Israel - Konflikt aktuell & allgemein

Genau das hatte ich weiter oben im Ansatz skizziert. Die Idee von Herrn Trump aus Gaza ein Urlaubsressort zu machen geht da eigentlich auch in die richtige Richtung.
:what: Ich bin schockiert..
Wir können ja noch ein Wolkenkuckucks Heim bauen und die jahrelange Umsiedlung der in Gaza lebenden Menschen dahin organisieren, wäre das auch eine genauso realistische Vorstellung? Und ob die Menschen dann überhaupt wieder zurückkommen können und sich den neuen Standard leisten sei mal dahingestellt, de facto wäre das eine Vertreibung der Palästinenser, weshalb dieser Vorschlag von Trump auch so hart kritisiert wird.

MfG
 
Wirklich anstrengend.
Ich spreche nicht von irgendwelchen Umsiedlungen, auch habe ich nicht geschrieben das das was ein Herr Trump vorschlägt genau so umzusetzen wäre. Ich schrieb von einem massiven Aufbau von seitens Israel.
Ja aber sprechen wir nicht weiter von Wolkenkuckuksheim sondern sehen uns einfach an wie Israel den Frieden für den eigenen Staat sichert. Was grundsätzlich auch nicht zu kritisieren ist sondern das Recht eines jeden Staates ist seine Bevölkerung zu schützen.

Wer auch immer "Ihr" seid. Die anderen scheinen Probleme mit dem Textverstehen zu sein. Aber das nennt man einfach spiegeln.

Kopfschüttelnde Grü.... ach egal ist mir zu anstrengend.
 
Wirklich anstrengend.
Ich spreche nicht von irgendwelchen Umsiedlungen, auch habe ich nicht geschrieben das das was ein Herr Trump vorschlägt genau so umzusetzen wäre. Ich schrieb von einem massiven Aufbau von seitens Israel.
Aber genau das ging mit dem besagtem Vorschlag einher, das die Menschen aus Gaza für viele Jahre umgesiedelt werden sollten, in anderen Länder. ^^

MfG
 
Die Idee von Herrn Trump aus Gaza ein Urlaubsressort zu machen geht da eigentlich auch in die richtige Richtung.
Das war meine Idee vor ihm (zur Frage, wie will Gaza eigentlich irgendwann mal wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen). Gruselig, dass ich ein Teilaspekt der Idee "von ihm" gut finde. Natürlich mit und durch die Palästinenser. Also nix mit räumen (bei mir).

Mit Hamas, weil Terroristen, wird es keinen Frieden geben. Deren Selbstzweck ist Unfrieden, dafür haben sie sich gegründet/sind gegründet worden.

Sprich, schon erwähnt, entweder Hamas vernichtet oder ins Exil oder eine andere Sicherheitsorganisation übernimmt die Macht in Gaza (UN, Israel, ...), erst dann besteht überhaupt die Chance eine praktisch umsetzbare Friedenslösung zu entwickeln.
 
Gruselig, dass ich ein Teilaspekt der Idee "von ihm" gut finde. Natürlich mit und durch die Palästinenser. Also nix mit räumen (bei mir).
Du musst aufpassen. Sobald Du diese Idee ansprichst verstehen das einige als Vertreibung/Umsiedlung/Räumung oder ähnliches. Das Du das explizit ausschließt wird vermutlich nicht verstanden.

Ja natürlich mit der Ortsansässigen Bevölkerung.

Die Terroristen müssen den Kampf aufgeben. Selbst wenn die UN oder eine andere Macht für die Sicherheit zuständig ist bedeutet es ja nicht automatisch, dass da keine Raketen mehr fliegen. Meiner Meinung hängt alles an den Terroristen und ob diese bereit für Frieden sind.
 
Gestern Abend wurde in den Nachrichten gesagt, dass es im Gazastreifen kaum noch sauberes Trinkwasser gibt.
U.a. weil Entsalzungsanlagen durch israelische Angriffe zerstört wurden.
Das ist ein humanitäre Katastrophe! Es müssten alle Kampfhandlungen sofort eingestellt und die Versorgung der Menschen wieder aufgenommen werden.

Außerdem:


Das israelische Militär hat wohl kaltblütig palästinensische Sanitäter erschossen. Was ein schweres Kriegsverbrechen ist!
 
