Israel - Konflikt aktuell & allgemein

@Andreas1975 Argh, diese mist-Ticker Links bei Tagesschau. eigentlich meinte ich das hier:
Die Geister die ich rief oder "homegrown terrorism":


Jahrelang war es aus (innen-) politischen Gründen oppertun, die rechtsradikale bis rechtsextremistische Siedlerbewegung zu hoffieren, die Extremisten nehmen dann dankbar die Räume ein, die ihnen geboten werden und legen dann noch eine Schippe drauf - ist jetzt nicht "siedlerspezifisch", sondern eben typisch Extremisten. Jahrelang wurde das zunehmend radikalere und gewalttätige Verhalten im Westjordanland seitens der Regierung toleriert, nachvollziehbar, dass die Siedler sich jetzt wie die Herren im Haus aufführen. Dürfte schwerlich wieder Einzufangen sein, zumal die israelische Regierung ja die gleichen faschistoiden Rechtsextremisten in ihren Reihen hat.


Die IDF ermittelt wegen der Vorfälle an den Verteilungszentren.
Die Lage dort ist mehr als nur verstörend:


IDF-Angehörige berichten, dass sie dazu angehalten wurden, Menschenansammlungen an den Zentren außerhalb eines eng definierten Zeitfensters u.a. mit MG und Mörsern zu verhindern, auch wenn keine Gefahr aus den Menschengruppen hervorging. Vor dem Hintergrund der katastrophalen Versorgungslage, der geringen Anzahl (4) an Versorgungszentren und der chaotischen Umstände im Umfeld der Zentren selbst, ist den Andrang vor Ort sehr hoch. Wenn dann die einzige Kommunikation mittels Gewalt stattfindet, kommt es zu solchen dramatischen Szenen, oder wie ein Offizier berichtet:
"Working with a civilian population when your only means of interaction is opening fire – that's highly problematic, to say the least".
 
Egal wo, nirgends scheint man sicher zu sein. Da wird man hin und her getrieben, manch einer hier nennt das humane Warnung, wie nett und großzügig und dennoch werden vermeidlich sichere Plätze angegriffen.

MfG


Ich frage mich ob da überhaupt noch etwas steht was man kaputt bomben kann?

Jetzt verstehe ich diese News, siehe:

Da wollte man wohl noch schnell ein paar Tatsachen schaffen.
Ich hoffe ja, dass es so kommt, das wäre für die Menschen jetzt sehr wichtig. Ich frage mich allerdings unter welchen konkreten Bedingungen diese Waffenruhe steht oder ist sie, bis auf den Verzicht auf Kämpfe bedingungsfrei und diese werden dann erst verhandelt in den 60 Tagen, so lese ich die News?

MfG
 
Ich will mich zu diesem Thema eigentlich nicht weiter auslassen - da hier aber eine ganze Menge unreflektierter Mist bis hin zu Hass diskusionslos breitgetreten wird, tue ich es mal trotzdem!

Und zwar in Form von Links auf die Steadyseite eines Journalisten,Milbloggers und ehemaligen Luftbildauswerters:

Zum Thema Berichterstattung Israel/Palestina/Iran und mediale Kompetenz:

Einordnung der Siedlergewalt:

Hintergrund: "Erschießen die Israelis Hilfesuchende?":
  • Die Gaza-Palästinenser sagen, Menschen würden von den IDF (Israel Defense Forces, israelische Streitkräfte) erschossen, wenn sie versuchten, Lebensmittel von den Verteilerzentren zu bekommen.
  • Die Medien berichten darüber. Üblicherweise werden die Meldungen der Gaza-Palästinenser, also der Hamas, wiedergegeben.
  • Die UN und Hilfsorganisationen sagen, das Verteilungssystem sei ungerecht und die Menschen würden ihr Leben riskieren.
  • Die IDF sagen gar nichts oder widerlegen höchstens Meldungen.
  • Die GHF (Gaza Humanitarian Foundation) sagt, sie hat damit nichts zu tun und an ihren Verteilerzentren sei niemand erschossen worden.
Also was stimmt nun?

Tatsache ist, dass alle diese Akteure ausschließlich aus Eigeninteresse berichten.
Es ist ein Informationskrieg.
Dahinter steht nichts anderes, als der Versuch der Hamas, die Macht im Gazastreifen zu behalten.

