Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

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AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Macht euch keine Gedanken um die Natur oder die Erde . Beide werden uns überstehen. Wir sind doch nur ein Augenschlag im Zeitgeschehen des Sonnensystems.
Fragen wie : In 5 Milliarden Jahren geht der Sonne die Kraft aus , was wird aus der Menschheit? Sind doch ein Scherz !
Klimakatastrophen , Eiszeiten ,Megastürme sind doch nur Probleme für uns . In der Natur selbsverständlich , genau die natürlich Selektion " das Stärkere überlebt" können wir mit unsere "Ethik" nicht brechen , mfg
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Zwar reden alle vom Umweltschutz, dies jedoch sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß die Rettung der Welt nie ferner lag:

1. Die Industrie wandert in Länder ab, welche nur geringe oder keine Umweltauflagen haben.

2. Es fahren immer mehr Autos auf der Welt, nicht absehbar, daß dies bald alles Elektroautos sind.

3. Raucher dürfen auf die Straße...


Es ist also wirklich eine Angelegenheit, die nur alle Nationen gemeinsam bewältigen können. Leider macht jede ihre eigenen Bemühungen von einem ersten Schritt anderer abhängig, womit nicht viel erreicht ist...
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Keine. Denn es gibt keine "polare" Strömung aus der Karibik ;)

Es gibt auch keine Störmung, die vom Nordpol in die Karibik zurückfließt.

Ich habe mich da wohl etwas falsch ausgedrückt und werde das mal ein wenig korrigieren. ;)
Der Golfstrom mündet in den Nordatlantikstrom und ist Teil der thermohaline Zirkulation unseres Planeten. Genau an den nördlichen Polkappen dreht sich der warme Nordatlantikstrom um und "fließt" am Meeresboden wieder zurück zur Südhalbkugel.
Wieso dreht sich die Strömung aber da um?
Initialisiert wird das durch Veränderungen beim Saltzgehalt ausgelöst. Wenn aber das Eis am Nordpol verschwunden ist, wird sich auch an dem Saltzgehalt nicht mehr soviel ändern und die Tiefenströmung wird schwächer werden.

Falls du auf die NAC anspielst (oft falsch als Golfstrom bezeichnet, dabei gilt diese Bezeichnung nur bis ein paar 100km vor der amerikanischen Küste):

Ich rede vom Atlantikstrom, der aus dem Golfstrom entsteht. Dieser ist, wenn ich mich nicht irre, zu 70% Luftangetrieben, aber er wird auch von den Tiefenströmungen angetrieben, die vom Polarmeer wieder zurück zur Südhalbkugel laufen.

Sicher, dass Kanada im Sommer von warmen Winden aus dem Süden aufgeheizt wird?

Da es zwischen Kanada und dem Golf von Mexiko kein Gebirge gibt, das warme Luftströmungen aufhalten/umlenken kann, strömen die Luftmengen im Sommer bis nach Kanada und können dort sehr hohe Temperaturen erzeugen, deutlich höher als es in Skandivanien möglich ist, das auf dem gleichen Breitengrad liegt.
Aber gleichzeitig wird es im Winter dort kälter, weil es dort keine warme Meeresströmung oder Luftströmung gibt. Die großen Seen haben nicht den Zufluss an warmen Wasser wie es die Nordsee hat.

Ich bin kein Meteorologe, aber die Grundprinzipien besagen, dass über dem noch kalten Kanada die Luft absinken und über dem aufgeheizten Süden die Luft aufsteigen sollte, d.h. man hätte einen Nordwind und die Alpen schützen eher Norditalien, als dass sie die Erwärmung Deutschlands verhindern.

Öhm, warme Luft hat welchen Luftdruck und kalte welchen?
Wohin fließt also was, um den Druck auszugleichen? ;)
Experte bin ich auch nicht, aber ich könnte ein paar kennen. :ugly: :schief:

Auch hört man immer wieder davon, dass ein geringerer Einfluss der (dann trockeneren) Westwinde zu einem kontinentalerem Klima in Europa führen könnten, d.h. die Sommer werden eher heißer. (und im Winter gibts wieder Schnee :) )

Diese Westwinde kommen aber immer noch vom Atlantik und wenn das Wasser des Atlantiks kühler ist, dann ist es die Luft darüber auch.

Ich sehe das nicht so wie die Bild Zeitung, dass bald Palmen in Hamburg wachsen. :schief:
Allerdings sehe ich es auch nicht so wie Roland Emmerich, dass die Eisschicht bis nach Bayern reicht. :D
Im Klartext, niemand weiß es, denn niemand ist in der Lage, das Wetter für 50 Jahre vorauszusagen.

Bei Zyklonen, Hurricanes - oder wie man die auch immer nennen mag - habe ich auf jeden Fall recht. Da bin ich mir absolut sicher. Ich weiß auch noch, daß das mit dem Zusammentreffen von feucht-warmen und trocken-kühlen Luftmassen zusammenhängt, das durch entsprechende Gebirge unterbunden werden kann.

Ein Hurrican wird durch warmes Wasser angetrieben, daraus bezieht er seine Energie, je wärmer das Wasser, desto stärker kann er werden, die Zeit ist ein weiterer Faktor im Bezug zur Stärke, ebenso die Temeraturunterschiede. Konvektion ist hier das Zauberwort. Die Corioliskraft ein weiteres.

Jetstreams verlaufen übrigens zumeist von West nach Ost - nicht von Ost nach West. Es gibt offenbar nur einen in Asien, der in die andere Richtung läuft.

Es gibt Jetstreams in verschiedenen Höhen und verschiedenen Breitengraden. Die Corilisionskraft entscheidet meist auch hier, welche wierum drehen.

Ist Phönix eigentlich öffentlich-rechtlich? Da schaue ich auch ganz gerne mal rein.

Jep, wenn er privat wäre, wäre er schon längst pleite. :D

Korrektur meinerselbst, nicht dass hier Leute sich das falsche merken:
Die Kausalität ist quatsch. Zwar findet am Äquator ein Nettotransport nach Norden statt, dieser ist aber nicht Ursache, sondern Folge der meridionalen Umwälzung.
Deren Hauptantrieb besteht resultiert aus energetischer Sicht aus der Antarktischen Divergenz und damit der Polarfront. (die Aussage bleibt die gleiche -Kugelgestalt der Erde und Kontinentverteilung sind bestimmend, nicht die Eisverteilung-, aber der Mechanismus war falsch. Sorry)

Du darfst den Salzgehalt des Meeres nicht außer Acht lassen, das ist ein weiterer Faktor. Darüber hinaus gibts noch deutlich mehr Faktoren, die einen Einfluss auf die Meeres- aber auch Luftströmungen nehmen.
Ich denke mal, dass die Wissenschaftler noch nicht mal einen kleinen Teil dessen verstehen, was für den Antrieb der globalen Erwärmung sorgt.
Ein entscheidender Faktor war und ist aber immer die Sonne. Erst wenn wir sie wirklich verstehen können, können wir auch Vorhersagen treffen, die langfristig zutreffen können.

Derzeit befinden wir uns immer noch in einer Warmphase, das wird auch noch eine Zeit so andauern. Doch die nächste Eiszeit wird kommen, ganz gleich was die Menschen machen. Allerdings streiten sich mal wieder die Gelehrten, welche Ursachen dazu führen werden.
Eins der Dilemma ist auch, dass wir uns zwar um einen kleinen Teil der Aufforstung bemühen (ich weiß, sehr klein, aber ein neu angepflanzter Baum für 10 gefällte ist wenigstens etwas), aber das Meer wird nicht aufgeforstet, es wird leer gefischt, Abfälle werden hineingeleitet, Lebensräume durcheinander gebracht, aber niemanden scheint es zu interessieren.

Aber wo kommt kommt der meiste Sauerstoff denn her, den die Tiere verbrauchen? Nicht von ein paar Bäumen, er kommt aus dem Meer und das muss ebenfalls geschützt werden, denn das Meer ist entscheident für unser Klima.
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Ich habe mich da wohl etwas falsch ausgedrückt und werde das mal ein wenig korrigieren. ;)
Der Golfstrom mündet in den Nordatlantikstrom und ist Teil der thermohaline Zirkulation unseres Planeten. Genau an den nördlichen Polkappen dreht sich der warme Nordatlantikstrom um und "fließt" am Meeresboden wieder zurück zur Südhalbkugel.
Wieso dreht sich die Strömung aber da um?
Initialisiert wird das durch Veränderungen beim Saltzgehalt ausgelöst. Wenn aber das Eis am Nordpol verschwunden ist, wird sich auch an dem Saltzgehalt nicht mehr soviel ändern und die Tiefenströmung wird schwächer werden.

Eben nicht. Der Salzgehalt ändert sich nur wenig und das bißchen ist sogar eine Salinitätsenkung durch die Einmischung von Schmelzwasser (d.h. das Wasser wird dadurch sogar leichter). Der Absinkvorgang wird allein durch die Abkühlung ausgelöst. Hier mal eine SSS-Karte. hier eine schematische Zeichnung, damit mans auch kapiert. Wie man sehen kann: Der Golfstrom und seine Abzweigungen sind das salzigste, was an der Oberfläche des Nord-Atlantiks gibt. Wie man auch sehen kann: Ein Großteil des Wasser dreht keineswegs am Nordpol um. Eigentlich erreicht den so gut wie gar nichts. (und wenn, dann würde es da erst recht nicht salziger werden, denn die Arktis ist aufgrund der vielen Flüsse sogar süßer als der Atlantik, selbst wenn nichts schmilzt ;) )

Ich rede vom Atlantikstrom, der aus dem Golfstrom entsteht. Dieser ist, wenn ich mich nicht irre, zu 70% Luftangetrieben, aber er wird auch von den Tiefenströmungen angetrieben, die vom Polarmeer wieder zurück zur Südhalbkugel laufen.

Nun, die Leutchen, mit denen ich mich am Montag unterhalten haben (und die machen sowas hauptberuflich ;) ) sprechen von 90% Geostrophie (d.h. Windantrieb aus dem Nordatlantik heraus) und (s.u./o.) sehen den Antrieb für die restlichen 10% auch noch primär in der antarktischen Windgebieten.

Öhm, warme Luft hat welchen Luftdruck und kalte welchen?

In Gegenden, in denen sich die Luft erwärmt, bildet sich ein Tiefdruckgebiet, soweit bin ich mir sicher. (was übrigens nicht heißt, dass es warm ist. Latente, d.h. in Luftfeuchtigkeit gespeicherte Wärme zählt mit. Und typischerweise regnet sich die Feuchtigkeit dann da ab ;) )

Experte bin ich auch nicht, aber ich könnte ein paar kennen. :ugly: :schief:

Ich geb offen zu, dass die "Expertin", mit deren Aussagen ich mich näher vertraut machen sollte, ein so ätzende Vorlesung (auf Grundschulniveau) gehalten hat, dass selbst die Mehrheit der Hauptfächler sich dazu entschlossen hat, lieber aus Büchern zu lernen.

Im Klartext, niemand weiß es, denn niemand ist in der Lage, das Wetter für 50 Jahre vorauszusagen.

KLIMA!
;)


Du darfst den Salzgehalt des Meeres nicht außer Acht lassen, das ist ein weiterer Faktor.

Tu ich nicht.
Der Trick besteht aber darin, dass der Salzgehalt nie das Aufsteigen des Wasssers erklären könnte. Nur durch Salzgehalt (bzw. Temperatur, s.o.) könnte zwar Wasser im Nordatlantik absinken - dieses Wasser würde aber nicht wieder an die Oberfläche kommen, sondern nach und nach die Tiefsee füllen. Erst durch zirkumpolares Upwelling kommt ein Kreislauf zustande, der tatsächlich auch einen globalen Transport bewirkt.

Ich denke mal, dass die Wissenschaftler noch nicht mal einen kleinen Teil dessen verstehen, was für den Antrieb der globalen Erwärmung sorgt.

Nun, bei der Erwärmung mögen einige Kausalitäten noch unklar sein (aber die Korrelationen sind - wenn man die Genauigkeit der Modelle beachtet- wohl schon ganz gut parameterisiert), aber über die Ozeanzirkulationen maßen sie sich zumindest an, armen Studenten sehr, sehr viel zu erzählen. Einschließlich genauer Berechnungsformeln. (Deren Ergebnisse auch ganz gut mit realen Messungen übereinstimmen. Auch wenn ich die Konzepte an sich nach wie vor merkwürdig finde, muss ich ganz ehrlich zugeben: Jemand, der mir aus der Höhe des Wasserspiegels im Atlantik die Geschwindigkeit des Golfstroms ausrechnet und dafür nicht einmal empirische Faktoren mit x Nachkommastellen benötigt, der hat entweder verdammt viel Glück - oder er versteht das Prinzip)

Ein entscheidender Faktor war und ist aber immer die Sonne. Erst wenn wir sie wirklich verstehen können, können wir auch Vorhersagen treffen, die langfristig zutreffen können.

