News Linux-Spieler feiern: AMD geht all-in beim Radeon-Grafiktreiber

@Bluebird Ich glaube, du missverstehst etwas. Bis 2017 waren bei uns im Büro immer noch VGA Kabel in den Besprechungsräumen um sich mit dem Beamer zu verbinden. HDMI Kabel lagen da auch schon ein paar Jahre, aber der Übergang bis VGA endlich nicht mehr vorgehalten wurde. Mein damaliges Notebook, ein Lenovo L560, hatte noch immer einen VGA Port. 2018 bekam ich ein HP ProBook, das immer noch einen VGA Anschluss hatte. Und diese Lenovo USB-C Mini Dock, die ich mir zu meinem Notebook dazu geholt habe, hat auch im Jahr 2020 noch einen VGA Anschluss anstelle eines nützlicheren DisplayPorts neben dem HDMI. Ich weiß echt nicht, wer auf die Idee kommt, dass jemand seit 2015 noch VGA anstatt eines Digitalen Ports benutzen wollte (Embedded mal ausgeklammert).

Die Playstation wird auch ewig daran festhalten. Genauso wie die zugehörigen Sony TVs. Genauso wie Grafikkarten weiterhin gerne einen einzelnen HDMI Anschluss haben, werden TVs diesen wohl auch bis in alle Ewigkeit haben. Nur scheint DisplayPort bei TVs quasi gar keine Rolle zu spielen. Die Blöße mit den Adaptern wird Sony sich auch nicht geben.
 
logischerweise wird AMD nicht mehr parallel andere Treiber entwickeln, sondern sich mehr beteiligen, ...
um mit dem gleichen Personalaufwand auszukommen
(nach meinem Verständnis)

Genau davon lese ich bei AMD eben nichts. Und ich sehe ehrlich gesagt auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, mit "Beteiligung" einen guten Treibersupport zu bieten. Erstere erfordert einen öffentlichen, freien Austausch aller nötigen Informationen. Letzterer erfordert zum Beispiel die Veröffentlichung funktionierender Treiber zusammen mit einer neuen GPU, von der zuvor niemand außer Haus/ohne NDA Details erfahren durfte. Das passt nicht zusammen. Wenn man nach Neuvorstellungen nicht länger Zeit auf vernünftigen Support warten will, dann muss AMD auch weiterhin Leute unter seine Fittiche nehmen, die sich darum kümmern – ob nun hausintern oder NDA-gebundene Externe sei dahingestellt.

Aber sowohl "AMD-Treiberteam arbeitet jetzt open source den Mesa-Entwicklern zu" als auch "AMD übernimmt Mesa-Entwicklung" wären wohl weitaus größere Schlagzeilen würdig gewesen, als AMD hier macht. Damit bleibt in meinen Augen nur Option 3: "AMD stellt eigenen Linux-Treibersupport komplett ein." Dem Hörensagen zur Qualität der closed-source-Treiber nach, mag das nicht einmal ein großer Verlust sein. Aber einen Grund zum Feiern würde ich es auch nicht nennen.
 
Genau davon lese ich bei AMD eben nichts. Und ich sehe ehrlich gesagt auch nur eingeschränkte Möglichkeiten, mit "Beteiligung" einen guten Treibersupport zu bieten. Erstere erfordert einen öffentlichen, freien Austausch aller nötigen Informationen. Letzterer erfordert zum Beispiel die Veröffentlichung funktionierender Treiber zusammen mit einer neuen GPU, von der zuvor niemand außer Haus/ohne NDA Details erfahren durfte. Das passt nicht zusammen. Wenn man nach Neuvorstellungen nicht länger Zeit auf vernünftigen Support warten will, dann muss AMD auch weiterhin Leute unter seine Fittiche nehmen, die sich darum kümmern – ob nun hausintern oder NDA-gebundene Externe sei dahingestellt.

Aber sowohl "AMD-Treiberteam arbeitet jetzt open source den Mesa-Entwicklern zu" als auch "AMD übernimmt Mesa-Entwicklung" wären wohl weitaus größere Schlagzeilen würdig gewesen, als AMD hier macht. Damit bleibt in meinen Augen nur Option 3: "AMD stellt eigenen Linux-Treibersupport komplett ein." Dem Hörensagen zur Qualität der closed-source-Treiber nach, mag das nicht einmal ein großer Verlust sein. Aber einen Grund zum Feiern würde ich es auch nicht nennen.
Ich würde da nicht zu schwarz sehen. AMD hat doch bisher auch ein Interesse daran gehabt, dass die Grafikkarten gut unter Linux funktionieren. Was sie auch tun. Warum sollte sich das ändern ?
 
Wenn jetzt noch diese gierigen Mäuler von diversen anderen Gruppen mal mitmachen würden, wäre es ein Traum!
Falls das dein Problem damit sein sollte.

 
Irgendwie fehlt mir die Meldung, dass AMD sich auch intensiver an der Entwicklung der offenen Treiber beteiligen wird. Dass sie die Radeon Software um deren Support erweitern, ist zwar nett bezüglich der Bedienbarkeit, aber was heißt es für die Technik dahinter, wenn AMD die Treiberentwicklung jetzt komplett anderen überlässt?
Ich sehe das erstmal nicht negativ.
Meine Vorstellung ist da folgende:
Es gibt doch allerlei Mods wie den Optiscaler der jede DLSS Implementierung zu FSR umwandeln kann.