Ich erkläre zunächst die derzeitige Situation in Gaza. Dann schauen wir uns einmal an, wie bisher dort Hilfe geleistet wurde. Dann betrachten wir, was die GHF und Israel dort tun. Am Schluss schauen wir uns dann die aktuellen Meldungen an.

Einfach mal durchlesen und nachdenken...und nicht nur (und auch) offensichtliche Fakenews der israelischen "Zeitung" haarez.com verbreiten, welche in der hebräischen Ausgabe gar nicht SO gemeldet wurden und schon berichtigt wurden

LG
 
Einfach mal durchlesen und nachdenken...und nicht nur (und auch) offensichtliche Fakenews der israelischen "Zeitung" haarez.com verbreiten, welche in der hebräischen Ausgabe gar nicht SO gemeldet wurden und schon berichtigt wurden
Mach das mal konkret. Haarez zitiert mehrere Quellen aus Reihen der IDF, das ist gängige journalistische Praxis. Die Quellen sind anonymisiert, auch das entspricht journalistischer Praxis. Möglich, dass es in der Übersetzung Abweichungen gibt, das kann ich mangels Hebräischkenntnise nicht nachvollziehen.
Dass aus Regierungskreisen dementiert wird, ist erwartbar, aus Reihen der Opposition werden die Berichte hingegen ernst genommen. Aber da du schon "Zeitung" schreibst, dürftest du mit deiner Haltung über haarez ohnehin eher auf Linie mit der israelischen Regierung liegen, welche bekanntermaßen haarez boykottiert. Steht dir natürlich frei, aber für den fakenews-Vorwurf hätte ich da gerne was konkretes.
 
Zuletzt bearbeitet:
@SIR_Thomas_TMC Was denkst du (mutmaßlich), warum Israel solche Aufrufe zur Evakuierung tätigt? Ausschließlich zum Schutz der Bevölkerung? Trennung der Kombatanten von der Bevölkerung? Vielleicht auch ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit? Ein bisschen Vertreibung?

Für eine Trennung von Kombatanten und Bevölkerung wäre es nötig, nur letztere zu warnen und erstere im unklaren zu lassen. Allgemein schon ein Ding der Unmöglichkeit, wenn man einem in der Bevölkerung verankerten Aggressor gegenübersteht. Aber wenn man zusätzlich auch noch die zivile Kommunikationsinfrastruktur zerstört hat, während der Aggressor (laut israelischer Kriegslegimitierung) weiterhin aktiv funktionierende Strukturen hat, verkehrt es sich sogar ins Gegenteil: Die wohl weiterhin hochgefährliche/dringends mit allen Mitteln zu bekämpfende Hamas sollte Warnungen mit Leichtigkeit an ihre Kämpfer weitergeben können. Die Zivilbevölkerung, die nicht einmal Strom hat und ihre Bewegungen von Wasser- und Nahrungsverfügbarkeit abhängig machen muss, erfährt dagegen erst spät (oder zu spät), was bevorsteht. Eine Schutzfunktion ist ebenfalls kaum gegeben, denn es gibt auch keine Transportinfrastruktur mehr, zunehmend weniger befestigte Verkehrswege überhaupt und unterernährte Alte/Kranke/Verletzte/Kinder können bei 35, 45 °C keine Gewaltmärsche über dutzende Kilometer durch schweres Gelände pro Tag absolvieren. Erst recht nicht, wenn auch noch sämtliche nur greifbaren Versorgungsgüter und Behausungsmaterialien transportiert werden müssen, da es ja keine Fluchtziele mit hinreichender (wenn überhaupt) Infrastruktur gibt.
 
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@SIR_Thomas_TMC Ich vermute, die Wahrheit liegt in den Grauzonen. Israel hatte bzw. hat keine 'guten' Optionen, um die eigene Bevölkerung nachhaltig zu schützen.

Da würde ich widersprechen. Irondome hat sich als sehr wirkungsvoll gegen Hamas-Raketen erwiesen, Grenzsicherung in voller Stärke als sehr wirkungsvoll gegen Hamaskämpfer. Von der 2006er Wahl bis zum Sommer 23 gab es zwar 93 Opfer in Israel, aber der Löwenanteil davon wurde Opfer von innerisraelischen Angriffen (meist Messerattacken, soweit ich überblicke); so gut wie niemand von Angriffen aus Gaza. Israel hat also sehr wohl Optionen, seine Bevölkerung vor letzteren zu schützen. Was fehlt sind politisch opportune Möglichkeiten, jegliche zukünftige Bedrohungsquellen auszuschließen.