Das gilt für alle Prognosen. Aber auch wenn wir die Sonne an sich nicht verstehen, verstehen wir doch die von ihr ausgehenden Einflüsse ganz gut und können retrospektiv ihren Anteil an Veränderungen beurteilen - bzw. sagen, dass sie bei den aktuellen Änderungen nur eine kleinere Komponente ist.

Eins der Dilemma ist auch, dass wir uns zwar um einen kleinen Teil der Aufforstung bemühen (ich weiß, sehr klein, aber ein neu angepflanzter Baum für 10 gefällte ist wenigstens etwas), aber das Meer wird nicht aufgeforstet, es wird leer gefischt, Abfälle werden hineingeleitet, Lebensräume durcheinander gebracht, aber niemanden scheint es zu interessieren.

Mich schon. Aber das ist mal wieder die Sache mit Klimaschutz ungleich Umweltschutz.
Auch wenn wir alle nur noch Fahrrad fahren ändert das gar nichts daran, dass die globale Fischerei vermutlich noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts kollabieren wird.

Aber wo kommt kommt der meiste Sauerstoff denn her, den die Tiere verbrauchen? Nicht von ein paar Bäumen, er kommt aus dem Meer und das muss ebenfalls geschützt werden, denn das Meer ist entscheident für unser Klima.

Ooch, die Sauerstoffproduktion wird davon nicht bzw. kaum betroffen sein, im Gegenteil - je kleiner, desto effizienter und diverse Einzeller freuen sich doch auf die fleißige Düngung und die Verkürzung der Nahrungsketten.
Aber die Sache mit dem "Essen" könnte problematisch werden. (Es sei denn, man mag Quallen)
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Eben nicht. Der Salzgehalt ändert sich nur wenig und das bißchen ist sogar eine Salinitätsenkung durch die Einmischung von Schmelzwasser (d.h. das Wasser wird dadurch sogar leichter). Der Absinkvorgang wird allein durch die Abkühlung ausgelöst. Hier mal eine SSS-Karte. hier eine schematische Zeichnung, damit mans auch kapiert. Wie man sehen kann: Der Golfstrom und seine Abzweigungen sind das salzigste, was an der Oberfläche des Nord-Atlantiks gibt. Wie man auch sehen kann: Ein Großteil des Wasser dreht keineswegs am Nordpol um. Eigentlich erreicht den so gut wie gar nichts. (und wenn, dann würde es da erst recht nicht salziger werden, denn die Arktis ist aufgrund der vielen Flüsse sogar süßer als der Atlantik, selbst wenn nichts schmilzt ;) )

Öhm, als Salinität bezeichnet man den Salzgehalt eines Gewässers, falls ein paar Leser das nicht wissen sollten.
Salzgehalt zweimal in einen Satz unterbringen gehr wohl nur, wenn man einmal das als Fremdwort bezeichnet, damit's fetter klingt. :P
Den Nordpol erreicht ja auch deshalb nichts, weil die Eisdecke davor ist. ;)
Lass die aber mal weg sein und dann kann die Meeresströmung ganz ungehindert fließen.
Ich kenne die Grafiken und wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich welche finden (verdammtes Netz :(), die etwas anderes zeigen.

Nun, die Leutchen, mit denen ich mich am Montag unterhalten haben (und die machen sowas hauptberuflich ;) ) sprechen von 90% Geostrophie (d.h. Windantrieb aus dem Nordatlantik heraus) und (s.u./o.) sehen den Antrieb für die restlichen 10% auch noch primär in der antarktischen Windgebieten.

Die Wassertemperaturen entscheiden aber auch über die Windverhältnisse darüber. Wenn das Polareis wegschmilzt, ändern sich die Temperaturverhaltnisse und das leitet eine Veränderung der Windrichtungen ein. Außerdem kann keiner vorhersagen, ob sich die Geostrophie (Gradientkraft halte ich für interessanter, da die Coriolosiskraft immer den gleichen Weg beschreibt, halt auf Nord-und Südhalbkugle bezogen).

In Gegenden, in denen sich die Luft erwärmt, bildet sich ein Tiefdruckgebiet, soweit bin ich mir sicher. (was übrigens nicht heißt, dass es warm ist. Latente, d.h. in Luftfeuchtigkeit gespeicherte Wärme zählt mit. Und typischerweise regnet sich die Feuchtigkeit dann da ab ;) )

Da ich da niemanden kenne, den ich fragen kann, werde ich mal mein geballtes Wissen reinwerfen, um neue Details herauszukristallisieren. :D :ugly:

Es gibt thermische und dynamische Tiefdruckgebiete. Thermische können sowohl durch Erwährung (wie du es sagt) aber auch durch Abkühlung (ich weiß was :schief:) entstehen.
Die Sonne ist dabei natürlich der entscheidene Faktor, denn sie muss für ein Bodentief dafür sorgen, dass die warme Luft so schnell aufsteigen kann, dass angrenzende Luft nicht so schnell nachströmen kann um den Druckverlust auszugleichen.
Beim Höhentief sieht die Sache aber ganz anders aus.

Die dynamischen lasse ich mal weg, weil die für unsere Sache unwichtig sind (aber nicht, wenn man in der Karibik lebt ;)).

Ich geb offen zu, dass die "Expertin", mit deren Aussagen ich mich näher vertraut machen sollte, ein so ätzende Vorlesung (auf Grundschulniveau) gehalten hat, dass selbst die Mehrheit der Hauptfächler sich dazu entschlossen hat, lieber aus Büchern zu lernen.

He he he, solche Experten kenne ich auch. :D
Deswegen könnte ich auch ein paar kennen, aber die, die ich kenne, sind meiner Meinung nach nicht genug bewandert in der Materie.
Ist genauso, als wenn mir ein Physiklehrer etwas erzählen will. Meist ist es sehr lustig, welches begrenzte Wissen Lehrer doch haben, gerade wenns um die Details geht. :schief:


Nein, das Klima interessiert mich ja nicht, da ich vermögend bin. :D
Mich interessiert nur das Wetter. ;)

Tu ich nicht.
Der Trick besteht aber darin, dass der Salzgehalt nie das Aufsteigen des Wasssers erklären könnte. Nur durch Salzgehalt (bzw. Temperatur, s.o.) könnte zwar Wasser im Nordatlantik absinken - dieses Wasser würde aber nicht wieder an die Oberfläche kommen, sondern nach und nach die Tiefsee füllen. Erst durch zirkumpolares Upwelling kommt ein Kreislauf zustande, der tatsächlich auch einen globalen Transport bewirkt.

Natürlich sinkt das Wasser nach unten, ist ja Sinn der Sache und weil der Meerestrom ja weiterläuft, muss das Wasser, das in den Nordatlantik fließt, ja irgendwo herkommen, also fließt das Wasser in der Tiefsee wieder zurück, ein Kreislauf entsteht, der verändert wird, wenn das Wasser nicht mehr am Pol nach unten sinkt (dass abgekühltes Wasser absinkt, ist klar, denn Wasser hat ja bei 4° die höchste Dichte)

Öhm, man müsste mal einen Wasserthread aufmachen, in dem solchen Dingen mal auf den Grund gegangen wird, wieso sich Wasser so verhält, wie es sich verhält. Gerade das von oben nach unten einfrieren ist ja sehr interessant, auch wenn man das damit begründen kann, dass das Wasser bei 4° die höchste Dichte hat, erklärt es nicht, wies es genauso ist.

Nun, bei der Erwärmung mögen einige Kausalitäten noch unklar sein (aber die Korrelationen sind - wenn man die Genauigkeit der Modelle beachtet- wohl schon ganz gut parameterisiert), aber über die Ozeanzirkulationen maßen sie sich zumindest an, armen Studenten sehr, sehr viel zu erzählen. Einschließlich genauer Berechnungsformeln. (Deren Ergebnisse auch ganz gut mit realen Messungen übereinstimmen. Auch wenn ich die Konzepte an sich nach wie vor merkwürdig finde, muss ich ganz ehrlich zugeben: Jemand, der mir aus der Höhe des Wasserspiegels im Atlantik die Geschwindigkeit des Golfstroms ausrechnet und dafür nicht einmal empirische Faktoren mit x Nachkommastellen benötigt, der hat entweder verdammt viel Glück - oder er versteht das Prinzip)

Kausalitäten.... immer diese Fremdwörter, sag doch Ursache, dann verstehen auch andere den Thread. ;)
Ozeanzirkulation ist sicher ein sehr kompliziertes Thema und auch die möglichen Klimaveränderungen, die daraus resultieren, scheinen recht problematisch zu sein, aber wenn selbst Supercomputer nicht mal in der Lage sind, brauchbare Klimavorhersagen treffen zu können, wie wollen das denn ein paar Professoren tun? :huh:

Das gilt für alle Prognosen. Aber auch wenn wir die Sonne an sich nicht verstehen, verstehen wir doch die von ihr ausgehenden Einflüsse ganz gut und können retrospektiv ihren Anteil an Veränderungen beurteilen - bzw. sagen, dass sie bei den aktuellen Änderungen nur eine kleinere Komponente ist.

Ich bin ja der Meinung, dass die Sonne zu der Gruppe der Cepheiden gehört, auch wenn sie natürlich nicht so stark schwankt wie andere Cepheiden in der Galaxie.
Wie ich darauf komme?
Die Veränderungen im Klima der Erde und die sich wiederholenden Eiszeiten deuten darauf hin, auch wenn man genauer sagen müsste, dass es sich um ein Eiszeitalter handelt. Es gibt örtliche Schwankungen, die von der Erde ausgehen können, keine Frage aber die großen Veränderungen, wie z.B. die im Paläozoikum, oder auch im Känozoikum können nicht von der Erde alleine stammen.

Mich schon. Aber das ist mal wieder die Sache mit Klimaschutz ungleich Umweltschutz.
Auch wenn wir alle nur noch Fahrrad fahren ändert das gar nichts daran, dass die globale Fischerei vermutlich noch in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts kollabieren wird.

Das Leer fischen der Meere ist eins der größten Probleme unserer Zeit und die Menschheit sollte sich endlich mal im Klaren sein, dass man das Meer nicht so aufforsten kann wie einen Wald. :(

Ooch, die Sauerstoffproduktion wird davon nicht bzw. kaum betroffen sein, im Gegenteil - je kleiner, desto effizienter und diverse Einzeller freuen sich doch auf die fleißige Düngung und die Verkürzung der Nahrungsketten.
Aber die Sache mit dem "Essen" könnte problematisch werden. (Es sei denn, man mag Quallen)

Die Sauerstoffproduktion kommt Hauptsächlich von Algen, wenn du deren Grundlage zerstörst, weil das Meer verschmutzt/verändert oder sonst was wird, dann könnte es schon problematisch werden, vor allem, wenn man sich die Geburtenraten anschaut und die möglichen Folgen davon.
Wenn sich die Menschheit weiterhin so vermehrt wie jetzt (und davon ist auszugehen), dann wird es irgendwann sehr knapp werden.
Die Personaldecke eines Raumschiff wird ja auch nicht durch den Platz begrenzt, sondern durch das Lebenserhaltungs-und Nahrungsversorgungssystem. ;)

Ach ja, so'n Quallensteak hat schon was. :D
In der Pfanne gebraten verliert es 98% seiner Masse. :lol:
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Eine gewagte Antwort.
In meinen Augen ist das Fakt.Zeigt ja die Gegenwart und die Vergangenheit.

Einerseits richtig, andererseits wird dadurch meine Aussage und die Tatsache, dass es immer wieder mal einen Klimawandel gibt, völlig ignoriert.
Darüber hinaus, bezweifle ich, dass der Verfasser dieses Posts auch wirklich darüber nachgedacht hat und auch daran glaubt, sonst hätte er schon längst bei sich selber angefangen.
Aber nicht in diesem Ausmaß wie der Klimawandel jetzt stattfindet.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

In meinen Augen ist das Fakt.Zeigt ja die Gegenwart und die Vergangenheit.

