DAVON kann keine Rede sein. Seit dem letzten Feldzug gegen Ägypten (der zugleich der letzte gegen eine konventionelle, auf offenem Feld angreifende Armee war) hat Israel seinen Gegnern nie wieder "sämtliche Waffen aus den Händen geschlagen". Und wie bereits von mir geschrieben: Der Iran müsste sich reichlich dämlich anstellen, damit das diesmal gelänge.
Nein, der Iran muss nur so weitermachen bzw. Israel bei seiner harten Linie bleiben.
Auch die Antwort hatte ich schon geschrieben:
Darf ich dein Gedächtnis an den einzigen anderen Raketenangriff Irans erinnern, der eine Militärbasis zum Ziel und getroffen hatte? Zwar ohne erwähnenswerte Schäden, nach Meinung sämtlicher Analysten ohne das Ziel erwähnenswerter Schäden um Israel die Option offen zu halten, nicht weiter zu eskalieren, aber dass "nur wild auf bewohnte Großstäde" geballert wird, ist schlicht ein Falschdarstellung. Gerade wegen der Leistungsfähigkeit der israelischen Raketenabwehr ist kaum beurteilbar, was der Iran eigentlich hätte treffen wollen. Man sieht nur, wo die Trümmer runterkommen und das ist, in Anbetracht der Abwehrstützpunkte und der Tatsache, dass Israel einfach ein verdammt kleines Land ist, immer in der Nähe von Großstädten. Zentral-Israel misst von Tel Aviv bis Jerusalem gerade einmal 50 km und beinhaltet allein laut Wiki-Liste über 30 Militärbasen, aber abseits der (wenigen Gebirge) keinen einzigen auch nur 5*5 km großen Bereich ohne größere Ortschaft, i.d.R. Stadt.
Dasselbe gilt dann wohl auch für Israel.
In Gaza/Beirut & Co. lässt sich dann umgekehrt auch nicht vermeiden, dass aufgrund der hohen Bebauungsdichte "Kolletaralschäden" entstehen.
Am Ende des Tages bleibt es ja dabei, dass die Raketenangriffe auf Israel, sowohl seitens Hamas, Hisbollah aber auch vom Iran im Wesentlichen der israelischen Bevölkerung gelten.
Btw: Wie kommt es eigentlich, dass der Iran behauptet, dass 90% der Raketen ihre Ziele getroffen haben.
Die wissen doch ganz genau, dass es nicht einmal 10% ihrer Raketen geschafft haben.
Wahrscheinlich tatsächlich "Idioten".
Ich weiß nicht, ob es dir aufgefallen ist: Aber es gibt seit rund 11 Monaten Massendemonstrationen, andauernde Protestcamps und sogar Kundgebungen Weltweit bei Israels Unterstützern, weil Netanjahu bislang sämtliche Angebote zur Freilassung der Geiseln ausgeschlagen hat, solange diese ihn an der erklärten Totalauslöschung der Hamas gehindert haben. (Was für die natürlich keine annehmbare Forderung ist.)
Es ist gerade mal einen Monat her, da waren 300000 Menschen auf den Straßen von Tel Aviv - einer Stadt, die gerade einmal 400000 Einwohner hat. Gut, die Metropolregion ist entsprechend größer, aber das gilt für Berlin plus Speckgürtel auch. Trotzdem haben da noch nie 2,5 Millionen Menschen gleichzeitig protestiert. Wieviel mehr Aufschrei erwartest du denn?
Wieso behauptest Du dann ein paar Zeilen weiter bzw. in Post #3266, dass das israelische Volk keinen Frieden will bzw in seiner Mehrheit nationalistisch wäre?
Angesichts deines üblichen rhetorischen Niveaus ist das schon echt starker Nonsens und selbstverständlich absolut unhaltbar!
Siehe u.a. auch obige Posts, aus Israels Sicht:
- Stop und Umkehr sämtlicher einseitiger Provokationen (Räumung aller Siedlungen, Einstellung aller Grenzverletzungen, etc.)
D'accord.
- Überlassung der Selbstkontrolle inklusive finanzieller und territorialer der lokalen Einwohner bei Einiglung OHNE Gegenschläge gegenüber diesen Zonen wo möglich. (Die Mauer wäre eine der besten Maßnahmen Israels seit Rabin gewesen, hätte man sie nicht jenseits der Grenze gebaut)
D'accord, wurde ja für Gaza ab 2005 versucht - ist scheinbar nicht gelungen, die Hamas konnte wachsen und gedeihen und letztlich am 07.10.2023 Israel überfallen.
- Übernahme der Verantwortung, Versorgung und Wiederaufbau in Gebieten, in denen der vorangehende Punkt nicht möglich erscheint. (Kann durchaus gesamt Palästina sein.)
Schöner wäre es -allgemein gesprochen- wenn nicht nur Israel, sondern auch die Palästinenser, sowie die zahlreichen Unterstützer Verantwortung für eine stabile zivile Infrastruktur übernehmen würden, statt nur die Opferrolle einzunehmen.
Ich vermute, dass die Palästinenser den Unterstützern tatsächlich recht egal sind und das Schicksal der Palästinenser eher dazu dient, den Hass auf Israel weiter zu konservieren/kultivieren.
- Startung eines Aussöhungs- und Entschädigungsprozess mit den Vertriebenen respektive deren Nachkommen.
Einseitig wird das nicht gelingen. Einer kann den ersten Schritt machen, aber am Ende gehören beide (alle) Parteien dazu. Solange es aber Kräfte gibt, die Israels Existenzrecht anzweifeln, wird das wohl illusorisch und damit theoretisch bleiben.
Aus Sicht von Israels Gegnern ist es schwieriger, da diese weitestgehend Handlungsunfähig sind und außer reaktiver Nadelstiche sowieso nicht handeln. Die Einstellung von Terrorattacken wäre natürlich eine offensichtliche Forderung, aber die werden halt auch von Kleinsgruppen durchgeführt, die gar nicht am Verhandlungstisch sitzen.
Israels Gegner (Iran, Hamas, Hisbollah & Co) sind handlungsunfähig und lediglich re-aktiv, reagieren also nur?
Die Terroranschläge in Israel, die ausdrücklich im Namen von Hamas- oder Hisbollah-Kämpfern ausgeübt werden, sind also nur Kleinstgruppen und geschehen halt einfach so?
Sorry, aber ich glaube ab jetzt wird es langsam lächerlich.
Du legst den Ball immer wieder in die Spielhälfte Israels und erwartest nahezu ausschließlich friedensstiftende Maßnahmen von Israel.
Bei aller völlig berechtigten Kritik an Netanjahu, dem aggressiven Siedlungsbau und den nationalistischen ultraorthodoxen Tendenzen im Staate Israel machst Du es dir hier viel zu einfach und blendest die andere Seite derselben Medaille weitestgehend aus. Ich hätte mir hier mehr Verständnis für die geschichtlich bedingte Empfindlichkeit Israels erwartet, die auch heute noch eine große Rolle im Handeln spielt. Immerhin und das muss man leider immer wieder erwähnen, gibt es erheblichen Hass auf Israel in der islamischen Welt.
Die Position, die du hier einnimmst erscheint mir zu einseitig.