Aber "wir haben ein legitimes Ziel, nur keine Ahnung, wie es zu erreichen ist" rechtfertigt eben keine beliebige Handlungen mit schwersten Auswirkungen für andere. Umgekehrt geht mit der Verfügbarkeit von weniger drastischen Maßnahmen zum Handling der Istsituaion nicht nur die Möglichkeit, sondern sogar völker-/menschenrechtliche Pflicht einher, jenseits der akut NICHT handlungsbedürftigen Situation besonnen zu agieren. (Vergl. Iran) Also Kosten (aktuell sehr hoch, sowohl in Menschenleben als auch Infrastruktur) und Nutzen sorgältig abzuwägen (aktuell überaus fragwürdig; erwartungsgemäß hat die Balance aus zusätzlicher Verzweiflung und damit Rekrutierungspotential für die Hamas und Verlust an Kämpfern bei der Hamas bislang nicht zum Untergang letzterer geführt, trotz mehrfachen Overkill.), anstatt drauf los zu ballern.


Politisch tätig werden anstatt Menschen zu töten?

Letzteres ist immer eine gute Idee. Leider hat man es nicht gerade mit Humanisten zu tun. Aber was meinst du mit ersterem? Zu Verhandlungen erscheinen? Kompromisse vorschlagen? Sich an Waffenstillstandsvereinbarungen halten?


Wo ist die Partei der israelischen Araber?

In der Opposition.

Der Gaza hatte 2005 Wahlen. Wieso haben die Menschen dort Terroristen gewählt?

Wegen Unzufriedenheit mit und fehlendem Vertrauen in die Fatah nach Arafat. Die konnte keinerlei Fortschritt in Richtung einer palästinensischen Selbständigkeit vermelden, hat aber zumindest im Westjordanland immer mehr Kontrolle und Gebiet an Israel abgegeben. Eher schlechte Wahlwerbung nach einem Jahr, in dem Israel eine ganze Reihe schwerer Artillerieangriffe durchgezogen und gut 150 Palästinenser getötet hat. Die Mehrheit war übrigens trotzdem dafür, dass die Hamas ihre Position bezüglich Israel ändert, hat ihr aber schlichtweg eher zugetraut, etwas an der miserablen Sicherheitslage in Palästina zu ändern.


Nicht dass eine realistische Wahloption "gegen Terror" gegeben hätte: Der Spitzenkandidat der Fatah saß als verurteilter Terrorist in Israel im Gefängnis. Das hat deren Wahlkampf sicherlich auch nicht unbedingt gut getan, genauso wie die weitere Inhaftierung zahlreicher PLO-Politiker durch Israel vor und während der Wahl und Wahlbehinderungen in Ostjerusalem. Umgekehrt konnte die Hamas wohl relativ gut Stimmung machen, weil sie dafür (als erstmalig antretende Partei) sowieso nicht auf politische-, sondern auf Gemeinde-/religiöse Strukturen gesetzt hat.

Am Ende lag die Hamas übrigens trotzdem nur knapp vorn (auch in weiten Teilen des Gaza-Streifens, hatte ich hier schon mal vor ein paar Monaten aufgedröselt) und hat keine Machtergreifung, sondern eine Einheitsregierung unter Beteiligung aller angestrebt. Aber da hat dann die Fatah nicht mitgemacht und der Rest ist (eine von Monat zu Monat komplexer werdende) Geschichte.
 
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Ich denke mal der Zug ist in den Köpfen der israelischen Regierung abgefahren, da können Dritte sonst noch was verhandeln. Im Zweifel ziehen sie ihr Ding, ihren Plan wohl durch, frei nach dem Motto, jetzt oder nie. Da helfen nur noch Sanktionen, meiner Meinung nach, auch und vor allem von Seiten der USA.

MfG
 
@elTrollo Also in dem Artikel "Erschießen die Israelis Hilfesuchende?" findet sich schon sehr viel konkretes (die anderen habe ich noch nicht gelesen). Angefangen mit Bildern auch von unzerstörten Teilen des Gaza Streifens (Stichwort alles liegt in Schutt und Asche), als auch der konkreten Beschreibung der Funktion des System Hamas, der darüber hinaus vorhandenen Clan-Strukturen, der Umwandlung von Hilfsgütern in Bezahlware, den Infos zu Schüssen auf Zivilisten vs in die Luft vs. Tötung durch Hamas weil man nicht bei denen einkauft, dem angeblichen Raketenangriff auf den Parkplatz eines Krankenhauses der dann nachweislich doch nicht von Israel war, ... ;)

Dass Israel, wenn sie denn wollten, das ganze eh schon bombenmößig gelöst haben könnten, wird da auch erwähnt, dasselbe hab ich aber auch schon mehrfach über Monate hinweg kommentiert. Ui, war das (ein häufig gelöschtes) Echo, aber in keinster Weise ein inhaltlich argumentatives.