In meinen Augen kann es nur gehen in dem Israel großzügig auf die Bevölkerung zugeht. Dabei jedoch hart bleibt was die eigene Sicherheit angeht. Sprich Organisationen wie die Hamas müssen weiter bekämpft werden. Diese eventuell später durch Sicherheitskräfte der Verwaltung Gaza.
Genau das fordere ich ja auch. Aktuell geht das aber zu Lasten der Zivilbevölkerung. Wenn du für jeden toten Terroristen einen unheimlich hohen Blutzoll zahlen musst, muss sich als Israel nun mal irgendwann die Frage stellen ob es das in der Form wert ist.

Zumal sich auch die Frage stellt was das am Ende wirklich bringt. Vllt tötest du damit die jetzige Generation der Terroristen, züchtest dir damit aber selbst direkt die Nachfolgegeneration.

Irgendwann muss dieser Zyklus doch mal durchbrochen werden.
 
Genau das fordere ich ja auch. Aktuell geht das aber zu Lasten der Zivilbevölkerung. Wenn du für jeden toten Terroristen einen unheimlich hohen Blutzoll zahlen musst, muss sich als Israel nun mal irgendwann die Frage stellen ob es das in der Form wert ist.

Zumal sich auch die Frage stellt was das am Ende wirklich bringt. Vllt tötest du damit die jetzige Generation der Terroristen, züchtest dir damit aber selbst direkt die Nachfolgegeneration.
Israel macht sich garantiert keine Freunde mit seiner unmenschlichen Vorgehensweise. Auch nicht in anderen arabischen Ländern.
Irgendwann muss dieser Zyklus doch mal durchbrochen werden.
Das geht nur wenn vergeben wird. Von beiden Seiten.
 
Das geht nur wenn vergeben wird. Von beiden Seiten.
Und die Chance dazu gibt es nur wenn Israel auf die zivile Bevölkerung im Gaza Streifen zu geht.

Die zivile Bevölkerung im Gaza Streifen leidet dabei gleich zweifach, sowohl durch die Hamas als auch durch das Vorgehen von Israels Militär. Zusätzlich wird der Hass der Bevölkerung der Zivilbevölkerung durch das Vorgehen noch weiter verstärkt und es wird leichter für Hamas neue Anhänger zu finden.

Die einzige Chance sehe ich in dem Israel der zivilen Bevölkerung zeigt "Hey, schaut mal, wir wollen euch nichts antun". Das klappt aber nicht wenn du alles was ihnen lieb und teuer ist in Schutt und Asche legst.

Das hat doch nichts mit dem Recht auf Selbstverteidigung zu tun. Israel ist nicht im Krieg mit der zivilen Bevölkerung.
 
Und die Chance dazu gibt es nur wenn Israel auf die zivile Bevölkerung im Gaza Streifen zu geht.

Die zivile Bevölkerung im Gaza Streifen leidet dabei gleich zweifach, sowohl durch die Hamas als auch durch das Vorgehen von Israels Militär. Zusätzlich wird der Hass der Bevölkerung der Zivilbevölkerung durch das Vorgehen noch weiter verstärkt und es wird leichter für Hamas neue Anhänger zu finden.

Die einzige Chance sehe ich in dem Israel der zivilen Bevölkerung zeigt "Hey, schaut mal, wir wollen euch nichts antun". Das klappt aber nicht wenn du alles was ihnen lieb und teuer ist in Schutt und Asche legst.

Das hat doch nichts mit dem Recht auf Selbstverteidigung zu tun. Israel ist nicht im Krieg mit der zivilen Bevölkerung.
So sehe ich das auch!

Es müssten sofort alle Kampfhandlungen beendet werden. Und humanitäre Hilfen wieder aufgenommen werden.

Allerdings sollte die Hamas im Gegenzug die restlichen Geiseln alle freilassen.
 
Der Grund weil die Überlebenschance der Geiseln nicht höher liegt als die der Terroristen ist doch ein wenig gewagt.

Kannst du das auch argumentieren oder nur "finden"?

Es gibt Berichte von freigelassenen Geiseln der Hamas die klar von Misshandlungen sprechen.