Der Mensch ist Teil der Evolution und als Teil dessen auch weiterhin davon abhängig. Wie sich die Menschheit weiter entwickelt hängt auch von den geologischen und klimatischen Umständen ab, die sich auf der Erde bilden. Dessen muss sich der Mensch anpassen, er kann die Erde nicht so anpassen, wie er sie haben möchte.
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Salzgehalt zweimal in einen Satz unterbringen gehr wohl nur, wenn man einmal das als Fremdwort bezeichnet, damit's fetter klingt. :P

Mit meiner Methode gehts sogar ohne Verwendung verschiedener Worte:
Hälfte des Posts nachträglich ausbessern, aber nicht komplett durchlesen :ugly:
man weise mich bitte daraufhin, wenn ich unverständliche -oder wie in diesem Fall: sogar unnötige- Fachbegriffe verwende, bei denen einem auch Wiki nicht weiterhilft

Den Nordpol erreicht ja auch deshalb nichts, weil die Eisdecke davor ist. ;)

Meereis wird nicht so dick, das kein Wasser mehr drunterpasst ;)
Und Strömungen gibt es da sehr wohl (Stichwort: Eisdrift, Beaufort-Wirbel), aber der Wasseraustausch durch die (nicht vereiste) Grönlandsee ist einfach minimal im Vergleich zu den Massen, die im Nordatlantik zirkulieren.

Ich kenne die Grafiken und wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich welche finden (verdammtes Netz :(), die etwas anderes zeigen.

Du willst nicht wissen, wie lange ich für die beiden Links gegoogelt habe...
(besonders unschön, wenn man die richtigen Grafiken auf der Platte hat, aber nicht das recht, sie zu verbreiten/-öffentlichen)

Die Wassertemperaturen entscheiden aber auch über die Windverhältnisse darüber. Wenn das Polareis wegschmilzt, ändern sich die Temperaturverhaltnisse und das leitet eine Veränderung der Windrichtungen ein.

Ehe es zu einer Richtungsänderung kommt, müsste sich die Temperatur aber so stark ändern, dass der Nordpol auf einmal wärmer ist, als die Gegenden, die bislang das warme Ende eines Windsystems waren. Das wird aufgrund der Strahlungsbilanz wohl nur schwer großräumig möglich sein. Wird dagegen nur der Temperaturgradient kleiner, sollte die Windstärke abnehmen - und schwächerer Wind in der Arktis wird wohl kaum zu einer deutlich stärkeren Strömung im Nordostatlantik führen.

Aber eine Veränderung des Golfstroms aufgrund von Veränderungen im Windfeld (z.B. allgemeine Abschwächung der Westwinde) ist auf alle Fälle eher ein Ansatz, als eine Veränderung durch Süßwassereintrag.
(Stichwort: El Nino. Allerdings sind da Antrieb des Windes, Winde und Störmungen alle in ähnlichen Breiten zu finden)

Außerdem kann keiner vorhersagen, ob sich die Geostrophie (Gradientkraft halte ich für interessanter, da die Coriolosiskraft immer den gleichen Weg beschreibt, halt auf Nord-und Südhalbkugle bezogen).

Diesem Satz fehlt


Es gibt thermische und dynamische Tiefdruckgebiete. Thermische können sowohl durch Erwährung (wie du es sagt) aber auch durch Abkühlung (ich weiß was :schief:) entstehen.
Die Sonne ist dabei natürlich der entscheidene Faktor, denn sie muss für ein Bodentief dafür sorgen, dass die warme Luft so schnell aufsteigen kann, dass angrenzende Luft nicht so schnell nachströmen kann um den Druckverlust auszugleichen.
Beim Höhentief sieht die Sache aber ganz anders aus.

k.
Ich bin da Bodenständig und Bezog mich auf die bodennahen Bereiche. Großskalig fänden sich Höhenhochs natürlich ausgerechnet über Tiefentiefs :ugly:
Aber der Wind am Boden (der letztlich für eine Erwärmung/Abkühlung des Landes sorgen kann) wird doch von den Höhenströmungen auch nicht direkt beeinflusst, oder?

Ist genauso, als wenn mir ein Physiklehrer etwas erzählen will. Meist ist es sehr lustig, welches begrenzte Wissen Lehrer doch haben, gerade wenns um die Details geht. :schief:

Bei Lehrern (erst recht naturwissenschaftlichen) hab ich Verständniss dafür, wenn sie mal nur Grundwissen haben. Mehr brauchen sie ja auch nicht, die Jugend wird kaum physikalische Details fragen :ugly:
Anders sieht das dann bei Universitätsdozenten aus, die dafür bezahlt werden, Ahnung zu haben und was beizubringen...

Natürlich sinkt das Wasser nach unten, ist ja Sinn der Sache und weil der Meerestrom ja weiterläuft, muss das Wasser, das in den Nordatlantik fließt, ja irgendwo herkommen, also fließt das Wasser in der Tiefsee wieder zurück, ein Kreislauf entsteht,

Eben nicht :P
Wenn das Wasser aufgrund seiner Dichte aus den oberen in die tieferen Schichten sinkt, dann entsteht kein Kreislauf. Dann werden nur die oberen Schichten dünner und die unteren dicker und es genug Wasser im Ozean, um das rund 2 Millionen Jahre lang mit der Mächtigkeit der derzeitigen globalen Umwälzung zu machen, ehe die tiefere Schicht bis fast an die Oberfläche reicht. (da die Mächtigkeit der nordatlatnischen Tiefenströmung aber zu 30-50% aus eingemischten Wassermassen z.B. aus dem Mittelmeer resultiert, die mitgerissen werden, aber nie selbst absinken würden, wäre es eher noch mehr)

Du brauchst auch eine Erklärung, wie das Wasser wieder hoch kommt. Und um einen nordwärtigen Netto-Transport im Atlantik zu begründen sollte diese Erklärung auf der Südhalbkugel ansetzen.

Öhm, man müsste mal einen Wasserthread aufmachen, in dem solchen Dingen mal auf den Grund gegangen wird, wieso sich Wasser so verhält, wie es sich verhält. Gerade das von oben nach unten einfrieren ist ja sehr interessant, auch wenn man das damit begründen kann, dass das Wasser bei 4° die höchste Dichte hat, erklärt es nicht, wies es genauso ist.

Für dieses Diskussionen kann ich den Thread kurzzeitig ersetzen:
Wir reden von Wassermassen, deren Salzgehalt im Bereich von 34-36 liegt, mit einer großen Häufung zwischen 34,5 und 35. Ab einem Salzgehalt von 24 liegt die maximale Dichte von Wasser aber beim Gefrierpunkt, so dass es wie alle anderen Flüssigkeiten komplett gefriert. Das ist auch der Grund, warum es in subpolaren Regionen wie dem Nordatlantik quasi keine Meereisbildung gibt, obwohl die Wintertemperaturen weit unter -2°C liegen (bzw. ohne Aufheizung durch das 2-3°C warme Wasser liegen würden): Es kann sich kein kühles Wasser an der Oberfläche sammeln. Kaltes Wasser wird dichter und sinkt ab (da haben wir unsere Tiefenzirkulation), so dass Eisbildung erst einsetzt, wenn der gesamte Wasserkörper von der Oberfläche bis zum Grund bis kurz über den Gefrierpunkt herabgekühlt wurde. Das würde aufgrund der enormen Wärmekapazität von Wasser mehr als einen Winter dauern. (die obersten ~2-4m je nach Autor- des Ozeans haben bereits eine größere Wärmekapazität, als die gesamte Athmosphäre.

Laien-Einschub: Wer sich mit "Salinität = 34" schwer tut und unbedingt eine Einheit möchte, kann den Salzgehalt auch in PSU, Promill oder schlimmstenfalls g/l angeben, machen Ozeanographen auch immer wieder gern. Aufgrund der Messverfahren ist eine dimensionslose Angabe aber die chemisch richtige Variante.


Kausalitäten.... immer diese Fremdwörter, sag doch Ursache, dann verstehen auch andere den Thread. ;)

Das ist n Fremdwort? Ich muss mal mehr aus der Uni rauskommen :ugly:

Ozeanzirkulation ist sicher ein sehr kompliziertes Thema und auch die möglichen Klimaveränderungen, die daraus resultieren, scheinen recht problematisch zu sein, aber wenn selbst Supercomputer nicht mal in der Lage sind, brauchbare Klimavorhersagen treffen zu können, wie wollen das denn ein paar Professoren tun? :huh:

So unbrauchbar sind die Supercomputer nicht. Sie kämpfen zur Zeit vor allem mit der Wolkenbildung und damit, dass sich der Mensch nicht so verhält, wie vorhergesagt.
Aber sobald die Soziologen, Politologen, Ökonomen, ggf. Anthropologen und vor allem Meteorolgen mal endlich vernünftig Eingangswerte liefern, können die Ozeanographen ganz gut sagen, wie der Ozean großskalig darauf reagiert.
D.h. man kann nicht sagen, ob und welches Eis schmilzt und wie das Wetter drauf reagiert. Aber was der Ozean direkt damit macht, das lässt sich abschätzen.

Wie ich darauf komme?
Die Veränderungen im Klima der Erde und die sich wiederholenden Eiszeiten deuten darauf hin, auch wenn man genauer sagen müsste, dass es sich um ein Eiszeitalter handelt. Es gibt örtliche Schwankungen, die von der Erde ausgehen können, keine Frage aber die großen Veränderungen, wie z.B. die im Paläozoikum, oder auch im Känozoikum können nicht von der Erde alleine stammen.

Hmm - die rythmischen Schwankungen im Quartär kann man ja über Erdbahnparameter erklären, aber gibts bei denen davor überhaupt ein System/sich wiederholende Effekte, die eine gemeinsame Uhrsache nahelegen?
Wenn man Zeiträume wie das gesamte Paläozoikum betrachtet, dann bewegt man sich ja schon auf Zeitskalen, wo die Verteilung von Kontinenten massive Unterschiede hervorruft und die Biologie die komplette Erdoberfläche verändert, durchaus mit der Option auf aktive Beeinflussung der Athmosphärenzusammensetzung.

Die Sauerstoffproduktion kommt Hauptsächlich von Algen, wenn du deren Grundlage zerstörst, weil das Meer verschmutzt/verändert oder sonst was wird, dann könnte es schon problematisch werden, vor allem, wenn man sich die Geburtenraten anschaut und die möglichen Folgen davon.

Was der Mensch mit der Erde macht, mag schlimm sein, aber es kommt nicht annähernd an die Bedingungen ran, die Cyanobakterien&Co zu Beginn ihrer Entstehung mitgemacht haben ;). Wüstenbildung und steigende CO2-Gehalte klingen sogar nach exellenten Aussichten.
Ne, Einzeller kriegt man so schnell nicht platt und der Anteil von größeren Pflanzen an der ozeanischen O2-Produktion ist vollkommen vernachlässigbar.
(der Anteil am menschlichen Konsum dagegen nicht. Aber das interessiert den O2-Gehalt nicht die Bohne)

Wenn sich die Menschheit weiterhin so vermehrt wie jetzt (und davon ist auszugehen), dann wird es irgendwann sehr knapp werden.
Die Personaldecke eines Raumschiff wird ja auch nicht durch den Platz begrenzt, sondern durch das Lebenserhaltungs-und Nahrungsversorgungssystem. ;)

Raumschiffe haben aber immerhin den Vorteil, dass die Besatzung das merkt. Die Mehrheit der Menschheit ignoriert dagegen seit Jahrzehnten den Fakt, dass sie mehr verbraucht, als nachkommt

Ach ja, so'n Quallensteak hat schon was. :D
In der Pfanne gebraten verliert es 98% seiner Masse. :lol:

Hey: Da kommt das Zeug aus der untersten Reihe im Supermarkt auch ran :ugly:
Aber zur Zeit werden die Quallen ja auch erst getrocknet und dann zubereitet ;)
Außerdem setzen wir so große Mengen Wasserdampf frei, was hoffentlich die Wolkenbildung fördert. Und gut für den Mineralstoffhaushalt des Körpers ist es außerdem. Also Leute: Esst mehr Quallen. Die paar verbliebenen Schildkröten finden auch so genug zu futtern.
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Mit meiner Methode gehts sogar ohne Verwendung verschiedener Worte:
Hälfte des Posts nachträglich ausbessern, aber nicht komplett durchlesen

Das sind immer noch die besten. :D
Leider gibts hier im Forum eine Menge Leute, die ihre Posts nicht richtig lesen, bevor sie auf "antworten" klicken, aber das ist eine andere Sache.
Ich kenne sogar Leute, die Fremdwörter mit anderen Fremdwörten erklären wollen. :klatsch:

man weise mich bitte daraufhin, wenn ich unverständliche -oder wie in diesem Fall: sogar unnötige- Fachbegriffe verwende, bei denen einem auch Wiki nicht weiterhilft
Meereis wird nicht so dick, das kein Wasser mehr drunterpasst

Natürlich passt Wasser darunter, aber wir reden ja von Meeresströmungen an der Wasseroberfläche, denn nur die werden von den Winden angetrieben. ;)
Ich kenne keine Windströmung, die in der Lage ist, Wasser am Meeresgrund anzutreiben. :schief:

Und Strömungen gibt es da sehr wohl (Stichwort: Eisdrift, Beaufort-Wirbel), aber der Wasseraustausch durch die (nicht vereiste) Grönlandsee ist einfach minimal im Vergleich zu den Massen, die im Nordatlantik zirkulieren.

