Einen um 30% höheren Anteil an CO2. Die 300ppm haben dafür gesorgt, dass genau so viel Energie auf der Erde "eingeschlossen" bleibt, dass sich das System in der Balance befindet.
30% mehr sorgen dafür, dass die Balance gestört ist.
Ich kann gar nicht verstehen, wo Dein Problem damit ist.
Du denkst immer noch, dass 100ppm so wenig seien, dass sie keinen Unterschied machen. Du hast aber kein Problem damit zu akzeptieren, dass die 200-300ppm, die wir seit Jahr-zigtausenden in der Luft haben, erst ermöglichen, dass wir angenehme Klima haben, das eben seit all dieser Zeit existiert.
Mein Problem ist, dass es sich bei dem Wärmehaushalt unseres Planeten um ein sehr komplexes, sowie multi-variables System handelt, in der Debatte darüber aber ausschließlich eine einzige(!) Größe herangezogen wird um die aktuell ungewünschte Veränderung zu deuten.
Ein paar Faktoren, welche eine Rolle spielen, wenn es um die Temperierung unserer Erde geht:
- Die Sonne/Sonnenaktivität - Ohne Strahlungseintrag wäre es recht kühl an der Oberfläche.
- Der Wasserdampf - Ohne Wolken/Wassertröpfchen/Eiskristalle in den atmosphärischen Schichten wäre der Wärmehaushalt völlig unmöglich.
- Die Ozeane - Vorrangig ein großer Puffer, wenn es um Energieeintrag und Rekuperation von latenter Wärme in das System geht, zudem die Grundlage für die Wolkenschicht.
- Die Landmasse - Noch ein Puffer, welcher Wärme aufnimmt/abstrahlt.
- Die Eis/Schneemasse - Ein großer Reflektor für einen großen Bereich des eingehenden Spektrums.
Sämtliche dieser Einflüsse sind stetigem Wandel ausgesetzt.
Aufgrund dieses Wandels kann man aus diesen Einflüssen keinen stabilen Zustand ableiten, welcher eine absolute Größe im Gesamtsystem darstellt. Wenn man eine Balance in einem System halten möchte, und meint, dass diese Balance durch einen sehr überschaubaren Einflussfaktor aus der Bahn geworfen werden kann, ist es unumgänglich, dass alle anderen Einflüsse voll-stabil sind.
Durch den immensen Unterschied in der Tragkraft zwischen Wasserdampf- und CO2-Gehalt reicht bereits eine kleine Schwankung des atmosphärischen Wassergehalts um den Einfluss des CO2-Vorkommens abzuschatten.
Wenn die Erde immer den absolut gleichen Abstand zur Sonne hätte und die Ozeane immer exakt gleich viel Wasser halten und die Atmosphäre immer exakt gleich bewölkt ist und die Sonne immer exakt den gleichen Energieeintrag erbrächte und die Eis/Schnee/Landmassen immer exakt den gleichen Rest-Puffer darstellen würden und die einzige Variable in diesem System das CO2 wäre und sich abseits vom CO2-Gehalt in der Umgebungsluft sonst absolut gar nichts anderes verändern würde - Dann könnte man bei jedem PPM mehr an CO2 völlig einwandfrei die Korrelation zwischen Temperatur und Konzentration feststellen.
Aber so, wie der Rest des Systems ebenso ständigen Schwankungen ausgesetzt ist, ist es ganz besonders schwierig, einen so kleinen Restteil des Systems als alleinige Einflussgröße zu isolieren.
Das ist auch der Grund, weshalb der anthropogene Einfluss-Teil von CO2 auf die Temperatur bis jetzt hauptsächlich theoretisch abgehandelt, und nicht mit einem experimentellen Nachweis restlos belegt wurde. Es ist wahrscheinlich, dass die Theorie eine Stimmigkeit in sich hat, aber ohne Beweis kann auch ein Gegenteil der Fall sein. Bloß weil sehr viele Leute von einem Glauben überzeugt sind, heißt das leider nicht, dass man damit richtig liegt. Im Laufe der Zeit gab es schon viele populäre Theorien, welche sich als völlig haltlos herausgestellt haben, weil der experimentelle Beweis nicht erbracht werden konnte oder ein Gegenteil belegte.
Ich lasse mich daher gerne vom Gegenteil überzeugen:
Ein Paper, in welchen ein valider Versuchsaufbau beschrieben ist, saubere Messergebnisse festgehalten und die Erkenntnisse einwandfrei reproduzierbar sind, ist mir bis jetzt noch nicht untergekommen.
Der Effekt, den CO2 in der Luft hat, ist nun wirklich ausreichend durch Experimente belegt. Du willst die nur nicht wahrhaben.
Man kann es so gar recht einfach daheim nachvollziehen:
www.pindactica.de
Hast du den dargestellten Versuch schon einmal selber durchgeführt?
Weißt du, welche Eigenschaft des Gases bei diesem Versuch betrachtet wird?
Ausschlaggebend in dieser Auseinandersetzung ist, ob CO2 in relevantem Maße eine IR-Absorbtion mit anschließendem Wärmetausch an die Umgebung durchführt. Das eine Absorbtion stattfindet steht außer Frage, interessant ist, ob die Effektgröße reicht um die restlichen Einflüsse übertünchen zu können. Daher beantwortet dieser Aufbau nicht die eigentliche Frage, inwiefern eine CO2-Steigerung von 30% Auswirkungen auf den Gesamteintrag nimmt.