Ja. Einige, wenige und leider in den von mir gelesenen auch noch Unterscheidung welche Art "Misshandlung" (sexueller Missbrauch ist was anderes als physische Gewaltanwendung wenn sich jemand bei einer Verlegung nicht bewegen will), wann (7.10. vs. später), durch wen (Hamas, Isl. Jihad; einfacher Kämpfer oder Führungspersonal?) und in welchem Umfange (einmalig/regelmäßig). Es gibt ohne Zweifel unter den Hamas-Kämpfern Personen, die Israelis Leid zufügen wollen, wann immer sie können. Das hat man am 7.10. gesehen, wo sich ettliches ereignet hat, das weit über "Geiselnahme" und "der Geiselnahme dienende Kampfhandlungen" hinausging. In gewissem Umfange hat man solche Untaten leider in jedem personnell aufgeladenen Konflikt - Palästinenser an Israelis, Russen an Ukrainer, Ukrainern an Russen, Amerikaner an Irakern, Koreaner an Amerikanern und auf die Zahl der Vorwürfe gegenüber Israels Armee und vor allem Armee-Gefängnissen brauche ich an der Stelle wohl gar nicht erst zu verweisen.

Das ist aber zu unterscheiden von einer systematischen Gewalt einer Organisation. Wo es so etwas gibt, sollten alle Geiseln in erheblichem Umfange betroffen sein. Trotz mittlerweile 150 freigelassener habe ich aber eben nur vereinzelte Berichte gesehen, umgekehrt sogar einige die von relativ guter Behandlung sprachen (was Stockholmsyndrom gewesen sein mag, aber als "nicht misshandelt" gewertet werden kann). Das spricht bei mir nicht dafür, dass "die Hamas" als Organisation ihre Geiseln misshandelt. Auch gab es bislang erst bei einem einzigen Leichenfund eindeutige Spuren von direkter absichtlicher Gewalteinwirkung aus kurzer Entfernung. Dass die Hamas hier ihre Kämpfer unzureichend kontrolliert, kann man ihr natürlich vorwerfen, ist imho aber schon in "ein Haufen krimineller Terroristen" inkludiert.

Aber da die Geiseln scheinbar in Kleinstgruppen von 3 bis 6 Personen versteckt und von einer rotierenden Überzahl Kämpfern bewacht werden, würde ich von mindestens 150/3 = 50 * doppelte Überzahl * 3 Schichten * 10 Rotationen = 3000 Hamas-Kämpfern sowie ggf. eine ähnlich hohe Zahl an Versorgungspersonal ausgehen, die eine Möglichkeit zu Misshandlungen gehabt hätten und wenn davon weniger als 500 tatsächlich misshandelt haben, ist von Individualmotivation auszugehen. So ähnlich wie wenn ein Trupp israelischer Soldaten das MG auf eine Gruppe palästinensischer Zivilisten hält, die zu einem Hilfsgüterlaster in der Nähe stürmen:
Traurig, verwerflich und in einer zivilisierten Armee würden die Verantwortlichen auf lange Zeit weggesperrt. Aber letzlich ein Versagen auf Ebene der Einzelperson, keine Taktik der ganzen Organisation, wenn es nur gelegentlich passiert.

Btw eine Sichtweise kann natürlich auch sein, dass weder die IDF noch die Hamas keine Verstöße gegen das Völkerrecht begehen, da es kein Krieg sondern eine Polizeiaktion oder eine spezielle Militäroperation gegen Terroristen handelt. Das Klingt sowohl für die Hamas als auch die IDF gut. Was es für die Bevölkerung und die Geiseln natürlich nichts ändert.

Wenn man Terroristen wieder als Kriminelle einstuft (was ich bei z.B. Al Kaida für gerechtfertigt gehalten habe, bei einer Quasi-staatlichen Institution wie der Hamas nicht), dann gelten statt Kriegs- und Vökerrecht Menschen- und Bürgerrechte, für die Kriminalitätsbekämpfer Polizeirecht. Das kennt keine Kollateralschäden, sondern allenfalls Unfälle und erlaubt den Einsatz tödlicher Gewalt überhaupt nur zur Abwendung unmittelbarer Gefahr für Leib und Leben. In diesem Rahmen wären die Unangemessenheiten der IDF-Methoden schwerste Straftaten, nicht wenige der Einsätze schlichtweg als Massenmord zu verurteilen. Die Hamas dagegen wäre weiterhin halt eine "terroristische Vereinigung" :ka: .


Mir tut vor allem die Zivilbevölkerung im Gazastreifen leid.
Eigentlich müssten die alle evakuiert werden. Nur wohin?

