Ist der Strafvollzug in Deutschland noch zeitgemäß?

Der hat über 3 Jahre bekommen. Musste sich einer schweren OP unterziehen und war oder ist wohl kurzzeitig zu Hause. Und meinte dann aber noch dazu:
Wiederholungstäter...
Hatte schon mal 1994 Steuern hinterzogen und kam mit Bewährung und 250.000 DM Strafe davon.
Er hat zw. 2009 und 2015 2,3 Mio. € Steuern hinterzogen.
Ist jetzt erneut angeklagt, Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung, Betrug, Subventionsbetrug.
Er hat Arbeitsentgelt in mehreren hundert Fällen vorenthalten, sprich Lohn nicht bezahlt und veruntreut.
Was würdest du machen, wenn du Monate lang ist seiner Küche arbeitest und am Ende keinen einzigen cent bekommst, während er auf Malle eine Party nach der andern schmeisst - mit deinem Lohn?

Der hat gnädig wenig bekommen, echt jetzt.
 
Wiederholungstäter...
Hatte schon mal 1994 Steuern hinterzogen und kam mit Bewährung und 250.000 DM Strafe davon.
Er hat zw. 2009 und 2015 2,3 Mio. € Steuern hinterzogen.
Ist jetzt erneut angeklagt, Insolvenzverschleppung, Steuerhinterziehung, Betrug, Subventionsbetrug.
Er hat Arbeitsentgelt in mehreren hundert Fällen vorenthalten, sprich Lohn nicht bezahlt und veruntreut.
Was würdest du machen, wenn du Monate lang ist seiner Küche arbeitest und am Ende keinen einzigen cent bekommst, während er auf Malle eine Party nach der andern schmeisst - mit deinem Lohn?

Der hat gnädig wenig bekommen, echt jetzt.
Mir tut er nur leid. Er bereut zutiefst was er getan hat.
 
Der hatte eine schwere OP.
Na und?
Wo ist das Bedauern für über 100 ArbeiterInnen, denn bis zu 6 Monaten für ihre Arbeit kein Lohn gezahlt worden ist.
Die Branche beschäftigt eh nur mit geringen Löhnen, da hängen ganze Existenzen/Familien davon ab.
Während die nicht mehr wussten, wie sie die Miete für ihr Loch bezahlen sollen oder was sie überhaupt essen sollen hat der Typ an einem einzigen Abend für fast 100.000 € Schampus geköpft und mit seinen Kumpels versoffen.
Kein Wunder, das der dann ins Krankenhaus muss.
Da bin ich beim @Threshold : 20 Jahre wäre OK
 
Na und?
Wo ist das Bedauern für über 100 ArbeiterInnen, denn bis zu 6 Monaten für ihre Arbeit kein Lohn gezahlt worden ist.
Die Branche beschäftigt eh nur mit geringen Löhnen, da hängen ganze Existenzen/Familien davon ab.
Während die nicht mehr wussten, wie sie die Miete für ihr Loch bezahlen sollen oder was sie überhaupt essen sollen hat der Typ an einem einzigen Abend für fast 100.000 € Schampus geköpft und mit seinen Kumpels versoffen.
Kein Wunder, das der dann ins Krankenhaus muss.
Ich glaube seine Op hatte damit weniger zu tun.
Da bin ich beim @Threshold : 20 Jahre wäre OK
Was total unverhältnismäßig und überzogen ist! 20 Jahre bekommt man nicht mal für Mord.
 
Ich glaube seine Op hatte damit weniger zu tun.
Keine Ahnung, das war ne Spitze und eigentlich ist es mir völlig egal.
Was total unverhältnismäßig und überzogen ist! 20 Jahre bekommt man nicht mal für Mord.
Keiner bekommt in D. 20 Jahre, egal für was, weil Maximum 15 Jahre und dann evtl. Sicherungsverwahrung existiert.
Auch hier war es eine Spitze von ihm wie mir.
Nur bedenke:
Bei Mord haste einen Leidtragenden, Familie, paar Freunde.
Der Typ hat aber bis zu hundert Familien an den Rand der Existenz getrieben.
Kannst alles nachlesen, wenn Bild nicht wieder lügt, gabs sogar zwei Verzweiflungsselbstmorde.
Das ist nicht wirklich lustig, was der aus purem Eigennutz getrieben hat.
3 Jahre und paar Zerquetschte sidn da wirklich gnädig.
 
Weil er erwischt wurde...
Natürlich. Aber es gibt leider auch welche die gar nichts bereuen.
Keiner bekommt in D. 20 Jahre, egal für was, weil Maximum 15 Jahre und dann evtl. Sicherungsverwahrung existiert.
Auch hier war es eine Spitze von ihm wie mir.
Nur bedenke:
Bei Mord haste einen Leidtragenden, Familie, paar Freunde.
Der Typ hat aber bis zu hundert Familien an den Rand der Existenz getrieben.
Kannst alles nachlesen, wenn Bild nicht wieder lügt, gabs sogar zwei Verzweiflungsselbstmorde.
Das ist nicht wirklich lustig, was der aus purem Eigennutz getrieben hat.
3 Jahre und paar Zerquetschte sidn da wirklich gnädig.
Ich finde Mord deutlich schwerwiegender. Und da besteht auch eine wirkliche Gefahr für die Allgemeinheit.
 