Der Atlantikstrom ist aber ein sehr großer Strom und dein Bild ist halt nicht sehr aussagekräftig genug, meiner Meinung nach erklärt es nicht im Ansatz, wo das Wasser des Stroms wirklich verbleibt.

Du willst nicht wissen, wie lange ich für die beiden Links gegoogelt habe...
(besonders unschön, wenn man die richtigen Grafiken auf der Platte hat, aber nicht das recht, sie zu verbreiten/-öffentlichen)

Kenne ich, ich habe auch was gefunden, leider ist es Teil einer Arbeit, die nur der Autor öffentlich darstellen darf.
Bilderklau wird hart verfolgt, einige scheinen dafür die Todesstrafe zu fordern. :ugly:
Das ist ein großes Problem in Sachen Bildung, wenn jeder seine Copyright darauf knallt. Bildung ist ein Allgemeingut und sollte für jeden zugänglich sein.

Ehe es zu einer Richtungsänderung kommt, müsste sich die Temperatur aber so stark ändern, dass der Nordpol auf einmal wärmer ist, als die Gegenden, die bislang das warme Ende eines Windsystems waren. Das wird aufgrund der Strahlungsbilanz wohl nur schwer großräumig möglich sein. Wird dagegen nur der Temperaturgradient kleiner, sollte die Windstärke abnehmen - und schwächerer Wind in der Arktis wird wohl kaum zu einer deutlich stärkeren Strömung im Nordostatlantik führen.
Aber eine Veränderung des Golfstroms aufgrund von Veränderungen im Windfeld (z.B. allgemeine Abschwächung der Westwinde) ist auf alle Fälle eher ein Ansatz, als eine Veränderung durch Süßwassereintrag.

Hmm, kann das sein, dass du dich jetzt zu sehr auf die Meeresströmung einarbeitest? :huh:
Die Sonne als treibender Faktor für die Winde und auch bei den Meeresströmungen darf man nicht unterschätzen, auch die Veränderungen im Salzgehalt.. upss, ich meine natürlich Salinität. :P

(Stichwort: El Nino. Allerdings sind da Antrieb des Windes, Winde und Störmungen alle in ähnlichen Breiten zu finden)

El Nino (wie macht man eigentlich die Welle auf dem N?) ist aber ein Effekt, der nur in Äquiatornähe und im Pazifik auftritt und mit unserer Sache am Nordatlantik nicht so viel zu tun hat.

Aber der Wind am Boden (der letztlich für eine Erwärmung/Abkühlung des Landes sorgen kann) wird doch von den Höhenströmungen auch nicht direkt beeinflusst, oder?

Das kommt darauf an, wie du Höhenströmung definierst, bzw. wie hoch Hoch für dich ist.

Bei Lehrern (erst recht naturwissenschaftlichen) hab ich Verständniss dafür, wenn sie mal nur Grundwissen haben. Mehr brauchen sie ja auch nicht, die Jugend wird kaum physikalische Details fragen

Doch, macht sie und dann ist man enttäuscht, wenn der Lehrer das nicht weiß oder sogar was falsches erzählt (lieber ist mir dann, dass der Lehrer nichts sagt, als was Falsches). :(

Anders sieht das dann bei Universitätsdozenten aus, die dafür bezahlt werden, Ahnung zu haben und was beizubringen...

Davon kenne ich auch ein paar, denen die Luft ausgeht, wenn man die wirklich wichtigen Dingen herauskristallisieren will.

Eben nicht
Wenn das Wasser aufgrund seiner Dichte aus den oberen in die tieferen Schichten sinkt, dann entsteht kein Kreislauf. Dann werden nur die oberen Schichten dünner und die unteren dicker und es genug Wasser im Ozean, um das rund 2 Millionen Jahre lang mit der Mächtigkeit der derzeitigen globalen Umwälzung zu machen, ehe die tiefere Schicht bis fast an die Oberfläche reicht. (da die Mächtigkeit der nordatlatnischen Tiefenströmung aber zu 30-50% aus eingemischten Wassermassen z.B. aus dem Mittelmeer resultiert, die mitgerissen werden, aber nie selbst absinken würden, wäre es eher noch mehr)

Eben doch, gerade das ist ja das Entscheidene. Wenn das Wasser in die Tiefe absinkt und Wasser von oben nachkommt, wo bleibt dann das Wasser, was schon in der Tiefe ist?
Genau, es fließt am Meeresboden entlang, in diesem Fall nach Süden, zum Äquiator.

Du brauchst auch eine Erklärung, wie das Wasser wieder hoch kommt. Und um einen nordwärtigen Netto-Transport im Atlantik zu begründen sollte diese Erklärung auf der Südhalbkugel ansetzen.

Das ist ein weiteres Problem. Über die Tiefenströmung ist so gut wie noch nichts bekannt. Hier kannst du mal einen Artikel lesen, dessen Ende sich darauf bezieht.
Die Meereströmungen sind ja ein Kreislauf von verschiedenen Strömungen auf der Erde. Man kann einen nicht wegnehmen, ohne dass das Auswirkung auf andere hat.

Für dieses Diskussionen kann ich den Thread kurzzeitig ersetzen:
Wir reden von Wassermassen, deren Salzgehalt im Bereich von 34-36 liegt, mit einer großen Häufung zwischen 34,5 und 35.

Du hättest hier mal erwähnen können, dass du Gramm pro Liter meinst. ;)

Ab einem Salzgehalt von 24 liegt die maximale Dichte von Wasser aber beim Gefrierpunkt, so dass es wie alle anderen Flüssigkeiten komplett gefriert. Das ist auch der Grund, warum es in subpolaren Regionen wie dem Nordatlantik quasi keine Meereisbildung gibt, obwohl die Wintertemperaturen weit unter -2°C liegen (bzw. ohne Aufheizung durch das 2-3°C warme Wasser liegen würden): Es kann sich kein kühles Wasser an der Oberfläche sammeln.

Richtig, Meerwasser mit einem Salzgehalt von 35 hat einen Gefriefpunkt von -1,9°. Aber in erster Linie gefriert Wasser, das sich bewegt, eh nur sehr schwer.
Denk mal an Flüsse, wie lange dauert das, bis da welche zugefroren sind.
Außerdem kommt bei Ozeanen ja immer wieder warmes Wasser hinzu, denn es findet immer ein Temperaturaustausch statt.

Kaltes Wasser wird dichter und sinkt ab (da haben wir unsere Tiefenzirkulation), so dass Eisbildung erst einsetzt, wenn der gesamte Wasserkörper von der Oberfläche bis zum Grund bis kurz über den Gefrierpunkt herabgekühlt wurde. Das würde aufgrund der enormen Wärmekapazität von Wasser mehr als einen Winter dauern. (die obersten ~2-4m je nach Autor- des Ozeans haben bereits eine größere Wärmekapazität, als die gesamte Athmosphäre.

Das meine ich nicht mit der Tiefenzirkulation. :schief:
Wasser hat eine sehr hohe Wärmekapazität und bis Wasser, gerade sich bewegendes Wasser, komplett durchfrieren kann, dauert das sehr, sehr lange.
Ich werfe mal Kristallisationswärme in den Raum. :D
Dazu kommt auch noch, dass direkt über dem Meer die Lufttemperatur nicht so niedrig ist, wie weiter darüber.
Eine Art umgekehrter Leidenfrost-Effekt. ;)

Das ist n Fremdwort? Ich muss mal mehr aus der Uni rauskommen

Jo jo, komm mal wieder unter Sterbliche, die bauen nicht Fremdwörter in Sätze ein, in denen schon das entsprechende deutsche Wort steht. :P

So unbrauchbar sind die Supercomputer nicht. Sie kämpfen zur Zeit vor allem mit der Wolkenbildung und damit, dass sich der Mensch nicht so verhält, wie vorhergesagt.
Aber sobald die Soziologen, Politologen, Ökonomen, ggf. Anthropologen und vor allem Meteorolgen mal endlich vernünftig Eingangswerte liefern, können die Ozeanographen ganz gut sagen, wie der Ozean großskalig darauf reagiert.

Ich sage ja nicht, dass Supercomputer unsinnig sind, aber wenn die Eingangsdaten schon fehlerhaft sind oder eben nicht schlüssig genug, wie kann man dann auf den Ergebnissen aufbauen und was vorhersagen? :huh:
Öhm, Politologen liefern Eingangswerte? :lol:

Hmm - die rythmischen Schwankungen im Quartär kann man ja über Erdbahnparameter erklären, aber gibts bei denen davor überhaupt ein System/sich wiederholende Effekte, die eine gemeinsame Uhrsache nahelegen?

Nein, kann leider niemand, weil man noch viel zu wenig über Eiszeitalter weiß und man keinerlei Erklärung bieten kann, die den gesamten Mechanismus offenlegen kann.
Wenn man Zeiträume wie das gesamte Paläozoikum betrachtet, dann bewegt man sich ja schon auf Zeitskalen, wo die Verteilung von Kontinenten massive Unterschiede hervorruft und die Biologie die komplette Erdoberfläche verändert, durchaus mit der Option auf aktive Beeinflussung der Athmosphärenzusammensetzung.

Keine Frage, die Verteilung des Landes und auch die Kontinentalverschiebung haben einen großen Anteil am Klima der Erde und auch dessen Veränderung. Gerade was das Entstehen von Bergketten angeht.
Aber lässt sich damit wirklich eine Temperaturveränderungen von so vielen Grade erklären, dass die Erde komplett unter einer Eisschicht liegen kann?

Was der Mensch mit der Erde macht, mag schlimm sein, aber es kommt nicht annähernd an die Bedingungen ran, die Cyanobakterien&Co zu Beginn ihrer
Entstehung mitgemacht haben.

War ja klar, ich sage Algen, damit das jeder verstehen kann und du kommst mit Cyankram und Photosynthese bei Einzellern an. :ugly:
Typisch Studenten. :D

Wüstenbildung und steigende CO2-Gehalte klingen sogar nach exellenten Aussichten.

Jep, ich mag Wüsten und ob es nun 0,04% CO² sind oder 0,4% CO² sind, ist mir eigentlich egal. :schief:

Ne, Einzeller kriegt man so schnell nicht platt und der Anteil von größeren Pflanzen an der ozeanischen O2-Produktion ist vollkommen vernachlässigbar.

Die Einzeller sorgen aber für die Versorgung der Atmosphäre mit O² und wenn man deren Grundlage zum Leben wegnimmt, dann kann es schon recht knapp werden.
Natürlich erholt sich die Erde von der Verschmutzung der Meere, aber hat der Mensch auch soviel Sitzfleisch wie die Evolution?

(der Anteil am menschlichen Konsum dagegen nicht. Aber das interessiert den O2-Gehalt nicht die Bohne)

Schon klar, letztendlich ist es für das Leben der Erde auch völlig unwichtig, wieviel CO² oder was auch immer der Mensch noch so ausstoßen wird. Wenn ein Zeitpunkt erreicht ist, dann reduziert sich die Ausbreitung einer Art eben, so läuft Evolution. Das mussten auch andere Arten schon einsehen.

Raumschiffe haben aber immerhin den Vorteil, dass die Besatzung das merkt. Die Mehrheit der Menschheit ignoriert dagegen seit Jahrzehnten den Fakt, dass sie mehr verbraucht, als nachkommt

He he, klasse Link. :daumen:
Nee, das Raumschiff merkt, dass die Luft knapp wird, bzw. dessen Sensoren. Menschen kippen einfach um, wenn der Anteil an CO² zu hoch wird.