Als "Evakuierung" beschreibt man für gewöhnlich die vorübergehende Flucht vor nicht abwehrbaren Gefahren. Hier sind die Gefahren aber sogar absichtlich herbeigeführt. Davon abgesehen davon wartet ein erheblicher Teil der Bevölkerung Gazas seit 75 Jahren darauf, in geräumte Gebiete zurückzukehren respektive stammt von Leuten ab, die bis an ihr Lebensende darauf gewartet haben.


Das was in Bezug auf die Zivilbevölkerung passiert ist unsäglich. Israel muss die Bevölkerung auch trotz der militärischen Handlungen versorgen. Da darf es auch keine zwei Meinungen geben. Das ist nicht leicht allerdings wenn der politische Wille da ist kann und wird es auch so umgesetzt werden können.

Nur um das mal klarzustellen:
Israel hat die Bevölkerung in den unterdrückten Gebieten NOCH NIE versorgt. Das Maximum, was Israel macht, ist es humanitären Organisationen (rein finanziell betrachtet überwiegend aus EU und, bis Trump, USA; personell eher einheimisch) zu erlauben, diesen Job zu übernehmen. In letzter Zeit halt nicht einmal mehr das, stattdessen werden international renomierte Organisation als kriminell verboten und/oder antisemitisch verleumdnet, weil sie Palästinensern das Überleben ermöglichen wollen.


Es war ja davor lange Ruhe

"Lange"? Der letzte Palästinenser wurde 11 Tage davor erschossen.
Der vorletzte und der vorvorletzte 12 Tage vor dem Angriff der Hamas.
18 Tage vor dem Angriff: 7 tote Palästinenser.
19 Tage vor 7.10.: 2 tote Palästinenser.
24 Tage davor: noch einer
35 Tage: 8 Tote.
usw. usw. usw.
Alleine 2024 gab es vor dem großen Angriff 324 getötete Palästinenser, also im Schnitt mehr als einer pro Tag. Von Anfang 2023 bis August 2024 waren es 872. (Darunter natürlich auch ein paar mutmaßlich-Schuldige-wenn-auch-nicht-verurteilte, aber so zum Vergleich: Am 7.10. hat die Hamas 796 Zivilisten getötet und seit Beginn des Vorjahres noch einmal 41 weitere. Das heißt trotz aller Grausamkeit am letzten Tag wurden vom 1.1.2023 bis einschließlich 8.10.2024 mehr Palästinenser als isrealische Zivilisten im Nahostkonflikt getötet.)

Da war nichts friedlich, schon gar nicht lange. Es sei denn, man misst ""lange"" in Stunden. Aber dann wäre auch die Hamas während der letzten Waffenruhe ""lange"" friedlich gewesen und wir hätten mit der Neustart der israelischen Angriffe einen ""neuen"" Krieg.

Ich bleibe bei meiner Grundhaltung: Es gibt in dieser Region kein "angefangen". Es gibt nur ein "weitergemacht" und als dessen Steigerung noch ein "eskaliert". Das kann man der Hamas am 7.10.23 sicherlich vorwerfen. Aber eben auch Israel seit dem 8.10.2023 und anhaltend.


Ja das klappt so kurz wie die Raketen wieder fliegen wenn Israel die Kampfhandlungen einstellt und die IDF aus Gaza abzieht. Die Raketen werden auch fliegen wenn Israel die komplette Versorgung der Bevölkerung im Gaza sicher stellt.

Nein. Das wäre tatsächlich eine wirksame Maßnahme, weswegen ich die ja auch schon x-fach vorgeschlagen habe: Israel hat schon vor Jahren die Tunnelsysteme in den Gazastreifen zerstört und selbst jetzt keine neuen gefunden. Es gibt auch keine Hinweise auf Schmuggel über See, die israelische Marine tötet jeden Palästinenser, der sich jenseits des Strands blicken lässt. Alles, was im Gazastreifen benötigt wird, muss mit hundertenn LKW täglich reingeschafft werden - und das gilt auch für Raketenmaterialien. Würde Israel diese Versorgung selbst übernehmen, die Laster selbst beladen, dann könnten sie auch sicherstellen, dass da keine entsprechende Technik dabei ist (respektive dann wären sie zumindest selbst Schuld, wenn sich ein Terrorsympathisant eingeschlichen und Material geschmuggelt hat) und wenn sie zusätzlich Rechtsstaatlichkeit in den den unterdrückten Gebieten durchsetzen würden, könnten sie auch bei Dual-Use-Gütern einen Polizisten daneben setzen, der Missbrauch ausschließt.

