewähren und nicht einfach nur trotz aller Leistungs- und Charakterschwächen auf einer Position gemütlich einrichten, weil sie sich zuvor einmal zusammengerissen haben und/oder von einem günstigen Umfeld dahin geschoben wurden.
 
Werter Mahoy,
du triffst meine Intentionen und Ansichten aber auch Erfahrungen auf den Punkt.
Es ist kein purer Idealismus, aber der Erfahrungswert, dass wenn man Menschen, die anderswo weniger Chancen bekommen,
eine Chance incl. Zukunftsperspektive gibt, diese auch wirklich wahrnehmen und nicht als Selbstverständlichkeit auffassen, wie so manch ein hochdekorierter 1a Studienabgänger in seinem Weltbild hat.
 
Exakt, aber...Genau da liegt eines der größten Probleme heutzutage. Es zählt oft nur der Abschluss. Abi, jupp, der muss ja was können. So ein Schwachsinn! Gerade bei Abiturienten bin ich besonders kritisch. Die haben mich bis auf wenige Ausnahmen immer enttäuscht. Für keine andere Schulform gibt es so viel Vorbereitung und Hilfe in Form von Lernhelfern und Lerngruppen.
Auf das Abi wird sich vorbereitet wie irre. Die Schüler an der Haupt- und Realschule müssen sich in der Regel allein durchkämpfen und bekommen oft zuhause auch kaum Unterstützung. Einfach weil die Eltern oft nicht viel verdienen und sehr lange arbeiten müssen, Geld für Nachhilfe, oder Bücher fehlt.
Und dann wird auch noch zwischen Abi vom Gymnasium und Abi von der Gesamtschule unterschieden. Das Abi vom Gymnasium wird immer höher angesehen.


Ich persönlich habe vor einem Hauptschüler mit Zweierschnitt deutlich mehr Respekt als vor jedem Abiturienten mit der gleichen Note.
Das kann man pauschal nicht sagen denke ich. Ich kenne solche und solche. Es gibt Hauptschüler die sind wirklich hohl und ungebildet und es gibt welche die mehr auf dem Kasten haben.
Und bei den Abiturienten sind auch Theoretiker mit bei die praktisch nichts drauf haben. Die kriegen nicht mal einen Nagel grade in die Wand.

Was vor allem auch sehr wichtig ist im Berufsleben ist das man selbstständig denken und arbeiten kann. Damit hatte ich früher Probleme weil ich viel vorgekaut bzw abgenommen bekommen habe.

Ansonsten finde ich auch dass man Menschen nicht einfach anhand von Zeugnissen und Zensuren vorab ausselektieren (und Chancen verbauen) sollte. Und das Gesamtbild bewerten sollte.
Ihnen auch eine Chance für ein persönliches Gespräch ermöglichen oder vielleicht ein Praktikum anbieten. Damit sie im praktischen Berufsalltag zeigen können was sie können.
 
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Ansonsten finde ich auch dass man Menschen nicht einfach anhand von Zeugnissen und Zensuren vorab ausselektieren (und Chancen verbauen) sollte. Und das Gesamtbild bewerten sollte.
Ihnen auch eine Chance für ein persönliches Gespräch ermöglichen oder vielleicht ein Praktikum anbieten. Damit sie im praktischen Berufsalltag zeigen können was sie können.

Solche Ansichten mögen zwar ehrenhaft sein, werden aber in der Realität nur selten vorkommen. Am einfachsten nachzuvollziehen ist das, wenn man sich in die Lage versetzt eine eigene Firma zu leiten und eine freie Stelle zu besetzen.

Da kostet das Auswahlverfahren bereits Zeit und Geld, sowie eine gewissen Anlernzeit die jeder irgendwo braucht.
Wenn man da aus Gutmütigkeit erstmal jeden nimmt und den 3 Monate machen lässt, damit er mal zeigen kann was er im Berufsalltag kann, ist der Laden ganz schnell in den roten Zahlen.
Wenn der Laden dann dicht machen muss und man wegen der gegebenen "Chancen" nachher die Stammbelegschaft entlassen muss, hat eben auch keiner was gewonnen.
Es mag sehr einfache Arbeitsabläufe geben, wo es wirklich nur wichtig ist, das jemand 8h körperlich anwesend ist aber diese Berufe sind selten erstrebenswert. Dort mag es möglich sein Leute anzustellen, ohne ihre Abschlüsse oder zu beachten.
In allen anderen Bereichen verbrennt man so nur Zeit und Geld und schadet sich selbst.
Eine Stelle mit der falschen Person zu besetzen kann einen deutlich teuerer zu stehen kommen als eine Stelle unbesetzt zu lassen.