Aber zur Zeit werden die Quallen ja auch erst getrocknet und dann zubereitet

Nein, da ich ja Jäger und Sammler bin (Evolution sei dank), jage ich meine Beute und werfe sie sofort aufs Feuer (auch wieder so eine Evolutionssache).
Mit der Größe der erbeuteten Qualle beeindrucke ich nur das Weibchen (schon wieder eine Evolutionssache). :D

Außerdem setzen wir so große Mengen Wasserdampf frei, was hoffentlich die Wolkenbildung fördert. Und gut für den Mineralstoffhaushalt des Körpers ist es außerdem. Also Leute: Esst mehr Quallen. Die paar verbliebenen Schildkröten finden auch so genug zu futtern.

Hmm, Verdampfungskühlung..... :)
Ich würde aber jetzt mal den Wasserdampf in der Atmosphäre im Auge behalten, denn der ist deutlich entscheidener zur Klimanderung.
Das merkt man besonders, wenn die warme Sommersonne auf dem Körper strahlt und dann eine Wolke vorbeikommt und sie verdeckt, schon wirds merklich kühler.

Hmm, gibts denn jetzt noch andere, die eine Meinung dazu haben? :huh:
Sonst wird der Thread sehr langweilig und ein Moderator könnte den deshalb dicht machen. ;)
Vielleicht sollte man zu anderen Dingen des Klimawandels zurück kommen, Meeresströmungen sind nicht alles. Die CO² Geschichte ist ja auch noch nicht richtig beleuchtet worden.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Natürlich passt Wasser darunter, aber wir reden ja von Meeresströmungen an der Wasseroberfläche, denn nur die werden von den Winden angetrieben. ;)
Ich kenne keine Windströmung, die in der Lage ist, Wasser am Meeresgrund anzutreiben. :schief:

Der Golfstrom reicht stellenweise bis zum Meeresgrund ;)

Der Atlantikstrom ist aber ein sehr großer Strom und dein Bild ist halt nicht sehr aussagekräftig genug, meiner Meinung nach erklärt es nicht im Ansatz, wo das Wasser des Stroms wirklich verbleibt.

Das stimmt, über die Mengen macht das Bild keine Aussage - es solltee ja nur helfen, die Salzgehalte zu verstehen. Ein Bild zu den Dimensionen kann ich nicht finden, mir bleiben höchstens nackte Zahlen aus langweiligen Vorlesungen: DSOW und ISOW fließen mit 6 Sv (1Sv=10^6m³/s) über die Grönland-Schottland-Schwelle. Dementsprechen kann Wasser maximal mit 6Sv in die Grönlandsee einströmen, sonst würde die überlaufen. (Ausfluss über/aus der Arktis in der Beringstraße und durch den arktischen Archipel ist vernachlässigbar klein. Zu schmal und extrem flach). Der Golfstrom seinerseits ist -auch laut Wiki- an seiner mächtigsten Stelle mit 150 Sv unterwegs. D.h. maximal 4% können in die Grönlandsee strömen, der Rest zirkuliert im Nordatlantik (bzw. das Absinken in der Labradorsee findet nochmal -stark schwankend- mit 4-6 Sv statt)

Das ist ein großes Problem in Sachen Bildung, wenn jeder seine Copyright darauf knallt. Bildung ist ein Allgemeingut und sollte für jeden zugänglich sein.

Immerhin sind wir schon soweit, dass wissenschaftliche Einrichtungen bereit sind, extra zu zahlen, damit Artikel frei verfügbar werden.

Hmm, kann das sein, dass du dich jetzt zu sehr auf die Meeresströmung einarbeitest? :huh:

Davon hab ich Ahnung, für Meteorologie hab ich nur n Buch gelesen ;)
Dem zu Folge sind aber die Ostwind-, Westwind- und Passatgürtel, die letztlich den Antrieb für die großen Meeresströmungen liefern, schon allein durch die Kugelform der Erde in Kombination mit einseitiger Einstrahlung durch die Sonne bestimmt. Ich denke, wenn sich daran mal was ändert, haben wir größere Probleme als Klimaerwärmung :ugly:

Das kommt darauf an, wie du Höhenströmung definierst, bzw. wie hoch Hoch für dich ist.

Hmm - wie hoch ist die Hadleyzelle?
Für meine Zwecke reichten mir bislang schematische Zeichnungen ohne Höhenangabe.

Eben doch, gerade das ist ja das Entscheidene. Wenn das Wasser in die Tiefe absinkt und Wasser von oben nachkommt, wo bleibt dann das Wasser, was schon in der Tiefe ist?
Genau, es fließt am Meeresboden entlang, in diesem Fall nach Süden, zum Äquiator.

Und weiter am Boden entlang in Antarktis, Pazifik,... - und was macht es dann?
Genau: Da bleiben. Was macht die nächste Fuhre dichten Wassers? Genau das gleiche, nur auf der ersten Schicht. Das Spielchen kannst du solange fortsetzen, bis du die untersten 3500m des Ozeans gefüllt hast und es bis dahin kein einziger Tropfen wieder an die Oberfläche gelangt, noch hat sich eine nenneswerte Umwälzbewegung in der Oberfläche gebildet.

Das ist ein weiteres Problem. Über die Tiefenströmung ist so gut wie noch nichts bekannt. Hier kannst du mal einen Artikel lesen, dessen Ende sich darauf bezieht.

Jup, sowas ließt man in populärwissenschaftlicher Literatur oft. Die Wissenschaftler beschäftigen sich tatsächlich intensiv mit den Schwankungen der nordatlantischen Strömung. Der Haken:
http://nat-meer.ifm-geomar.de/OzeanOnline/ozklim/NAO/bilder/indexrotblau.gif
Der NAO-Index zeigt nur eine minimale Veränderung, die im Vergleich zu den (un)regelmäßigen Schwankungen nur von geringer Bedeutung ist. Wissenschaftlich interessant - ja. Aber mit "Golfstrom fällt aus" hat das ganze nichts zu tun.
Hier mal die Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik (real links, Modell mitte). Die Skala ist in Kelvin/°C und nicht wirklich weit gestreckt ;)

Die Meereströmungen sind ja ein Kreislauf von verschiedenen Strömungen auf der Erde. Man kann einen nicht wegnehmen, ohne dass das Auswirkung auf andere hat.

Nö. Aber man kann quantifizieren, wieviel Einfluss die eine auf die andere haben könnte (s.o.)

Du hättest hier mal erwähnen können, dass du Gramm pro Liter meinst. ;)

Erst zu Ende lesen, dann posten ;)

"Gramm pro Liter" ist schonmal komplett falsch - Bezugsgröße ist wenn dann Kilogramm. Genaugenommen meine ich aber *räusper*
“Gesamtmenge an gelösten Stoffe in g, die in 1 kg Meerwasser
vorhanden sind, wenn alles Karbonat in Oxyd und alles Bromid und
Iodid in Chlorid überführt ist und alle organische Substanz oxydiert
ist.”, bei 480°C 72h"
bzw., da das ein bißchen unpraktisch ist:
Einen aus Temperatur, Druck und relativer Leitfähigkeitsmessung errechneten Wert, der ziemlich genau identisch mit oberen Ergebnissen ist (aber eben keine Einheit mehr hat, da es sich nur um einen Vergleich zwischen der Leitfähigkeit eines Standards und der des Seewassers handelt)

Aber in erster Linie gefriert Wasser, das sich bewegt, eh nur sehr schwer.
Denk mal an Flüsse, wie lange dauert das, bis da welche zugefroren sind.

Das ist so gesehen "falsch": Richtig ist, dass Wasser, welches sich bewegt, nicht gefroren ist - und Flüsse, die sich bewegen und vermischen, müssen erstmal vollständig runtergekühlt werden, was eher selten passiert.

Außerdem kommt bei Ozeanen ja immer wieder warmes Wasser hinzu, denn es findet immer ein Temperaturaustausch statt.

Jein - durch Strömungen, um genau die es hier ja geht. Wärmeleitfähigkeit kannst du auf ozeanischen Größenskalen komplett vergessen, die Distanzen sind einfach zu groß. (So groß, dass das Wasser, das tatsächlich seine Reise quer unter dem Atlantik hindurch antritt im Kern immer noch die gleiche Temperatur hat, wenn es viele Jahrhunderte später in der Antarktis kurz vor der Oberfläche ist)

Das meine ich nicht mit der Tiefenzirkulation. :schief:

Hmm. Was meinst du dann bzw. was versteh ich gerade nicht? Ich hab nämlich den Eindruck, dass du ~das gleiche sagst, wie ich.

Ich sage ja nicht, dass Supercomputer unsinnig sind, aber wenn die Eingangsdaten schon fehlerhaft sind oder eben nicht schlüssig genug, wie kann man dann auf den Ergebnissen aufbauen und was vorhersagen? :huh:
Öhm, Politologen liefern Eingangswerte? :lol:

Tun sie nicht (die weigern sich beharlich, mal sowas nützliches wie Prognosen zu erstellen, jammern rum, ihr Forschungsobjekt wäre zu komplex für sowas :ugly: ). Aber wenn du die Klimaentwicklung der nächsten Jahrzehnte vorhersagen willst, dann macht es schon einen großen Unterschied, was die Politik für Entscheidungen trifft.
Die IPCC-Modelle für "jetzt" z.B. sagten im Schnitt eine niedrigere Temperatur vorraus, als gemessen wird. Aber nicht, weil sie falsch gerechnet haben, sondern weil sie den CO2-Ausstoß niedriger angesetzt haben.

Keine Frage, die Verteilung des Landes und auch die Kontinentalverschiebung haben einen großen Anteil am Klima der Erde und auch dessen Veränderung. Gerade was das Entstehen von Bergketten angeht.
Aber lässt sich damit wirklich eine Temperaturveränderungen von so vielen Grade erklären, dass die Erde komplett unter einer Eisschicht liegen kann?

Da diskutieren die Geologen afaik noch (Mehrheit ist wohl dagegen), aber die Hypothese baut afaik chemischen Überlegungen auf, die der Athmosphäre massiv CO2 entzogen haben sollen. Das daraus eine Vereisung folgen würde, ist mehr als realistisch, ohne CO2 würde die Strahlungsbilanz der Erde afaik ~20°C niedriger liegen, wenn man dann noch die Albedo von soviel Eis berücksichtigt, hat man seinen Schneeball.
Afaik gibt es aber keine schlüssigen Daten aus den spekulierten Zeiträumen, die eine so starke Abnahme des CO2 belegen würden.

Ich spielte aber eher auf subglobale Strömungsänderungen ab, da haben die Kontinente natürlich massiven Einfluss. Die Antarktis wurde z.B. erst zu einem "polaren" Lebensraum, als die Landverbindung zu Südamerika unterbrochen wurde und sich die Zirkumpolarströmung ausbildete, die einen Zustrom von warmen Luftmassen bis über den Kontinent verhindert. Die Arktis ihrerseits hat ihre volle Vereisung afaik erst nach der Schließung der Landenge von Panama vor ein paar Millionen Jahren erreicht. (und bevor die Beringstraße einigermaßen eng wurde, war sie sogar n pazifisches Randmeer wie jedes andere, vermutlich ganz ohne Eis)

War ja klar, ich sage Algen, damit das jeder verstehen kann und du kommst mit Cyankram und Photosynthese bei Einzellern an. :ugly:
Typisch Studenten. :D

Hey - man muss halt unterscheiden. 99% von dem, was "Alge" heißt, ist irgend kleines Winzding, was in der Nähe der Meeresoberfläche vor sich hintreibt.
Das, was einigen Leuten den Strandurlaub verschandelt ist (meist Seegras und somit gar keine Alge, aber lassen wir das :ugly: ) sowohl was Arten als auch Photosyntheseleistung (d.h. Produktion von Sauerstoff und essbarem Material) angeht wortwörtlich eine Rand-Erscheinung. Denn nur ein winziger Teil der Ozeane ist so flach, dass es wachsen kann.

Jep, ich mag Wüsten und ob es nun 0,04% CO² sind oder 0,4% CO² sind, ist mir eigentlich egal. :schief:

Die Einzeller sorgen aber für die Versorgung der Atmosphäre mit O² und wenn man deren Grundlage zum Leben wegnimmt, dann kann es schon recht knapp werden.
Natürlich erholt sich die Erde von der Verschmutzung der Meere, aber hat der Mensch auch soviel Sitzfleisch wie die Evolution?

Hey: Ich sag nicht, dass wir die Meere nicht soweit verschmutzen können, das wir dran krepieren.
Ich sag nur, dass es um einiges unangenehmer wird, als wegen-Sauerstoff-Mangel-bewußtlos-werden. ;)

Mit der Größe der erbeuteten Qualle beeindrucke ich nur das Weibchen (schon wieder eine Evolutionssache). :D

Doch, kann mir vorstellen, dass das funktioniert.
Sowas auf den Grill zu schmeißen, das zeugt von guter physikalischer Kondition:
http://i179.photobucket.com/albums/w305/LePueppiLueLue/riesenqualle.jpg

Ich würde aber jetzt mal den Wasserdampf in der Atmosphäre im Auge behalten, denn der ist deutlich entscheidener zur Klimanderung.