Aber Israel will eben keine Verantwortung übernehmen.


Weiterhin Raketen auf Israel.

Und das obwohl längst mehr Palästinenser getötet wurden (je nach Zahlen 2-4 mal so viele), als der kämpfende Arm der Hamas vor Kriegsbeginn an Mitgliedern gehabt haben soll.
Vielleicht sollte man weniger auf Krankenwagen und mehr auf Waffentransporte zielen.


Es müssten sofort alle Kampfhandlungen beendet werden. Und humanitäre Hilfen wieder aufgenommen werden.

Allerdings sollte die Hamas im Gegenzug die restlichen Geiseln alle freilassen.

Genau das bietet die Hamas seit mittlerweile über einem Jahr immer an. Aber Israel will darüber nicht einmal verhandeln. Die Tötung all derjenigen, die Israel als "Hamas" zählt geht über alles andere. Auch über das Wohlergehen der Geisel und erst recht über das Leben palästinensischer Zivilisten. Und Israel zählt halt nicht nur Kämpfer, sondern wirklich absolut jeden, der mal irgendwas pro-Hamas gemacht hat. Hier mal ein Luftangriff auf ein Pressezelt vor einem Krankenhaus.
Ziel? Ein damals für AP und Reuters tätiger Fotoreporter, der am 7.10. live dabei war.
(Was natürlich bedeutet, dass der einen guten Draht zur Hamas hatte und die schrecklichen Ereignisse quasi als "embedded Journalist" begleitet hat. Aber scheinbar wirft ihm nicht einmal Israel vor, auch aktiv daran mitgewirkt zu haben. Auch nicht, das Geschehen propagandistisch verfälscht zu haben. Aber schon das Geschehen von der falschen Seite her zu filmen, ist in den Augen Israels derart sträflich, dass es auch den Tod von Menschen rechtfertigt, die z.B. in ein Krankenhaus wollen und nicht einmal eine Ahnung davon haben, wer die Person neben ihnen ist.)
 
"Lange"? Der letzte Palästinenser wurde 11 Tage davor erschossen.
Der vorletzte und der vorvorletzte 12 Tage vor dem Angriff der Hamas.
18 Tage vor dem Angriff: 7 tote Palästinenser.
19 Tage vor 7.10.: 2 tote Palästinenser.
24 Tage davor: noch einer
35 Tage: 8 Tote.
usw. usw. usw.
Alleine 2024 gab es vor dem großen Angriff 324 getötete Palästinenser, also im Schnitt mehr als einer pro Tag. Von Anfang 2023 bis August 2024 waren es 872. (Darunter natürlich auch ein paar mutmaßlich-Schuldige-wenn-auch-nicht-verurteilte, aber so zum Vergleich: Am 7.10. hat die Hamas 796 Zivilisten getötet und seit Beginn des Vorjahres noch einmal 41 weitere. Das heißt trotz aller Grausamkeit am letzten Tag wurden vom 1.1.2023 bis einschließlich 8.10.2024 mehr Palästinenser als isrealische Zivilisten im Nahostkonflikt getötet.)
"Auch ein paar mutmaßliche Schuldige" - weißt du wieviele davon tatsächlich Terroristen waren?

Und deine Zahl vom 07.10 stimmt auch nicht ganz:

Israelischen Angaben zufolge wurden beim Angriff auf israelischer Seite 1139 Menschen ermordet oder im Kampf getötet – darunter 695 israelische Zivilisten, einschließlich 36 Minderjähriger, 373 Mitglieder der israelischen Sicherheitskräfte und 71 Ausländer. 364 Personen wurden beim Angriff auf das Psytrance-Festival „Supernova Sukkot Gathering“ in der Nähe des Kibbuz Reʿim ermordet. Darüber hinaus wurden mehr als 5400 Menschen verletzt und bei den Geiselnahmen der Hamas während des Terrorangriffs 250 weitere in den Gazastreifen entführt.
Quelle: Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023
Genau das bietet die Hamas seit mittlerweile über einem Jahr immer an. Aber Israel will darüber nicht einmal verhandeln.
Es hat mehrere Deals und Gefangenenaustausche gegeben. Nur will die Hamas pro freigelassenen Geisel gleich 10 mal (oder noch mehr) palästinensische Inhaftierte austauschen. Darunter sind auch verurteilte gefährliche Schwerverbrecher und Terroristen.
 
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