Wenn AMD den Treiber selbst entwickelt, dürften die rechtlich gesehen doch sowas nicht verwenden oder?
Da es aber sowas wie Optiscaler gibt und das auch erlaubt ist, weil Fan Projekt/Open Source und nun auch der Treiber von "Fans" entwickelt wird, steht einer nativen Treiberimplementierung doch nichts im Wege. Quasi ein im Treiber integrierter Optiscaler der automatisch DLSS zu FSR umwandelt, ähnlich wie FSR3.1 zu FSR4.

Kann natürlich auch quatsch sein, aber das ist mein Gedanke dazu
 
Theoretisch kann man alles in eine Lizenz reinschreiben, auch "Fans dürfen es nutzen, AMD nicht". Üblich (und gerichtsfester) sind aber neutrale Formulierungen. Dann geht es nur noch um Offen/Nicht offen und gegebenenfalls noch um kommerziell/nicht kommerziell. Solange AMD die Treiber seinerseits offen und unentgeltlich anbietet und keine Features in die Werbung für Radeons aufnimmt, sollten sie lizenzrechtlich keinen anderen Status als Fanprojekte haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
AMD hat schon immer sehr effizient verstranden, die OSS Community für die eigenen Zwecke einzuspannen.

Und sie werden regelmäßig dafür gefeiert. Ich würde es eher als Kostenoptimierung bezeichnen.

Aber AMD ist ja soooo offen...
 
Wenn man nicht mauern will, ist Open-Source halt Win-Win.
Es ist für eine Firma vor allem günstig. Ich weiß nicht, für mich (als SW Entwickler) hat das ein Gschmäckle.

Wenn ich als Firma schon OSS mache, dann mit Entwicklern, die ich auch selbst bezahle. Die Option gibt es ja auch noch. Das wäre dann wirklich fair und offen.
 
Theoretisch kann man alles in eine Lizenz reinschreiben, auch "Fans dürfen es nutzen, AMD nicht".
Atmosphere hat eine interessante Lizenzbestimmung. Generell ist es GPL2, aber Yuzu und Ryujinx dürfen die Libraries auch unter MIT weiterlizenzieren während Nintendo die Zero-Clause nur BSD Lizenz verwenden darf, wenn sie damit Software entwickeln. Der Nachweis dürfte schwierig sein, aber dennoch ein interessantes Konstrukt.
 
Es ist für eine Firma vor allem günstig. Ich weiß nicht, für mich (als SW Entwickler) hat das ein Gschmäckle.
Es ist in erster Linie die Erkenntnis, dass es trotz closed-source eine Community gibt, die es schafft deutlich mehr Ressourcen bereitzustellen, um damit und viel Enthusiasmus einen besseren Treiber als man selbst fürs Zielsystem zu schaffen. Ich nenne das nicht Geschmäckle, sondern eher gewonnene Weisheit.

Ich kann mir in so einem Fall überlegen, ob ich die eigenen dafür aufgewendeten Ressourcen für eine doppelte Entwicklung weiterbetreiben möchte, oder nicht doch lieber mich auf die Dinge konzentriere, womit man das gesamte Projekt voranbringt?

Angesichts der schon bisherigen Unterstützung bei der Entwicklung von Treibern fürs Ökosystem (nicht nur im GPU Bereich), halte ich es für sehr vermessen, da unlautere Absichten zu suggerieren.
 
Ich hatte jetzt Linux installiert so eine Woche... Alles hinbekommen hat zwei grafikkarten erkannt onboard und Nvidia lief beides sogar gleichzeitig Seltenheit d das kann nicht jedes Linux. so was ist passiert es lief alles wunderbar aber diese scheiß Programme haben ihre Einstellungen nicht behalten bei jedem Start muss sich jedes Programm neu wieder einstellen also bitte lass mich in Ruhe mit Linux es ist jedes Mal ein anderes Problem.
 
Für mich als SW Entwickler stellt sich die Frage überhaupt nicht. Den Prozess habe ich mit Rodinal und Moersch SE 2 Warm selber im Griff. Da gebe ich nichts ab. Wozu auch?
 
Es ist für eine Firma vor allem günstig. Ich weiß nicht, für mich (als SW Entwickler) hat das ein Gschmäckle.
Ich käm mir da komisch bei vor, weil ich als Entwickler auch massiv von freier Software profitiert habe. Ich halte auch nichts davon, künstlich Arbeit zu erzeugen, nur damit meine Fähigkeiten gefragter sind.
Wenn ich als Firma schon OSS mache, dann mit Entwicklern, die ich auch selbst bezahle. Die Option gibt es ja auch noch. Das wäre dann wirklich fair und offen.
Naja, ich glaube nicht, dass AMD sein Treiberteam jetzt einfach zu macht. Aber wenn man mit der Community halt nicht mitkommt, ist es doch besser, da einfach einzusteigen, anstatt hinterherzurennen.
Ich hatte jetzt Linux installiert so eine Woche... Alles hinbekommen hat zwei grafikkarten erkannt onboard und Nvidia lief beides sogar gleichzeitig Seltenheit Linux meint was und nur Bora kann das kann nicht jedes Linux so was ist passiert es lief alles wunderbar aber diese scheiß Programme haben ihre Einstellungen nicht behalten bei jedem Start muss sich jedes Programm neu wieder einstellen also bitte lass mich in Ruhe mit Linux es ist jedes Mal ein anderes Problem
Was ist das für eine Distro? Muss ja schlimm sein. Nicht mal die Satzzeichen funktionieren.
 
Zurück