Von dem redete ich ;)

Hmm, gibts denn jetzt noch andere, die eine Meinung dazu haben? :huh:
Sonst wird der Thread sehr langweilig und ein Moderator könnte den deshalb dicht machen. ;)

Wir überlassen es den Usern, langweilige Threads einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen.
Deswegen lieben wir langweilige Threads auch: Die machen keine Arbeit. Interessante Threads, vor allem die mit ATI, AMD, Intel oder Nvidia im Titel oder "die Regierung lügt" im Inhalt sind das Problem.

Vielleicht sollte man zu anderen Dingen des Klimawandels zurück kommen, Meeresströmungen sind nicht alles. Die CO² Geschichte ist ja auch noch nicht richtig beleuchtet worden.

Jup, wäre mal ein Ansatz. Die Geschichte mit dem Golfstrom kann man zwar auch mal aus der Welt diskutieren - aber insgeheim hoffe ich, dass hier noch Leute mit Interesse an den wirklich wichtigen Klimaelementen unterwegs sind.?
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Tun sie nicht (die weigern sich beharlich, mal sowas nützliches wie Prognosen zu erstellen, jammern rum, ihr Forschungsobjekt wäre zu komplex für sowas :ugly: ).

Dann erkläre doch bitte mal, wie man qualitative Aussagen in Prognosemodelle einarbeiten möchte. Quantitative Kenngrößen gibt es eigentlich nur in der Wahlforschung und der demographischen Entwicklung, sofern man letzteres überhaupt als ein Forschungsgebiet für die Politikwissenschaften betrachten möchte. Sicherlich kann man da auch aus politikwissenschaftlicher Sicht einiges zu sagen, aber ich nehme an, das geht alles nicht in eine Richtung, mit der Du irgendwas für ein Klimamodell anfangen kannst. Zumal Interessen und Fokus in beiden Bereichen sich zu großen Teilen entgegenstehen dürften.

Um das mal mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Wenn sich aus sinkendem Wohlstand (quantitativ) ein größerer Zuspruch (quantitativ) für extremistische (qualitativ) Parteien in Deutschland ableiten läßt, läßt sich noch lange nicht sagen, ob das (a) in einem anderen Land auch zwingend so sein muß, und (b) ob in einem beliebigen anderen Land die quantitativen Kenngrößen in demselben Verhältnis zueinander stehen müssen, damit dieselbe Folge eintritt. Natürlich wird das vermutlich so sein, aber die Unsicherheit wäre bei solchen Prognosen wahrscheinlich eher groß.

Du könntest natürlich für eine Prognose, wie sie Dir möglicherweise vorschwebt, die Rechnung aufmachen, daß (und das sollte eine Binsenweisheit sein, aber beweisen kann man es ja trotzdem mal) die Unterstützung für den Umweltschutz bei stagnierender oder rückläufiger Wirtschaftsleistung einbricht. Dann mußt Du gegenrechnen, inwiefern sich der verminderte Konsum wiederum in ökologischer Hinsicht positiv auswirkt. Eine solche Untersuchung durchzuführen ist allerdings kaum Aufgabe der Politologie, sondern viel eher der VWL. Gut, vorhandene Statistiken kann auch der Politologe vergleichen und ins Verhältnis setzen, aber um aus ihnen ein mathematisches Modell zur Berechnung irgendwelcher Folgen zu entwickeln hat er erstens nicht das Rüstzeug, zweitens liegt das vermutlich gar nicht in seinem Interesse.

Doch, kann mir vorstellen, dass das funktioniert.
Sowas auf den Grill zu schmeißen, das zeugt von guter physikalischer Kondition:
http://i179.photobucket.com/albums/w305/LePueppiLueLue/riesenqualle.jpg
Und einem großen Grill! :wow:
Mal ehrlich, ist das echt oder eine Trickaufnahme?
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Der Golfstrom reicht stellenweise bis zum Meeresgrund ;)

Jetzt hast du aber andere Quellen als ich.

Immerhin sind wir schon soweit, dass wissenschaftliche Einrichtungen bereit sind, extra zu zahlen, damit Artikel frei verfügbar werden.

Da kann man mal wieder sehen, dass Bildung doch ein erkauftes Gut ist. :(

Davon hab ich Ahnung, für Meteorologie hab ich nur n Buch gelesen ;)

Ich poste einfach so in Blaue hinein, da ich dieses Thema eigentlich immer sehr langweilig fand. ;)

Dem zu Folge sind aber die Ostwind-, Westwind- und Passatgürtel, die letztlich den Antrieb für die großen Meeresströmungen liefern, schon allein durch die Kugelform der Erde in Kombination mit einseitiger Einstrahlung durch die Sonne bestimmt. Ich denke, wenn sich daran mal was ändert, haben wir größere Probleme als Klimaerwärmung :ugly:

Wir habe dann ein größeres Problem, wenn die Kontinentalbewegung voranschreitet.
Der Atlantik wird irgendwann der größte Ozean werden (weiß grad nicht wie lange das noch dauert :ugly:).
Aber auch andere geologische Veränderungen führen zu Klimaveränderungen.
Wieviel Methangas ist in Nordkanada und Sibirien im Permanentfrostboden gefangen? Was passiert, wenn der auftaut?

Hmm - wie hoch ist die Hadleyzelle?

Wie hoch ist die Troposphäre?

Für meine Zwecke reichten mir bislang schematische Zeichnungen ohne Höhenangabe.

Höhenangaben finde ich schon immer wichtig.

Und weiter am Boden entlang in Antarktis, Pazifik,... - und was macht es dann?
Genau: Da bleiben. Was macht die nächste Fuhre dichten Wassers? Genau das gleiche, nur auf der ersten Schicht. Das Spielchen kannst du solange fortsetzen, bis du die untersten 3500m des Ozeans gefüllt hast und es bis dahin kein einziger Tropfen wieder an die Oberfläche gelangt, noch hat sich eine nenneswerte Umwälzbewegung in der Oberfläche gebildet.

Ich sehe das eben nicht so, das kalte Wasser aus den Polen fließt als Tiefenströmung wieder zurück zum Äquiator und erwärmt sich dort. Der Golfstrom befördert das Wasser wieder nach Nordamerika, neues Wasser muss ja nun nachfließen.
Kommt es allein aus der Südhalbkugel?
Nein, denn auch ein Teil kommt aus der Tiefe, denn der Untergrund des Atlantiks ist einer der aktivsten Vulkane auf der Erde.

Jup, sowas ließt man in populärwissenschaftlicher Literatur oft. Die Wissenschaftler beschäftigen sich tatsächlich intensiv mit den Schwankungen der nordatlantischen Strömung. Der Haken:
http://nat-meer.ifm-geomar.de/OzeanOnline/ozklim/NAO/bilder/indexrotblau.gif
Der NAO-Index zeigt nur eine minimale Veränderung, die im Vergleich zu den (un)regelmäßigen Schwankungen nur von geringer Bedeutung ist. Wissenschaftlich interessant - ja. Aber mit "Golfstrom fällt aus" hat das ganze nichts zu tun.

Als "Ausfall" will ich das auch nicht bezeichnen, aber man kann davon ausgehen, dass der Atlantikstrom in den nächsten 50 Jahren nicht mehr die Kraft hat wie jetzt.
Wobei wir wieder beim Klimamodell und der tatsächlichen, wissenschaftlichen Belegbarbeit dieser Vorhersagen sind. Solche gibts ja in alle Richtungen und meist pickt man sich nur die raus, die einem gerade in den Kram passen.
Aber "gesichert" ist meiner Meinung nach nichts.

Hier mal die Meeresoberflächentemperaturen im Nordatlantik (real links, Modell mitte). Die Skala ist in Kelvin/°C und nicht wirklich weit gestreckt ;)

Sehr interessantes Modell.

Erst zu Ende lesen, dann posten ;)

"Gramm pro Liter" ist schonmal komplett falsch - Bezugsgröße ist wenn dann Kilogramm. Genaugenommen meine ich aber *räusper*
“Gesamtmenge an gelösten Stoffe in g, die in 1 kg Meerwasser
vorhanden sind, wenn alles Karbonat in Oxyd und alles Bromid und
Iodid in Chlorid überführt ist und alle organische Substanz oxydiert
ist.”, bei 480°C 72h"
bzw., da das ein bißchen unpraktisch ist:
Einen aus Temperatur, Druck und relativer Leitfähigkeitsmessung errechneten Wert, der ziemlich genau identisch mit oberen Ergebnissen ist (aber eben keine Einheit mehr hat, da es sich nur um einen Vergleich zwischen der Leitfähigkeit eines Standards und der des Seewassers handelt)

Ich weiß, was du meinst, aber da ich zu faul war, alles ausführlich hinzuschreiben, hab ich die einfachere Version genommen, die den meisten Usern in diesem Thread reichen wird. :D
Dass du wieder ganz ausholen musst, war ja klar. ;)

Das ist so gesehen "falsch": Richtig ist, dass Wasser, welches sich bewegt, nicht gefroren ist - und Flüsse, die sich bewegen und vermischen, müssen erstmal vollständig runtergekühlt werden, was eher selten passiert.

Na ja, auch ein großer Fluss kann schon zufrieren, aber er erstarrt halt nicht so wie ein See und das wollte ich mit der "Wasserbewegung" aufzeigen.

Jein - durch Strömungen, um genau die es hier ja geht. Wärmeleitfähigkeit kannst du auf ozeanischen Größenskalen komplett vergessen, die Distanzen sind einfach zu groß. (So groß, dass das Wasser, das tatsächlich seine Reise quer unter dem Atlantik hindurch antritt im Kern immer noch die gleiche Temperatur hat, wenn es viele Jahrhunderte später in der Antarktis kurz vor der Oberfläche ist)

Na ja, im "Kern" ist wieder so eine Aussage, die man geteilt verstehen kann.
Großvolumig hast du natürlich recht, ich rede aber auch von örtlichen Schwankungen und dass Wasser recht wärmestabil ist, merkt man hier im Norden ja sowieso. In S-H haben wir deutlich weniger kalte Tage (und vorallem Nächte) als im Süden.
Gerade in England merkt man den Atlantikstrom, dort hab ich schon sehr warme Dezember gesehen.

Hmm. Was meinst du dann bzw. was versteh ich gerade nicht? Ich hab nämlich den Eindruck, dass du ~das gleiche sagst, wie ich.

Das ist es ja gerade, die Tiefenzirkulation, wie ich sie verstehe, ist noch nicht genau erforscht. Was natürlich auch problematisch ist, weil mans nicht so erforschen kann wie die Oberflächenströmung.
Wenn ich dich richtig verstehe, bleibt das Tiefseewasser immer in der Tiefsee und ein Wasseraustausch der Ozeane findet nur innerhalb der ersten, sagen wir mal 500 Meter statt. :huh:
Ich bin eben anderer Meinung, das Wasser wird auch in der Tiefsee getauscht, selbst in Gräben.

Tun sie nicht (die weigern sich beharlich, mal sowas nützliches wie Prognosen zu erstellen, jammern rum, ihr Forschungsobjekt wäre zu komplex für sowas :ugly: ). Aber wenn du die Klimaentwicklung der nächsten Jahrzehnte vorhersagen willst, dann macht es schon einen großen Unterschied, was die Politik für Entscheidungen trifft.

Jo, OK, aber dass die Politik immer sehr unklar mit den Formulierungen sind, trifft es ja nun mal. Außerdem werden solche politischen Entscheidungen gerne bis zur nächsten Legislaturperiode vertagt und danach noch mal vertagt und wieder.
Politiker wollen für derart komplexe Sachen nun mal nicht die Verantwortung übernehmen.

Die IPCC-Modelle für "jetzt" z.B. sagten im Schnitt eine niedrigere Temperatur vorraus, als gemessen wird. Aber nicht, weil sie falsch gerechnet haben, sondern weil sie den CO2-Ausstoß niedriger angesetzt haben.