Naja, wir werden sehen, wie sich das entwickelt. Ich bleibe dabei, wenn die Menschen dort vor Ort Frieden wollen, und die Hamas keine Macht mehr hat (getötet, zerstört, exil, aufgelöst,...), dann kann es Frieden geben. Ansonsten geht das eingeübte Spiel weiter.
 
Na klar, hört sich total sinnvoll, realistisch und plausibel an. Die Leute wollen bestimmt Frieden, und es werden sich keine weiteren terroristischen Zellen unter folgenden Bedingungen bilden.

Unter solchen Bedingungen wird es nie Frieden geben, genauso wenig, wenn man den Palästinensern keinen eigenen Staat zugesteht und anerkennt und die Besatzung nicht aufgibt. Es ist naiv und töricht zu glauben, dass sich irgendetwas unter solchen Bedingungen bessern kann, die Historie gibt dem Recht. Aber leider wird dazu von dir nichts kommen, nicht nur seit kurzem sondern auch davor schon nicht, denn Ursache Wirkung und vor allem Verhältnismäßigkeit willst du partout nicht anerkennen.

MfG
 
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Anscheinend funktioniert die Taktik, die Führung gezielt anzugreifen, durchaus.

Wie dann die weitere Entwicklung mit Clans läuft, wird man sehen. Schlechter als jetzt für die Zivilbevölkerung durch den von der Hamas begonnenen Krieg wahrscheinlich auch nicht.

Bezeichnend, dass auf "Zusammenarbeit bei der Essensverteilung" Kopfgeld seitens der Hamas ausgesetzt wird.
 
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Das Israel schon im Krieg mit dem Iran war, wird nun auch seitens der Bundesregierung so eingeschätzt, nicht nur von mir.
"Man kann auch zu dem Ergebnis kommen, dass Israel seit Jahren täglich angegriffen wird und das Recht hat, sich dagegen militärisch zur Wehr zu setzen." Spätestens seit den Angriffen der Hamas am 7. Oktober 2023 aus dem Gazastreifen müsse eigentlich jedem klar sein, dass solche Angriffe stattfinden und dass eine solche militärische Bedrohung äußerst ernst zu nehmen sei.
Ich hätte (habe) das zwar eher an den Raketenangriffen festgemacht, aber zeitlich weiter rausgezoomt ist das auch so interpretierbar.
 
Liest die Regierung hier im Thread mit? 😁
Für dauerhaften Frieden bräuchten die Palästinenser eine Zukunft, im Gazastreifen, im Westjordanland und in Ostjerusalem, aber ohne die Hamas, betonte Wadephul.
Die Forderung kommt mir persönlich sehr bekannt vor.
 
Selber Newsticker wie oben.
Die EU und Israel haben sich nach Angaben der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas auf eine Verbesserung der humanitären Lage im Gazastreifen verständigt. Unter anderem sollen mehr Lastwagen mit Hilfsgütern in das Gebiet fahren und Grenzübergänge sowie bestimmte Routen geöffnet werden, sagte Kallas. "Diese Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder treten in den kommenden Tagen in Kraft", fügte sie hinzu. Es bestehe Einigkeit darüber, dass Hilfe in großem Umfang direkt an die Bevölkerung geliefert und zugleich verhindert werden müsse, dass die Hilfe an die Hamas umgeleitet werde.
Das Rausnehmen der Hamas aus den Hilfslieferungen entzieht dieser Terrororganisation die Finanzmittel (kassieren kostenlose Hilfsmittel, abkassieren für die Waren bei der Bevölkerung) und damit weitere Teile der Macht über die Bevölkerung. Wenn das Thema Entwaffnung nun auch noch klappt, wie in einer Meldung in dem Ticker beschrieben, steht einer echten Perspektive dort immer weniger entgegen. Finde ich gut für die Menschen dort.
 