Abschlüsse und Qualifikationen kann man auch in der späteren Laufbahn noch machen, alles eine Frage des Willens. Niemand muss auf den Ergebnissen sein wilden Jugend sitzen bleiben. Aber die Anforderungen zu senken, in dem man Noten oder Abschlüsse nicht mehr einfließen lässt ist mMn. der komplett falsche Weg.
 
Solche Ansichten mögen zwar ehrenhaft sein, werden aber in der Realität nur selten vorkommen. Am einfachsten nachzuvollziehen ist das, wenn man sich in die Lage versetzt eine eigene Firma zu leiten und eine freie Stelle zu besetzen.

Da kostet das Auswahlverfahren bereits Zeit und Geld, sowie eine gewissen Anlernzeit die jeder irgendwo braucht.
Wenn man da aus Gutmütigkeit erstmal jeden nimmt und den 3 Monate machen lässt, damit er mal zeigen kann was er im Berufsalltag kann, ist der Laden ganz schnell in den roten Zahlen.
Wenn der Laden dann dicht machen muss und man wegen der gegebenen "Chancen" nachher die Stammbelegschaft entlassen muss, hat eben auch keiner was gewonnen.
Es mag sehr einfache Arbeitsabläufe geben, wo es wirklich nur wichtig ist, das jemand 8h körperlich anwesend ist aber diese Berufe sind selten erstrebenswert. Dort mag es möglich sein Leute anzustellen, ohne ihre Abschlüsse oder zu beachten.
In allen anderen Bereichen verbrennt man so nur Zeit und Geld und schadet sich selbst.
Eine Stelle mit der falschen Person zu besetzen kann einen deutlich teuerer zu stehen kommen als eine Stelle unbesetzt zu lassen.
Tja, rein rational gesehen hast du wahrscheinlich Recht. Nur die wenigsten Unternehmer werden darauf Rücksicht nehmen. Wobei ich glaube das der kleine Handswerkmeister da mal eher ein Auge zudrückt.


Abschlüsse und Qualifikationen kann man auch in der späteren Laufbahn noch machen, alles eine Frage des Willens. Niemand muss auf den Ergebnissen sein wilden Jugend sitzen bleiben. Aber die Anforderungen zu senken, in dem man Noten oder Abschlüsse nicht mehr einfließen lässt ist mMn. der komplett falsche Weg.
Ob es langfristig so gut ist die Qualifaktionen und Ansprüche immer weiter in die Höhe zu schrauben? Ich glaube nicht. Es bleiben leider dadurch viele auf der Strecke, in denen mehr Potential ist, als sie über herkömmlichen Wege zeigen können.
 
Ob es langfristig so gut ist die Qualifaktionen und Ansprüche immer weiter in die Höhe zu schrauben? Ich glaube nicht..

Ich finde das auch unsinnig, habe aber des öfteren erlebt, dass es in der IT-Branche heißt „Unter einer 2 in Mathe, gibts keine Stelle“.
Es gibt doch immer jemanden der in der einen Mathematik super ist und in der anderen eine Niete.
Ich verstehe zwar auch, dass man nicht jeden Bewerber nehmen kann, sehe aber immernoch das wichtigste Argument darin, dass 1a Theoriewissen nicht gleich 1a Praxiswissen ist. Um mal ein oft genanntes Beispiel zu nennen: Person x kann ein Gedicht in 3 Sprachen analysieren aber keinen Computer bedienen. Oder die Verkäufer, rhetorisch gewandt aber oftmals keine Ahnung von der Technik...
Solche Leute rufen dann in der IT an und beschweren sich wenn etwas nicht läuft, haben dann aber mal wieder irgendein Kabel vergessen oder zu schnell auf irgendetwas geklickt.
 
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Oder die Verkäufer, rhetorisch gewandt aber oftmals keine Ahnung von der Technik...
Solche Leute rufen dann in der IT an und beschweren sich wenn etwas nicht läuft, haben dann aber mal wieder irgendein Kabel vergessen oder zu schnell auf irgendetwas geklickt.