Woher kamen denn die Anfangsdaten für CO²?
Sind das Schätzungen, die auf was beruhen, Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik?
Man sollte endlich mal Fakten sammeln und sie entsprechend präsentieren. :(

Da diskutieren die Geologen afaik noch (Mehrheit ist wohl dagegen), aber die Hypothese baut afaik chemischen Überlegungen auf, die der Athmosphäre massiv CO2 entzogen haben sollen. Das daraus eine Vereisung folgen würde, ist mehr als realistisch, ohne CO2 würde die Strahlungsbilanz der Erde afaik ~20°C niedriger liegen, wenn man dann noch die Albedo von soviel Eis berücksichtigt, hat man seinen Schneeball.
Afaik gibt es aber keine schlüssigen Daten aus den spekulierten Zeiträumen, die eine so starke Abnahme des CO2 belegen würden.

Derartiges ist eben reine Spekulation, daher lohnt es sich auch nicht, dafür einen Thread aufzumachen.
Erstens gibts keine sicheren Quellen für irgendwas (hab jedefalls keine guten gefunden) und zweitens sind wohl zu wenig User an sowas interessiert.

Ich spielte aber eher auf subglobale Strömungsänderungen ab, da haben die Kontinente natürlich massiven Einfluss. Die Antarktis wurde z.B. erst zu einem "polaren" Lebensraum, als die Landverbindung zu Südamerika unterbrochen wurde und sich die Zirkumpolarströmung ausbildete, die einen Zustrom von warmen Luftmassen bis über den Kontinent verhindert. Die Arktis ihrerseits hat ihre volle Vereisung afaik erst nach der Schließung der Landenge von Panama vor ein paar Millionen Jahren erreicht. (und bevor die Beringstraße einigermaßen eng wurde, war sie sogar n pazifisches Randmeer wie jedes andere, vermutlich ganz ohne Eis)

Tiefenbohrungen haben ja gezeigt, dass die Antarktis mal ganz woanders war und anhand des Names "Grönland", der ja "Grünland" bedeutet, müssen die ersten Siedler (wann war das nochmal?) eine grüne Insel vorgefunden haben.
Das ist ja das interessante an Kontinentalbewegung. Man kann zwar berechnen, wo die Landmassen mal waren und wo sie hingehen werden, aber wie sich klimatische Veränderungen ausdrückten, dazu bedarf es dann wieder Paläobiologen.
Geologen haben ja sooo viel Zeit. :D

Hey - man muss halt unterscheiden. 99% von dem, was "Alge" heißt, ist irgend kleines Winzding, was in der Nähe der Meeresoberfläche vor sich hintreibt.

Ich meine natürlich die Algen, die Photosynthese betreiben können. Allgemein als "Algen" bezeichnet.
Ein Versuch durch Einfachheit andere User zum Mitposten zu animieren.
Es gibt aber nette Moderatoren, die das gleich wieder unterbinden, vielen Dank dafür. ;)

Das, was einigen Leuten den Strandurlaub verschandelt ist (meist Seegras und somit gar keine Alge, aber lassen wir das :ugly: ) sowohl was Arten als auch Photosyntheseleistung (d.h. Produktion von Sauerstoff und essbarem Material) angeht wortwörtlich eine Rand-Erscheinung. Denn nur ein winziger Teil der Ozeane ist so flach, dass es wachsen kann.

Algen sind aber keine Pflanzen und daher auch nicht mit Seegras zu verwechseln. Ich rede von den eukaryotische,, pflanzenartigen Lebewesen. Die Cyanbakterien (man kennt sie als Blaualgen), wie du sie meinst, sind eine völlig andere Gruppe.

Hey: Ich sag nicht, dass wir die Meere nicht soweit verschmutzen können, das wir dran krepieren.
Ich sag nur, dass es um einiges unangenehmer wird, als wegen-Sauerstoff-Mangel-bewußtlos-werden. ;)

Weiß nicht, ich brauche kein Meer, mir reicht ein Swimmingpool. :D

Doch, kann mir vorstellen, dass das funktioniert.
Sowas auf den Grill zu schmeißen, das zeugt von guter physikalischer Kondition:
http://i179.photobucket.com/albums/w305/LePueppiLueLue/riesenqualle.jpg

Jaa, jaaa, genau, hatte ich letztens an der Angel gehabt, aber dann ist mir das aufgefallen und ich hatte keinen Hunger mehr.
http://www.esys.org/news/msc_ilona.jpg

Von dem redete ich ;)

Kam mir nicht so vor, aber 24 Milliarden Menschen stoßen auch eine Menge Wasserdampf aus und 36 Milliarden Kühe für deren Ernährung stoßen eine Menge Methan aus. ;)

Wir überlassen es den Usern, langweilige Threads einfach in der Versenkung verschwinden zu lassen.
Deswegen lieben wir langweilige Threads auch: Die machen keine Arbeit. Interessante Threads, vor allem die mit ATI, AMD, Intel oder Nvidia im Titel oder "die Regierung lügt" im Inhalt sind das Problem.

"Die Regierung erzählt nicht alles", könnte man auch mal machen.
Jung kann davon ein Lied singen. :ugly:

Jup, wäre mal ein Ansatz. Die Geschichte mit dem Golfstrom kann man zwar auch mal aus der Welt diskutieren - aber insgeheim hoffe ich, dass hier noch Leute mit Interesse an den wirklich wichtigen Klimaelementen unterwegs sind.?

Wir könnten mal Supervulkane ins Spiel bringen, wie die das Klima verändern können oder woher der ganze Strom für die Elektroautos herkommen soll.
Wie wirkt sich die steigende Weltbevölkerung und deswegen auch die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln auf das Klima aus?
Monokulturen, Gentechnik oder was auch immer.

Mal ehrlich, ist das echt oder eine Trickaufnahme?

Solche Quallen gibt es. :D
Man ahnt auch gar nicht, welches das größte Lebewesen auf der Erde ist. ;)
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Jo, Pilze sind die größten Lebewesen.
Das, was man vom Pilz sieht, ist nur sein Fruchtkörper, also das Geschlechtsteil, nur das essen wir.
Echt ekelig, wenn man so drüber nachdenkt. :D
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Es geht. Wir stellen uns ja auch Blumen in die Vase und die Blüten sind soch eigentlich auch nur die Geschlechtsteile von Pflanzen, wenn man so will.
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Es geht. Wir stellen uns ja auch Blumen in die Vase und die Blüten sind soch eigentlich auch nur die Geschlechtsteile von Pflanzen, wenn man so will.

Nein, nicht ganz, dazu musst du genauer definieren. Gebraucht wird das Fruchtblatt und der Fruchtknoten.
Außerdem musst du auch noch Nacktsamer unterscheiden (hmmm, klingt gut, mache ich auch so, außer ich habe meine Cowboystiefel noch an :D :devil:).
Palmen sind Nacktsamer, Nadelhölzer auch.
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

Uh. So genau wollte ich's gar nicht wissen. Und, lieber Gott, bitte mach, daß die Bilder weggehen! :heul:
 
AW: Klimawandel/Klimakatastrophe, wie denkt ihr über die Zukunft unseres Planeten?

@quantenslipstream: Sorry wegen dem Post - hab versehentlich zwischendurch auf "antworten" geklickt, als ich nicht mal halb durch war :(


Dann erkläre doch bitte mal, wie man qualitative Aussagen in Prognosemodelle einarbeiten möchte. Quantitative Kenngrößen gibt es eigentlich nur in der Wahlforschung und der demographischen Entwicklung, sofern man letzteres überhaupt als ein Forschungsgebiet für die Politikwissenschaften betrachten möchte.

Nun lass mich doch mal n paar schlechte Scherze über Sozialwissenschaftler machen ;)

Natürlich reichen deren Erkenntnisse nicht annähernd für politische Vorsagen aus - bzw.: eindeutige Erkenntnisse, zu denen niemand eine andere Meinung hat, sind sowieso nicht gerade die Regel.

Und einem großen Grill! :wow:
Mal ehrlich, ist das echt oder eine Trickaufnahme?

Ich weiß nicht, ob das spezifische Bild verfälscht - aber mir sind auch in wissenschaftlichen Texten erwähnte Berichte von Quallen mit bis zu 6m Schirmdurchmesser begegnet (auch wenn ich mich gerade nicht erinnern kann, ob es auch wissenschaftlich gesicherte Funde gibt). Wikipedia ist mit >2m, >200kg auf alle Fälle am untersten Ende der mir bekannten Rekordangaben.

Jetzt hast du aber andere Quellen als ich.

Zum Glück lässt sich das beim Golfstrom ein bißchen leichter ändern ;)
Aber vermutlich ist es gar nicht nötig: Selbst Wikipedia spricht von 800m-1200m Tiefe. Man muss nur daran denke, noch eine zweite Quelle zur Hilfe zu nehmen - eine Tiefenkarte. Der Nordamerikanische Kontinentalschelf ist nämlich eben diese 800-1200m tief und bis Kap Hatteras strömt der Golfstrom darüber. Die Bodenreibung ist sogar eine wichtige Komponente, um seine Existenz (bzw. Art der Ausprägung -schmal und schnell-) überhaupt erklären zu können.
Hier noch ein Schnitt durch die Floridastraße:
http://sam.ucsd.edu/sio210/gifimages/A05_CTDSAL.gif
Ist zwar nicht der Golfstrom selbst, sondern der Floridastrom - aber der ist genauso eine (indirekt) windgetriebene Strömung und wie man auf dem Bild sehr schön sehen kann, reicht die salzige Wassermasse, die er darstellt, fast bis ganz nach unten.


(andere Quellen, die ihre Abbildungen leider nicht online haben, zeigen aber auch vor den Great Banks in über 4000m Tiefe noch eine klare nordwärtige Strömung. Addiert fließt im 0-1000m Bereich zwar rund 70% und weitere 15% sind zwischen 1000 und 2000m, aber das darunter ist zusammen immer noch stärker, als die gesamte südwärtige Tiefenströmung, die aus dem Nordatlantik bis in subantarktische Gebiete gelangt)

Aber auch andere geologische Veränderungen führen zu Klimaveränderungen.
Wieviel Methangas ist in Nordkanada und Sibirien im Permanentfrostboden gefangen? Was passiert, wenn der auftaut?

Schonmal was von "tippingpoint" gehört? ;) :-_-: :( :( :(
Es gibt Gegenden in Sibierien, da schlägst du n Loch in die Oberflächliche Eiskruste und kannst das anzünden, was darunter hervorströmt...

Wie hoch ist die Troposphäre?
Wiki sagt: 18km in Äquatornähe :ugly:

Höhenangaben finde ich schon immer wichtig.

Hmm - mich interessiert das ganze nur als Antrieb für den Ozean. Da ist es wichtig zu wissen, wie der Wind an der Oberfläche weht und was für eine Mechanik dahintersteckt. Ob sich diese Mechanik aber nun über 18m oder 18km erstreckt, ist eigentlich ziemlich wurscht fürs Verständniss, Hauptsache es funktioniert.
(d.h.: wenn Windmessungen machen will, sollten es vielleicht wenigsten 180m sein, sonst muss man die Schiffe ja flacher bauen :ugly: )

Ich sehe das eben nicht so, das kalte Wasser aus den Polen fließt als Tiefenströmung wieder zurück zum Äquiator und erwärmt sich dort. Der Golfstrom befördert das Wasser wieder nach Nordamerika, neues Wasser muss ja nun nachfließen.
Kommt es allein aus der Südhalbkugel?

Nö. Das meiste kommt aus dem nördlichen Äquatorialstrom, der hat es aus dem Kanarenstrom, der hat es aus dem nordatlantischen Strom (einige Autoren schieben noch z.B. Madeira ein) und der hats aus dem Golfstrom.
Das nennt man dann Kreislauf ;)

Nein, denn auch ein Teil kommt aus der Tiefe, denn der Untergrund des Atlantiks ist einer der aktivsten Vulkane auf der Erde.

Hmm - wüsste nicht, dass der mittelatlantische Rücken soviel aktiver ist, als andere Spreizungszonen. Aber selbst wenn: Was groß für Vulkane ist, ist nichts für den Ozean als ganzes. Wir reden hier von Prozessen, die auf 100.000den von Quadratkilometern Fläche ablaufen - wie soll das ein Vulkan erreichen, dessen spürbare Wirkung sich auf einen Umkreis von ein paar 100m erstreckt?
Vulkanismus&geothermale Prozesse sind für ein paar seltene Elemente und als Tracer, aber sie beeinflussen nicht ganze Wassermassen, nicht mal annähernd. (oder ist dir auf Oberflächentemperaturkarten schonmal ein leuchtend roter Fleck namens "Island" aufgefallen? ;) )


Als "Ausfall" will ich das auch nicht bezeichnen, aber man kann davon ausgehen, dass der Atlantikstrom in den nächsten 50 Jahren nicht mehr die Kraft hat wie jetzt.
Wobei wir wieder beim Klimamodell und der tatsächlichen, wissenschaftlichen Belegbarbeit dieser Vorhersagen sind. Solche gibts ja in alle Richtungen und meist pickt man sich nur die raus, die einem gerade in den Kram passen.
Aber "gesichert" ist meiner Meinung nach nichts.

