Dann habe ich damals deine Antwort falsch verstanden, denn ich bezog mich indem ich große Stückzahlen anzweifelte eben auf den Umsatz.
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Umgekehrt macht man ja immer noch genug alte Fehler. Neben stabiler Versorgung und Support, welcher vor 15 Jahren eine Katastrophe war, schafft mans eben immer noch nicht ein ordentliches Marketing aufzubauen. Außer auf Tech-News Sites habe ich noch nichts von Ryzen gelesen. Athlon und Athlon 64 habe ich wenigstens regelmäßig in Magazinen beworben gesehen. Wenn auch nie so aggressiv wie den Pentium 4 und die liebe Blue-Man-Group.
1. Große Stückzahlen ist natürlich relativ und man spielt sein Bauchgefühl aus, da die Unternehmen so genau ihre Verkaufszahlen nicht auflisten.
Ein wenig muss man abwarten, wie groß die Marktdurchdringung von Kaby-Lake G ausfallen wird, aber ich denke auch da kommt eine gute Stückzahl heraus, eben relativ zudem was AMD in diesem Segment zuvor verkauft hat.
2. Persönlich frage ich mich, wie entscheidend das aus heutiger Perspektive noch ist?
Printmedien sind die letzten Jahre nur geschrumpft und der Mainstream-Fokus wandert und somit auch das Interesse und die Mund-zu-Mund-Propaganda in mehreren Bereichen.
Soziale Netzwerke und YouTube stellen eine viel größere Bedeutung dar, entsprechend ist die Situation etwas anders als früher und Ryzen scheint sich auch ohne große Marketing-Kampagne ausreichend gut zu verkaufen.
Hätte AMD deutlich mehr abgesetzt, wenn was im Fernsehen gelaufen wäre, welches bezüglich Mainstream Durchdringung die letzten Jahre auch nur abgebaut hat?
Intel scheint jedenfalls den Stellenwert ihrer Marketing-Kampagne und den finanziellen Reizen in der Zukunft eine kleinere Rolle zuspielen zu wollen, indem gekürzt wird:
Das Ende von >>Intel Inside<< - Weniger Marketing, hohere Preise fur PCs? - GameStar
Dieser Aspekt kommt mir oft zu kurz. AMD muß erstmal Vertrauen aufbauen, bzw. verlorenes wieder gut machen, bevor sie am Verhandlungstisch auch besser argumentieren können. Das ist bei EPYC gerade besonders gut zu beobachten.
nVidia's Verhältnis liegt wohl bei 56% Gamerkarten und den Rest im Profibereich. (finde nur den Link gerade nicht.) Die Steamstatistik halte ich nicht unbedingt für aussagekräftig. Ich hab z.B. noch nie ne Aufforderung bekommen, da mitzumachen. [...]
1. So allgemein betrachtet gibt es zwei Stellschrauben, welche AMD einfach verwenden kann.
Mit Raven-Ridge kann man performantere Systeme zusammenbauen, als mit Intels Angeboten und wenn AMD etwas auf ihre Marge verzichtet, können es die OEMs selber einstreichen.
Die Produkte dürfen sich dann aber nicht schlechter verkaufen und die Gewinne müssen immerhin die Investition in AMDs Plattform einspielen.
2. Es sollte kein genaues Beispiel werden, aber Steam erreicht eine große Anzahl an Systemen und davon hat die Mehrheit Nvidia Desktop GPUs verbaut, was einfach verdeutlicht das dort auch viel Geld existiert und man darauf sicherlich nicht freiwillig verzichten würde.
Das schreibe ich ja selbst häufig, und würde dass auch gar nicht bestreiten.
Gegenüber Intel und Nvidia wirkt AMD wie David gegen Goliath.
Trotzdem gewinnt Goliath nicht automatisch, wie AMD gerade gut mit ZEN zeigt.
Mit viel weniger Forschungsgeldern und Mitteln hat AMD mit ZEN Intel ordentlich Pfeffer unterm Hintern gemacht.
Warum soll dass AMD nicht auch mit einer entsprechenden GPU-Offensive gelingen?
Natürlich dauert das seine Zeit, mindestens 5 Jahre.
Und Intel will zukünftig auch noch mitspielen.
Das könnte in einigen Jahren "lustig" für Nvidia werden, wenn Intel und AMD angreifen.
Für Navi und dem Nachfolger sehe ich zukünftig keine echte Chance für AMD, aber etwas später kann sich dass Blatt schon wenden.
Mit Zen gibt es aber ein paar mehrere Sachen, die einen solchen Schritt erleichtert haben:
- Die Single-Thread IPC ist auf so einem hohem Niveau und praktisch an einer Grenze angelangt, dass Intel relativ gesehen den Abstand einfach nicht konstant halten kann.
- Als CPU sind die Produkte wesentlich unabhängiger von einem Software-Ökosystem.
Bei GPUs muss AMD nicht nur fokussiert in ihre Hardware investieren, sondern auch parallel in die Software und dort ist Nvidia viele Jahre und viele Mrd. Dollar im voraus.
Einen Zen-Move der in 4 Jahren eine so gute Konkurrenzfähigkeit ermöglicht, sehe ich im GPU-Umfeld leider nicht.
Das Intel mitspielen möchte, da bin ich etwas besorgt um AMD, aber bezüglich Nvidia positiv gestimmt, da ich von Intel mehr erwarte als von AMD und entsprechend mehr Probleme für Nvidia, die dringend einen stärkeren Konkurrenten benötigen.
Das Problem ist das die Leute AMD nichtmal kaufen würden wenn AMD durchgehend schneller wären. Dann käme wieder irgend eine andere Ausrede... War bei der 290x so, war in der 4xxx Serie im gewissen Maße so... Die Leute wollen keine Konkurrenz wie es aussieht.
Ryzen beweist das Gegenteil, die Leute kaufen wenn bestimmte Kriterien erfüllt werden.