Frankreich wird Palästina als Staat anerkennen:

Wer oder was genau wird anerkannt?​

Die Anerkennung Frankreichs richtet sich an die Palästinensische Autonomiebehörde mit Sitz in Ramallah. Sie wird von der Fatah dominiert und unterhält eine Reihe von Ministerien, Behörden und Sicherheitskräfte, die in den Teilen des Westjordanlands, die nicht unter israelischer Verwaltung stehen, staatliche Aufgaben wahrnimmt. Auch international unterhält die Autonomiebehörde schon zahlreiche diplomatische Vertretungen.

Welche Folgen hat eine diplomatische Anerkennung?​

Die Entscheidung ist primär ein symbolischer politischer Schritt ohne weitreichende völkerrechtliche Folgen, die über die jeweils anerkennenden Staaten hinaus wirken. Weder erhalten die Palästinensergebiete dadurch automatisch mehr Geld, Gebietsansprüche oder andere handfeste Vorteile.
Auch für Israel ergeben sich durch eine einzelne weitere Anerkennung nicht unmittelbar neue Verpflichtungen - etwa mit Blick auf den Krieg in Gaza und die Versorgung der dortigen Zivilbevölkerung.
Die Mehrheit aller Staaten weltweit erkennt Palästina als Staat an, etwa 147 der 193 UN-Mitglieder. Viele zentral- und osteuropäische Staaten tun das bereits seit 1988. Seit 2024 gab es eine Welle an neuen Anerkennungen. Spanien, Irland und Norwegen hatten sich im Mai 2024 dazu entschieden, Slowenien folgte kurz darauf. Die jüngste Anerkennung stammt aus Mexiko vom Februar 2025.

Wie steht Deutschland zu einem Palästinenserstaat?

Von Deutschland ist derzeit keine Anerkennung Palästinas als Staat zu erwarten. Regierungssprecher Stefan Kornelius teilte am Freitag mit:

"Die Bundesregierung hält an der Überzeugung fest, dass nur eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung dauerhaft Frieden und Sicherheit für Israelis und Palästinenser bringen wird."

Die Bundesregierung plane insofern nicht, "kurzfristig einen palästinensischen Staat anzuerkennen".
Den Fachjournalisten Chatterjee überzeugt das nicht. "Die Messlatte für Deutschland liegt sehr niedrig - niemand erwartet von der Bundesregierung, bei der Lösung des Nahostkonflikts die Führungsrolle zu übernehmen. Aber zumindest die stetige Blockadehaltung sollte sie endlich einstellen." Man drücke sich um eine Positionierung, weil man nicht über Sanktionen gegen einen befreundeten Staat diskutieren wolle, "dessen Soldaten Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehen und dessen Exekutive und Legislative konsequent eine Zweistaatenlösung ablehnen", sagt Chatterjee.
Ich sehe es eigentlich genauso wie der Journalist. Man drückt sich um eine Positionierung.
Und auch an einer deutlichen Kritik gegenüber Israel. Von Sanktionen ganz zu schweigen.
 
Erneut auf Phönix ein sehr interessanter Bericht zu Israel und deren Siedlungspolitik.
Übrigens auch ein Nachweis, dass ja in Deutschland kein kritisches Wort über Israel in den Medien gibt.

Sicher die Tage auch in der Mediathek.

Wiedersehen in Israel​

Kriegstrauma und die Hoffnung auf Frieden
Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, reist nach Israel. In das Land, das seit über einem Jahr im Krieg ist. Kann es jemals wieder Frieden geben?

 
Zuletzt bearbeitet:
Erneut auf Phönix ein sehr interessanter Bericht zu Israel und deren Siedlungspolitik.
Übrigens auch ein Nachweis, dass ja in Deutschland kein kritisches Wort über Israel in den Medien gibt.
Aus der Politik gibt es leider kaum kritische Worte.
Sicher die Tage auch in der Mediathek.

Wiedersehen in Israel​

Kriegstrauma und die Hoffnung auf Frieden
Meron Mendel, der Direktor der Bildungsstätte Anne Frank, reist nach Israel. In das Land, das seit über einem Jahr im Krieg ist. Kann es jemals wieder Frieden geben?

Danke für den Tipp! :daumen:
 
Das hier geht doch in die richtige Richtung

Hamas weg, Frieden möglich. Hm, kommt mir bekannt vor.

Natürlich spielen noch weitere Faktoren wie im Artikel geschrieben eine Rolle.

Sehr gut finde ich die breite Unterstützung aus der Region.
 
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