Auf diese Sorte von Beispielen hab ich ja gewartet. Ein Vetriebsmitarbeiter hat nun mal nur eine Aufgabe: Verkaufen. Dazu braucht es ein Entsprechendes Auftreten, Redegewandheit und Verhandlungsgeschick und Wissen aus dem Vertragswesen aber keinesfalls Wissen über die IT hinter ihrem Arbeitsplatz.
Löst euch lieber vom Gedanken, dass irgendwer alles können müsste. Solche Leute würden die Firma ein Vermögen kosten und können trotzdem immer nur eine Fähigkeit aktiv ausspielen. Da hol ich mir doch lieber Spezialisten für jeden einzelnen Bereich, denn die sind bezahlbar und Notfalls austauschbar.
Einen McGyver kann man nämlich nur ganz schlecht ersetzen. Gut für den Angestellten aber problematisch für die Firma bei Ausfällen oder Rente, etc..
 
Ich kenne sogar ein paar Programmierer welche sich 0 für die Hardware interessieren. Die sehen den PC als Werkzeug und mehr nicht.
Oder einen Kollegen der (hobbymäßig) 3D Grafiken mit Blender macht. Der hat das echt drauf aber von Hardware keine Ahnung.
Für mich gehört beides irgendwie zusammen. Also Hardware - und Software.
Aber das gibt es eben auch.
Und ein normaler Verkäufer hat in der Regel noch weniger Ahnung und Interesse daran. Der kann seine Programme bedienen und das wars im Büro.
 
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Ist doch bei den meisten genau andersherum. Man kann ein Programm bedienen, interessiert sich aber 0 für die Programmierung.
Oder so. Aber für die Hardware dann auch nicht.
Nur setzt man bei Programmierern ja eigentlich voraus das sie die Hardware schon kennen oder kennen sollten.
Aber es kommt wohl auch drauf was für Programme so geschrieben werden für welche Anwendungsbereiche.
 
Für mich gehört beides irgendwie zusammen. Also Hardware - und Software.

Mag ja auch so sein, um in seinem Beruf erfolgreich zu sein, geht aber eben oft kein Weg an Spezialisierungen vorbei. Logisch das in dem Moment auch weniger relevantes Wissen verloren geht.


Übrigens gibt es da auch eine kleine Diskrepanz zu deinem vorangegangen Beitrag.
Ob es langfristig so gut ist die Qualifaktionen und Ansprüche immer weiter in die Höhe zu schrauben? Ich glaube nicht. Es bleiben leider dadurch viele auf der Strecke, in denen mehr Potential ist, als sie über herkömmlichen Wege zeigen können.

In dem Moment, wo du verlangst, dass Leute Ahnung von Hard- und Software gleichzeitig haben sollen aber nur in einem Teilgebiet arbeiten schraubst du ja die Anforderungen weiter nach oben.
Im Kern kann ich die Haltung zwar verstehen, jedoch sind beide Teile (Hard-& Software) so umfangreich, dass es nahezu unmöglich wird beides in einem Menschenleben zu beherrschen.
Man muss kein C++ programmieren können um ein defektes Patchkabel zu tauschen oder eine IP- Adresse zu konfigurieren, nur um das mal zu verdeutlichen. Aber ich glaub, in deiner oben zitierten Aussage ging es um nicht ganz so tiefgehendes Wissen beider Bereiche.
 
Der Anteil der Leute, die nah an der Hardware programmieren, ist vergleichsweise gering. Und ich möchte auch gar nicht wissen, wie viele hauptberufliche Programmierer ihre Software auch nur noch aus bereits existierenden Codeschnipsel zusammenklicken und nur noch punktuell mal eine paar Zeilen Code schreiben, der dann eher dazu dient, die zuvor erwähnten Schnipsel etwas nahtloser zusammenzufügen.

Das soll jetzt nicht unbedingt ein Vorwurf sein, da es ja nicht die schuld der Programmierer ist. Ich habe lediglich den Eindruck, dass zumindest in der gewerblichen Anwendungsprogrammierung nur noch wenig "Pioniergeist" vorhanden ist. Für die meisten Probleme gibt es Lösungen und es fehlt allerorten die Zeit, eine eigene Lösung zu suchen, während gleichzeitig das Geld da ist, eine bereits existierende Lösung zu lizenzieren. Innovation passiert eher im privaten Bereich oder in kleineren Klitschen, die fehlendes Budget noch mit Einsatz ausgleichen müssen.
 
Innovation passiert eher im privaten Bereich oder in kleineren Klitschen, die fehlendes Budget noch mit Einsatz ausgleichen müssen.

Dort werden dann allerdings oft auch nur sehr spezifische Probleme bearbeitet, deren Lösung für 99% der Weltbevölkerung keine Bedeutung hat.
Ich spreche da als Betroffener. :D
 
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