Das IR-Band welches von CO2 abgehandelt wird, ist eher schmal, im Vergleich zu Effekten welche aus der spezifischen Wärmekapazität heraus entstehen.
Wenn man die Salatschüssel jeweils mit Helium, Stickstoff, Sauerstoff, CO2 und Argon flutet - welche Ergebnisse würdest du dann bei den jeweiligen Auswertungen erwarten?
@Da_Obst :
Also, eine Grafik sagt evtl. viel mehr als alle Worte:
Anhang anzeigen 1464697
Je mehr du an Treibhausgasen in der Atmosphäre hast, um so blöder für uns Bodenkriecher.
Endresultat = Venus

Da noch mehr Wolken künstlich auszubilden wäre - äh - selbstmörderisch...
Die Theorie ist gemeinhin bekannt.
Dass es bei Methan, Stickoxid und Kohlendioxid zu einer gewissen IR-Absorbtion und Wärmeabstrahlung kommt steht außer Frage.
Die eigentliche Frage ist, inwieweit dieser Effekt Ausmaße annimmt, welche imstande sind, unsere Erde substanziell zu erwärmen. Der Nachweis zu einem anthropogenen Einfluss ist bisher nicht endgültig erbracht, sämtliche Streitpunkte sind vorrangig theoretischer Natur.
Wir sind im Übrigen jetzt bei ca. 415 ppm, vorindustriell ca. 180-200 ppm und Hocheiszeit bei ca. 0-100 ppm.
Jede kleinere Verändung kann lustig sein, wenn jemand einen Schneeball wie vor paar hundert Mio. Jahren wieder haben will oder eine dörre Wüste wie es sie auch schon global gab.
Wir Menschen sind aber Generation Eiszeit mit quasi 0ppm.
Wer uns nicht mag, muss die ppm Zahl nur in Richtung 600-1000 schieben und ist uns endgültig los.
Kannst du das belegen?
Gibt es einen experimentellen, reproduzierbaren Nachweis, der diese Annahme decken kann?
Nö. Du betrachtest lediglich die Strahlung der Sonne.
Diese wird zu ca. 30% reflektiert, 20% werden in der Atmosphäre absorbiert, sprich heizen diese auf der Rest erreicht den Planeten und erwärmt diesen. Der Anteil an langwelligen IR in der Sonnenstrahlung ist recht gering im Gegensatz zu der kurzwelligeren Strahlung.
Hier wird nun die Sonnenstrahlung UV/Sichtbares Licht in IR Strahlung sprich Wärmestrahlung umgewandelt.
Diese von der Erde reflektierten langweligen IR Strahlung wird im Gegensatz zur kurzweligen UV Strahlung der Sonne sehr gut in der Atmosphäre absorbiert.
Durch eine Erhöhung der Gase welche das IR absorbieren verbleibt die Wärme in der selbigen.
Deine Zahlen sind nett aber nicht stimmig.
Wieso sind meine Zahlen nicht stimmig?
[...]
Ich weiß nicht, wer eure Hohheit ist. Aber in der Naturwissenschaft ist eine Theorie, die sich nicht voll umfänglich belegen lässt, weil Experimente dieser Art praktisch nicht möglich sind, die aber alle Beobachtungen erklärt, mit das beste, was man haben kann. Die gesamte Geo- und Astrophysik samt -nomie, alle Paläo-Wissenschaften, weite Teile der Teilchenphysik, ein erstaunlicher Teil der Biologie und außerhalb der Naturwissenschaften natürlich auch große Teile der Medizin, beruhen auf solchen Theorien. Eigentlich sind nur die Chemiker und ein kleiner Teil der in Alltagsdimensionen arbeitenden Physiker in der Lage, sich einzig auf experimentelle Belege zu stützen. Der Rest nimmt auch oder überwiegend Beobachtungen.
[...]
Ich kürze das mal ab weil das geklärt werden muss, bevor man über den Rest weiterschreibt.
Also, wir haben beim anthropogenen Klimawandel ein vorrangig physikalisches Phänomen, welches solch drastische Ausmaße annehmen soll, dass unsereins auf täglicher Basis damit spürbar konfrontiert werden soll.
Durch den menschengemachten CO2-Anteil in der Umgebungsluft kommen 100PPM+ CO2 dazu, welche bei einer Strahlungs-Eingangsleistung von ~1200W/m² für einen, um 0,5W erhöhten Wärmeabtrag sorgen.
Das ist keine Fragestellung aus der theoretischen Physik in welcher man ausschließlich durch Ausschluss zu einer validen Erklärung kommen kann.
Also möchte ich jetzt das Experiment sehen, welches einwandfrei nachweisen kann, dass der zusätzliche Wärmeeintrag durch den "CO2-Überschuss" dafür sorgt, dass der Wärmehaushalt unseres Planeten in eine Richtung kippt, für eine fortwährende Erhitzung sorgt und nicht mehr ausgeglichen werden kann.
Ich will den Versuchsaufbau sehen, ich will die Messwerte sehen und ich will die eindeutige Klärung haben, dass der zusätzliche Energieeintrag die angegebenen Effekte erbringt.
Solange dieser Nachweis nicht erbracht ist erübrigt sich jedwede weitere Diskussion.
Wenn du es nicht nachweisen kannst, oder nicht in der Lage bist diesen Nachweis zu zeigen, dann würde ich empfehlen die eigenen Standpunkte mal ordentlich zu überdenken.
Wenn du mir diesen Nachweis hier vollumfänglich darlegen kannst, dann revidiere ich sämtliche meiner bisherigen Aussagen.