AW: Lisa Su über Ryzen: Können nicht jedes Kopf-an-Kopf-Rennen gegen Intel gewinnen
Was ich nicht verstehe ist das bei 720p die Zukunftstauglichkeit gezeigt werden soll. Wenn es so wäre hätten den FX Prozessoren doch ab 2014 die Lichter ausgehen müssen, bzw der Abstand zu den Sandy Bridges größer werden müssen. Was aber nicht der Fall war. Da hätte ich gerne mal ein Statement von pcgh warum der vielgepriesene 720p Test nicht prediktiv war.
Eventuell sollte man mal drüber Nachdenken welche Aussagekraft der Test wirklich hat.
Der Abstand kann über die Zeit aufgrund mehrerer Faktoren natürlich variieren.
1. Die Multithreading-Skalierung von Anwendungen kann über die Zeit besser werden
2. Die Anwendungen könnten häufiger modernere x86-Erweiterungen verwenden
3. Die Last auf das Cache-System oder die Bandbreite könnte steigen, entsprechend könnten Prozessoren gewinnen, die damals in dem Aspekt robust aufgestellt waren.
4....
5....
6 usw.
Wenn man aber jetzt den ganz alten Bulldozer Benchparkour mit dem neueren Vergleicht (Viel stärkere GPU und Anwendungen), dann hat sich zwischen Bulldozer und einem Sandy-Bridge i7 allerdings wenig getan:
AMD FX-8350 „Vishera“ im Test: Auferstanden aus Ruinen (Seite 7) - ComputerBase
AMD Ryzen 7 1800X, 1700X, 1700 im Test: Konig in Anwendungen, Prinz in Spielen (Seite 3) - ComputerBase
In niedrigen Auflösungen liegt der i7 2600K 17% vor dem FX 8370 von AMD. Damals Ende 2012 war der Vorsprung von einem i7 2700K gegenüber einem FX 8350 24% höher.
Beim letzten Vergleich ziehe man einfach ein paar % wegen dem schnelleren Intel bzw. langsameren AMD Modell ab.
Anders sieht es allerdings beim neusten Spieleparkour mit den neusten Spielen aus:
AMD Ryzen 7 1800X, 1700X, 1700 im Test: Konig in Anwendungen, Prinz in Spielen (Seite 4) - ComputerBase
Hier gewinnt der i7 2600K dann nur noch 6% gegenüber dem FX8370.
Ein 2500K wird sogar um 10% vom letzteren geschlagen, 2012 lag dieser noch ~17% in Führung.
Jetzt kann man die Frage stellen, hat sich eine Investition in den Bulldozer letztendlich gelohnt?
Wie viele Titel und Jahre lag die Performance darunter?
Und den OC-Raum vom 2500K kann man ausnutzen, sodass selbst Heute da ein Gleichstand herrscht.
Bei Ryzen sieht es teilweise ähnlich aus, nicht nur muss der heutige Abstand negiert werden, sondern auch noch übertroffen, damit man z.B. aus Spielersicht lieber in einen Ryzen investiert.
Solche spekulativen Käufe sind natürlich nicht jedermannss Sache.
Naja, er kostet deutlich weniger als die Intel 6/8 Kerner, liegt in Anwendungen auf Augenhöhe und auch in Spielen nicht wesentlich schlechter als die Intel 6/8 Core. Einzig in Spielen ist der hoch getaktete Intel 4 Kerner schneller und nicht teurer, aber schneller ist der auch im Vergleich zu den Intel 6/8 Cores. Für 350-500 Euro bekommt man bei AMD imho ein rundes Paket, zumindest wenn man Bedarf nach einem Prozessor mit mehr als 4 Cores / 8 Threads hat. Gegen den 7700k werden sich er die kommenden 6 Core und 4 Core Chips stellen und da dürfte AMD dann eben auch einen spürbaren Preisvorteil haben. Ich gehe davon aus, dass der 6er in vielen Spielen kaum hinter dem 8er liegen wird und weniger kosten wird als der 7700k. Wahrscheinlich wird selbst der 4 Core @4GHZ in vielen Spielen auf ähnlichem Niveau liegen und das für i3 Preise.
Ein i7 6800K kostet 434€, ein 1700X 439€ (Mindfactory).
In Anwendungen gewinnt letzter mit ungefähr 13%, in Spielen dagegen der i7 mit über 10%:
AMD Ryzen 7 1800X, 1700X, 1700 im Test: Konig in Anwendungen, Prinz in Spielen (Seite 4) - ComputerBase
AMD Ryzen Launchreviews: Die Testresultate zur Anwendungs-Performance im Uberblick | 3DCenter.org
Bleiben die Plattformkosten übrig, wobei ich finde das die X370 Boards für ihre Anschlüsse überpreist sind.
Das man beim 2011-3 190€+ bezahlen muss, ist bei den Anschlüssen und dem Quadchannel verständlich, bei einer Mainstream Plattform allerdings nicht.
Wenn man sich aber für ein B350 Board entscheidet und nicht mehr benötigt, kann der Preisunterschied bei 100€ liegen.