Nun, dass es zu einer Verringerung der Tiefenwasserbildung und damit der nordatlantischen Strömung kommen kann, das stimmt sicherlich. Und wie erwähnt: Die Forschung daran, wie groß die ausfallen könnte, läuft sehr intensiv.
Mir ging es nur darum, klarzustellen, dass das nicht das Ende des Golfstroms als Teil des nordatlantischen Gyre darstellt (wie einem einige Medien weißmachen wollen), sondern eher ein kleine Unpässlichkeit. Sicherlich wichtig Skandinavien, deren Abzweigung eben am stärksten betroffen und ohnehin schon klein ist, aber nicht für z.B. Portugal, deren Strömungsteil 10-20 mal größer ist und der in überhaupt keinem Zusammenhang damit steht.



Sehr interessantes Modell.

Ich weiß, was du meinst, aber da ich zu faul war, alles ausführlich hinzuschreiben, hab ich die einfachere Version genommen, die den meisten Usern in diesem Thread reichen wird. :D
Dass du wieder ganz ausholen musst, war ja klar. ;)

Hey - wenn ich schon wochenlang über dem Scheiß gebrütet habe, dann kann ich auch nochmal kurz die Präsentation öffnen und ein paar Absätze kopieren ;)

Na ja, auch ein großer Fluss kann schon zufrieren, aber er erstarrt halt nicht so wie ein See und das wollte ich mit der "Wasserbewegung" aufzeigen.

Und genau dem wollte ich wiedersprechen ;)
In Flüssen und Seen greifen genau die gleichen Mechanismen und wenn das Wasser unter 0°C kommt, gefriert ist - Bewegung hin oder her. Und wenn Wasser hart wird und auf z.B. das Ufer trifft, dann steht alles.
Der Trick ist aber eben, das die Oberfläche von Flüssen aufgrund der Bewegung so schnell nicht auf 0°C kommt, weil der Wärmeaustausch z.B. mit dem Boden wesentlich besser funktioniert. (Und selbst wenn die Oberfläche mal friert, neigen die Menschen dazu, dass eher als lokales Ereigniss abzutun - schließlich ist ein Fluss lang. Kann der See aber nichts dafür, dass er kurz ist ;) )


Na ja, im "Kern" ist wieder so eine Aussage, die man geteilt verstehen kann.

Sagen wir es so: Der Bereich mit einer Temperatur von 2,5-3°C ist bei 40°N 500m dick und bei 0° ist er es immer noch. Südlich davon wird es witzlos, sich die Temperatur anzugucken, weil die 500m darüberliegende Wasserschicht dann nicht mehr 10°C warmes nordatlanitsches, sondern 2,5-3°C warmes (aber süßeres) Wasser anatarktischem Ursprunges ist und es somit gar keine Wärmeleitung mehr geben kann.

Großvolumig hast du natürlich recht, ich rede aber auch von örtlichen Schwankungen

In der Tiefsee gibt es auf physikalsicher Ebene eben kaum so etwas wie "örtlich". Abgesehen von ein paar Vulkanen ist das ein extrem einheitlicher Wasserkörper. Im gesamten Atlantik zwischen 40°S und 60°N ist die Schicht, die 2-3°C warm ist, nie dünner als 2000m. Da hat man nichtmal eben einen Warmwasserflecken auf der Oberfläche.

und dass Wasser recht wärmestabil ist, merkt man hier im Norden ja sowieso. In S-H haben wir deutlich weniger kalte Tage (und vorallem Nächte) als im Süden.
Ohja... Leider merkt man auch, dass Wasser verdunsten und später wieder kondensieren kann :(


Das ist es ja gerade, die Tiefenzirkulation, wie ich sie verstehe, ist noch nicht genau erforscht. Was natürlich auch problematisch ist, weil mans nicht so erforschen kann wie die Oberflächenströmung.

Hmmm - die Methoden, die man heute (bzw. ~die letzten 20Jahre) für die Tiefenströmungen verwendet, befolgen genau das gleiche Prinzip wie diejenigen, mit denen man bis weit in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts die Oberfläche untersucht hat:
reinschmeißen, treiben (&messen) lassen, auswerten was wann wo war.

Wenn ich dich richtig verstehe, bleibt das Tiefseewasser immer in der Tiefsee und ein Wasseraustausch der Ozeane findet nur innerhalb der ersten, sagen wir mal 500 Meter statt. :huh:
Ich bin eben anderer Meinung, das Wasser wird auch in der Tiefsee getauscht, selbst in Gräben.

Jein.
Natürlich wird das ausgetauscht - aber der Grund dafür sind nicht Dichteänderungen. Denn das Wasser hat in der Tiefe einfach keine Möglichkeit, seine Dichte großartig zu ändern. Das geht nur im Austausch mit der Athmosphäre gut.
Aber die von Winden ausgelösten Störmungen im Ozean sind stark genug, um auch das Tiefenwasser mit umzurühren - nicht stark (im Vergleich), aber es bewegt sich doch.
(wie wenig kann man z.B. daran erkennen, dass sich Gebiete, in denen Tiefenwasser aufsteigt, sehr gut an Sauerstoffmessungen erkennen lassen. Obwohl in der Tiefsee vergleichsweise wenig los ist, braucht das Wasser solange, um einmal komplett umgerührt zu werden, dass ein nenneswerter Teil des Sauerstoffes, den es mal an der Oberfläche aufgenommen hat, verbraucht ist.)

Woher kamen denn die Anfangsdaten für CO²?
Sind das Schätzungen, die auf was beruhen, Wirtschaft, Wissenschaft oder Politik?
Man sollte endlich mal Fakten sammeln und sie entsprechend präsentieren. :(

Macht man doch: IPCC - Intergovernmental Panel on Climate Change ;)
Die Details zu den CO2-Szenarien kenne ich auch nicht, aber sie laufen letzlich auf Abschätungen hinaus, wie sich die einzelnen Prozesse, über die der Mensch CO2 freisetzt, entwickeln.
Wie man das im einzelnen Abschätzt, weiß ich auch nicht genau - ich weiß nur, dass man extrem schlecht darin ist, zu kommunizieren, was man eigentlich abschätzt. (z.B. ist das "worst case" szenario, dass man in Erwärmungsprognosen normalerweise steil nach oben aus der Grafik verschwinden sieht, nicht ein "das schlimmste, was mir machen könnten" - sondern basiert auf der Annahme, dass sich die Emissionen genau so weiterentwickeln, wie sie das in den letzten Jahr(zehnt)en gemacht haben. Die beängstigend Ansteigende Linie in der Mitte ist bereits das, was man erwartet, wenn die Klimaschutzmaßnahmen in dem Maße umgesetzt werden, wie angekündigt. Und das immer-noch-nicht-so-tolle Lienchen ganz unten, das typischerweise 0,5-1°C vorhersagt ist nicht etwas maximaler Klimaschutz - sondern gar nichts. 0 CO2. Ab Morgen)

Tiefenbohrungen haben ja gezeigt, dass die Antarktis mal ganz woanders war und anhand des Names "Grönland", der ja "Grünland" bedeutet, müssen die ersten Siedler (wann war das nochmal?) eine grüne Insel vorgefunden haben.

Das war wärend der mittelalterlichen Warmzeit (die mit Kontinentalverschiebung mal rein gar nichts zu tun hat) so 800-1200AD, als der Name geprägt wurde. (Ureinwohner gabs da schon länger)
Die Antarktis dagegen ist spätestens vor 60 Millionen Jahren in Pollage angekommen, dürfte aber schon seit 100 Millionen Jahren zumindest teilweise bis an den geographischen Südpol gelangt haben - aber damals hing sie eben noch mit Australien zusammen und warme Strömungen reichten deutlich weiter nach Süden. Echt polar ist sie, wie gesagt, erst vor 26Millionen Jahren geworden, als sich die letzten Bindungen zu nördlicheren Kontinenten lösten.

Ich meine natürlich die Algen, die Photosynthese betreiben können. Allgemein als "Algen" bezeichnet.

Alles, was als Alge bezeichnet wird, kann Photosynthese betreiben ;)
(Afaik - ich bin kein Experte für Trivialnahmen, aber mir ist noch kein Gegenbeispiel begegnet. Auf alle Fälle können es die Mikroorganismen, von denen ich rede)

Algen sind aber keine Pflanzen und daher auch nicht mit Seegras zu verwechseln. Ich rede von den eukaryotische,, pflanzenartigen Lebewesen. Die Cyanbakterien (man kennt sie als Blaualgen), wie du sie meinst, sind eine völlig andere Gruppe.

Eben wolltest du User anlocken, jetzt steigst du in die Tiefen der Systematik hinab :ugly:
Tatsächlich geht hier (d.h. bei der O2-Produktion im Meer) um Organismen, bei denen der Begriff "Pflanze" zu unpräzise wird. Im Extremfall (Foraminiferen) ernährt sich die Mehrheit brav von CO2 und Sonnenleicht - aber der böse Stiefbruder verdaut mit etwas Zufall auf einmal ne frisch geschlüpfte Krebslave. (als Einzeller. soviel zur Nahrungskette und "hochentwickelte gehören an die Spitze" :wow: )

Wir könnten mal Supervulkane ins Spiel bringen, wie die das Klima verändern können oder woher der ganze Strom für die Elektroautos herkommen soll.

K.
Elektroautos sind sowieso mein Hassfeind.
Die Brennstoffzelle war ja schon schlimm, was Greenwashing angeht. Aber jetzt polieren die Autokonzerne ihr Image nicht nur mit Techniken auf, die es den Deutschen ermöglichen, auch auf der Autobahn Braunkohle zu verheizen, nein sie nehmen auch Techniken dafür, die das Fahrzeuggewicht noch weiter steigern und damit den Gesamtenergiebedarf noch weiter steigern.
Und sie verlangen auch noch von der Politik, dass sie ihnen die Infrastruktur und Forschung dafür bezahlt.
UND die macht das auch noch.
*runde kotzen geh*

Wie wirkt sich die steigende Weltbevölkerung und deswegen auch die steigende Nachfrage nach Nahrungsmitteln auf das Klima aus?

Ich sags mal so:
Wenn man die (eigentlich akzeptierten) Daten von globalfootprint zur Hand nimmt, kann dieser Planet ca. 1,5 Milliarden Menschen den Lebensstandard bieten, den wir in Deutschland haben. Wenn auch noch n bissl Natur überleben soll und wir Sicherheitsreserven haben wollen (und die resultierenden größeren Entfernungen berücksichtigen) eher 0,5-1 Milliarde.

Packt man statt dessen 7-8-10-15 Milliarden Menschen drauf, gibt es genau zwei Möglichkeiten:
a) Die Ökosphäre geht vor die Hunde
b) Die leben alle im Schnitt auf 10-20% des Lebensstandards, den ein Deutscher hat.

Imho ist b) so utopisch, dass im Vergleich dazu Kommunismus ein real existierendes Phänomen ist.

Monokulturen, Gentechnik oder was auch immer.

Gentechnik wär n Thema für sich...
Wird dem Klima direkt vermutlich nichts tun, außer die Leistungsfähigkeit der Natur durch die selbstständige, unaufhaltsame Zerstörung von Ökosystemen noch weiter zu reduzieren.



Jo, Pilze sind die größten Lebewesen.
Das, was man vom Pilz sieht, ist nur sein Fruchtkörper, also das Geschlechtsteil, nur das essen wir.
Echt ekelig, wenn man so drüber nachdenkt. :D

Die Geschlechtsteile sind mikroskopisch, der "Pilz" ist eher Obst.
Aber ich frag mich sowieso immer, ob solche Angaben den Begriff "ein Lebewesen" nicht etwas überstrapazieren.

Nein, nicht ganz, dazu musst du genauer definieren. Gebraucht wird das Fruchtblatt und der Fruchtknoten.
Außerdem musst du auch noch Nacktsamer unterscheiden (hmmm, klingt gut, mache ich auch so, außer ich habe meine Cowboystiefel noch an :D :devil:).
Palmen sind Nacktsamer, Nadelhölzer auch.

Palmen und Nadelhölzer stellt man sich aber eher selten in die Vase ;)

okay, vielleicht hätte ich das erst in 6 Monaten schreiben sollen
 
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