Natürlich. Aber es gibt leider auch welche die gar nichts bereuen.
Reue nach dem du erwischt wurdest ändert halt nichts daran dass du die Tat vorher ganz bewusst begangen hast. Der Schaden für die Allgemeinheit ist erheblich und dafür hat er zu Recht die Quittung bekommen.

Mein Mitleid hält sich in Grenzen.

Edit:
Ich hätte ihm vermutlich für die nächsten 30 Jahre Sozialstunden oder so aufgebrummt. Das hätte dann auch noch einen Nutzen für die Gesellschafft gehabt.
 
Hatte ich ja bereits geschrieben. Gemeinnützige Arbeit oder Sozialstunden wären da angemessener.
Der Richter muss sich aber an die Gesetze halten und die sind in dem Fall eindeutig und da auch eine sehr viel höhere Haftstrafe möglich war ist er definitiv glimpflich davon gekommen. In meinen Augen zu glimpflich. Irgendeine völlig unbekannte Person wäre da vermutlich sehr viel länger in den Bau gegangen.
 
Ich finde Mord deutlich schwerwiegender. Und da besteht auch eine wirkliche Gefahr für die Allgemeinheit.
Natürlich finde ich Mord ebenso für deutlich schwerwiegender.
Aber zur Reflexion:
Du hast den Thread mit einem Aufmacher gestartet, ob man Straftäter überhaupt noch einsperren soll.
Es dürfte klar ersichtlich an meinen Beiträgen sein: Aber ja, sonst funktioniert das Gemeinwesen nicht mehr.
Und wir diskutieren nun über Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit von irgend einem blöden Koch, der Steuern hinterzogen hat und Angestellte um ihren Lohn geprellt hat.
Und jetzt?
Wir können usn ja nicht mal bei dem auf ein "gerechtes" Strafmaß einigen.
Das "Gefühl" einer gerechten Strafe stimmt fast nie mit dem juristischen Urteil überein.
Weil die Justiz allgemein die Aufgabe hat, die uns selbst aufgelegte Ordnung (Demokratie) mittels Rechtsprechung zu schützen und eben nicht dem Gerechtigkeits- oder gar Rachegefühl Einzelner zu folgen.
 
Vielleicht unterstützter Suizid? Oder Beihilfe? Was man dafür für eine Strafe bekommt weiß ich jetzt nicht.
Ich rede nicht von unterstützen oder Beihilfe.
Ich rede von, dein Chef treibt dich in den Ruin und du weisst dir nicht mehr anders zu helfen, als dein Leben zu beenden.
 
Natürlich finde ich Mord ebenso für deutlich schwerwiegender.
Aber zur Reflexion:
Du hast den Thread mit einem Aufmacher gestartet, ob man Straftäter überhaupt noch einsperren soll.
Es dürfte klar ersichtlich an meinen Beiträgen sein: Aber ja, sonst funktioniert das Gemeinwesen nicht mehr.
Und wir diskutieren nun über Gerechtigkeit oder Ungerechtigkeit von irgend einem blöden Koch, der Steuern hinterzogen hat und Angestellte um ihren Lohn geprellt hat.
Und jetzt?
Wir können usn ja nicht mal bei dem auf ein "gerechtes" Strafmaß einigen.
Das "Gefühl" einer gerechten Strafe stimmt fast nie mit dem juristischen Urteil überein.
Weil die Justiz allgemein die Aufgabe hat, die uns selbst aufgelegte Ordnung (Demokratie) mittels Rechtsprechung zu schützen und eben nicht dem Gerechtigkeits- oder gar Rachegefühl Einzelner zu folgen.
Es kommt eben drauf an was derjenige verbrochen hat.

Ich hatte nie geschrieben das man überhaupt keinen mehr einsperren soll.
Sondern das man für manche Straftaten Ausnahmen machen sollte.
Und die anders bestrafen sollte. Sozialstunden, elektronische Fußfesseln und ambulante Therapiemaßnahmen z.B..
 
Es kommt eben drauf an was derjenige verbrochen hat.

Ich hatte nie geschrieben das man überhaupt keinen mehr einsperren soll.
Sondern das man für manche Straftaten Ausnahmen machen sollte.
Und die anders bestrafen sollte. Sozialstunden, elektronische Fußfesseln und ambulante Therapiemaßnahmen z.B..
Na ja, das gibts ja schon alles.
Glaubst du im Ernst, ein erwischter Kaufhausdieb bekommt Knast?
Der bekommt genau das , paar Sozialstunden, drei Therapiesitzungen und 1/2 Jahr auf Bewährung.
Wenn das Kaufhaus Glück hat, bekommt Betretungsverbot und mit ganz viel Glück ne Fussfessel, die 1x in der Woche ausgewertet wird, wo genau er war.

Der Erstartikel trieft geradezu von einer Idealvorstellung, das wirkliche Schwerverbrecher mit einem Dududu und "therapeutischen Maßnahmen" zu Idealbürgern werden.
So ein Schmarrn.
Du kannst die Bevölkerung im Idealfall per Haft ein paar Jahre von jenen Typen von Menschen "beschützen".
Man muss einfach akzeptieren, dass es da draussen welche gibt, die man nicht anders als "böse" beschreiben kann.
 
Man bekämpft halt die Auswirkungen des Kapitalismus.
Dies hat nichts mit Kapitalismus zu tun.
Kannst du uns nachweise erbringen, dass es in Kommunistischen/Sozialistischen Ländern besser ist?
Dokumentationen zum Justizsystem der DDR gibt es genug, dies solltest du dir einmal ansehen.
 
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